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Alles was du hast, hat irgendwann dich
Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2014, 01:58
von Gast
Eine Woche in der sie sich versteckt hatte, lange an den Fenstern des klösterlichen Gästehauses gesessen und gewartet hatte... auf Besuch...oder die Nachricht das sie ihn gefasst und unschädlich gemacht hatten... irgendetwas dass sie aus den beängstigenden Gedanken reißen konnte, an denen die Stille dieses Ortes einfach nichts ändern wollte.
Die Katastrophe in Adoran hatte ihren Lauf genommen ... so lies sich Merrik nur sehr selten Blicken und auch die Diakonin huschte nur morgens und abends mit einem flüchtigen Gruß vorbei.
Zu viele Tage in denen sie von dem Zerfall ihrer neuen Heimat hörte und selbst an diesen Ort gefesselt war, ihren Freuden und den anderen Bewohnern nicht zur Hilfe eilen konnte.
Dennoch gab es immer wieder ein paar Sonnenstrahlen in ihrer Düsternis.
Ein etwas ungewöhlicher Besuch durch ihre treue Stute, Wölkchen, welche sich Zuhause losgerissen hatte um ihre Herrin zu suchen und sich in die Kapelle des Klosters verlief... Wie sehr ich dieses liebe, genügsame und verfressene Tier ins Herz geschlossen habe.. sie ist meine stetige Erinnerung an die Geborgenheit und Zuwendung die Lili mir zu jeder Zeit entgegenbrachte...
Und dann diese Nacht mit ihrem Sálamo.. Sie wärmte für den nächsten Tag in Einsamkeit... machte die Sehnsucht, wieder nach Hause zu kommen aber umso glühender...Du verbrennst mein Inneres und all meine Zweifel Merrik...
All das lies sie langsam wieder Mut fassen und Elly traute sich auch ohne Begleitung wieder vor die schützenden Mauern. Gut das keiner nach hakte, wie sie, wann, wohin kam.
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Doch dann fand der Tod und damit dieser grenzenlose Abgrund wieder Einkehr in ihre Seele. Zwar war es nicht der Diener, welcher sie entweder schmoren lies oder wohl doch erkannt hatte, dass sie für ihn nicht erreichbar war....Nein... es war ein grausames Verbrechen an dem Wesen, welches sie auch ohne Schwert und Schild, sicher überall hingebracht hatte... Wölkchen.
Man hatte Elly mitgenommen auf eine Jagd zur körperlichen Ertüchtigung und vorallem Ablenkung. Ihre Freude über den immer geübteren Zugriff auf das Lied und die Tatsache, dass sie es schon schaffte einigen schwächeren Monstren ohne Hilfe den Gar aus zu machen, erfror in dem Augenblick als die Gruppe die Höhle wieder verließ.
Ein bohrender Schmerz stach in ihrer Brust, mit der wachsenden Erkenntnis, dass die Blutlache, dort wo sie ihre Pferde zurückgelassen hatten, bedeutete, dass man Wölkchen kaltblütig niedergemetzelt hatte...
Dreckskerle! Teufelsbrut! Bestien! Mörder....
Ihre Seele schrie in die Stille und etwas wütete in ihr. Etwas, dass ihr bisher unbekannt war und einen Weg brauchte um sich Luft zu verschaffen. Doch sie kannte dieses Grollen in sich nicht.. hatte es noch nie verspürt und so wartete Elenor einfach darauf was es mit ihr anstellen würde....
Noch ein Abend verging an dem die Geschehnisse um den Diener immer mehr in Vergessenheit gerieten. Ben hatte endlich mal wieder Zeit für sie und die beiden nahmen sich jene, um ihrer Freundschaft mehr Tiefe zu geben. Elly war es ihm mehr als schuldig, so oft wie er ihr in letzter Zeit sein Ohr geliehen hatte.
Und wieder fand sie ein wenig Trost in seinen Worten, waren sie auch noch so direkt und ohne Umschweife.
Seltsam, dass in jener Nacht gerade ein anderes Tier versuchte, ihr über den Verlust hinweg zu helfen. Eine schwarze Katze kratze plötzlich an der Tür und sie wurde, zumindest von Elly, sofort ins Herz geschlossen auch wenn sie, in Ellys Augen, eindeutig nicht war was sie vorgab zu sein. Später am Kloster begegnete sie noch Luninara. Es wurde eine sehr lange... aufkla[s]ä[/s]rende Nacht.
Der nächste Tag war irgendwie ....anders...
Ein Klopfen hatte sie von ihrer Mahlzeit abgehalten.
....
Nora stand vor ihr und blickte sie irritiert an, stellte ihr verwirrende Fragen.
Wieder dieses Geschwafel " Das ist nicht normal... du musst dich doch daran erinnern, Elly!"
