Im Namen des Bären - Krug um Krug
Verfasst: Sonntag 31. August 2014, 19:56
Des Nachts im Haufe der Graufelse, Nilzadan, gegenüber der Taverne des alten Balendils.
Festgemauert in Fels und Erde, tief im Inneren des Götterberges, umrankt von Efeu und den Rauchschwaden des Räucherzeugs, saß Hrorin in der Meditation am Hausaltar. Vor ihm die kultische Statuette des Cirmias. Die Ikone ist ganz Bär - nur die Hände sind wie bei einem Khaz-Aduir geartet und halten einen Schmiedehammer und eine Schere präsentierend vor den Bärenkörper.
Der Kal Dar meditierte noch und stimmte einen Gutturaljoik an, durch den er seinen Gedanken bündelte und die Meditation konzentrierte.
Erst nachdem er durch das zweimalige Klatschen seiner Hände und das Verneigen seines Hauptes vor der Statue seines Gottes das abendliche Ritual und seine Trance beendet hatte, fiel ihm auf, dass seine Blutsverwandte Darogan mittlerweile auch in den Haufe heimgekehrt war und ihre dicke Nase mitsamt ihrem Bart durch den Vorhang in den Gebetsraum gesteckt hatte.
"Du hast dich heute in der Ausbildung als demütige Dienerin des Cirmias erwiesen und als würdige Graik, Blutsverwandte. Sowohl Maz Khem Rûnar als auch ich sind uns einig, dass du den Stand des Rekruten hinter dir lassen kannst und von nun an vollwertige Graik in der Garde bist. Den Bericht arbeitet Maz gerade aus und ich werde ihn persönlich beim Kal Khazad abgeben, der deine Beförderung in die Wege leiten wird.
Nun setz dich an die Tafel, Darogan. Ich habe etwas für dich."
Während sie sich schon mit fragendem Blick an den chirmitenen Tisch setzte, betrat Hrorin schon die Stiegen nach oben.
Einen Moment lang dachte Hrorin daran zurück als er und seine Verwandte gemeinsam im Bierspeicher der Festung Khazad-Graik gestanden hatten. Damals hatte er sie initiiert und ihr ein Gelübde abgenommen, das nun eingelöst werden sollte. Die Zeit war gekommen.
Die feinen Handschuhe waren schnell gefunden und das wertvolle Paket aus dem sicheren Versteck geholt. Lange hatte es dort gelagert seitdem Hrorin es dereinst von dem erhalten hatte, der vor ihm diesen Pfad gegangen war. So wie viele andere vor ihm. Es war sehr alt und unersetzlich. Ein heiliges Artefakt von dessen Existenz und Kostbarkeit doch nur wenige, auserwählte Khaz-Aduir überhaupt wussten, dass es die Jahrhunderte überdauert hatte.
Behutsam holte er es heraus. Es war eingewickelt in den uralten Samtstoff, den einst ein meisterlicher Geomant gegeben haben musste. Ganz in Cirmiasblau war es, durchwirkt mit Gold und Mithrillfaden und unheimliche Runen sollen darin gewoben worden sein, die nur die Stoffschmiede und Geomanten der Khaz Aduir zu lesen und zu erkennen vermochten. Doch so sagt es der Volksmund im Berg, eigenartig ist die Wirkung dieser sinistren Runen, gewoben in die edlen Stoffe... und doch verblasste der Wert dieses unschätzbar wertvollen Stückes höchster kalurischer Stoffschmiedekunst angesichts dessen was darin eingewickelt war.
"Blutsverwandte, sieh her.". Mit einer für ihn wahrhaft ungewöhnlichen Vorsicht und Behutsamkeit legte er es vor ihr auf den Tisch und streifte die filigranen Handschuhe ab. Er reichte sie ihr.
"Sei sehr vorsichtig damit. Zieh die Handschuhe an und öffne es langsam und vorsichtig. Es ist sehr, sehr alt."
Festgemauert in Fels und Erde, tief im Inneren des Götterberges, umrankt von Efeu und den Rauchschwaden des Räucherzeugs, saß Hrorin in der Meditation am Hausaltar. Vor ihm die kultische Statuette des Cirmias. Die Ikone ist ganz Bär - nur die Hände sind wie bei einem Khaz-Aduir geartet und halten einen Schmiedehammer und eine Schere präsentierend vor den Bärenkörper.
Der Kal Dar meditierte noch und stimmte einen Gutturaljoik an, durch den er seinen Gedanken bündelte und die Meditation konzentrierte.
Erst nachdem er durch das zweimalige Klatschen seiner Hände und das Verneigen seines Hauptes vor der Statue seines Gottes das abendliche Ritual und seine Trance beendet hatte, fiel ihm auf, dass seine Blutsverwandte Darogan mittlerweile auch in den Haufe heimgekehrt war und ihre dicke Nase mitsamt ihrem Bart durch den Vorhang in den Gebetsraum gesteckt hatte.
"Du hast dich heute in der Ausbildung als demütige Dienerin des Cirmias erwiesen und als würdige Graik, Blutsverwandte. Sowohl Maz Khem Rûnar als auch ich sind uns einig, dass du den Stand des Rekruten hinter dir lassen kannst und von nun an vollwertige Graik in der Garde bist. Den Bericht arbeitet Maz gerade aus und ich werde ihn persönlich beim Kal Khazad abgeben, der deine Beförderung in die Wege leiten wird.
Nun setz dich an die Tafel, Darogan. Ich habe etwas für dich."
Während sie sich schon mit fragendem Blick an den chirmitenen Tisch setzte, betrat Hrorin schon die Stiegen nach oben.
Einen Moment lang dachte Hrorin daran zurück als er und seine Verwandte gemeinsam im Bierspeicher der Festung Khazad-Graik gestanden hatten. Damals hatte er sie initiiert und ihr ein Gelübde abgenommen, das nun eingelöst werden sollte. Die Zeit war gekommen.
Die feinen Handschuhe waren schnell gefunden und das wertvolle Paket aus dem sicheren Versteck geholt. Lange hatte es dort gelagert seitdem Hrorin es dereinst von dem erhalten hatte, der vor ihm diesen Pfad gegangen war. So wie viele andere vor ihm. Es war sehr alt und unersetzlich. Ein heiliges Artefakt von dessen Existenz und Kostbarkeit doch nur wenige, auserwählte Khaz-Aduir überhaupt wussten, dass es die Jahrhunderte überdauert hatte.
Behutsam holte er es heraus. Es war eingewickelt in den uralten Samtstoff, den einst ein meisterlicher Geomant gegeben haben musste. Ganz in Cirmiasblau war es, durchwirkt mit Gold und Mithrillfaden und unheimliche Runen sollen darin gewoben worden sein, die nur die Stoffschmiede und Geomanten der Khaz Aduir zu lesen und zu erkennen vermochten. Doch so sagt es der Volksmund im Berg, eigenartig ist die Wirkung dieser sinistren Runen, gewoben in die edlen Stoffe... und doch verblasste der Wert dieses unschätzbar wertvollen Stückes höchster kalurischer Stoffschmiedekunst angesichts dessen was darin eingewickelt war.
"Blutsverwandte, sieh her.". Mit einer für ihn wahrhaft ungewöhnlichen Vorsicht und Behutsamkeit legte er es vor ihr auf den Tisch und streifte die filigranen Handschuhe ab. Er reichte sie ihr.
"Sei sehr vorsichtig damit. Zieh die Handschuhe an und öffne es langsam und vorsichtig. Es ist sehr, sehr alt."