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Eine kleine Notiz für Abbas

Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 17:59
von Gast
Sie übergab der Palastwache die Kaktusblüte und die kleine Notiz, mit der Bitte, diese Abbas zu überreichen. Ihr war es zu diesem Zeitpunkt verwehrt, ihn zu sehen.
Anta'qamari,

ich wünsche dir von Herzen eine gute Genesung.
In meinen Gedanken bin ich immer bei dir und
schicke dir tausend gute Gedanken. Die Blüte soll
dich an die Schönheit unserer Gefühle erinnern
und wenn du daran riechst, wirst du schnell merken,
dass ich sie in eines meiner Öle gelegt habe. Sie
bringt dir meinen Duft, so dass du dich nie alleine
fühlen wirst. Ich freue mich auf den Tag, an dem
wir uns wieder gegenüberstehen werden.
Ich liebe dich.


Laila

Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 18:29
von Abbas Wakur Omar
Als er die Nachricht von ihr liest wird sich ein Schmunzeln auf seinen Lippen zeigen und ein wohles Gefühl steigt in ihm auf. Zum Abschluss riecht er an der Blüte und schließt für einen Moment die Augen, wobei er sich ihre Erscheinung in Gedanken ruft. Schlussendlich wird er die Blüte neben sich auf einem Kissen postieren, diese anschauen und den Duft genießen, bis er wieder einschläft.

Verfasst: Montag 28. Juli 2014, 09:17
von Gast
Nachdem der zweite Tag ohne Abbas angebrochen war, verfasste sie erneut ein paar Zeilen.
Mein liebster Abbas,

ich hoffe, es geht dir ein wenig besser. Ich denke jede Sekunde an dich und bete zur Mara, dass sie dir bald wieder deine volle Gesundheit schenken mag. Und ich habe dir noch eine Kleinigkeit beigelegt. Ich hoffe, es bringt dich ein wenig zum Lächeln. Ich liebe dich bis zum Horizont und noch viel weiter.


Laila
      • Eine kleine Geschichte zum Gesund werden

        „Ich mach dich gesund“, antwortete eine sanfte Stimme.
        Aber wie soll das gehen? Geschwächt war der Körper,
        hatte keine Kraft zu reagieren. Jeder Schritt fiel schwer,
        es war warm. Der Körper wollte nicht darüber nachdenken.
        „Das ist ganz einfach. Wirklich. Und es strengt dich gar
        nicht an.“
        Der Körper war verunsichert. „Ich schenke dir mich.“,
        sprach das Lächeln und schenkte dem Körper eines der
        strahlendsten und aufrichtigsten Lächeln. Und schon ging
        es dem Körper besser.

Verfasst: Dienstag 29. Juli 2014, 12:24
von Abbas Wakur Omar
Nach vielen Stundenläufen, in denen er immer wieder einschlief und im Fieberwahn träumte, ging es ihn nun etwas besser. Sein Kopf schmerzte nicht mehr so sehr wie zuvor und auch das Fieber schien ein wenig zurückzugehen. Erst jetzt las er die Zeile von Laila, diese schienen ihm noch weitere Genesung zu bescheren. Ihre Zeile wie auch die kleine Geschichte las er mehrfach hintereinander. Sowohl der Brief wie auch die Geschichte verbreiteten wohle Gefühle in ihm. In diesem Moment war die Sehnsucht nach ihr größer als alles andere, doch der alte Hakim verbot ihm sich zu erheben und zu ihr zu gehen. Er fiel zurück in sein Bett und seufzte, also würde den beiden momentan nur der Kontakt per Briefe bleiben. So setzte er heute persönlich eine Nachricht für Laila auf.


Salam Alaikum liebste Laila,

ich vermisse dich ebenso sehr. Es geht mir heute schon ein wenig besser, doch riet man mir, dass ich mich noch weiter schonen sollte um die Krankheit wirklich abzuschütteln. Die Tatsache, dass ich dich neda sehen darf ist das schlimmste an dieser Misere. Die Geschichte wie auch deine Zeilen haben mir Kraft gegeben, daher bin ich zuversichtlich dass wir uns schon bald wieder in die Arme nehmen können. Die Blüte die du mir vor einigen Tagen geschickt hast, gab mir viel Kraft. Meine Gedanken sind die ganze Zeit über nur bei dir und ich vermisse dich sehr.
Möge die Mara uns gnädig sein und uns schnellstmöglich wieder zusammen führen.