Nora zog Merrik hinzu.
Und was hat er jetzt damit zu tun?
Als wäre ich Luft reden sie über mich und entscheiden was für mich das Beste ist.. und ich soll mir das einfach gefallen lassen?
Doch woher kam nur dieses Kopftuch in ihrer Tasche und woher dieses seltsame Gefühl der Befriedigung?
Ach sollen sie sich doch um ihre eigenen Probleme kümmern...
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In Ellys Leben überschlagen sich die Ereignisse... und vor allem die Dinge, die ihr neu sind. Dazu gehören im Moment mehr als alles andere Gefühle.
Geborgenheit und Liebe sind unfassbar schön... Leidenschaft gibt dem ganzen eine Würze, die diese unverzichtbar werden lässt.
Doch erschütternde Angst und Trauer sind Nährboden für eine tief verborgene Emotion, die immer weiter wächst....
Verfasst: Freitag 27. Juni 2014, 13:16
von Gast
Elenor und Elly
Lilja wanderte das Stück von der Kutsche zum Hof, sie nahm es gemächlich, denn eigentlich war sie schon müde. Sie dachte an die Stunden mit Armand und ein lächeln umspielte ihre Lippen, doch dann schob sich ein anderes Gesicht dazwischen.
Das Gesicht gehörte einer jungen Magierin, nun ja Jung war ansichtssache, sie war vielleicht ein zwei Jahre jünger als sie selbst. Aber sie hatte erst noch viel jünger gewirkt durch ihre schüchterne Art.
Sie hatte da gesessen und wirkte so verschüchtert, wagte kaum zu Antworten in der kleinen Runde am Lagerfeuer. Als sie plötzlich aufsprang und gegen die Windmühlen ankämpfte, war es eher die Verzeiflung als wirkliche Wut die da sprach. Lilja hatte Mitleid mit der schüchternen Elly. Was trieb eine so zurückhaltende Frau nach Bajard?
Lilja sollte es erfahren auf dem Weg nach Kronwalden. Es kam öfters vor das die Menschen schnell vertrauen zu Lilja fassten, so wunderte diese sich nicht als Elly sich ihr anvertraute. Sie erzählte von ihren Gedächtnislücken, das sie sich an Stunden nicht erinnern konnte und das Freunde sagten sie würde sich verändern.
Bei Lilja war die Neugier geweckt! Solche Phämomene interessierten sie, Mentalmagie und allgemein Dinge die das Gehirn betrafen, fand sie sehr interessant, natürlich begann sie Elly fragen zu stellen. Nicht zu forsch aber immer wieder so, das sie ein Stück weiter zu kommen schien. Und dann passierte es! Lilja hatte es noch nie so offensichtlich beobachten können, doch es war eindeutig nicht mehr die Elly mit der sie eben noch gesprochen hatte. Diese Frau vor ihr war wütend und stark, die Gesichtsmimik sprach Bände, aber auch die Haltung war anders, aufrechter und die Schultern gestreckt.
Zusammen mit Elenor ging sie langsam Richtung Haus. Sie konnte mit dieser Elenor mehr anfangen als mit Elly zu vor. Diese hatte Ziele und würde sich nicht unterkriegen lassen. Sie war vielleicht etwas zu ruppig. Liljas Forscherdrang war erwacht und sie wollte auf jedenfall wissen wie die Geschichte ausging.
Natürlich verspach sie Elenor keinem etwas davon zu erzählen, aber Lilja würde Elly im Auge behalten, das versprach wirklich interessant zu werden.
Verfasst: Samstag 28. Juni 2014, 22:53
von Gast
Merrik, wo steckst du?
Du hast mir so viel Stärke verliehen, deinen Schutz versprochen und mich niemals alleine zu lassen.
Was hält dich nun von mir fern?
So viele neue Gesichter... selbst Adoran hat ein ganz neues Stadtbild erhalten. Die meisten strahlen sie an und werden ihr zu Freunden. Andere sind fremdartig, mysteriös, werfen Fragen auf und doch kann sie damit leben ihnen nur vor die Stirn zu sehen.
Angst macht ihr nur ein Gesicht... jenes das sie im Spiegel nicht sehen kann... und doch wird immer deutlicher, dass es da ist.
Und während sich dieses ihr immer mehr zuwendet, drehen sich andere von ihr weg.
Ben... ich will dir nicht weh tun, dich nicht fortstoßen, aber vielleicht bin ich einfach zu schwach um dir eine Freundin zu sein und nicht dazu im Stande meine Gefühle zu kontrollieren um an deinen teilhaben zu können.
….Gib Elly noch eine Chance! Sie ist viel mehr als das was du jetzt in ihr siehst.
