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Zurückgekehrter Wüstensohn und seine Gedanken

Verfasst: Montag 14. Juli 2014, 23:26
von Gast
Nun war es schon mehrer Wochenläufe her, das Marek von der Reise durch die Weiten der Durrah zurückkehrte. Die Reise war anstrengend, und Kräfte zerrend. Marek war froh, wieder nach Menek ´Ur zurückzukehren und seine ganze Familie wiederzusehen.

Ernüchternd musste Marek feststellend das eine teuflische Ruhe im Hause der Bashirs lag, anfangs dachte er noch das alle unterwegs waren und fleissig der Arbeit nachgingen, aber nach einer Zeit wurde ihm bewusst das irgendetwas nicht stimmen konnte. Als erstes traf er wohl Nahlah im Hause an, seine kleine Nichte, sie war mittlerweile in seiner Abwesenheit zu einer sehr tüchtigen Tuchweberin geworden, man konnte stolz auf sie sein. Sie erzählte mir was mit Kadir geschah, und eine tiefe betroffenheit überkam Marek, war doch er es der ihn dahin brachte wo er war, bevor Marek in die Durrah auf Reisen ging. Nahlah erzählte weiterhin das das Haus zur Zeit sehr leer zu sein scheint, und das der derzeitige Sprecher also das Oberhaupt wohl nicht Hasim nicht zu gegen schien. Was war nur geschehen? Das alles ging es zu ergründen in den folgenden Wochen.

Wo war Hazar? Wie ging es ihr? Kadir ist gestorben, und sie war nicht im Haus seit Marek ankam.

Marek schien sich langsam wieder einzuleben, er ging auf die Jagd, schien sich wieder einzurichten aber wirklich jemand zu gegen war nicht wirklich! Eines Abends Marek saß im Gemeinschaftsraum des Hauses, kam Hazar in den Raum, immernoch so wie damals nur sah Marek ihr sofort an das die Geschichte mit Kadir an ihr gezehrt haben muss. Sie unterhielten sich stundenlang und Marek fragte sie auch was hier alles geschehen ist. Sie erläuterte es ihm bei einem langen Gespräch in der Oase, und was er hörte machte Marek den Krieger der immer stark ist, betroffen und genau jene Gefühlslage kannte er gar nicht. Alles was Hazar ihm erzählte, wie sich leer fühlte und auch das Marek der erste wäre dem sie all ihre Gedanken mitteilte, beeindruckte ihn. Mit diesen Eindrücken widmete er sich wieder seinen Aufgaben.

Es vergingen wieder Tage in denen Marek viel nachdachte und mitbekam das es immernoch so ruhig im Haus war, aber was nur konnte man ändern? Er würde sich hierzu etwas überlegen müssen.

Einige Tage strichen in die Landen als er erneut Hazar traf, sie gingen einen Spaziergang und Hazar lies Marek immer weiter an ihrem Leben teilhaben, an ihrer Gedankenwelt, und den Geschehnissen, und zum ersten mal im Leben von Marek deutete sich seinerseits ein Interesse an, das über eine normale Beziehung wohl hinnaus gehen würde. Eine gewisse Symphatie ist sicherlich vorhanden, aber was und wie? Das konnte Marek sich nicht erklären, es war gleichermaßen ein schönes Gefühl Interesse für eine Blüte zu haben, andererseits kannte er jenes Gefühl ja noch nicht wirklich.

Was also konnte er tun? Sollte er sich wirklich um sie bemühen? Er war sich sicher!

Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 17:54
von Gast
Es waren wieder einige Tage vergangen, in denen ich nicht viel weiteres getan hatte, als mich um die Akademiebelange zu kümmern, und mich zu verkriechen.
Seid Marek wieder heim gekehrt war, hatte sich einiges geändert.
Er und sein Fadrim waren nunmehr die einzigen Männer, die sich im Familienhaus aufhielten.
Es lief seinen gewohnten Lauf… naja, zumindest wenn man es nüchtern betrachtete.
Marek rief die Familie zusammen und wurde zum neuen Oberhaupt gewählt.
Jedenfalls solange, bis Hasim wieder kehrte. Ich hoffte, dass er wieder kehren würde.
Wo auch immer er war, und was auch immer ihn von seiner Rani und uns fern hielt, es würde seine Gründe haben.
Welche Gründe? Das wussten nur Hasim und die Mara.
Ich glaube, nicht mal Aalissay wusste, wo er steckte. Aber das war typisch Menekaner.
Sie schritten ihrer Wege, erhobenen Hauptes und mit dem Glauben im Herzen, sie würden alles schaffen.
Ich betete für die beiden, dass er bald wieder heimkehren würde. Auch wenn ich mit meiner Cousine im Vergleich wenig zu tun hatte.

Ich drehte die rote Kette in meinen Händen hin und her.
„Ein neuer Weg mit Eluive“
Ich verstand die Intention hinter dieser Gravur durchaus.
Daher musste ich mich selber fragen, wie ich damit umgehen wollte. Ob ich es überhaupt wollte.
Sollte ich mir wirklich Gedanken machen zu einer Frage, die ich weder mit einem klaren „Aiwa“ oder einem sicheren „Neda“ beantworten konnte?
Eine Freundschaft, in der mehr zählt, als die Oberfläche, wird man schnell lernen müssen, tief zu tauchen.
Das ich mich auf gewisse Art und Weise ablehnend verhielt, war durchaus beabsichtigt.
Ich wollte nicht alles preisgeben, auch wenn ich bereit war, ihm durch die Blume hinweg zu sagen, dass ich in einer ganz anderen Gedanken- und Gefühlswelt lebte als er.
Was alles in meinem Kopf vor sich ging, wollte ich nicht offenbaren.

„Denk dran, was dir Kadir gesagt hat, du bist nur eine Natifah“.

Ich versuchte alles an mir abprallen zu lassen, und unbehelligt weiter zu machen, wie bisher.
Wie ich mir meine Zukunft vorstellte?
Für den jetzigen Zeitpunkt konnte ich nur eins klar sagen:
Als Magierin für die Akademie da sein.

Akademie….
Shaymaa würde sich sicherlich freuen mich wieder öfter auch außerhalb der Hallen zu treffen.

Ich legte das Amulett zur Seite und betrachtete die Ecke, wo früher unser Ehebett gestanden hatte.
Vielleicht sollte ich doch wieder in das Familienhaus ziehen?
Ein kleines Räumchen für meine Bücher, schlafen konnte ich im Natifah Raum.
Wieder zog sich mein Herz zusammen, ehe ich leicht den Kopf schüttelte.

Als ich mich erhob straffte ich die Haltung und hob den Kopf an.
Die wahre Macht einer Natifah war, im Hintergrund zu bleiben und zu ertragen, was man von ihr verlangte.