Abbas

Verfasst: Dienstag 29. Juli 2014, 12:32
von Gast
Wieder hatte sie sich daran gemacht, eine kleine Notiz an Abbas anzufertigen. Es war ihr nicht schwer gefallen, immerhin wollte sie ihm signalisieren, dass sie selbst dann da war, wenn sie sich nicht sehen konnten. Ein liebevolles Lächeln zierten ihre Lippen, als sie mit schreiben begann. Ihr Blick huschte immer wieder zu seiner Nachricht hin. Auch, wenn er ihr fehlte. Diese Nachricht gab ihr Trost.

Salam Aleikum, Ya'aiyni.

Du glaubst nicht, wie schwer mein Herz langsam ohne dich wird. Dennoch verspreche ich dir, tapfer zu bleiben. Ich schicke dir jeden Morgen und jeden Abend ausreichend Kraft, Ausdauer und Trost, um diese Zeit der Krankheit zu überstehen. Jeden Abend bete ich zu unserer geliebten Mara, dass sie dir bald wieder gesunde Tage schenken mag.

Ich habe einmal eine sehr schöne Geschichte gehört, sie entstammt nicht meiner Feder, aber du solltest sie dir vorlesen lassen. Ich würde es gerne selbst tun, aber die Wachen lassen mich nicht zu dir.

Ich denke an dich.

Laila

      • Das Hemd des Glücklichen

        Vor langer, langer Zeit lebte ein König, der sehr
        schwer erkrankte. Er versprach die Hälfte seines
        Reiches demjenigen, der ihm Heilung bringen
        könnte. Da versammelten sich die Weisen des
        Landes und beratschlagten, wie dem König zu
        helfen sei. Aber niemand wusste Rat. Nur ein
        Weiser erklärte: „Wenn man einen glücklichen
        Menschen findet, ihm sein Hemd auszieht und es
        dem König anlegt, dann wird er genesen.“
        Daraufhin schickte der König Boten aus, die in
        seinem weiten Reich einen glücklichen Menschen
        suchen sollten. Aber es gab keinen einzigen
        Menschen, der mit allem wahrhaft zufrieden und
        deshalb glücklich gewesen wäre. Der eine war
        zwar gesund, aber in seiner Armut unglücklich.
        Und wenn einer gesund und reich war, dann war
        die Ehe unglücklich oder seine Kinder waren nicht
        geraten. Kurz, jeder klagte über sein Los und
        nannte es ungerecht.
        Eines Abend ging der Sohn des Königs an einer
        armseligen Hütte vorüber und hörte, wie drinnen
        jemand sagte: „Nun habe ich meine Arbeit getan,
        habe mich satt gegessen, satt getrunken und
        gehe schlafen – was fehlt mir noch? Ich bin der
        glücklichste Mensch.“
        Den Königssohn erfasste eine große Freude. Nach
        seiner Rückkehr in den Palast befahl er, diesem
        Mann sein Hemd auszuziehen. Man sollte ihm
        soviel Geld dafür anbieten, wie er nur wünschte,
        und sein Hemd dem König überbringen.
        Die Boten eilten zu dem Glücklichen – aber der
        Glückliche war so arm, dass er nicht einmal ein
        Hemd am Leibe hatte. Da erkannte der König,
        dass man sein Glück nicht besorgen kann, und
        dass jeder alles hat, um glücklich zu sein. So zog
        er jeden Morgen ganz bewusst das Hemd eines
        Glücklichen an und wurde gesund.

        (Nach Leo N. Tolstor)

Verfasst: Dienstag 29. Juli 2014, 21:25
von Gast
Erneut erreichte an diesem Tag ein Schreiben den Palast mit der Bitte, dieses Abbas übergeben zu lassen. Die Menekanerin, die das Schreiben überbrachte, war gehüllt in weiße Kleider, der Schleier tief ins Gesicht gezogen, um die geröteten Augen zu verbergen.
Salam Aleikum, Ya'aiyni.

