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Verwirrende Begegnung(Teil2)
Verfasst: Montag 27. Februar 2006, 00:21
von Livial N´antes
Traurigen Blickes Schlenderte sie gen dem Westtor Varunas.IN den Gedanken war er immer nur er und sie vermochte ihn nicht herauszubekommen.
Ihre Hand griff zu dem Dolch, doch wollte sie nicht noch einmal so schwach sein.
Er war ein wundersamer Mensch und er zog sie an mit seinen Worten mit seinem sein.
Sie wollte hinter die Fassade schauen.
Er schien nicht gluecklich zu sein, ob er dies ueberhaupt sein wollte..glücklich?
Sie hatte es ihm gezeigt und es schien fast als hätte er es verstanden.
Der Schmerz am Kopf war stark und er benebelte ihre Sinne.Sie hatte einen entschluss gefasst und wuerde morgen einen Brief an den Grafen schreiben mit ihrer Bitte darin.
Sie wuerde auch vom Boden heraus versuchen stark zu sein sowie Aradan es vom Throne her war und von allen die Hochachtung genoss.
Sie zeigte ihm ihren Frieden und gab gleichzeitig diesen frieden auf.
Sie ging nun Richtung Söldnerlager und fiehl neben dem Kessel zu Boden. Schwach ging noch Wärme von ihm aus und der Glut darunter.
Ihr Gedanke war nur bei ihm, obwohl sie wusste das er hoeher stand als sie und sich niemals zu ihr herunterbegeben wuerde.
Verfasst: Dienstag 28. Februar 2006, 11:31
von Livial N´antes
Zitternd hielt sie seinen Brief in den Haenden. So förmlich und abweisend, doch würde sie damit klar kommen. Den Schmerz tief in sich fressend um einfach nur eimal ein Lächeln auf seinem gesicht zu sehen.
Sie würde zuruückstecken müssen aber es war ihr eigentlich gleich, sie hatte viel Schmerz erlebt dann würde dieser sie nicht auch sterben lassen.
Sie würde Cai heiraten und Aradan glücklich machen irgendwie.
Sie war egal in diesem Feuerkreis in dem sie sich befanden.
Er würde aus Höflichkeit kommen wahrscheinlich, nicht weil er es wollte. Ob er Angst vor ihr hatte?
Sie sah sein Gesicht vor sich und kuschelte sich nur enger in ihren umhang an den Baumstamm. Er sollte einfach nur glücklich sein...mehr konnte sie nicht von ihm verlangen, auch wenn ihr herz daran zerbrach.
Sie schloss die Augen und kleine unscheinbare Tränen fanden den Weg ueber ihre Wangen ehe sie dann im Träneneschleier einschlief.
Verfasst: Dienstag 28. Februar 2006, 23:35
von Livial N´antes
"Ich werde zu den Waldelfen gehen, vielleicht finde ich dort meinen Lebensmut wieder", das war ihren letzten Worte ehe sie dann aus Varuna schritt und wie ein Schatten unhörbar leise zu dem Platz kam wo die Waldelfen lebten.
Keiner war da doch legte sie sich an das Lagerfeuer wo sie einst mit Talua Sae´zara saß und sprach.Vielleicht wuerden sie Livial freundllich aufnehmen, doch hoffte sie dies sehr.
Ihre Gedanken hingen schwer und duester an ihm.Er, immer nur er und dann war dann sie, seine Verlobte, welche so wunderschoen und makellos wirkte.
Sie hatte verloren, obwohl sie nie gekämpft hatte.
Sie wollte ihn glücklich sehen und vielleicht war dies der einzige Weg dazu.
Der Kuss wohl unbedeutend und doch schmeckte sie noch seine Lippen, es würde nie vergehen.Bevor sie diese entscheidung gefasst hatte war sie noch in das Zelt von Cai gegangen und hatte ihm einen brief dagelassen.
Er sollte von ihrem Gefuehlswirrwarr nichts mitbekommen.
So legte sie sich an das Feuer der Waldelfen aß nichts und trank nichts und hoffte sie wuerde sterben.
