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Latifas neue Aufgabe - Sprachunterricht
Verfasst: Montag 8. September 2014, 22:16
von Gast
So vieles hatte sich in ihr geändert seit ihrer Ankunft in Menekur. Die strenge mit der sie erzogen wurde wurde hier neda so gehandhabt. Es gab hier Sklaven von denen es früher auch keine gab. Eine Söldnerin die für die Yazirs arbeitet. Und jetzt... hatte sie noch eine neue Aufgabe bekommen. Sie sollte den dreien Unterricht in der menekanischen Sprache geben. Lange lag sie in der Nacht wach und machte sich gedanken darüber wie sie Atiya, Dschariya und Tooru am besten die menekanische Sprache beibringen könnte. Sie kam zu dem Entschluss drei Bücher zu schreiben mit den zuerst einmal wichtigsten Begriffen der Sprache und der Übersetzung in der Handelssprache die die dreie ja kannten. Jedem von den dreien wollte sie dann ein Büchlein überreichen wo sie dann selbst noch weiter hinein schreiben konnten um es sich besser zu verinnerlichen was sie ihnnen beibrachte. Nachdem sie dies beschlossen hatte fiel sie endlich in den wohl verdienten Schlaf.
Am nächsten Tag fertigte sie die Bücher an und machte sich auf die Suche nach den "Schülern". Einer nach dem anderen bekam eines der Bücher überreicht und Latifa erfragte was sie denn schon wüssten.
Atiya erklärte ihr dass sie die Sprache schon recht gut verstehe, nur wenn jemand zu schnell oder undeutlich spreche, würde sie ihn neda verstehen. Also war es bei Atiya die Hauptaufgabe ihr beizubringen alles zu verstehen wenn jemand schnell und hastig sprach. Ebenso wollte sie ihr das schreiben der menekanischen Wörter beibringen.
Am selben Abend traf sie auch noch auf Dschariya kurz bevor diese auf die Felder ging. Somit konnte sie dieser auch ihr Buch überreichen und sie in Kentniss setzten dass sie ab nun von Latifa unterrichtet wurde. Als sie bei ihr den Wissensstand erfragte stellte sich heraus das sie genauso weit wie Atiya war. Somit sah der Lehrplan für Dschariya genauso aus wie der für Atiya.
Bei Tooru könnte sich das ganze etwas schwieriger gestalten. Sie hatte zwar bereits ein Wörterbuch von Noelani erhalten mit den Grundlegenden Begriffen und einigen Sätzen was sie Latifa zeigte, doch das war erst der Anfang eines langen Weges wie Latifa fest stellte als sie Tooru einige Worte die sie in dem Buch fand aussprechen ließ. Daran gäbe es noch sehr viel zu üben. Ebenso wie bei der Menekanischen Schrift.
Latifa war sich dennoch sicher sie würde das alles bewerkstelligen können und blickte zuversichtlich in die Zukunft und war sogar auch etwas stolz, dass man ihr die Aufgabe gab es den anderen bei zu bringen.
Verfasst: Dienstag 9. September 2014, 08:20
von Tooru Weidenhang
Es war zum verzweifeln. Sie hatte nun an sovielen Orten gelebt und alle möglichen Dialekte der Handelssprache kennengelernt ob in Ost oder West. Das wenig angelernte cabezianisch machte sich auch immernoch deutlich in ihrem Wortschatz und ihrer Aussprache bemerkbar. Dazu kam das ihre Stimme durch den langanhaltenden Alkohol und Krautkonsum ohnehin meist eher gleichgültig und emotionslos klang sofern sie sich nicht konzentrierte etwas bestimmtes zu erreichen wie das verbreiten von Freude im Haus der Yazir wenn die Frustration der Natifahs sich wieder breit machte.
Es hatte mehrere Wochen gedauert bis ihr Dhabir nichtmehr Klang wie „Da! Bier!“, mehrere Mondläufe sogar bis das „Aye“ aus ihrem Aiwa verschwunden war.
Und mit all diesen Vorraussetzungen galt es nun eine so facettenreiche Sprache wie Menekanisch zu lernen. Es galt aus ihrer Stimme ohne Klangfarben einen Regenbogen hervorzuzaubern. Latifa hatte sich etwas vorgenommen.
