Vom Alpha zum Omega?
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2014, 10:02
Krieg... Schwingenstein wird vom Schatten des Westens belagert.
Die Kaluren längst vor Ort, die Thyren scheinbar nicht einmal informiert.
Schwingenstein... der Ort an dem Yves beinahe ihr Leben ließ, ein Ort an dem schon viele Liedklänge verstummten. Ein Ort der für die Menschen des lichten Reiches so heilig war, das er jedes Blut wert schien.
Es war bereits spät in der Nacht, Yves hatte gerade erst die Kunde vernommen. Sie kehrte von ihrem Rudel im Nebelwald zurück in die Stadt und las das Schreiben. Eine unkontrollierte Situation in Schwingenstein? Die Lage ungewiss und die Machtverhältnisse absolut ungewiss.
Yves wusste, diese Fragen mussten so schnell wie möglich geklärt werden. Shalaryl war häufig im Kloster und wachte dort mit Menschen und Zwergen. Lu'ariel war auf einer Expedition und Lethalon war über Tage auf Kräuter suche im Nebelwald.
Der Rat war also nicht erreichbar, die Situation ungewiss und Yves sah sich mit einem Mal gezwungen die Stimme zu erheben, eine Entscheidung zu treffen?
Sie fühlte sich verantwortlich, für ihre jungen Maethor, welche bei ihr lernten, welche ihr Wort schätzten. Verantwortlich dafür, dem Rat alle nötigen Informationen zu geben, welche für eine Entscheidung notwendig wären.
Der Mond schien hell, die Wolken schienen fern. Das Kloster war noch völlig unbefestigt und die Anwesenden sehr aufgemischt. Raindri, ein Adlerritter, Vaughain, Obster des Regiments und Ernst, ein Mann des Regiments, sie waren an der Treppe mit der ermüdeten Aurea. Aurea verließ die kleine Gruppe schnell und die drei Menschenmänner waren absolut nicht erfreut über die Worte der jungen Maethril. Sie sprach davon, die Eledhrim vorerst zum Schutz im Nebelwald halten zu wollen, ihre Schützlinge nicht in das selbe Schicksal zu werfen wie es ihr widerfahren war.
Vaughain fand einige beruhigende Worte, doch war es Korporal Ernst Eichengrund, welcher die junge Maethril davon überzeugen konnte, die Elfen sollten eingreifen und ihren Verbündeten helfen.
Vaughain sprach von der Aussichtslosigkeit und dem Bedarf an Streitern, Yves hatte ihre Hilfe zugesichert, auch wenn sie damit nicht für ihr Volk sprechen konnte.
Jene Worte fanden ebenso Platz in einem Bericht an den Rat wie die Zweifel über den Mann der ihr drohte. Ein Mann in den Reihen der Lichten, welcher androhte selbst einem Eledhrim sein Leben zu nehmen, wenn er nicht für das selbe Kämpfe wie er – Raindri, der Adlerritter der bloß seinen fanatischen Glauben in etwas Höheres sah.
Yves hatte nicht lange mit ihm gesprochen und doch hatte es dieser Mensch geschafft das zu wecken, was normaler Weise tief in ihrer Seele ruht. Den Jagdtrieb des Wolfes, den Schutzinstinkt des Rudels gegenüber und vielleicht auch etwas mütterliches, ihren Schützlingen gegenüber.
Sie griff Raindri mit Händen und Füßen an, auch wenn dieser sich kaum beeindruckt zeigte. Ein Effekt blieb aus und so hatte der Ritter kaum mehr als Verachtung für die junge Maethril über.
Heimkehr und Ausbruch
Kaum einen Tag später war Lethalon zurück und war völlig empört über den Aushang von Yves, keine Edhil hätte sich anzumaßen einen Befehl zu erteilen, welcher alle Maethor betrifft.
Ihre Berichte ließ Yves mit einmal verschwinden, strich all ihre Schreiben durch und verwies bloß noch an Lethalon. Egal was es noch gab, sie verwies alles an den Nestor.
Gebrochen in Willen und Stolz war die junge Elfe kaum mehr in der Lage zu sich selbst zu finden. In Seelengestalt streifte sie alleine durch den Nebelwald, wich ihrem eigenen Rudel aus und blieb für sich, dachte nach und wicht erneut Wesen aus. Es schien bald schon als würde der ganze Wald sich um den Wolf sorgen, welche Anzeichen gab es schon dafür, das ein gesunder Wolf alleine durch den Wald streifte. Was konnte das lebende Kollektiv des Nebelwaldes mit einem Wesen anfangen, das einfach nur dort war, keinen Zweck und keinen Platz hatte?
