Die Geschichten einer Templerin
Verfasst: Mittwoch 10. September 2014, 08:51
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Der beginn allen übels - Eine Heilerin auf Umwegen
~ * ~ *~ * ~ *~ * ~ *~ * ~ *~ * ~ *~ *~*~
Kesia erwachte in ihrem Kerker und sah starr auf die Kahlen kalten Wände vor sich.
Irgendetwas geschah mit ihr, ihr Körper schien schwach und an kraft zu verlieren, ihre Seele fast schon gebrochen, das Zerren des Hungers und das Verlangen nach auch nur einem kleinen Tröpfchen Wasser lies sie schier Verrückt werden.
Kaum als das sie die Augen Geöffnet hatte, spiegelte sich vor ihr die gestrige Nacht wieder. Leid und Folter war das einzige was sie schon seit Monaten oder fast schon Jahre lang zu Spüren bekam. Mühsam und unter Schmerz und Qualen zerrte sie sich zu dem kleinen mit Gittern behangenen Fenster welches nahe dem Boden angebracht war um nur einen hauch von frischer Luft hindurch zulassen.
Auf der Seite ihr gegenüber war der altbekannte Drachenberg, ein Ort der viel Besucht ist von jenen die sich als Kämpfer und Krieger ausgaben. Oft vernimmt Kesia die Schreie jener die an diesem Berg gescheitert waren. Nicht nur das dieser Berg, wie der Name es schon verheißt von einem Drachen bewohnt wird, welcher allerdings im inneren einer Gigantischen Höhle wohnt. Nein, dieser Berg war wegen seiner Steilen Pässe und gefährlichen Steinschläge berühmt und berüchtigt.
Weniger Oft, aber auch vorkommend die wenigen Rückkehrer die schließlich Blut befleckt den Heimweg suchten. Getrieben von Hunger und Durst schleckte sie sich über ihre zerschlissenen Lippen und stellte sich jenen Geschmack auf ihrer Zunge vor. Doch Gleichsam erinnerte es sie an die Abende, wenn ihre Peiniger wieder einmal die Lust verspürten, ihren Frust auszulassen …
Sie spürte, wie Ihr Blut über ihren Körper Floß, sie spürte jede einzelne Pfeilspitze in ihrem Leib.
Der Schmerz fuhr ihr durch jede Faser ihres Körpers und kein ende war in Sicht.
Der Schmerz nahm ihr jegliche Sinne.
Was hatte sie nur angestellt? Fragte sie sich immer wieder. Doch war sie wohl einfach nur, zur Falschen Zeit am Falschen Ort. Sie war nun schon so lange eine Gefangene, das sie sich an nichts mehr davor erinnern konnte.
Außer das sie Ihre Eltern, nie wirklich kennen gelernt hatte.. Sie wusste sie hatten sie verkauf, mehr brauchte sie nicht zu wissen. Das sie zeitweise in einem Waisenhaus Schlafen musste,weil die Eltern sie nicht da haben wollten, vor dem sie über Tag allerdings immer floh und sich in den Wilden Wiesen und Sümpfen des Landes versteckte.
Sie war gerne in der freien Wildnis unterwegs, sammelte verschiedenste Kräuter und Blüten mit denen sie sich vertraut machte. Sie testete sie auf verschiedenste Weisen, zerstampfte sie, kochte sie, kombinierte die verschiedensten Kräuter zu kleineren Gemischen, welche die unterschiedlichsten Wirkungen Zeigten. Sie wünschte sie könnte mehr darüber in Erfahrung bringen, doch Lesen konnte sie damals noch nicht. Wohl an das sie eh nicht in die Bibliothek gelassen wurde. Streuner hatte man sie immer genannt wenn sie in der Stadt unterwegs war, oder gar schlimmeres. Darum mied sie die Stadt auch als sie klein war.
Das erste was ihr seit dem in Erinnerung war, war wie sie am Strand einige Perlen gesammelt hatte, sie war kaum älter als 16 Jahre, und sie auf einmal von hinten gepackt wurde.