Und wieder viele Tage allein. Was hat der Umzug zurück in Merriks Haus für einen Sinn, wenn er nicht bei ihr ist? Keinen Hinweis hinterlässt wann er geht, warum er geht, wohin er geht?
Was ist mir deinen Versprechen Daske? Du hast gesagt du nimmst ihr zu Liebe diese Verantwortung auf dich und jetzt siehst du nicht einmal, wie sie Nacht für Nacht vor dem leeren Bett steht und sich die Augen ausheult! Warum hast du ihr deinen Ring gegeben wenn er einen Scheißdreck zählt?
Jeden Tag zieht sie aus und sucht nach einem Ersatz für die Leere im Haus, dabei finden ihre Füße wie alleine den Weg zu ihren Freunden.
Nora. Was würde sie ohne sie machen? Elly kann kaum jemanden so gut verstehen, wie diese junge Frau, die mindestens genauso viele Geheimnisse mit sich trägt, wie sie immer neue Ideen vorbringt um Elly von ihren Sorgen ab und auf andere Gedanken zu bringen. Jagen ist eine der erfolgversprechendsten Möglichkeiten, wenn man denn dazu kommt und nicht einem dieser Rabendiener in die Hände läuft.
Dieses Exemplar ist anders... scheinbar ein recht redseliges und bereit zu Verhandlungen. Das muss ich nutzen, vielleicht erfahre ich so wie ich uns besser vor seinem Rabenschwarm-Bruder schützen kann.
Einige Worte und ein paar vermeintliche Erkenntnisse später, sowie um ein weiteres Gesicht bereichert, ist er im Berg verschwunden. Elly hat am nächsten morgen nur das ungute Gefühl wieder irgend etwas wichtiges verpasst zu haben.
Auch Rah ist wie immer eine gute Ablenkung, sie schafft es immer wieder Verwirrung zu stiften, zum Beispiel mit dem Rat Elly solle vor ihren Ängsten fort laufen.
Und wohin Calamahr? Ich bin immer bei ihr...
Schreiben, ja Schreiben hilft, bringt ihr ein wenig Erleichterung. Sie fasst den Entschluss sich mit ihrer großen Schwester auseinander zu setzen, will sich einen Weg zu ihr Suchen.
Über welche Pfade, dunkle Unbekannte, werde ich zu dir finden?
Nach der Nacht auf Rah's Schiff und der unbekannten kühlen Seeluft sucht sie Wärme an einem Lagerfeuer in Bajard. Noch mehr Gesichter. Grobschlächtige, Hübsche, Bärtige, Dumme, Vertrauenserweckende. Und Stimmen, eine davon hallt in ihrem Schädel wieder.
Ist er doch wieder da? Er beobachtet mich! Merrik, hilf mir!
Eine junge Frau begleitet sie nach Hause, Elly fast Vetrauen zu ihr, sie ist ebenfalls Magierin, wenn auch an einer anderen Akademie, spricht mit ihr über die Stimme, den Diener, MICH.
Sie ist unheimlich neugierig, aber das bin ich auch. Nun also Scolarin... Reden wir! Scheinbar hab ich in ihr eine Verbündete gefunden, denn sie versteht wie wichtig ich für Elly bin und dass es unausweichlich ist, dass ich nun die Zügel in die Hand nehmen muss.
Dann ist da noch Tarila, Novizin, ihre Augen sind trüb und doch scheint sie so viel zu sehen.
Selbst mich erkennt sie, ihre Einsicht lässt mich zögern. Nein! Um das Wohl meiner kleinen Schwester, werd ich mich eben mit ihr auseinandersetzen müssen.... Elly ich mach das nur für dich!
Und wieder weiß ein Diener wo Elly lebt, wenn auch der Skelettschädel offenbar das Interesse an Elly verloren hat, so gilt das offenbar nicht für Krathor, der ihr einen weiteren seiner Jünger hinterher schickt.
Es reicht! Dann übernehm eben ich... Ruh dich aus kleine Schwester, ich mach das schon!
Unterricht bei Magistra van Belfa.
Ich versuche nicht allzu auffällig zu sein, aber das fällt mir recht schwer. Zumindest schreibe ich alles detailliert mit, auch wenn sich Elly wundern wird, weiß sie so zumindest was ich für sie gelernt habe.
Danach ein wenig jagen. Unsere Fähigkeiten erproben, wir werden sie brauchen um meine Pläne umzusetzen.
Huch, eine Blechdose... eine galante noch dazu. Ein wenig Untote verkokeln und das ganze mit einem Gläschen Wein abrunden... Oh Ellylein... du wirst auch noch lernen wie schön es ist mit einem Mäuschen in der Falle zu spielen. Es ist offensichtlich das Steinfeld wenig Erfahrung hat, aber das macht das Spiel mit dem Feuer nur noch reizvoller... wo ist dein Daske, wenn ein fremder Mäuserich droht ihm den Käse zu stehlen, Schwesterchen?