Verfasst: Mittwoch 1. März 2006, 04:32
von Aradan Krenor
Lange noch lag er wach und starrte in der Dunkelheit an die Decke. Seine Gedanken kreisten um zwei Personen und untypischerweise auch um sich selbst. Immer wieder stellte er sich die Frage wie er es hätte besser machen können, wie es möglich währe keiner von ihnen das Herz zu brechen und hätte er eine Möglichkeit gesehen, dessen war er sich sicher wie dessen das die Sonne morgen wie aufgehen würde, er hätte sie genutzt. Doch er sah keine und egal wie lange er darüber nachdachte, er kam zum gleichen Ergebnis: er hatte sich entscheiden müssen. Und diese war gefallen ... auch wenn er in Gedanken stetig die traurigschönen Smaragdgrünen Augen sah und das schmerzerfüllte Gesicht, wenn er ihr sagen würde dass es für die Liebe welche sie so tief spürte und sich in ihm zu regen begann zuende währe, bevor die zarten Pflanzen erblühen konnten. Es schmerzte ihn wenn er an die neue Enttäuschung dachte, die diese reine und sanfte Seele zu verkraften hatte. Noch mehr bekümmerte es ihn, dass er die Ursache dafür sein würde ... und doch hoffte er, dass das wenige was er ihr gegeben hat in den einsamsten Stunden etwas Trost spenden würde, und er glaubte kurz das Salz der traurigen Lippen zu schmecken. Noch mehr hoffte er, dass sie eine Seele finden würde welche der ihren etwas Glück zu schenken vermochte. Sie scheint ein wirklich wunderbarer Mensch zu sein und erneut durchfuhr ihn Reue das er diesem nichts als Schmerz und Leid bringen konnte.
"Lebe ... lebe und werde glücklich, dass mag Temora geben wenn sie die Gnade und Güte hat, mir einen Wunsch zu erfüllen ... werde glücklich ... auch ... wenn ich nicht dein Ritter sein werde..." sprach er nur im Gedanken in die Dunkelheit des Zimmers und schaute zum Fenster hinaus in Richtung des Sternenhimmels. Schliesslich schaute er zu der schlafenden Asteve und drückte ihren Körper sanft an den Seinen und schlief ein.
Verfasst: Mittwoch 1. März 2006, 11:26
von Darna von Hohenfels
Sie hatte das Bild noch gut vor Augen, denn es war das erste Mal, daß er ihr verletzlich schien, und von der überwältigenden Größe und Erhabenheit, die er ihr stets vorleben konnte, zu einem jungen Mann zusammenschrumpfte, kaum erwachsen an Jahren und der die Tür zu seinem eigenen Schlafzimmer öffnete, wie die zur Höhle des Löwen.
Doch was immer er erwartet hatte - Raum und Bett waren leer gewesen, wie jeden Abend, seit sie hier war...
Heute sah Darna Frau Odolder, die Verlobte ihres Herrn, zum ersten Mal, und fühlte sich selber nicht wohl in ihrer Haut. Wie hieß man als Fremde, als Knappin, die seit mehreren Wochen nun das Haus mit als ihre eigene Zuflucht betrachtete, die eigentliche Herrin des Hauses willkommen, wenn es selbst dem eigenen Ritter die Sprache verschlagen hatte?
"Die Angelegenheiten und Sorgen deines Herrn sind deine Sorgen und Angelegenheiten, doch mische dich nicht ungefragt in sie hinein", lautete wohl eines der schwer zu fassenden ungeschriebenen Gesetze des Knappentums.
Sie zog sich möglichst unauffällig zurück, auch wenn das schwer war. Fast musste es als glückliche Schicksalsfügung erscheinen, daß das kranke Pferd Aufmerksamkeit verlangte - doch mehr noch brauchte es Aufmerksamkeit für ihren Herrn... und einen kleinen Anschubser:
"Gehen Sie hinein, Sir, und heißen Sie sie willkommen. Sie muß sich doch fremd fühlen, und das in ihrem eigenen Zuhause...", sprach sie mitfühlend und bittend und war froh, als er rein ging, statt ins Kastell zu fliehen.
Und sie hütete sich, hinterherzukommen, mehr zu stören... die beiden brauchten Raum für sich, und jede Störung würde erst an ihr vorbei müssen.
Es musste als sehr seltsame Schicksalsfügung erscheinen, daß dieser Vorsatz auch auf die Probe gestellt wurde. "Es wird sicher auch Euer Verständnis finden, wenn seine Verlobte heute nach langer Reise zurückkehrte. Wenn er entbehrlich scheint, werde ich es ihm ausrichten, daß Ihr ihn dringend sprechen wollt, Frau Lessard."
Sie kannte die Frau irgendwoher, es musste schon länger her sein, und es löste vages Unbehagen in ihr aus. Darna wurde vom Grübeln abgelenkt, als Frau Livial hinzutrat, Sharay sich als "vorgeschoben" herausstellte.
"Sagt ihm bitte, daß ich ihm sein Leben, seine Familie, nicht kaputtmachen werde."
"Da wäre ich auch überhaupt nicht mit einverstanden", fuhr es ihr unwillkürlich skeptisch durch den Sinn, doch sie nickte nur bedächtig und aufmerksam. Was war hier nur los?
"Er wird mich nicht wiedersehen. Sagt ihm das bitte."
"Ich werde es ihm ausrichten", erwiderte die Knappin ruhig.