Sie wurde zerrend über den Heißen Sand gezogen und kaum das sie dichteres Gestrüpp erreicht hatten, hatte sie auch schon einen alten Sack über dem Kopf und Hände und Füße wurden mit harten ketten fest gezurrt die ihr das Blut abschnürten.
Nun war sie zwischen vier mauern eingesperrt worden, die kaum größeren Raum hergaben als sie groß war. Wie lange sie dort zwischen lag, vermag sie allerdings nicht zu deuten. Doch waren es viele viele Tage ... mindestens Mondläufe lang.
Sie erinnerte sich noch an die kleinen Tiere, die mit ihr dort hausten. Die nach und nach an ihrem Schrumpeligen Fleisch sich labten.
Nach einigen Tagen hatte Kesia sich daran gewöhnt und sie schaffte es sogar ein mal ein wenig Schlaf zu finden und zu ruhen, kraft zu schöpfen. Doch sie fand keine weg hinaus aus diesem Gefängnis. Und selbst wenn, was erst würde sie dann erwarten? Nur noch mehr Folter und noch mehr Qualen, die sie erleben durfte. Wenn es nicht sogar der tot war, den sie dann zu erwarten hätte, welcher in ihren Gedanken aber immer noch mit Freiheit mehr gemeinsam hatte als die immer Währende Folter. Zwischen diesen Wänden vegetierte sie einfach dahin. Bald überkam sie der Hunger und der Durst. Tagelang schrie sie aus vollem Leibe nach einem Schluck zu trinken, doch wie immer hatte sie niemand wahrgenommen, oder es auch nicht gewollt. Schließlich schnitt sie sich mit den Fingernägeln ins eigene Fleisch und trank von ihrem eigen Blut einige wenige tropfen, um zumindest das leben in ihr zu halten. Auch eine Ratte die hin und wieder nach dem rechten zu schauen schien, erwischte sie am 5 Tag ihres unfreiwilligen Besuchs. Doch dann aß sie Tagelang nicht mehr und sie verlor ihre Letzte Kraft und Ihre Sinne. Dahin Vegetierend kauerte sie zusammengepfercht auf engstem Raum zwischen den Wänden.
Bis Plötzlich die Wände sich verloren und sie eine Gestalt auf sich zukommen sah.
Sie wusste dass ER es war, er der sie immer zu mit Brandeisen folterte und niemand der sie Retten wollte, wer sollte auch schon kommen? Wie sie es jedes mal tat, wenn jemand vor ihr stand zerrte das letzte Rest ihrer Stimme die Wörter heraus die ihr den Verstand Zermarterten. „Was … Was habe ich getan?“ Doch eine Antwort war ihr auch dieses mal wieder verwehrt. Sie wusste er konnte ihre angst spüren. Doch Antwort bekam sie keine. Stattdessen starrte er sie nur kurz an.
Ehe er sie aufrichtete und ihr einen kraftvollen Stoß gab. Kaum das dies Geschah, spürte sie wie die Klinge eines spitzen Pfeiles sich tief in ihr Fleisch Bohrte. Es traf sie direkt in den Oberschenkel und das Blut zerlief sich auf ihrem Bein hinunter bis auf den Kalten Steinigen Boden auf dem sie gleichsam fiel und sich vor Schmerz verzerrte. Sie kannte Schmerz, doch nach den vielen Tagen in dem Engen Raum hatte sie jeglichen Sinn von Gespür abgeschaltet um die Kälte zu Unterdrücken die sie umgab. Doch der Plötzliche Schmerz traf sie dafür um so härter.
Der Schmerz, der ihr zu Kopf schoss und ihr jegliche andere Gedanken aus dem Kopf vertrieb. Sie schrie unaufhörlich und sah kurz noch SEINE Augen, die Augen ihres Peinigers die Hämisch lachten. Die sie kurz besahen, ehe er die Tür des nächsten Kerkers schloss und Kesia ihrem Schicksal überließ.
Ihr verzweifelten Schreie und ihr wimmern mochte über ganz Britain noch zu hören sein.