NEIN! Nicht das! Das wirst du Merrik und mir nicht antun!
Theodor hat augenblicklich eine rote Wange und wird mittels Feuerball aus dem Haus gejagt...
Ohja Ellylein.... so gefällst du mir schon besser!
Schwester
Wieso Angst vor Einsamkeit?
Wenn ich doch auch,
fern and'rer Seel'n,
niemals ganz alleine bleib.
Kein Schatten folgt mir,
jagt mich weiter,
als mein zweites
Ich in mir.
Führet mich an düstre Orte
meiner Selbst so tiefem Abgrund,
wo ich lern' heraus zu schrei'n
was so lange in mir harrte.
Was hat dich so hart versiegelt?
Dich eingesperret und
verleugnet was uns zwei so innig band?
Meine Seele wahrlich spiegelt?
War es Furcht einst,
Wut und Trauer,
die dich heute,
immer öfter,
rufen?
Wecken?
Mich erschrecken,
bis du sie mit Löwen
ähnlich, Mut verjagst
und dich wieder mit mir einest?
Will dich locken,
mit dir spielen,
dich von deiner Leine lassen,
ach wie schön,
mein' dunkle Schwester,
niemals könnte ich dich hassen...
Verfasst: Samstag 28. Juni 2014, 23:20
von Tarila Sumor
Sie war auf dem Weg zu Elenor, da sie am Vortag das Gespräch nicht beenden konnte und sie wusste, dass Elenor einiges herum trug das nach Gehör suchte. Doch was an diesem Abend geschehen sollte bei diesem Treffen wäre wohl nicht vorhersehbar gewesen.
Angekommen an dem Hause war alles wie immer zwischen den beiden. Elenor stehts freundlich und zuvorkommen. Im Hause selbst alles ruhig und eine entspannte Atmosphäre um ein Gespräch beim knistern des Kamins zu führen.
Doch unweit nach dem ersten Wort schien etwas nicht zu stimmen, etwas sollte passieren, dass Gefühl von Dunkelheit machte sich in der Umgebung breit. Sie hatte einmal erwähnt das Rabendiener hinter ihr her seien, aber hier? Mitten im lichten Reich?.. Das einzige, was ihr als Novizin blieb war es ein Gebet zu sprechen um auf die Hilfe der Lichtgöttin zu hoffen. Doch selbst in ihre Gedanken drang er ein und der Schrei eines Vogels brachte sie aus dem Konzept allerdings schien es ausgereicht zu haben.
Die Dunkelheit schien zu entschwinden doch Elenor verhielt sich nicht mehr wie Tarila es gewohnt war. Sie schien zornig, wütend vielleicht sogar eine Spur böse zu sein.
Schnell war klar, dass Elenor wohl nun nichts mehr mitbekommen würde von dem was geschehen würde. Tarila versuchte ‚sie‘ zu beruhigen mit Worten, mal schien es zu helfen mal führte es dazu, dass ‚sie‘ Tari schon beinah an schrie. Die Neugier vorhanden Tarila wusste aus vorangegangenen Gesprächen, dass es kein Fluch oder ähnliches war, denn die Diakonin selbst hatte dies bereits ausgeschlossen. Mit Worten versuchte sie ihr die Einzelheiten zu entlocken um mit dem wissen agieren zu können es erforderte eine Menge Geduld, da ‚ihr‘ Gemüht sehr schnell auf und ab zu schwanken schien.
Manch Einzelheit würde Tarila mitnehmen an diesem Abend ehe ‚sie‘ Tarila aus dem Haus scheuchte mit den Worten, dass ‚sie‘ noch etwas zu erledigen hätte.
Es war auch sehr viel an diesem Abend das erst mal verarbeitet werden musste und aus diesem Grund wurde sich nicht gesträubt und der Ort des Geschehens vor erst verlassen.
Verfasst: Sonntag 29. Juni 2014, 16:29
von Gast
Irgendwie fühlte sich Elly befreit... als hätte diese ausgeteilte Ohrfeige irgendwie dafür gesorgt, dass sich diese Ungewissheit über 'IHRE' Ziele vorerst in Luft auflöste.
Ich hab sie dieses Mal aufgehalten... soll sie doch meine Füße lenken... in letzter Instanz entscheide ich!
So setzte Sich Elly auf die Stufen des Lehrhospitals, wartend darauf, dass ihr Malena vielleicht doch vor die Füße laufen würde... und schrieb aus purer Heiterkeit ein Lied...
Was wär wohl wenn?
Was wär wohl wenn...
Wenn Kinder ewig solche blieben?
Das Leben lüd' zu Spielen ein,
'S könnt' jeder Tag ein Fest wohl sein.