Verfasst: Dienstag 9. September 2014, 17:15
von Assamaril
Am Anfang Ameer bemühte sich darum, Atiya lernt die Sprache. Und Atiya bemühte sich. Menek fällt ihr schwer, weil für sie diese Sprache ähnelt für sie wie das bellen von Hunden. Und jetzt sie sollte lernen zu bellen.
Für sie es war genug eigentlich, wenn sie verstand die Gespräche. Aber manchmal die Menekaner sprechen aufgeregt und durcheinander, sodass es kommt heraus immer Bell-Marmelade. Und das sie hat keine Chance zu verstehen.
Atiya ist froh, Latifa macht den Unterricht. Latifa hat Geduld und mag Atiya offensichtlich. Und Atiya weiß, es ist sehr wichtig zu verstehen die Menekaner, die haben so viel macht über sie.
Sie wird lernen fleißig.
Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 23:25
von Gast
Ächzend fällt Latifa ins Bett. Da hatte sie sich ja wirklich etwas vor genommen. Hellwach lag sie in den Kissen und die letzten Tage zogen wie ein Bilderbuch vor ihren Augen vorbei.
Bei Dschariya und Atiya war es neda mal das Problem. Mit denen Übte sie im Alltag jedes mal wenn sie ihr über den Weg liefen. Manchmal sprach sie sogar absichtlich die Sätze nun schnell aus sodass Atiya und Dschariya sich bemühen mussten sie zu verstehen, jedoch wiederholte sie für beide sehr gerne alles nochmal langsam und deutlicher. Und ab und an wenn es ihre Zeit erlaubte setzte sie sich mit ihnen in die Küche oder aber sogar ins Heilerzimmer und erklärte ihnen immer neue Wörter und zeigte ihnen wie sie zu schreiben sind. Natürlich hatten beide große Probleme mit dem schreiben und den für sie wohl komischen Menekanischen Buchstaben. Doch mit viel Übung und fleiß würde sich das innerhalb der nächsten Mondläufe sicherlich gut lernen wenn sie fleißig waren.
Aber Tooru... bei ihr war es weitaus schwieriger. Latifa musste doch leicht grinsen. Wie soll man jemandem der nicht sprechen darf Menekanisch beibringen? Naja... es dauerte ja nur noch bis zum Ende dieser Woche. Dann übte sie eben doppelt und dreifach die Schrift mit ihr. Doch auch das war eine schwere Geburt. Bei Tooru sah alles irgendwie komisch aus. Doch Latifa bemerkte auch wie sehr sie sich bemühte alles richtig zu machen und so war sie auch hier zuversichtlich das es mit viel fleiß und Geduld klappen würde. Es würde nur weitaus länger dauern als bei Atiya und Dschariya. Aber die waren ja auch schon etwas länger hier als Tooru. Und Geduld hatte Latifa wahrlich genug.
Mit einem zufriedenen seuftsen schließen sich dann nach einer Weile doch ihre Lider und sie fält mit einem zufriedenen lächeln auf den Zügen in einen erholsamen schlaf.
Verfasst: Dienstag 21. Oktober 2014, 02:32
von Gast
Viel war passiert in den letzten fünf Wochenläufen. Sie war zwei Wochen auf Reisen... kam wieder ... und alles war anders. *nachdenklich liegt sie in den Kissen und blickt auf den Baldachin über dem Bett* Nabil war Kalif... sie selbst war mit ihm verlobt... und Tooru begrüßte sie als sie wieder kam ... irgendwie halb auf menekanisch. *nun musste sie doch schmunzeln* Tooru hatte anscheinend jede Minute genutzt um zu üben und es war ihr wirklich gelungen Latifa zu überraschen. Jetzt wo sie schon etwas besser geworden war, wurde es auch für Latifa einfacher und sie kamen doch deutlich und schneller voran als noch vor ihrer Reise.
