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Die Musik, der Wald und eine junge Frau

Verfasst: Sonntag 28. September 2014, 23:46
von Gast
Seid etwa einer Woche erzählen sich die Holzfäller und Förster des Landes, aus unterschiedlichsten Regionen Geschichten über eine Junge Frau, die mitten in den Wäldern wild tanzend und Laute spielend ihre Aufmerksamkeit auf sich lenkte.

Hans, das glaubst du mir niemals, was ich heute früh im Wald gesehen habe.
Erzähl, was war es diesmal, ein sich im Kreis drehendes Wildschwein?
Nein nein, ich war stock Nüchtern, glaube mir. Ich habe da so ein junges Ding im Wald gesehen, sie war kaum bekleidet und tanzte wild herum. Und sie spielte Laute. Aber das war merkwürdig, sie hielt sie völlig verkehrt.
Natürlich, und das Bier war sicher nicht schuld. Du solltest wirklich weniger saufen, Hans
Ich schwöre, ich habe sie gesehen, die war echt. Als sie mich sah, grinste sie mich nur frech an und verschwand im Dickicht.

War es nur Einbildung, oder gibt es dieses Verrückte Weib tatsächlich?
Können sich so viele leute auf einmal Täuschen?

Verfasst: Montag 29. September 2014, 09:58
von Zahrak Salberg
Eines Tages sitzt ein Mann nahe Hans und seines Freundes und schaut von seinem Platz aus zu ihnen herüber. In seinen Händen ein dampfender Kaffee, vor ihm das bald fertig verspeiste Mittagessen. Interessiert hatte er zugehört und nun ruft er den Augenzeugen zu sich.

"Komm mal rüber, ich hab da ne Frage!"

So er dann auf einem Abstand ist, wo man problemlos leise genug reden kann, dass es nicht jeder hört, erläutert der Mann:

"Wo genau hast du dieses Weib gesehen? Das muss ich mit meinen eigenen Augen sehen!"

Verfasst: Montag 29. September 2014, 12:18
von Gast
Als Hans das ranwinken des jungen Mannes sieht, schaut er sich erst einmal zögerlich um, ob auch wirklich er gemeint war.
Dann nähert er sich dem Mann und setzt sich zu ihm.

Du glaubst mir doch, oder? Ich habe sie wirklich gesehen.
Als der junge Mann dann nachfragt, wo er dieses Weib gesehen habe, beugt sich Hans zu ihm vor und berichtet leise.
Mitten im Wald, Nördlich von Adoran. Du kennst den kleinen See dort? da stand sie mit mal und tanzte wild umher. Die hatte kaum etwas an und wirbelte während sie ihre Laute spielte, mit ihren nackten Füssen das Wasser des Sees auf.

Verfasst: Montag 29. September 2014, 12:49
von Zahrak Salberg
"Unglaublich, aber ich glaube dir dennoch. So etwas kann doch keine Einbildung sein. Vielleicht sehe ich sie ja auch einmal."

So wird er sich ein wenig später aufmachen, um besagten Wald und die junge Frau zu finden. Sollte er sie sehen, so wird auch er Hans beim nächsten Mal zustimmen und jedem, der es öffentlich behauptet, sie gesehen zu haben. Eine junge Frau, die mit ihrer Laute und ihrem Tanz einfach mitreißt und plötzlich ohne ein Wort wieder weg ist. Sie muss etwas besonderes sein...

Verfasst: Montag 29. September 2014, 13:31
von Gast
Als er sich im besagtem Wald den See nähert, vernimmt er schon eine schnelle und fröhliche Melodie, die durch den Wald schwingt.
Am See angekommen, erblickt er die kleine Frau, wie sie Barfuss im seichten Gewässer des Sees wild umhertanzt. Sie hüpft und dreht sich und wirbelt immer wider mit den Füssen das Wasser zu Spritzfontänen auf.
Und wie Hans es ihm erzählte fällt auch ihm auf, das sie die Laute auf der sie die fröhliche Melodie spielt, eigentlich völlig falsch hält. Statt sie auf Hüfthöhe an den Körper an zu legen, hat sie diese auf die Schulter angelegt und klemmt sie mit ihrem Kinn fest.
Mit einem Finalen Sprung, bleibt sie breitbeinig im Wasser stehen und blickt frech grinsend zu dem Mann herüber. Das Grinsen mag das letzte sein, das er von ihr sieht, bevor sie sich rasch umwendet und davon läuft.
Geschickt wie eine Katze huscht sie durch den Wald und ist schnell ausser Sichtweite.