Und selbst auf Lebensherbstes Wiese,
tollten kindesgeist'ge Greise.
Das Leben wär so wunderschön!
Brächt Sonne in die Herzen 'nein.
Und nach so reich erfüllten Jahren,
tät jeder Mensch mit Lächeln geh'n.
Was wär wohl wenn...
Wenn keiner Sorgen mit sich trüge?
Jeder ausspräch was ihn drückte,
Seine Bitt' gen Himmel schickte
und von der Herrin 's Herz gewärmt,
Sich nie wieder hat gegrämt.
Das Leben wär so wunderschön!
Brächt Sonne in die Herzen 'nein.
Und nach so reich erfüllten Jahren,
tät jeder Mensch mit Lächeln geh'n.
Was wär wohl wenn...
Wenn alle Menschen friedlich wärn?
Sich Liebe Hoffnung Wärme schenken?
Nicht ans eig'ne G'schick nur denken?
Sie Grenzen, Brücken werden ließen?
Und Glück und Frohsinn könn' genießen?
Das Leben wär so wunderschön!
Brächt Sonne in die Herzen 'nein.
Und nach so reich erfüllten Jahren,
tät jeder Mensch mit Lächeln geh'n.
Und wenn dann Milch und Honig fließen,
Aus Gräbern bunte Blumen sprießen.
Aus jedem Schatten werdet Licht,
dann gäb's Kriege, Trauer, Tränen nicht.
Doch weil das wohl nur Phantasie
und Träume platzen also wie,
ein Seifenbläschens kurzes Leben.
Will ich fortan mein Bestes geben,
und jeden Tag gen Sonne streben.
...Ja....kleine Schwester sing für mich.. und in der zwischen Zeit kümmere ich mich um deine Schatten....
Verfasst: Sonntag 29. Juni 2014, 21:35
von Gast
Nicht Malena war es die sich im Folgenden um sie kümmerte, sondern Yasme, eine ihr bereits flüchtig bekannte Heilerin des Hospitals, nahm sich ihrer und ihren "zwiespältigen" Problemen an.
Auch Tarila wohnte dieser seltsamen Prozedur bei, welche sie in eine Art Halbschlaf versetzen sollte.
Sie riefen nach 'ihr'.... brachten sie zum Sprechen und nach so langer Zeit, war es das erste Mal, dass Elly Kontakt aufnahm zu einem Teil von sich, den sie vollkommen verdrängt hatte. Der sich in die dunkelsten Ecken ihres Seins verkrochen hatte, weil es irgendwann zu gefährlich wurde sich zu zeigen. Mit ihr waren auch einige Gefühle in die Düsterniss gesogen worden.
Langsam spürte sie die tiefen Verletzungen ihrer 'Schwester', die Wut über ihre viel zu lang zurückgehaltene Machtlosigkeit...
Ja jetzt weiß ich was dich aufgeweckt hat.....
... Das Buch.... die niedergeschriebenen Worte, die sie zu Asche werden lies, unter Aufbringung allen Zorns, über die Verbrechen an der unschuldigen Kinderseele die sie gut verborgen in sich trug.
Merrik hatte Elenor geweckt... hat sie angefleht Elly zu helfen, sich gegen die Last der erdrückenden Gefühle zu wehren, die sie daran hinderten frei zu Atmen.
Er hat ihr geholfen diese lodernde Hitze zu materialisieren... die Funken zu einer Flamme zu bündeln und ihr gezeigt wie sie ihrer Verzweiflung Sinn geben konnte.
Gut so Kleines... suche mich und ich werde da sein.... aber noch haben wir einen weiten Weg vor uns....
Und noch etwas wurde Elly bewusst. So stark wie ihre 'Schwester' sich auch geben mochte.... auch sie hatte eine fast schon schmerzhafte Angst. Und Elly würde sich darum kümmern dass Elenor sich vor deren größtem Alptraum, nie wieder würde fürchten müssen....
Lass mich nie wieder alleine kleine Schwester!
Ganz ruhig... ssschhht... ich bin ja da....
Verfasst: Samstag 12. Juli 2014, 23:53
von Gast
Elly fühlte irgendwie wie viel Farbe Elenor in ihr Leben brachte. Ahnte das ihrer beider Füße sich auf neuen spannenden Wegen vor tasteten. Wohl hatte Elenor sich oft zurückgehalten und Elly diese Sinneseindrücke genießen lassen und doch war sie sich sicher, dass ihre große Schwester ihr das Rückgrat mit einer Prise Mut stärkte, die sie alleine nicht hätte aufbringen können.