Doch das war nicht das einzige was nach ihrer Rückkehr passiert war. Aalissay erwartete ein Kind... und sie selbst sollte die Hebamme werden. Natürlich machte sie sich Gedanken denn sie hatte ja noch nie einem Kind aus dem Schoß einer Natifah in das Licht der Welt geholfen. Aber sie hatte Atiya *das lächeln wird deutlich breiter* die hatte bereits fünf Kindern auf die Welt geholfen als Hebamme. Sie musste einfach wissen was zu tun ist. Und so nahm sie sie mit zu Aalissay und Hasim. Latifa merkte wohl das Atiya noch nicht alles verstand was zu schnell gesprochen wurde aber es gelang ihr wohl schon deutlich besser als vor einigen Wochenläufen noch. Und im Anschluss daran, ließ Latifa sich natürlich alles von Atiya erklären. Soweit es eben ging... und alles auf Menekanisch! Sie selbst konnte Atiya auch helfen wenn diese sich nicht sicher war bei den menekanischen Worten, denn sie hatte trotz ihrer praktischen Unerfahrenheit doch in den Büchern studiert was zu tun sei. Aber es war für Atiya eine gute Möglichkeit die Sprache zu üben, denn in diesem Themengebiet fühlte sie sich sicher. Und es war auch wichtig das Atiya alles auf menekanisch erklären konnte. Denn Hasim wollte ja bei der Geburt dabei sein! Und Atiya konnte mit ihrer Erfahrenheit immer noch alles besser erklären als Latifa und könnte wenn sie alles auf menekanisch konnte auch Hasim erklären was los ist. Das war etwas, wo sie mit ihr weiter üben könnte in den nächsten Wochen. Und so würde nicht nur Atiya etwas lernen sondern auch sie selbst als Hakim.
Und bei Latifa reifte der Gedanke das sie auch bei Dschariya so vorgehen könnte. Sie könnte mit ihr auf die Felder gehen die sie anscheinend so gerne bewirtschaftet. Sahid hatte erzählt Dschariya würde Wein machen. Das könnte sie sich dann alles erklären lassen und neugierig wie das Wein herstellen ging war sie natürlich auch. Und so setzte sie es am nächsten Tag auch gleich um und ging mit ihr zu den Feldern. Ließ sich dort Pflanzen erklären und ging mit Dschariya in den Keller und ließ sich, natürlich auf menekanisch, erklären wie man Wein machte.
Zufrieden mit sich selbst und ihren wohl doch gut bewältigten Aufgaben schnappt sie sich ein Kissen und rollt sich seitlich ein, fast wie in sich selbst gekuschelt und das Kissen im Arm. Schon bald würde sie kein Kissen mehr brauchen, denn dann läge sie in Nabils Armen. Und mit diesem Gedanken schlief sie endlich ein. Mit einem versonnen lächlen auf den Lippen.
Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 05:17
von Tooru Weidenhang
Es klappte so langsam, Menek wurde ein fester Teil von Toorus täglichem Sprachgebrauch. Am meisten hatte sie ihren Fortschritt wohl Aida Omar zu verdanken, der jungen angehenden Priesterin die viel Geduld und Mühe aufbrachte mit Tooru zu kommunizieren. Aida sprach keine Gemeinsprache so war Tooru gezwungen auf ihre Menekgrundlagen zurückzugreifen und ihr Wortschatz wuchs mit jedem Tag.
Auch zuhause mit Khalida und den anderen sprach sie hin und wieder auf Menek, hier war es nun mehr aus Spaß und Freude an der Sache als am zwang das es nicht anders ging – doch auch diese Art des lernens tat ihr gut immerhin lag doch hier kein so großer Druck auf ihr fehlerfrei sein zu müssen.
Latifa’s Übungen waren ein voller Erfolg, noch reichte ihr können noch neda aus um schnelles Menek zu verstehen und noch weniger würde sie in einer Gefechtssituation korrekt kommunitieren können aber sie war auf dem besten und schnellsten Wege dieses Ziel zu erreichen.
Verfasst: Samstag 8. November 2014, 13:10
von Clarice Lorian
Dschariya war nach dem Besuch im Hause Omar sehr stolz und traurig zu gleich. Sie hatte nicht damit gerechnet das ihr menekanisch mitlerweile so gut war das sie die Blüte Aida völlig verstand, wenn sie sich bemühte langsam und deutlich zu sprechen für sie. Normalerweise verstand sie immer nur Bruchstücke von dem was man zu ihr sagte, vorallem wenn wie im Yazierhaus immer alle schnell durcheinander Schnatterten. Ihre Antworten waren aber noch sehr holprig und sie hat versucht sich auf knappe Sätze zu konzentriren. Latifas Untericht trug immer mehr Früchte und sie war ihr so ungemein Dankbar dafür. Allerdings vermisste sie die junge Natifa schon jetz und das nicht nur wegen dem Untericht der sich nun, da sie den schoß der Familie verlassen hatte, schwiriger umzusetzen war. Sie übte jeden Tag weiter fleißig, vorallem in Ausprache und Schrift.