Verfasst: Donnerstag 2. Oktober 2014, 14:12
von Gast
Die zweite Seite der Medallie

In der Nacht vom ersten auf den zweiten Goldblatt, im Wald um Kronwalden, mag man die ganze Nacht über eine äusserst traurige Melodie vernehmen.
Wer sich die Mühe machen sollte, diesem Klang zu folgen, der wird die kleine junge Frau, die immer wider mal in den Wäldern wild und fröhlich umhertanzt entdecken.
Doch von Fröhlichkeit, zeugt diesmal weder die Melodie, noch ihr Treiben.
Still und in sich zusammengekauert, kniet sie vor einem am Boden liegenden Wolf. Ihr Gesicht ist überzogen von tiefer Trauer und Tränen rinnen ihre Wangen herunter. Einige andere Wölfe mögen sich in der näheren Umgebung rumtreiben und um ihren verstorbenen Wegbegleiter trauernd heulen.
Nach und nach, kommen die anderen Wölfe näher und knurren die junge Frau an.
Doch diese lässt sich nicht beirren und spielt weiter auf ihrer Laute, die anderen Wölfe dabei anschauend und ihre Unterwürfigkeit bekundend. Daraufhin lassen sie die junge Frau weiter in ruhe.
Erst bei Sonnenaufgang erhebt sie sich wider, beendet ihr Spiel und zieht ruhigen Schrittes ihres Weges.

Verfasst: Freitag 7. November 2014, 02:05
von Gast
Immer wider vermag man in den letzten Tagen im Gebiet der Thyren eine recht kleine zierliche junge Frau in den Wäldern wahrnehmen. Und des Nachts klingen ungewohnte Klänge aus den Wäldern, die einer Laute ähneln. Die dort lebenden Wölfe stimmen regelmäßig mit in diese Klänge ein und heulen um die Wette. Wer sich die Arbeit macht, den Wölfen zu folgen, der wird eben jene junge Frau im Wald entdecken, die umringt von den Wölfen ein Schauspiel gepaart von Tanz und dem spiel auf ihrer Laute bietet. Ungewohnt für den Zuschauer mag es aussehen wie sie diese spielt, hält sie diese doch föllig falsch so zwichen Kinn und Schulter geklemmt, während ihre Finger an den Seiten zupfen.
Doch umso verwunderlicher ist, das die Wölfe scheinbar nicht wild auf sie reagieren, wie man es von ihnen kennt, sondern sich um sie herum bewegen und zum teil sogar sich entspannt vor sie hinlegen.
Wer das Glück hat, diese kleine junge Frau am hellichten Tag zu entdecken, dem mag sich ein recht bizarres Bild darbieten. So sieht man, wie sie über den Tag umringt und eingekuschelt von Wölfen liegt und Schläft.

[ooc] Teilnahme gerne erwünscht.

Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2014, 18:13
von Gast
Der Schnee überzieht das Land

Immer seltener vernimmt man im Thyrenland die Musik aus den Wäldern.
Doch dann und wann vermag man in den ersten Morgenstunden die kleine zierliche Frau durch die Wälder streifen sehen. Sie sammelt das karge essbare, was die Natur im eisigen Griff des Winters noch hergibt. Ständige Begleiter der Frau sind immer wider einige Wölfe, die immer in ihrer Nähe zu bleiben scheinen. Man könnte fast schon meinen, das sie zu einigen dieser Wölfe ein sehr inniges Verhältniss hat. Es scheint, als haben diese Wölfe sie in ihrem Rudel zumindest akzeptiert und dulden sie.



[ooc] Teilnahme erwünscht