Seite 1 von 1

Der Fluch der Träume

Verfasst: Donnerstag 2. März 2006, 08:08
von Stimme im Wind
Nebelhauch umwob das Haus nahe Varuna. Wut stand in den Augen der Kreatur, welche im Nebel gut verborgen war, vor den Blicken. Die Nacht sein Mantel, der Tod seine Macht. Tod würde er in dieser Stunde jedoch nicht über dieses Haus bringen. Vielmehr ein Fingerzeig, gerichtet an das schwächste Glied dieser Familie dessen neugierigen Augen weit zu viel gesehen hatten. Gesendet durch den Herrn, Rache zu nehmen für die Schmach, sollte ein junges Herz leiden.

Wie ein Nebelfetzen trieb es den Geist hinauf, zu dem Fenster hinter dem das junge Leben so friedlich schlummerte. Frieden sollten die Träume nicht mehr lang aufzeigen. Der gehauchte Fluch; in Hoffnung, dass er den Geist des Jungen erreichte, war alsbald ausgesprochen. So er den Geist des Jungen Antares erreichte, würden sich diese Bilder in seine Träume schleichen:

Seine Schritte führen ihn auf eine nebelverhangene Wiese, getragen von Zwielicht. Menschen warten dort auf ihn. Seine Eltern, seine Grossmutter, und soviele andere, die der Junge auf seine Weise liebt. Sie wenden sich zu ihm um, doch ihre Gesichter sind zu einem stummen Schrei aus Angst verzogen. Dann sieht er sie, sie tritt aus der Mitte unter eisigem Lachen. Ihre Augen weissglühend schreitet sie durch die Reihen jener, die der Junge liebt. Sie berührt diese und ihre Körper zerfallen. Skelette bleiben zurück, die unter Schmerzen schreien. So nähert sich die Frau, die er als die Heiligkeit kennt, nun auch seinen Eltern. Mag er schreien, so kann er sich doch nicht rühren. Muss das eisige Lachen erneut hören, als diese auch seine Eltern berührt und auf diese grausige Art verändert. Gehaucht aus dem Nebel erklingt eine fremde Stimme, so scheint es von überall her und es mag sein sie erklang bereits seit Anbeginn: „Sieh was sie ihnen antut, sieh sie wird dir alle nehmen, es wird sein, wenn sie vertrauen. Du musst sie erretten vor der Lüge“. Noch während diese Worte erklingen nähert sich die Frau nun auch ihm. Ihre grellen Augen auf ihn gerichtet, ihre Hand nach ihm ausstreckend um ihn zu erhaschen, während die Skelette jener die er lieb hat ihr mit bösem Grinsen folgen.

Verfasst: Donnerstag 2. März 2006, 13:21
von Antares von Falkenburg
Tief in der Welt der Traeume gesunken, lag Antares in seinem Bett. Schnell uebermahnte ihn der Schlaf, der Tag war wieder einmal voller Abenteuer gewesen. Doch diesemal waren seine Traeume ganz und gar nicht wie sonst. Eben war er gerade noch damit beschaeftigt in seiner Traumwelt, Kraters ( Krathor) Kreaturen zu besiegen, fand er sich ploetzlich woanders wieder.

Unruhig warf sich der kleine Kinderkoerper in seinem Bettchen hin und her. Etwas stimmte an diesen Traum nicht. Alle waren sie da alle Menschen die der kleine Tari liebte. Auch Tante Heiligkeit, doch die Tante war boese. Boese dinge stellte sie mit seiner Mama, seinem Papa und die anderen an. Ihr sanftes Gesicht war boese und ihre sonst so warm wirkenden Augen strahlten eine Kaelte aus, die Tari bisher noch nie gesehen hatte. Er wollte zu ihnen, wollte seine Eltern beschuetzen, jedoch er konnte sich nicht bewegen. Voller stummen Entsetzens musste er mit ansehen, wie die Menschen sich veraenderten. Seine Mutter war ploetzlich nicht seine Mutter, ebenso Raf. Sie waren andere Wesen geworden, Wesen die sein Vater nur mit dem Schwert vernichten konnte.

Wie konnte Tante Heiligkeit das nur tun? Sie war doch lieb. Sie war doch immer lieb zu ihm. Sein Vater beschuetzte Tante Heiligkeit immer und auch sie hatte ihn immer beschuetzt. Tari wollte schreien, seine Angst und auch seine Wut ueber das was dort passierte. Doch nichts kam ueber seine Lippen. Der Kinderkoerper krampfte sich unter diesen seelischen Schmerzen, die ihn zugefuegt wurden, zusammen. _Mama, Papa_ schrie sein inneres. Schrie sein Herz, es schrie nach diesen Menschen. Hoffnungsvoll streckte er die Hand aus und trotzdem sie blieben stumme, boese Wesen die sich langsam auf ihn zu bewegten.

Schweiss gebadet schreckte Tari aus diesem Traum auf. Am ganzen Koerper zitternd schaute er sich in seinem Zimmer um. Er war daheim in seinem Zimmer. Keine boese Tante Heiligkeit. Eiligst lief er aus dem Zimmer und oeffente leise die Tuer zum Schlafgemach seiner Eltern. Das Herz klopfte im immer noch bis zum Hals als er sich dem Bett naeherte. Mittlerweile befand sich auch eine Traenenspur auf seinen Wangen die der Junge aber nicht bemerkte. Seine Hand streckte sich nach der Decke aus und zog sie sein Stueck zureuck um sich zu vergewissern das seine Eltern immer noch dieselben waren. Und mir einer schier riesen Erleichterung war dies auch der Fall. Schnell schluepfte er unter die Decke und kuschelte sich zwischen seinem Vater und seine Mutter. „ Ich hab euch lieb“ wisperte Tari leise. Jedoch die Furcht nagte immer noch an den kleinen Jungen.

Sollte er diesen Traum seinen Eltern erzaehlen oder sollte er es in die eigene Hand nehmen. Tante Heiligkeit suchen und es ihr erzaehlen, jedoch er hatte zu grosse Angst, vor dieser doch sonst so sanftmuetigen Frau. Er richtete seine Bernsteinfarbenen Augen auf die Decke, er wollte nicht mehr einschlafen, er wollte nicht mehr das dieser boese Traum noch einmal wieder kommt und so faltete er seine Haendchen und begann leise zu beten. „ Liebe Tante Temora bitte mach das Tari ganz schnell gross wird und das ich dann Mama und Papa beschuetzen kann, vor Krater und vor Tante Heiligkeit. Ich will dann auch immer lieb sein und nicht mehr heimlich Kekse und Kuchen naschen. Bitte liebe Tante Temora.“