Verfasst: Freitag 21. November 2014, 23:33
von Gast
Und schon wieder war ein Mondlauf vergangen. Latifa sas auf der Bank am Teich und lies die letzten Wochenläufe revue passieren. Die Zeit verging wahrlich wie im Fluge. Sie freute sich jedes Mal darauf in ihr Familienviertel zu gehen und den dreien Unterricht zu geben. Langsam gewöhnte sie sich an das Leben im Palast. Doch vieles durfte sie dort neda mehr machen und auch das bedurfte einiger Zeit der gewöhnung. Und so freute sie sich stets auf den Unterricht und das sie wieder einmal alle sehen konnte. Häufig suchte sie sich genau die Zeiten aus wo sie wusste das viele zu Hause waren um alle wieder einmal zu sehen.
Und jedes mal war sie aufs neue Verwundert wie schnell Atiya, Dschariya und Tooru weiterkamen obwohl sie nicht mehr jeden Tag hier war. Teilweise hatte sie sogar das Gefühl die drei wollten ihr beweisen das sie auch ohne sie prima weiter lernten. Und ihr wurde langsam klar, dass sie auch schon lange nicht mehr die einzige war die mit ihnen lernte. Denn die anderen Sprachen immer mehr in der Muttersprache mit ihnen, sodass sie ja unweigerlich automatisch immer mehr lernten und auch das schnellere sprechen viel besser verstanden. Beim letzten Gespräch mit Atiya war ihr bereits aufgefallen wie gut sie sie schon verstand auch wenn sie nicht immer langsam sprach. Und so war es auch bei Dschariya. Tooru würde dies in kurzer Zeit ebenfalls erreicht haben. Somit beschloss sie, den Schwerpunkt viel mehr aufs schreiben zu legen. Das sprechen lernen würde in den kommenden Mondläufen wie von selbst weiter gehen. Der Grundstein dafür war von ihr gelegt worden.
Mit einem lächeln erhob sie sich und ging zum Eingangstor. Sie schlüpfte hindurch und schloss das Tor des Yazirviertels hinter sich, einen Moment hielt sie noch das Tor fest und blickte hinein. Dies war jetzt nicht mehr ihr zu Hause... aber dennoch ihr zweites zu Hause. Sie wusste sie würde egal was käme, stets hier willkommen sein. Mit diesen Gedanken wendete sie sich um und ging in Richtung Palast. Ihr Ranim wartete sicher schon ungeduldig auf sie.
Verfasst: Samstag 3. Januar 2015, 08:35
von Assamaril
Ein Jahr war Assamaril nun Sklavin bei der Familie Yazir. Ein Jahr, in dem sie musste sich umstellen viel. Ein Jahr in der Familie als unterste Einheit. Ein Jahr, in denen mit Rücksichtslosigkeit oder mit Rücksicht die menekanische Kultur gelehrt wurde. Die Anpassung fiel ihr anfangs schwer. Ameer Omar war ihr erster Lehrer. Er gab sich Mühe und fing schon früh an mit ihr die wirklich komplizierte Sprache zu lernen. Und das war sehr wichtig, weil viele Menekaner nahmen keine Rücksicht darauf, ob Assamaril sie verstand oder nicht.
Aus Assamaril wurde Atiya, als Ziel ihrer Herren und Herrin, sie ganz in die menekanische Kultur aufzunehmen. Ihr wurde der Glaube an Eluive nahgebracht, näher als zuvor. Nach einer Zeit war Atiya fast eine Menekanerin geworden. Die Sprache war das einzige, was aus irgendeinem Grund, allem hinterherging. Offensichtlich war das das schwierigste. Zwar verstand sie das meiste, wenn langsam gesprochen wurde, aber sobald die Menekaner in ihrer leidenschaftlichen schnellen Art redeten, verstand Atiya fast nichts.