Besonders Luni war ihr in den letzten Tagen ein Halt gewesen. Trotz der vielen Erkenntnisse um sich selbst, welche sie in ihrem Selbstbewusstsein stärkten, schürfte sie zeitgleich immer tiefer in den Abgründen die ihr vor so langer Zeit Elenor nahmen. Das Luninara zu ihr, aber auch zu ihrem zweiten Ich, einen Zugang fand und ihnen Rat und Trost brachte, wenn sie der Düsternis einmal zu nahe kam, war ein wahrer Segen. Dieses Fest war ein willkommener Anlass um die Mauern des schützenden Hauses verlassen zu können.
Nach dem Festakt kamen Merrik und sie sogar dazu, die Praecepta über Elenor aufzuklären und dabei konnte, zu Ellys UND Elenors Erleichterung, auch das Thema Hexenstahl, vorerst vom Tisch gefegt werden. Man kam darüber hinaus zu dem Entschluss, dass es eine magische Untersuchung geben solle, ob vielleicht doch ein Missklang des Liedes Schuld für die Spaltung im Geiste Ellys war. Leazra ging sogar so verständnisvoll auf sie zu, dass auch ihre große Schwester sich durch ihr Stillschweigen einverstanden zeigte.
Danach noch ein kleiner Abstecher zurück zu den Feierlichkeiten. Nach ein paar Gratulationen entschloss sich das Paar gemeinsam den Abend ruhig daheim ausklingen zu lassen. Doch zu früh gefreut, Luni, neuerdings Teilzeitmitbewohnerin, beehrte die beiden mit ihrem Besuch. Ein Gespräch leichter Kost, verhieß dennoch den gewünscht entspannten Abend.
Ein Schuss !
Das Küchenfenster war zersplittert... für Elly ging alles ganz schnell. Merrik rief Befehle...lief durchs Haus und klärte die Lage.
Er wies Elly an sich im Keller zu verschanzen, im Labor. ... hinter der Geheimtür...
Aye hier bin ICH sicher, aber was ist mit dir Sálamo? Was mit Luni? Ich kann doch nicht tatenlos im Dunklen harren ohne zu wissen was vor sich geht. ... ohne helfen zu können? Was wenn der Pirat vor dem Haus die beiden bereits mit Kugeln durchlöchert hatte?
Hätte man ihr gesagt sie hätte einen Tag in der kleinen Kammer ausgesessen, sie hätte es ohne Zweifel unterschrieben, so sehr hatten ihre Sorgen die Minuten in die Länge gezogen.
Endlich öffnete sich die Wand aus Stein und ihr Verlobter gab, recht erschöpft aber in einem Stück, Entwarnung. Der Pirat war bezwungen und geflohen. Er wollte ein paar kleinere Blessuren behandeln und eine Salbe für die verletzte Luni heraussuchen, deshalb ging Elly erstmal alleine ins Erdgeschoss zurück. Luni brauchte etwas Fürsorge, ihre Nase hatte es übel erwischt, dennoch wollte die Enge in Ellys Brust endlich weichen. Ihre Freundin hielt es für besser sich einer richtigen Heilerin anzuvertrauen und wollte daher sofort den Weg zurück in die Stadt antreten.
Nach dem Schock den der Überfall hinterlassen hatte, war es nicht verwunderlich, dass sie zu einer Salzsäule erstarrte, als sie, kaum war die Tür geöffnet, Rabenschwingen schlagen hörte.
Diener des Todes... Was....willst...du?
Merrik drückte sich an ihr vorbei, stellte sich zwischen sie und den Mann in der mit Federn besticken Robe. Ihr Kopf war wie betäubt und es fiel ihr schwer etwas anderes zu hören als die Fragen in ihrem Kopf.
Ist es meine Stimme die ich höre oder spricht wieder ER zu mir?
Vor was fürchtest du dich Elly?
Warum gehorchen dir deine Beine nicht?
Glaubst du wirklich irgendetwas könnte dir einen wirklichen Schutz vor den Krallen Krathors bieten, wenn er die Jagd auf dich ausgerufen hat?
Offenbar hielt sie dieses Gedankenverhör so gefangen, dass sie verpasst haben musste was Merrik ihr für Anweisungen gegeben hatte, denn er stieß sie förmlich zurück ins Haus und warf ihr die Tür vor der Nase zu.
Das alles ist wie ein Deja-vu... die Kutte... die Raben... die deutlichen Worte, die verlangten Merrik möge sich doch freundlichst heraushalten und den Weg zu ihr freigeben...
Sie zitterte.. drückte sich hoch und starrte fassungslos die geschlossene Tür an.
Warum wiederholt sich das alles?
Ist das Absicht?
Gibt es überhaupt ein Ziel was sie mit ihrem Handeln anstreben?
Wenige undeutliche Worte dringen an sie heran. Dann knistert die Luft und Elly spürt, dass sich aggressive Klänge vor dem Haus in Bewegung setzen.