Der Pfeil brannte wie Feuer, als sei er mit irgendwas getränkt, doch mehr noch als der Körperliche, war es der Seelisch Schmerz, der ihr am meisten zusetzte.
Das Warum, das wie und das Wann.
Wirres Geflecht aus Formen und Farben schlichen sich in ihre Gedanken und der Schmerz tat sein übriges. Qualvoll waren die Versuche den Pfeil aus ihrem Bein zu ziehen. Sie versuchte es immer wieder doch die sinne in ihrem Kopf spielten völlig verrückt. Sie rutschte mühevoll über den Kalten Boden und fand ein paar alte Lagen von Kraut und Geäst. Sie zog sich hastig einen Stock daraus und setzte es an ihrer wunde an und den Pfeil wenn möglich heraus zu hebeln.
Unter tosendem Geschrei und Schmerzverzerrtem Gesicht sammelte sie all ihre kraft um schließlich doch noch den Pfeil zu befreien, doch gleichsam floss immer mehr Blut auf den kalten Stein und Kesia wurde es zunehmend schlechter und ihr Kopf leerer.
Sie zerriss sich hastig ein Stück ihres Rock Bundes und band das Bein so gut es ihr eben möglich war ab, bis sie Schluss endlich aber doch die kraft verließ und die ohnmächtig zu Boden sackte.
Es vergingen viele Stunden in der Kesia kauernd auf dem Boden lag, bis sie wieder das Bewusstsein fand. Mir wimmern verzog sie die Mundwinkel unter dem Schmerz in ihrem Kopf und auch am Bein. Ein Blick auf die Wunde verriet ihr, das es doch mehr als ein Pfeil war, der sich da in ihr Fleisch gebohrt hatte. Sie wusste wie eine Vergiftung aussah.
Ihr Bein war neben dem tiefen Loch, bläulich hinter laufen und schlingen des Giftes zierten ihren Oberschenkel. Das war es auch ganz sicher was ihr den Verstand benebelte. Hastig presste sie an dem Wundloch herum und versuchte sich das beschmutzte Blut aus dem Körper zu drücken, was ihr natürlich nicht gelang. Die Gedanken in ihrem Kopf wurden stets leiser und dumpfer, das Pochen ihres Herzens dröhnte ihr bis zur Stirn und heizte ihr den Kopf. Schweiß Perlte sich zunehmend auf ihrer Stirn. Mit hastigen Gesten wedelte sie sich in ihrem Kerker umher. Was sollte sie bloß tun? Sie konnte kaum ein Feuer machen um sich die Wunde auszubrennen. Dann fiel ihr Blick wieder auf das am Boden liegende Geäst und sie streckte sich dem zu und durchwühlte es hastig.
Und soll sie es als seinen Willen bezeichnen oder als Glückliche Fügung das sie einige wenige Knollen Knoblauch neben anderem Gestrüpp fand. Hastig befreite sie diesen von seiner Schale und legte ihn sich in den Mund um ihn zu zermahlen und mit Hilfe ihres Speichels zu einer Cremigen Paste zu Formen. Nach einer weile spuckte sie diesen in eine Hand und verteilte ihn schließlich großzügig in der Wunde des Pfeiles und rieb noch ein wenig darüber um ihn gut zur Wirkung zu bringen. Sie wusste das sie ihn eigentlich zerstampfen und kochen musste und mit Hilfe von etwas Ginseng erst seine ganze kraft zur Geltung kam, doch hoffte sie inständig das, wenn auch nur wenig seines Nektars ihr die nötige kraft gab, dem Gift zu entkommen.
Erneut nahm sie das Stück Stoff und band es sich um die Wunde und zog fest an den überlappenden Enden. Ein Schmerzensschrei stieß aus ihr heraus und ließ ihren Gedanken Früchte tragen, sie schlummerte fast gar dahin und verlor sich in Ihnen.
Weitere Stunden vergingen in denen sie einfach nur kauernd gegen die Wand gelehnt dasaß und hoffte, das ihre Kenntnisse mit den gängigen Kräutern nicht fälschlich gebildet hatte ...