Selbst die Bäume whisperten leise im Wind, sprachen zur Elfe und versuchten ihre Gedanken zu ordnen, sie darauf zu besinnen was sie war und was noch immer in ihrem Herzen ruht.
Doch was war es, das in ihrem Herzen ruhte?
Die Seele eines Wolfes, die Liedklänge einer Edhil, das Herz... was war es, was ihr Herz erfüllte.
Es war Beides, jedoch nahm in den letzten Tagen die Sorge eines Wolfes überhand. Sie wollte ihr Rudel schützen, wollte ihr Rudel behüten, nicht das Rudel ihrer Freunde.
Es war ein Wesen der Edhil, welches unter den Eledhrim durchaus gern gesehen ist, doch nicht wenn es solche Dominanz über den Verstand erlangt.
Die Eledherim waren stets ein Volk das den Rat der Älteren befolgte, kein Volk das Befehlen folgte oder ein Volk das jene überhaupt benötigt hatte. Yves hatte den Pfad ihres Liedklanges verlassen, hatte sich ihrem Instinkt hingegeben.
Zeit der Zweifel?
Yves war erst in den letzten Tagen der Belagerung in Schwingenstein eingetroffen, sie hatte erst jetzt wieder klare Gedanken gefasst und konnte zumindest ihren Geschwistern folgen. Denken wollte sie nicht mehr groß, sie wollte bloß noch ihre Geschwister schützen. Schützen... war es das was dieser Raindri auch wollte? Hatte Yves sich diesen Mann bereits zum Feind gemacht – würde er sie töten wollen?
Nicht einmal für diesen merkwürdigen Adan hatte sie Gedanken über, sie hatte sich gerade genug gefangen um dem zu folgen, was ihre Geschwister taten.
Noch am letzten Abend hatte sie schließlich das Gespräch zu Lethalon und Elin'thilion gefunden, konnte ihre Sorgen kundtun und bekam zum ersten mal einige Worte zu hören, die ihre Sorgen milderten.
Bin ich noch eine Edhil?
Doch war es der selbe Abend, an dem Elin'thilion vernichtende Worte für die junge Maethril sprach. Ihr Verhalten sei keines das einer Edhil angemessen wäre, sie hätte die Grundsätze des Volkes verachtet und verraten. Einen Befehl auszusprechen in einer Rasse die sich nur nach den Räten der Älteren richtet, das sei keine akzeptable Reaktion auf den Kriegsfall.
Er konnte sie verstehen und doch waren es vernichtende Worte für das Gemüt der jungen Maethril.
Zeit ist uns reichlich geschenkt!
Es war Lamentinu, welche am nächsten Morgen zu der jungen Elfe sprach. Sie erkannte den Kummer und das erloschene Feuer für ihr Volk. Sie wusste scheinbar genau wie sie das Lächeln wieder in das Gesicht der jungen Kämpferin bringen konnte – natürlich konnte sie das, die Mutter der jungen Rilya, wenn nicht sie, wer könnte es dann?
Sie brachte Erleichterung für das Gemüt von Yves, sprach von den vielen Fehltritten die eine Edhil formen würde, von Fehlern und Missglücken die einen jeden Charakter formen würden.
Zeit, heile alle Wunden und lässt Missgunst über einen Befehl vergehen. Es sei eine extreme Situation gewesen die enorm schnelles Umdenken verlangte, das war ebenso wenig das Wesen der Eledhrim wie es der Befehl der jungen Maethril waren.
Es scheint als würde die Zeit für wenige Woche stillstehen, die Entwicklung welche Yves vollzog würde mit einem Schlag zu nichte gemacht werden. Ein Schreiben das sie selbst in die Schatten der Eledhrim warf. Ein Befehl, eine Sorge, ein Schutzinstinkt... der ihr Leben für immer ändern sollte?
Nein, dem war Yves sich nun sicher. Ihr Weg war nicht zu ende, ihre Entscheidungen nicht weniger wichtig als zuvor und ihre Meinung nicht weniger von Interesse als sie es vor der Belagerung waren. Yves war Maethril, sie ist es noch immer – Kämpferin ihres Volkes, tirn en-Eledhrim, Wächtrin der Elfen und Ausbilderin der Maethor.
Y'vesliv Fey'ulayn, eine Edhil die einen Schritt zurück machte... doch nur um auch über diese Hürde zu springen!