Herrin...sie Kämpfen! Dabei ist Merrik doch schon verletzt!
Ein kurzes stilles Stoßgebet gen Eluive, dann schafft sie es sich an der Fensterbank hoch zu ziehen, doch schon vorher weiß sie, dass die Auseinandersetzung nicht das gleiche Ende nahm, wie beim letzten Zusammentreffen zwischen Merrik und einem Rabendiener. Zu abrupt brach das Wirken ab, mit dem sich ihr Verlobter zu verteidigen versucht hatte.
So wagte sie den Blick aus dem Fenster....
E..er... h..hat...S...Sá..la..mo...
Sie sah in der Dunkelheit wie sich ein konzilsweißer Fleck von der Schwärze der Nacht abhob... auf dem Boden liegend.
Kommt heraus... wenn ich euren Mann nicht vor..diesem Haus häuten soll..
Die Zeit um über ihren nächsten Schritt nachzudenken blieb nicht. Ihr Herz raste und so wankte sie zur Tür und öffnete sie. Ohne Skrupel würde sie alles versuchen was in Ihrer Macht stand um das Leben ihres geliebten Sálamos zu verteidigen. Schon wappnete sie sich, war bereit jeden noch so vergeblichen Feuerball nach diesem Monster zu werfen, nur um keine Chance fahren zu lassen.
Alles hatte sie erwartet nach dem Sieg des Dieners über ihren Verlobten, nur nicht dass er sich so ohne weiteres zurückziehen würde... Eine weitere Drohung hinterließ er ihr dennoch...
Ich kann.. euch jeder Zeit holen kommen.. kein Versteck.. kein Schutz..
Und schon war er wieder verschwunden. Hinterließ sie alleine. Luni war fortgelaufen um Hilfe in Adoran zu suchen und Merriks Körper war zeitgleich mit dem Aufbruch des Dieners von der Stelle verschwunden, an der er zuvor regungslos gelegen hatte.
Wie lange sie den nahen Waldrand absuchte, in der Hoffnung einen schwerverletzten Merrik dort zu finden konnte sie nicht sagen. Aber sie gab erst auf als Luni atemlos und mit immer noch blutender Nase zurückkehrte. Nach ihrer Aussage hatte sich Merrik auf seinen Hengst ziehen können und sich von ihm in die Stadt tragen lassen, wo er nun im Lazarett versorgt wurde.
Es ist wohl das Beste wenn wir uns für die Nacht ins Labor zurückziehen..
Der Herrin sei Dank wagte es Luninara nicht sie alleine zu lassen und so klammerten sie sich erschöpft aneinander und schliefen eng an die Brust der anderen gedrückt.
Elly suchte in den folgenden Tagen nach Halt, wo man ihr immer wieder versuchte den Boden unter den Füßen weg zu ziehen... und fand ihn das erste Mal im gesungenen Gebet....
Als ich floh übers Meer zu Insel,
begann mein Leben in Adoran.
Und nach Jahren voller Kälte,
Hielten Freunde mich endlich warm.
Herrin hilf mir zu verstehen,
deine Wasser fließen manches Mal so wirr.
Welche Wege ich auch mag gehen,
ich weiß du stehst bei mir.
Erfüllt von Glück und Freude,
Melodien voller Licht ich sang.
Eluive schenkte mir ihren Segen,
nun hör' ich ihres Liedes Klang.
Herrin hilf mir zu verstehen,
deine Winde flüstern manches Mal so wirr.
Einerlei ob die Winde auch drehen,
ich weiß du stehst hinter mir.
Eines deiner begabten Kinder,
fand mich, nahm mich an die Hand.
In meinem Inn'ren Salambe lodert,
in dem Feuer ich Liebe fand.
Herrin hilf mir zu verstehen,
deine Flammen tanzen manches Mal so wild.
In seinen Augen kann ich dich sehen,
machtest aus meinem ICH ein WIR.
Sind dereinst auch düstre Nächte,
wenn ein Rabe mir folgt im Traum.
Dann vertrau ich auf deine Mächte,
Geben Schatten keinen Raum.
Herrin hilf mir zu verstehen,
deine Wege führen manches Mal so wirr.
Eluive bitte hör mein Flehen,
ich brauche dich jetzt und hier!
http://www.vidup.de/v/4tQHZ/
[OOC: wer sich anhören will wie ich versuche mit einem ober miserablen Mikro und mit NULL Erfahrung im Aufnehmen von Musik, Elenors Gebet singe, der möge mir eine PN schicken (oder mich per Icq anschreiben) um das PW zu erhalten^^]
Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 17:45
von Gast
Wo bin ich?
Wie komme ich hier her?
Warum.. kann ich mich nicht bewegen?
Wer sind diese Menschen die auf mich herabblicken?