Das änderte sich langsam und endlich mit der großen Bemühung von Latifa, die mit großer Geduld und Hingabe Tooru, Dschariya und Atiya zeigte, auf welche Töne sie zu achten hatten. Das war die letzte Komponente, die Atiya brauchte, um endlich nach so langer Zeit und so vielen Übungen und so viel sprachlicher Konfrontation auch die schnell gesprochenen Sätze zu verstehen.
Für Atiya ging der Unterricht zu ende. Sie ging durch die Straßen von MenekUr mit einem Lächeln, als sie die leidenschaftliche Sprache an jeder Ecke nun verstehen konnte.
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2015, 17:30
von Assamaril
Dann gab es einen Rückschlag. Ein Menekaner war ganz aufgeregt und redete so schnell und so undeutlich, dass Atiya nichts verstehen konnte. Ganz unglücklich kam sie zurück zu Latifa, um ihr mitzuteilen, dass es noch nicht reichte. Latifa lächelte nur und erklärte, dass nicht nur die Worte sondern auch die Hände und der Gesichtsausdruck mitreden.
Sie zeigte dann einige Gesten und Mimiken, und Atiya musste lachen, weil das wirkte bei Latifa unnatürlich. Dann stoppte Latifa mit allen Bewegungen und sprach mit großer Geschwindigkeit menekanisch. Atiya stoppte mit lachen, denn sie verstand kein Wort.
"Sei aufmerksam", sagte Latifa mit ihrer lieben Art.
Dann wiederholte sie das schnelle Sprechen und machte die Gestiken dabei. Sie erklärte die Bedeutungen. Vieles muss interpretiert werden. Menek ist eine Sprache der Ohren und der Augen.
Sie übten noch einige Zeit, aber dieses extreme Menek war noch zu schwierig für Atiya. Und sie sah ein, dass sie Latifa noch brauchte.
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2015, 17:34
von Assamaril
Wie bellende Hunde! Atiya kannte diese Töne schon aus ihrer Kindheit, wenn ihre Familie auf Menekaner stießen. Aggressiv, so als ob sie dauernd schimpften. Immer mit dieser Leidenschaft dabei. Und jetzt, seit sie die Sprache fast beherrschte, klang es für sie kaum besser. Verstehen war eine Sache. Selber sprechen, so dass man sie ernst nahm, das war schwierig.
Sie stellte sich vor den Spiegel und machte wieder ihre Sprachübungen. Sie sprach schwierige menekanische Sätze so schnell und dabei so deutlich, wie sie konnte. Und ... jedes Mal klang es wie eine schnatternde Ente und nicht wie ein bellender Hund. Aber eigentlich gab es Unterschiede zwischen Mann und Frau. Frauen rollten die Rs ganz anders als Männer. Eher so wie Raben. Assamaril gab auf, Tiervergleiche zu finden, als ihr einfiel, wie Menek leidenschaftslos klingt. Und es wird immer leidenschaftslos gesprochen, wenn man Rücksicht auf sie oder Dschariya nahm, damit sie verstehen. Ja, wenn sie alle so sprechen würden, dann könnte Atiya alles verstehen, und sie würde gut verstanden. Aber wäre das noch Menek? Sie war auf dem richtigen Weg. Es fehlte nicht mehr viel.
"Wuff wuff", machte sie vor dem Spiegel und lachte. "Oder wie ein Löwe - Omarrrrrrrhhhhhh". Sie schaut sich um, ob sie wirklich gerade allein war. Sie wollte nicht, dass die Yazir denken, sie machte sich lustig über die Sprache. Sie atmete einmal tief durch, schaute zurück in den Spiegel und übte wieder das richtige Aussprechen, der schwierigen Worte mit dem nötigen Ernst, um Latifa weitere Erfolge zu zeigen.
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2015, 13:00
von Tooru Weidenhang
Ihr Kopf brummte, es wurde langsam müßig diese Sprache zu lernen.
Durchaus gelang ihr der alltägliche Gebrauch in der Armee und auch innerhalb der Familie, doch für tiefgründige Gespräche reichte dies noch nicht aus. Aber das war nur Vokabular was sich so oder so nach und nach anlernte aber dieser Schrift und die Grammatik dieser Sprache. Es war ihr ein Grauß und es kostet sie viel Mühe in dem Bereich weiterzukommen.
