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Ein Segen für den Neuanfang [Adoranfest - Mitmachthread]

Verfasst: Samstag 5. Juli 2014, 22:45
von Aurea
Knisternd erhoben sich die Funken aus Räucherwerk von der Hitze der Flammen getragen, hinauf in die Abendluft und hinterließen einen würzigen Duft. Als würden die Sterne an den Himmel zurückkehren wollen und dabei ein Stück ihrer Mystik zurücklassen.
Doch so wie die Hitze die Kräuterstückchen hinauf trug, so sank getragen vom vorhergegangenen Gebet die aufflackernder Flamme wieder hinab in die Feuerschale und wandelte ihr warmes Rot in ein strahlendes Blau um dort friedlich flackernd zu verweilen.
  • [img]http://s14.directupload.net/images/140705/d2taiowp.jpg[/img]
Gemeinsam mit den Novizen und ihrem Leibwächter war die junge Geweihte an diesem Tag durch die Stadt gegangen und hatte an sieben Plätzen die Segnungsschalen aufgestellt, Gebete gesprochen und mit Hilfe ihrer Schüler die Flammen der Herrin geweiht, so dass sie bis zum kommenden Abend in diesem fremdartigen Blau brennen würden.
Als sie nun vor dem Altar in der Stadtkirche kniete, sammelte sie ihre Gedanken und formte im Geiste bereits die Worte, welche sie zum Beginn der Feierlichkeiten sprechen sollte. Die Segnung der Stadt war keine Kleinigkeit, vor allem nicht für jemanden der bisher nur die Diakonenweihe erhalten hatte. Doch sie hatte mehrere Tage damit verbracht die Liturgie auszuarbeiten und heute hatte sie mit ihren Novizen die Vorbereitungen getroffen. Der Abschluss der Segnung würde während der Feier selbst erfolgen und sie spürte bereits jetzt die aufkeimende Nervosität. Sie hatte inzwischen zwar schon häufiger vor vielen Menschen gesprochen, dennoch war es für sie jedesmal noch etwas Besonderes und es brauchte stets einen Moment der Besinnung, bis sie die nötige Ruhe gefunden hatte um dieser Aufgabe entgegen zu treten.

Leise sprach sie noch einmal die Worte des Segnungsgebets, welches sie am heutigen Tage schon sieben Mal in ähnlicher Form gesprochen hatte und langsam senkte sich die Ruhe in ihren Geist. Es würde alles gut werden und die Herrin selbst würde ihre schützende Hand über die Stadt halten.

  • Herrin Temora,
    in Deinem Licht erbitte ich Deinen Segen.
    Halte Deinen Blick auf diese Stadt gerichtet,
    auf dass das Dunkel in ihr nicht Fuß fasse.

    Herrin, an diesem Ort gedenke ich Deiner Werte,
    welches Du uns lehrst und welche ich in meinem Leben achten will.
    Zum Schutze der Stadt geloben ich stets hoch zu halten was Du lehrst.
    Deine Werte zu leben, zu lehren, zu achten.
    Mich Deiner Führung anzuvertrauen.

Verfasst: Samstag 5. Juli 2014, 23:23
von Janarey
Als die Diakonin an die Novitzinnen herantrat, um diese von der Stadtsegnung zu erzählen und zu erläutern wie diese von statten gehen soll, machte sich in ihnen große Nervosität breit.
Nach der ersten einweisung, zog ich mich erst einmal in mein Zimmer im Kloster zurück und grübelte über die Worte der Diakonin nach.
War es doch etwas wirklich großes, das sie da vorhatten. Rechtzeitig machte ich mich dann aber auf dem Weg zum Glaubenshaus, wo wir uns dann alle treffen wollten.
Dort angekommen setzte ich mich unten an den Tisch, um auf die anderen zu warten. Als Najisa kurze Zeit später dann von oben herunter kam, redeten wir beide natürlich über jenes Vorhaben.
Als ich bemerkte, das Najisa ebenso wie ich, Nervös war, versuchte ich mir die Aufregung nicht anmerken zu lassen und wirkte relativ entspannt.
Kurze zeit später kam dann auch die Diakonin in das Glaubenshaus und besprach noch einmal den groben Vorgang. Sie verteilte die 7 Kohlepfannen, den Beutel mit der Räuscherzeugs und die Kerze.
Die Aufgaben waren klar verteilt. Die Pfannen wurden aufgestellt an den dafür vorgesehenen Platz. Dann sollte ich nach einem von der Diakonin gesprochenen Gebet die Pfanne mit der Kerze entzünden und Najisa streute anschliessend das Räucherzeugs in die Flammen.
Mit großer Ehrfurcht betrachtete ich wie die Flammen sich daraufhin dann blau färbten und hoch gen Himmel züngelten.
Entsprechend der 7 Kinder Temoras verteilten wir so an 7 verschiedenen stellen in der Stadt 7 Kohlepfannen.
Nach getaner Arbeit und neuem Mut im Herzen machte ich mich wider auf den Weg zurück ins Kloster.
*Eine menge Arbeit liegt noch vor uns, gehen wir es an...Gemeinsam.*
Waren die Gedanken die mich auf den Weg ins Kloster begleiteten.