Der beginn allen übels - Eine Heilerin auf Umwegen
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Kesia erwachte in ihrem Kerker und sah starr auf die Kahlen kalten Wände vor sich.
Irgendetwas geschah mit ihr, ihr Körper schien schwach und an kraft zu verlieren, ihre Seele fast schon gebrochen, das Zerren des Hungers und das Verlangen nach auch nur einem kleinen Tröpfchen Wasser lies sie schier Verrückt werden.
Kaum als das sie die Augen Geöffnet hatte, spiegelte sich vor ihr die gestrige Nacht wieder. Leid und Folter war das einzige was sie schon seit Monaten oder fast schon Jahre lang zu Spüren bekam. Mühsam und unter Schmerz und Qualen zerrte sie sich zu dem kleinen mit Gittern behangenen Fenster welches nahe dem Boden angebracht war um nur einen hauch von frischer Luft hindurch zulassen.
Auf der Seite ihr gegenüber war der altbekannte Drachenberg, ein Ort der viel Besucht ist von jenen die sich als Kämpfer und Krieger ausgaben. Oft vernimmt Kesia die Schreie jener die an diesem Berg gescheitert waren. Nicht nur das dieser Berg, wie der Name es schon verheißt von einem Drachen bewohnt wird, welcher allerdings im inneren einer Gigantischen Höhle wohnt. Nein, dieser Berg war wegen seiner Steilen Pässe und gefährlichen Steinschläge berühmt und berüchtigt.
Weniger Oft, aber auch vorkommend die wenigen Rückkehrer die schließlich Blut befleckt den Heimweg suchten. Getrieben von Hunger und Durst schleckte sie sich über ihre zerschlissenen Lippen und stellte sich jenen Geschmack auf ihrer Zunge vor. Doch Gleichsam erinnerte es sie an die Abende, wenn ihre Peiniger wieder einmal die Lust verspürten, ihren Frust auszulassen …
Sie spürte, wie Ihr Blut über ihren Körper Floß, sie spürte jede einzelne Pfeilspitze in ihrem Leib.
Der Schmerz fuhr ihr durch jede Faser ihres Körpers und kein ende war in Sicht.
Der Schmerz nahm ihr jegliche Sinne.
Was hatte sie nur angestellt? Fragte sie sich immer wieder. Doch war sie wohl einfach nur, zur Falschen Zeit am Falschen Ort. Sie war nun schon so lange eine Gefangene, das sie sich an nichts mehr davor erinnern konnte.
Außer das sie Ihre Eltern, nie wirklich kennen gelernt hatte.. Sie wusste sie hatten sie verkauf, mehr brauchte sie nicht zu wissen. Das sie zeitweise in einem Waisenhaus Schlafen musste,weil die Eltern sie nicht da haben wollten, vor dem sie über Tag allerdings immer floh und sich in den Wilden Wiesen und Sümpfen des Landes versteckte.
Sie war gerne in der freien Wildnis unterwegs, sammelte verschiedenste Kräuter und Blüten mit denen sie sich vertraut machte. Sie testete sie auf verschiedenste Weisen, zerstampfte sie, kochte sie, kombinierte die verschiedensten Kräuter zu kleineren Gemischen, welche die unterschiedlichsten Wirkungen Zeigten. Sie wünschte sie könnte mehr darüber in Erfahrung bringen, doch Lesen konnte sie damals noch nicht. Wohl an das sie eh nicht in die Bibliothek gelassen wurde. Streuner hatte man sie immer genannt wenn sie in der Stadt unterwegs war, oder gar schlimmeres. Darum mied sie die Stadt auch als sie klein war.
Das erste was ihr seit dem in Erinnerung war, war wie sie am Strand einige Perlen gesammelt hatte, sie war kaum älter als 16 Jahre, und sie auf einmal von hinten gepackt wurde.