Die Berichte an Sahid verfasste sie zweimal, einmal in Gemeinsprache und einmal in Menek. Die Berichte in Gemeinsprache erhielt Sahid und jene in Menek gab sie Latifa zur Kontrolle.
Hin und wieder amüsierten sich die anderen Menekaner über ihre Grammatik wenn sie mit ihnen Sprach doch hatte sie auch einige der wundervollsten Erfolgsmomente für sich selbst erlebt. Es waren jene Momente in denen sie sich nicht mehr sofort entsinnen konnte ob sie eben Menek sprach oder in der Gemeinsprache und tatsächlich überlegen musste in welcher Sprache sie sich eben noch unterhielt.
Der Wechsel der Sprachen wurde mehr und mehr zu einem Automatismus der ihr selbst mit jedem Tag weniger auffiel.
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2015, 17:15
von Assamaril
"hlaehhrrrrhnaenn ieehssst dhhhaeerrr Uhwwhaehggh tsszzhuum Tsszziiiehhl", sprach Latifa im sehr schnellen Menek. Atiya schüttelte den Kopf verzweifelt.
"Das lerne ich nie. Wie kann das irgendjemand verstehen, Ehrenwerte?" Latifa lachte aufmunternd und tröstete Atiya.
"Verzweifle nicht, du bist doch schon so weit gekommen." Dann holte sie Luft und sprach den Satz noch einmal. "hlaehhrrrrhnaenn ieehssst dhhhaeerrr Uhwwhaehggh tsszzhuum Tsszziiiehhl" Atiya hörte genau hin, aber sie schüttelte den Kopf. "Manchmal musst du das, was du weißt, also deine Muttersprache, vergessen, nicht damit vergleichen. Sie verwirrt dich. Komm, du kannst es!" Latifa sprach den Satz noch einmal. "hlaehhrrrrhnaenn ieehssst dhhhaeerrr Uhwwhaehggh tsszzhuum Tsszziiiehhl" Atiya versuchte sich noch mehr anzustrengen, aber schüttelte den Kopf. "Atiya, hast du deine Sprache noch in deinen Gedanken? Wir bringen mehr Leidenschaft in jede einzelne Silbe. Wir genießen es, unsere ganzen Gefühle in jeden Buchstaben zu bringen." Latifa lächelte wieder aufmunternd. "Sprich den Satz nach. hlaehhrrrrhnaenn ieehssst dhhhaeerrr Uhwwhaehggh tsszzhuum Tsszziiiehhl!"
Atiya versuchte: "hlärnhnaen iehst dhär Uwhäg tsum Tsil"
"Du sprichst es ohne Leidenschaft und versuchst so auf die Lösung zu kommen", erklärte Latifa. "Sprich das noch einmal und lass die Dehnungen weg!"
Atiya versuchte noch einmal: "Lärnän iest där Uwäg tsum Tsil" Latifa nickte. "Und jetzt sprich die Vokale nicht so scharf, sondern weich, so wie ich mit dir reden würde, wenn ich möchte, dass du mich verstehst!"
Atiya versuchte wieder: "Lernen ist der Uweg tsum Tsil" Atiya machte große Augen und strahlte, als sie auf menek fertigstellte: "Lernen ist der Weg zum Ziel" Latifa klatschte in die Hände.
"Aber, so kannst du nicht vorgehen, das schwierige Menek zu verstehen. Du musst fühlen wie ein Menekaner, wenn er mit dieser Leidenschaft redet." Atiya nickte zustimmen. "Fühl das Feuer, wenn er aufgeregt ist! Er sagt die selben Worte, die du verstehen würdest, wenn er nicht aufgeregt ist." Atiya nickte wieder. "Aber wenn wir aufgeregt reden, dann sind wir schneller, mit Feuer, ein Feuer, dass du auch in dir fühlen musst, um das zu verstehen.
"hlaehhrrrrhnaenn ieehssst dhhhaeerrr Uhwwhaehggh tsszzhuum Tsszziiiehhl", wiederholte Atiya mit allem Feuer in ihr. Latifa nickte ihr strahlend zu.
Verfasst: Freitag 9. Januar 2015, 05:45
von Assamaril
Latifa: "kf eerpasmenek ajfjgt oisdfk öpk aj pkf"
Atiya: "psfgpkjgs klk asfjjaf gsdlkj kf omarnst"
Latifa: "klhk asfjjaht, du musst hier mehr dehnen und an das Feuer in dir denken!"