[img]http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/47152000/jpg/_47152368_wolf.jpg[/img]
Die Kaluren längst vor Ort, die Thyren scheinbar nicht einmal informiert.
Schwingenstein... der Ort an dem Yves beinahe ihr Leben ließ, ein Ort an dem schon viele Liedklänge verstummten. Ein Ort der für die Menschen des lichten Reiches so heilig war, das er jedes Blut wert schien.
Es war bereits spät in der Nacht, Yves hatte gerade erst die Kunde vernommen. Sie kehrte von ihrem Rudel im Nebelwald zurück in die Stadt und las das Schreiben. Eine unkontrollierte Situation in Schwingenstein? Die Lage ungewiss und die Machtverhältnisse absolut ungewiss.
Yves wusste, diese Fragen mussten so schnell wie möglich geklärt werden. Shalaryl war häufig im Kloster und wachte dort mit Menschen und Zwergen. Lu'ariel war auf einer Expedition und Lethalon war über Tage auf Kräuter suche im Nebelwald.
Der Rat war also nicht erreichbar, die Situation ungewiss und Yves sah sich mit einem Mal gezwungen die Stimme zu erheben, eine Entscheidung zu treffen?
Sie fühlte sich verantwortlich, für ihre jungen Maethor, welche bei ihr lernten, welche ihr Wort schätzten. Verantwortlich dafür, dem Rat alle nötigen Informationen zu geben, welche für eine Entscheidung notwendig wären.
Der Mond schien hell, die Wolken schienen fern. Das Kloster war noch völlig unbefestigt und die Anwesenden sehr aufgemischt. Raindri, ein Adlerritter, Vaughain, Obster des Regiments und Ernst, ein Mann des Regiments, sie waren an der Treppe mit der ermüdeten Aurea. Aurea verließ die kleine Gruppe schnell und die drei Menschenmänner waren absolut nicht erfreut über die Worte der jungen Maethril. Sie sprach davon, die Eledhrim vorerst zum Schutz im Nebelwald halten zu wollen, ihre Schützlinge nicht in das selbe Schicksal zu werfen wie es ihr widerfahren war.
Vaughain fand einige beruhigende Worte, doch war es Korporal Ernst Eichengrund, welcher die junge Maethril davon überzeugen konnte, die Elfen sollten eingreifen und ihren Verbündeten helfen.
Vaughain sprach von der Aussichtslosigkeit und dem Bedarf an Streitern, Yves hatte ihre Hilfe zugesichert, auch wenn sie damit nicht für ihr Volk sprechen konnte.
Jene Worte fanden ebenso Platz in einem Bericht an den Rat wie die Zweifel über den Mann der ihr drohte. Ein Mann in den Reihen der Lichten, welcher androhte selbst einem Eledhrim sein Leben zu nehmen, wenn er nicht für das selbe Kämpfe wie er – Raindri, der Adlerritter der bloß seinen fanatischen Glauben in etwas Höheres sah.
Yves hatte nicht lange mit ihm gesprochen und doch hatte es dieser Mensch geschafft das zu wecken, was normaler Weise tief in ihrer Seele ruht. Den Jagdtrieb des Wolfes, den Schutzinstinkt des Rudels gegenüber und vielleicht auch etwas mütterliches, ihren Schützlingen gegenüber.
Sie griff Raindri mit Händen und Füßen an, auch wenn dieser sich kaum beeindruckt zeigte. Ein Effekt blieb aus und so hatte der Ritter kaum mehr als Verachtung für die junge Maethril über.
Heimkehr und Ausbruch
Kaum einen Tag später war Lethalon zurück und war völlig empört über den Aushang von Yves, keine Edhil hätte sich anzumaßen einen Befehl zu erteilen, welcher alle Maethor betrifft.
Ihre Berichte ließ Yves mit einmal verschwinden, strich all ihre Schreiben durch und verwies bloß noch an Lethalon. Egal was es noch gab, sie verwies alles an den Nestor.
Gebrochen in Willen und Stolz war die junge Elfe kaum mehr in der Lage zu sich selbst zu finden. In Seelengestalt streifte sie alleine durch den Nebelwald, wich ihrem eigenen Rudel aus und blieb für sich, dachte nach und wicht erneut Wesen aus. Es schien bald schon als würde der ganze Wald sich um den Wolf sorgen, welche Anzeichen gab es schon dafür, das ein gesunder Wolf alleine durch den Wald streifte. Was konnte das lebende Kollektiv des Nebelwaldes mit einem Wesen anfangen, das einfach nur dort war, keinen Zweck und keinen Platz hatte?