Sie wurde zerrend über den Heißen Sand gezogen und kaum das sie dichteres Gestrüpp erreicht hatten, hatte sie auch schon einen alten Sack über dem Kopf und Hände und Füße wurden mit harten ketten fest gezurrt die ihr das Blut abschnürten.
Nun war sie zwischen vier mauern eingesperrt worden, die kaum größeren Raum hergaben als sie groß war. Wie lange sie dort zwischen lag, vermag sie allerdings nicht zu deuten. Doch waren es viele viele Tage ... mindestens Mondläufe lang.
Sie erinnerte sich noch an die kleinen Tiere, die mit ihr dort hausten. Die nach und nach an ihrem Schrumpeligen Fleisch sich labten.
Nach einigen Tagen hatte Kesia sich daran gewöhnt und sie schaffte es sogar ein mal ein wenig Schlaf zu finden und zu ruhen, kraft zu schöpfen. Doch sie fand keine weg hinaus aus diesem Gefängnis. Und selbst wenn, was erst würde sie dann erwarten? Nur noch mehr Folter und noch mehr Qualen, die sie erleben durfte. Wenn es nicht sogar der tot war, den sie dann zu erwarten hätte, welcher in ihren Gedanken aber immer noch mit Freiheit mehr gemeinsam hatte als die immer Währende Folter. Zwischen diesen Wänden vegetierte sie einfach dahin. Bald überkam sie der Hunger und der Durst. Tagelang schrie sie aus vollem Leibe nach einem Schluck zu trinken, doch wie immer hatte sie niemand wahrgenommen, oder es auch nicht gewollt. Schließlich schnitt sie sich mit den Fingernägeln ins eigene Fleisch und trank von ihrem eigen Blut einige wenige tropfen, um zumindest das leben in ihr zu halten. Auch eine Ratte die hin und wieder nach dem rechten zu schauen schien, erwischte sie am 5 Tag ihres unfreiwilligen Besuchs. Doch dann aß sie Tagelang nicht mehr und sie verlor ihre Letzte Kraft und Ihre Sinne. Dahin Vegetierend kauerte sie zusammengepfercht auf engstem Raum zwischen den Wänden.
Bis Plötzlich die Wände sich verloren und sie eine Gestalt auf sich zukommen sah.
Sie wusste dass ER es war, er der sie immer zu mit Brandeisen folterte und niemand der sie Retten wollte, wer sollte auch schon kommen? Wie sie es jedes mal tat, wenn jemand vor ihr stand zerrte das letzte Rest ihrer Stimme die Wörter heraus die ihr den Verstand Zermarterten. „Was … Was habe ich getan?“ Doch eine Antwort war ihr auch dieses mal wieder verwehrt. Sie wusste er konnte ihre angst spüren. Doch Antwort bekam sie keine. Stattdessen starrte er sie nur kurz an.
Ehe er sie aufrichtete und ihr einen kraftvollen Stoß gab. Kaum das dies Geschah, spürte sie wie die Klinge eines spitzen Pfeiles sich tief in ihr Fleisch Bohrte. Es traf sie direkt in den Oberschenkel und das Blut zerlief sich auf ihrem Bein hinunter bis auf den Kalten Steinigen Boden auf dem sie gleichsam fiel und sich vor Schmerz verzerrte. Sie kannte Schmerz, doch nach den vielen Tagen in dem Engen Raum hatte sie jeglichen Sinn von Gespür abgeschaltet um die Kälte zu Unterdrücken die sie umgab. Doch der Plötzliche Schmerz traf sie dafür um so härter.
Der Schmerz, der ihr zu Kopf schoss und ihr jegliche andere Gedanken aus dem Kopf vertrieb. Sie schrie unaufhörlich und sah kurz noch SEINE Augen, die Augen ihres Peinigers die Hämisch lachten. Die sie kurz besahen, ehe er die Tür des nächsten Kerkers schloss und Kesia ihrem Schicksal überließ.
Ihr verzweifelten Schreie und ihr wimmern mochte über ganz Britain noch zu hören sein.