Ich schicke dir heute schlechte Nachrichten. Nazeeya ist tot. Ich habe sie am heutigen Abend tot im Tempel aufgefunden. Es tut mir leid, dir diese Nachricht nicht selbst überbringen zu können, aber die Wachen lassen mich wieder nicht zu dir.

Ich wünschte, du wärst hier.

Ich liebe dich.


Laila

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2014, 09:47
von Gast
Auch am weiteren Tag wird ein Schreiben für Abbas abgegeben.
  • Ya'aiyni,

    ich hoffe, es geht dir langsam besser.
    Sei dir sicher, dass meine Gedanken immer bei dir sind.

    Ich sehne mich nach dem Tag, an dem wir uns wieder in die Augen sehen können.

    Laila

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2014, 20:21
von Gast
Auch am Abend erreicht Abbas das nächste Pergamentröllchen.
Salam Aleikum, Liebster.

Nicht auszudenken, wie lange wir uns nun nicht mehr gesehen haben. Mein Herz brennt noch immer vor lauter Sehnsucht nach dir. Ich bin in Sorge, ob es dir wirklich gut geht.

Die Familie hat Zuwachs bekommen. Aber davon berichte ich dir ein anderes Mal, das wäre nun zuviel. Wären wir doch nur schon verheiratet...

Ich warte sehnsüchtig auf dich.
Ich liebe dich. Über alles.

Deine Laila

Unter der Unterschrift ist ein sanfter Kuss abgezeichnet.

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2014, 20:51
von Abbas Wakur Omar
Am heutigen Tage fand wieder einmal ein Bote aus dem Palast seinen Weg zu Laila. Auch dieses Mal hatte er eine Botschaft bei sich, die er nur ihr überreichen würde. Sobald sie das einfache Wachssiegel bricht, kommt eine fremde Schrift zutage, nur die abschließenden Worte scheinen von ihm selbst.


Salam Alaikum meine Sonne,

leider geht es mir wieder etwas schlechter als noch vor einigen Tagen. Dass Nazeeya von uns gegangen ist trifft das ganze Volk schwer. Doch mir persönlich macht viel mehr zu schaffen, dass wir uns nun schon so viele Tage nicht mehr gesehen haben. So schwer es mir auch fällt dies zu schreiben, doch sieht der alte Hakim für die nächsten Tage nur geringe Chancen der Besserung. Es zerreißt mir das Herz dass dies nun geschehen musste. Wären wir schon vermählt, so könntest du wenigstens an meiner Seite sein. Wie es scheint, finden dieser Tage viele Töchter und Söhne zurück in den Schoß der Familie, was mich sehr erfreut. Doch muss ich gestehen, dass ich mich nur nach dir sehne und alles dafür geben würde, wenn wir uns auch nur einige Augenblicke sehen könnten.
Ich liebe dich über alles, und bete den ganzen Tag über zur Mara, dass sie dich möglichst bald wieder in eine Arme schickt.

In Liebe Abbas

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2014, 20:58
von Gast
Als sie den Bote sah, wusste sie, dass er zu ihr wollte. Sie ging zügig auf ihn zu, nahm ihm das Schreiben ab. Dann zog sie sich zurück, um es zu lesen. Schon die ersten Zeilen erschütterten die angeknackste Laune der Natifah nur noch mehr. Mit gerunzelter Stirn laß sie weiter. Sie schloss die Augen, presste diese fest zusammen. Waren denn all die Gebete umsonst? Die Lippen wurden aufeinandergepresst, um den verzweifelten Schrei im Keim zu ersticken. Was sollte das für eine Prüfung sein für die Beiden? Wenn er sie in dieser schwierigen Zeit allein lassen musste? Sie schluckte den schweren Kloß im Hals hinab. Das Pergament behutsam zusammenrollend und wegsteckend verbarg sie ihr Gesicht und die verzweifelten Tränen. Wenn er nur wissen könne, wie es ihr ging. Aber sein Gesundheitszustand ging vor...

Verfasst: Freitag 1. August 2014, 16:20
von Gast
Sie hatte lange überlegt. Sehr lange überlegt, ob sie ein weiteres Schreiben aufsetzen sollte. Aber sie tat es.
Salam Aleikum, Ya'aiyni.

Ich wollte dir neda schreiben, aber ich halte es neda mehr aus. Heute habe ich im Tempel Ramin gefunden, er hat seinen Weg gewählt und Nazeeya begleitet. Auch er ist tot. Ich weiß nicht, welche Prüfung das für das Volk ist, aber sie ist schwer.