Atiya: "psfgpkjgs klhk asfjjahf gsdlkj kf omarnst"
Latifa: "igj lpjsd pkijrgj menekpojos ksr"
Atiya: "sdf ogrhh jaomar sdlfgjkg herrrr"
Latifa strahlte Atiya an.
"Jetzt bist du soweit! Und ich kann deine Leidenschaft in dir fühlen. Du bist jetzt fast eine Menekanerin", sagte Latifa. Atiya senkte ihren Blick und lächelte stolz. "Und? Wie fühlt sich das an?" Atiya dachte nach.
"Nicht mehr ein Bellen!"
"Ein Bellen?", fragte Latifa nach, die den Gedanken nicht verstehen konnte, aber Atiya winkte ab. "Es ist ein tolles Gefühl. Ich bin dir so sehr dankbar."
"Aber, was wirst du damit nun machen?"
"Ich bin immer noch eine Sklavin. Ich werde nun die Menekaner verstehen. Ich werde sie verstehen, wenn sie denken, ich kann sie nicht verstehen", erklärte Atiya.
"Du wirst verstehen, wie sie über dich denken." Atiya nickte. "Und? Hast du keine Angst davor?" Atiya schaute nach unten.
"Doch, das habe ich, Ehrenwerte. Aber es ist auch eine Chance für mehr Akzeptanz. Ich bin mehr eine von ihnen. Vielleicht sehen sie irgendwann nicht mehr die Sklavin in mir. Vielleicht sehen sie irgendwann nicht mehr die Nordländerin in mir. Vielleicht bekomme ich bald mehr Freunde wie dich, Ehrenwerte."
"Aiwa, das ist möglich. Und ich wünsche es dir." Latifa lächelte. "Aber für dich ist der Unterricht vorbei. Mehr kann ich dir nicht beibringen. Hudad bring mir einen süßen Mocca!" Atiya strahlte, stand auf, und ging die Treppe vom Frauenbereich hinab in Richtung Küche, als sie Latifa hinter sich rufen hörte: "TOOOOORRRRUHHHHHH, DSCHAAHHHHRRRIIIYYYAAAHHH, KOMMT! IHR SEID DRAN!"
Verfasst: Mittwoch 14. Januar 2015, 00:49
von Gast
Sie lernte gerade mit Tooru und Dschariya als ihre Gedanken abschweiften und sie darin versank.
Assamarill war fort.... entlassen... freigegeben... der Unterricht war zwar zuende.... aber nun hätten sie vielleicht endlich wirklich Freunde werden können. Sie hatte sie begleitet, begleitet bis zu ihrem neuen zu Hause. Und sie würde sie besuchen, ganz sicher. Doch zuerst einmal... müsste Assamarill sie besuchen, denn sie war unheimlich ungeschickt gewesen und vom Pferd gefallen und hatte eine ordentliche Verletzung einstecken müssen. Doch das war neda das, was ihr so viele Gedanken machte. Viel mehr dachte sie darüber nach, ob es wirklich ein Ende war... oder vielleicht doch ein Neuanfang mit Assamarill für eine wahre Freundschaft. Sie hatten sich... soweit es eben bei dem bisherigen Verhältnis ging angefreundet. Und nun hoffte sie, das eine wahre Freundschaft daraus entstehen konnte. Und weiter hoffte sie, dass sie neda die Mittel von Tooru verwenden musste um an Assamarill heran zu kommen und die Mauer die sie wohl schon seit jeher um sich gebaut hatte zu überwinden. Doch dies würde die Zeit zeigen.
Tooru schubste sie an und meinte frech: Heh Tagträumerin, neda Träumen ... mit uns lernen!
Und so machte sie weiter. Dschariya fehlten nur noch kleine Nuancen bis sie so weit war wie Assamarill als sie ging. Und Tooru war auch schon viel besser geworden. Die Briefe die sie stets von ihr erhielt auf Menekanisch für die Armee wurden auch immer besser und zunehmend Fehlerfrei. Auch bei ihr würde es bald nur noch darum gehen, die Vokabeln zu erweitern und die Aussprache zu üben.