Der Pfeil brannte wie Feuer, als sei er mit irgendwas getränkt, doch mehr noch als der Körperliche, war es der Seelisch Schmerz, der ihr am meisten zusetzte.
Das Warum, das wie und das Wann.
Wirres Geflecht aus Formen und Farben schlichen sich in ihre Gedanken und der Schmerz tat sein übriges. Qualvoll waren die Versuche den Pfeil aus ihrem Bein zu ziehen. Sie versuchte es immer wieder doch die sinne in ihrem Kopf spielten völlig verrückt. Sie rutschte mühevoll über den Kalten Boden und fand ein paar alte Lagen von Kraut und Geäst. Sie zog sich hastig einen Stock daraus und setzte es an ihrer wunde an und den Pfeil wenn möglich heraus zu hebeln.
Unter tosendem Geschrei und Schmerzverzerrtem Gesicht sammelte sie all ihre kraft um schließlich doch noch den Pfeil zu befreien, doch gleichsam floss immer mehr Blut auf den kalten Stein und Kesia wurde es zunehmend schlechter und ihr Kopf leerer.
Sie zerriss sich hastig ein Stück ihres Rock Bundes und band das Bein so gut es ihr eben möglich war ab, bis sie Schluss endlich aber doch die kraft verließ und die ohnmächtig zu Boden sackte.
Es vergingen viele Stunden in der Kesia kauernd auf dem Boden lag, bis sie wieder das Bewusstsein fand. Mir wimmern verzog sie die Mundwinkel unter dem Schmerz in ihrem Kopf und auch am Bein. Ein Blick auf die Wunde verriet ihr, das es doch mehr als ein Pfeil war, der sich da in ihr Fleisch gebohrt hatte. Sie wusste wie eine Vergiftung aussah.
Ihr Bein war neben dem tiefen Loch, bläulich hinter laufen und schlingen des Giftes zierten ihren Oberschenkel. Das war es auch ganz sicher was ihr den Verstand benebelte. Hastig presste sie an dem Wundloch herum und versuchte sich das beschmutzte Blut aus dem Körper zu drücken, was ihr natürlich nicht gelang. Die Gedanken in ihrem Kopf wurden stets leiser und dumpfer, das Pochen ihres Herzens dröhnte ihr bis zur Stirn und heizte ihr den Kopf. Schweiß Perlte sich zunehmend auf ihrer Stirn. Mit hastigen Gesten wedelte sie sich in ihrem Kerker umher. Was sollte sie bloß tun? Sie konnte kaum ein Feuer machen um sich die Wunde auszubrennen. Dann fiel ihr Blick wieder auf das am Boden liegende Geäst und sie streckte sich dem zu und durchwühlte es hastig.
Und soll sie es als seinen Willen bezeichnen oder als Glückliche Fügung das sie einige wenige Knollen Knoblauch neben anderem Gestrüpp fand. Hastig befreite sie diesen von seiner Schale und legte ihn sich in den Mund um ihn zu zermahlen und mit Hilfe ihres Speichels zu einer Cremigen Paste zu Formen. Nach einer weile spuckte sie diesen in eine Hand und verteilte ihn schließlich großzügig in der Wunde des Pfeiles und rieb noch ein wenig darüber um ihn gut zur Wirkung zu bringen. Sie wusste das sie ihn eigentlich zerstampfen und kochen musste und mit Hilfe von etwas Ginseng erst seine ganze kraft zur Geltung kam, doch hoffte sie inständig das, wenn auch nur wenig seines Nektars ihr die nötige kraft gab, dem Gift zu entkommen.
Erneut nahm sie das Stück Stoff und band es sich um die Wunde und zog fest an den überlappenden Enden. Ein Schmerzensschrei stieß aus ihr heraus und ließ ihren Gedanken Früchte tragen, sie schlummerte fast gar dahin und verlor sich in Ihnen.
Weitere Stunden vergingen in denen sie einfach nur kauernd gegen die Wand gelehnt dasaß und hoffte, das ihre Kenntnisse mit den gängigen Kräutern nicht fälschlich gebildet hatte ...