Ich wünschte, du könntest an meiner Seite sein. Die Trauer, die Verluste und auch die Sehnsucht nach dir setzen mir sehr zu. Ich hoffe, du bist bald wieder gesund.

Ich liebe dich.

Laila

Verfasst: Samstag 2. August 2014, 18:46
von Gast
Wieder saß sie da in ihrem Häuschen, den Blick auf das Meer hinaus gerichtet. Er fehlte ihr, die Sehnsucht brannte in ihrem Herz. Es war nun über eine Woche her, dass sie sich zuletzt gesehen hatten. Kurz seufzte sie leise, dann begann sie mit dem Schreiben.
Salam Aleikum Abbas,

ich möchte keinen Tag ins Land ziehen lassen, an dem
ich dir nicht mitteile, wie sehr du mir fehlst und auch,
wie sehr ich hoffe, dass es dir bald wieder gut geht.

Jeden Abend fasse ich dich mit in mein Gebet ein, das
ich zu Eluive spreche. Ich kann gar nicht beschreiben,
wie sehr du mir fehlst. Über eine Woche ist es her, das
ich dich zuletzt sehen durfte.

Gibt es etwas Neues? Was spricht der Hakim? Darfst
du das Bett bald wieder verlassen? Ich weiß, dass für
dich mit Sicherheit einige wichtige Arbeiten und auch
sonstige dringlichen Angelegenheiten angefallen sind,
aber hudad vergiss mich nicht, ich weiß vor lauter
Sehnsucht nicht mehr, wohin mit mir.

Ich liebe dich.

Deine Laila

Verfasst: Samstag 2. August 2014, 20:33
von Abbas Wakur Omar
Trotz dass die letzten Tage zu den schlimmsten in seinem Leben zählten, seine Gedanken verliefen sich immer wieder zu ihr. Wahrscheinlich waren genau aus diesem Grund die Tage so schlimm für ihn, weil er sie so vermisste. Doch als sich der Tag dem Ende entgegen neigte, fühlte Abbas sich besser und ließ nachdem Hakim rufen, dieser Untersuchte ihn dann erneut. Als die Untersuchung soweit abgeschlossen war, machte er sich daran, eine Nachricht für Laila zu verfassen.

Salam Alaikum Rani,

mir fallen die Tage, ohne dich so unendlich schwer. Doch fühle ich mich heute schon um einiges besser und kräftiger, als in den letzten Tagen. Gerade eben war der Hakim abermals hier und untersuchte mich. Er kam ebenso zu dem Schluss, dass es mir nun wieder besser geht. Deine Gebete müssen die Mara bewegt haben, mir wieder Kraft zu schenken. Allerdings will der Hakim dass ich mich noch mindestens morgen schone, da er Angst um einen erneuten Rückfall hat. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin dass du mir in dieser Zeit beigestanden hast, auch wenn wir uns neda sehen konnten, ohne dich wäre ich niemals so schnell genesen. Sobald mir erlaubt ist den Palast wieder zu verlassen, müssen alle Aufgaben und Verpflichtungen warten. Mein erster Weg wird mich nur zu dir führen. Wenn sich mein Zustand nicht wieder verschlechtern sollte, wird dies am Beginn des nächsten Wochenlaufes sein.
Ich liebe dich von ganzem Herzen Laila, möge uns die Mara in den nächsten Tagen wieder zusammen führen.

In Liebe Abbas

Verfasst: Samstag 2. August 2014, 20:40
von Gast
Als ihr die Nachricht überbracht wurde und sie die Zeilen las, begann sie zu lächeln. Sie schloss die Augen für einen Moment, das Lächeln blieb weiter auf ihren Zügen. Kurz presste sie die Nachricht an ihr Herz, um sie dann nur noch behutsamer aufzubewahren.

Verfasst: Samstag 16. August 2014, 22:23
von Gast
Ein Bote wird Abbas ein Schreiben überbringen.

Salam Aleikum Abbas.

Entschuldige bitte dass ich neda mehr aufgetaucht bin, aber nach der Ohrfeige von Razyr wollte und konnte ich mein Haus neda mehr verlassen.

Laila