Selbst die Bäume whisperten leise im Wind, sprachen zur Elfe und versuchten ihre Gedanken zu ordnen, sie darauf zu besinnen was sie war und was noch immer in ihrem Herzen ruht.
Doch was war es, das in ihrem Herzen ruhte?
Die Seele eines Wolfes, die Liedklänge einer Edhil, das Herz... was war es, was ihr Herz erfüllte.
Es war Beides, jedoch nahm in den letzten Tagen die Sorge eines Wolfes überhand. Sie wollte ihr Rudel schützen, wollte ihr Rudel behüten, nicht das Rudel ihrer Freunde.
Es war ein Wesen der Edhil, welches unter den Eledhrim durchaus gern gesehen ist, doch nicht wenn es solche Dominanz über den Verstand erlangt.
Die Eledherim waren stets ein Volk das den Rat der Älteren befolgte, kein Volk das Befehlen folgte oder ein Volk das jene überhaupt benötigt hatte. Yves hatte den Pfad ihres Liedklanges verlassen, hatte sich ihrem Instinkt hingegeben.
Zeit der Zweifel?
Yves war erst in den letzten Tagen der Belagerung in Schwingenstein eingetroffen, sie hatte erst jetzt wieder klare Gedanken gefasst und konnte zumindest ihren Geschwistern folgen. Denken wollte sie nicht mehr groß, sie wollte bloß noch ihre Geschwister schützen. Schützen... war es das was dieser Raindri auch wollte? Hatte Yves sich diesen Mann bereits zum Feind gemacht – würde er sie töten wollen?
Nicht einmal für diesen merkwürdigen Adan hatte sie Gedanken über, sie hatte sich gerade genug gefangen um dem zu folgen, was ihre Geschwister taten.
Noch am letzten Abend hatte sie schließlich das Gespräch zu Lethalon und Elin'thilion gefunden, konnte ihre Sorgen kundtun und bekam zum ersten mal einige Worte zu hören, die ihre Sorgen milderten.
Bin ich noch eine Edhil?
Doch war es der selbe Abend, an dem Elin'thilion vernichtende Worte für die junge Maethril sprach. Ihr Verhalten sei keines das einer Edhil angemessen wäre, sie hätte die Grundsätze des Volkes verachtet und verraten. Einen Befehl auszusprechen in einer Rasse die sich nur nach den Räten der Älteren richtet, das sei keine akzeptable Reaktion auf den Kriegsfall.
Er konnte sie verstehen und doch waren es vernichtende Worte für das Gemüt der jungen Maethril.
Zeit ist uns reichlich geschenkt!
Es war Lamentinu, welche am nächsten Morgen zu der jungen Elfe sprach. Sie erkannte den Kummer und das erloschene Feuer für ihr Volk. Sie wusste scheinbar genau wie sie das Lächeln wieder in das Gesicht der jungen Kämpferin bringen konnte – natürlich konnte sie das, die Mutter der jungen Rilya, wenn nicht sie, wer könnte es dann?
Sie brachte Erleichterung für das Gemüt von Yves, sprach von den vielen Fehltritten die eine Edhil formen würde, von Fehlern und Missglücken die einen jeden Charakter formen würden.
Zeit, heile alle Wunden und lässt Missgunst über einen Befehl vergehen. Es sei eine extreme Situation gewesen die enorm schnelles Umdenken verlangte, das war ebenso wenig das Wesen der Eledhrim wie es der Befehl der jungen Maethril waren.
Es scheint als würde die Zeit für wenige Woche stillstehen, die Entwicklung welche Yves vollzog würde mit einem Schlag zu nichte gemacht werden. Ein Schreiben das sie selbst in die Schatten der Eledhrim warf. Ein Befehl, eine Sorge, ein Schutzinstinkt... der ihr Leben für immer ändern sollte?
Nein, dem war Yves sich nun sicher. Ihr Weg war nicht zu ende, ihre Entscheidungen nicht weniger wichtig als zuvor und ihre Meinung nicht weniger von Interesse als sie es vor der Belagerung waren. Yves war Maethril, sie ist es noch immer – Kämpferin ihres Volkes, tirn en-Eledhrim, Wächtrin der Elfen und Ausbilderin der Maethor.
Y'vesliv Fey'ulayn, eine Edhil die einen Schritt zurück machte... doch nur um auch über diese Hürde zu springen!
[img]http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/47152000/jpg/_47152368_wolf.jpg[/img]