Nachdenklich und besorgt sah sie Livial hinterher, wie sie sich fast wie ein waidwundes Tier davonschleppte. Sie erinnerte sich an Aradans Gesicht, als er jegliche Fassung verlor, als sie unbekümmert vermutete, daß die von ihm erwähnte Verabredung heute Frau N'antes gegolten hatte. Sie hatte ihn vorher schon in die Wäler eingeladen, anders war der nasse Umhang schwer zu erklären - sie mochte arglos sein, doch sie war nicht blöd.
Irgendwas war vorgefallen... jedoch erhoben sich weniger Zweifel an der moralischen Aufrichtigkeit ihres Herrn, als mehr an der Frage, welchen Illusionen sich die junge fremde Frau hingegeben haben mochte - irgendwie tat sie ihr leid.
Leise seufzte Darna, horchte zum Haus. Stille, nichts, was nach draußen drang.
Als sonst alle gegangen waren, schüttelte sie den Kopf und rückte Letos Pferdedecke nochmal zurecht. Der Trank gegen seine Krankheit schien zu helfen. Und dann ging sie zum Gasthaus und nahm sich für diese Nacht nach langer Zeit dort wieder ein kleines Zimmer, damit die Dinge sich hoffentlich wieder zurechtrücken konnten.
Verfasst: Mittwoch 1. März 2006, 11:31
von Cai N´antes
Irgendwoanders hatte er ihren Brief in den zitternden Händen und starrte ungläubig auf die Zeilen. Für einen Moment wurde es schwummrig und die Worte verschwammen direkt vor seinen plötzlich schmerzenden und feucht glitzernden Augen. Warum, warum nur machst du mich zu deiner Kette?!
Sie war gegangen, zu einer Heilerin... Hochzeitskleid danach kaufen. So stand es auf dem sauberen Pergamentbogen und höhnend mischten sie sich mit den Worten, welche ihm vor ein paar Abenden die Wahrheit so schlagartig ins Gesicht geworfen hatten. Farben floßen ineinander und erzählten ihm noch einmal alles in Stichpunkten. Wo ihre Geschichte begann und wo sie nun endete.
Zargoras hatte ein junges, doch auch rehhaft schüchternes Mädchen im Schlepptau, Livial so nannte er ihren Namen- dann war er schon im Zelt mit ihr verschwunden und er selbst, Cai, blickte den beiden nur einen halben Moment nachdenklich hinterher, ehe Marie sich lachend neben ihn setzte... Marie, da geht es doch schon los, du Versager, aber mit bahrer Münze wird ausgezahlt, Freundchen!
Er sah sie wieder, denn sie wurde eine von ihnen auch wenn sie die Zweifel so oft plagten und er spürte, wie sie das Gefühl habe nicht gut genug zu sein. Ein langes Gespräch folgte, unbekümmert und leicht, obwohl in eine andere Trennung in diesem Moment herabriss.
Ausnutzen würde er sie nicht, konnte und wollte er nicht... aber so früh nach dem Schmerz in seiner Brust? Egoist, du bist vernarrt in das Mädchen- sie sagt sie liebt dich, warum zögerst du? Um dich zum trauernden Märtyrer zu machen?
Er wollte nicht mehr zögern, hadern, warten und plötzlich war der gähnende Schmerz erloschen und ein helles Licht strahlte an seiner Seite. Behutsam wollte er sein, ihr ihre Zeit geben, ihre Selbstzweifel ausmerzen. Auch als es so kalt und düster wurde, strahlte sie alle Sorge fort und ein weiteres Gespräch, über den Tod, über eine Familie.. irgendwann... knüpfte das Band seinerseits umso enger. Hast du sie damit erstickt? Wollte sie damals sterben? Wollte sie dir damit sagen, dass sie nicht mehr dein sein wolle?
Überrascht fuhr er aus den Gedanken hoch, als ein kurzes knatterndes Geräusch an sein Ohr drang. Er brauchte, bis er die Ursache erkannte: Ein kleiner Tropfen war auf das Brieflein gefallen und verschmierte etwas Tinte. Aberwitzigerweise wollte er es kurz auf das undichte Zelt schieben und die zweite Tränenspur auf seinem Gesicht verleugnen.
Livial, ich liebe dich. Mach mich nicht zu deiner Kette, die für dein Unglück geschmiedet wurde. Mach mich nicht zu dem, was du ewig hassen oder daran sterben wirst....
Gedanken eines erschütternden, weinenden Kindes, nicht die des Stellvertreters des Hauptmanns und es war auch das Kind, welches zitternd nach der eigenen Tinte und Kiel griff um unter den Brief eine einzige Zeile zu setzen:
Liebste Livial, ich gebe dich frei...
Dann verließ er das Zelt, mit Laterne, Waffengurt und Rucksack versorgt, denn der Stellvertreter des Hauptmanns erinnerte sich an diverse Gespräche über den Tod mit seiner Schützin und würde seine Spurensuche, sowie Befragungen diverser Personen einsetzen um sie vor einer möglichen Dummheit zu bewahren.