Wohin bringen sie mich?
Nicht fähig sich zu bewegen, paralysiert, kann Elly nur leise um Hilfe flehen. Doch die drei berobten Gestalten ignorieren ihr Wispern. Bringen sie in einen Keller, der nicht nur eine schreckliche Vergangenheit erzählt, sondern ihr noch eine wesentlich grauenvollere Zukunft prophezeit. Und schlagartig wird ihr klar, dass der Rabe seine Versprechen wahr gemacht hat. Aber wie hat er sie in die Finger bekommen? War er ins Lager eingedrungen? Etwas riss sie aus ihren panischen Gedanken...
Was ist das? Warum brennt es so auf meiner Haut?
Erst als man sie zwischen zwei Pfählen angekettet hat, erlangt sie langsam wieder die Kontrolle über ihren Körper zurück... das letzte Mal für sehr lange, dass sie behaupten kann, Herrin ihrer selbst gewesen zu sein....
Die Schrecken, der nächsten Stunden werden als bald von einem undurchsichtigen Nebel verhüllt und als wäre sie selbst eine außenstehende Beobachterin, kann Elenor nur tatenlos zusehen, was man ihr und ihrer Schwester antut...
Es.. tut mir so leid Kleines... aber ich kann uns nicht helfen.... sie tapfer.. irgendwie... klammere dich an dein Vertrauen in die Menschen denen du etwas bedeutest... ich kehre zurück, irgendwann und wenn es soweit ist... dann heile ich deine Wunden... Versprochen!
Es.. ist so kalt... ich bin.. alleine... wieder....
Alles beten und flehen um Gnade verrinnt ungehört auf den blanken Fliesen ihrer Verzweiflung.
Zu guter Letzt reißt ER ihr den verbliebenen Fetzen Hoffnung aus den Händen, mit Bildern die ihr zeigen dass sie bereits von jenen, auf die sie ihren Überlebenswillen berufen wollte, abgeschrieben wurde.
Ohne jeden Halt entgleitet auch Elly, findet eine dunkle Kammer in ihrer Seele, neben der ihrer großen Schwester und schließt sich darin ein.
…............................
nichts...............................
Ich hab des Nachts geträumet,
wohl einen schweren Traum.
Ich fror im eisigen Schatten,
von einem kahlen Baum.
Ein Kerker war der Garten,
die Mauern aus Stein ein Grab
und von des Baumes Ästen,
beäugte mich ein Rab'.
In seinen Augen war Schwärze,
die sich in mein Herz fraß.
Gefror 's in bitterer Kälte,
das ich meinen Namen vergaß.
Der Vogel krächzte zufrieden,
als spräch' er düstren Bann.
Aus tief gerissenen Wunden,
Zerfetzte Seele rann.
Ich harrte in brennenden Ketten,
Mein Wille brach und schlief.
Scharf schnitten des Meisters Schwingen,
ich folgte ihm blind als er rief.
In meinem Geist war nur Leere,
des Rabens Schrei mein Gebot.
Was will der Traum mir deuten,
Gefiederter bist du mein Tod?
https://www.youtube.com/watch?v=NrEU2YC ... e=youtu.be
Verfasst: Sonntag 7. September 2014, 19:35
von Gast
An sich mochte ich die Stille.
Stille hieß in meinem Fall...
….keine Befehle
….keine vor Abscheu schreienden Blicke über mein Fehlen
….keine körperlichen Schmerzen
Doch wenn das Schweigen zu lange anhält, wächst das Misstrauen gegenüber der Ruhe und man erhält einen Eindruck von den schaurigen Klängen
der Schwingen Krathors, wenn sie sich über einen zu senken drohen. Ein bedrückendes Gefühl beschlich mich, dass Ich diese Melodie dieser Unausweichlichkeit
schon gehört hatte, bevor mich der Meister zu sich holte.
Er zeigte mir seit Wochen, wie „Nichts“ ich wirklich war. Sein Blick drang durch mich hindurch und selbst die schmerzhaften Zuwendungen
blieben aus.
Manchmal blieb er mehrere Tage fort und kehrte dann, ohne ein Wort der Abscheu oder Wut an mich zu richten, zurück.
Ich bemühte mich ihm keinen Grund für Strafen zu liefern, auch wenn es mir schwer fiel einzuschätzen, was ich falsch gemacht hatte, wenn er wie zu Anfang
meinen Körper dafür hatte leiden lassen.
Die Bücher, die er mir vor vielen Wochen zu studieren geboten hatte, ergaben für mich, selbst nach täglichem durcharbeiten, keinen Sinn. Mit Worten wie
Willensstärke, Zielstrebigkeit und Macht konnte ich kaum etwas anfangen und auf eine Erklärung seinerseits wartete ich gleichwohl vergebens.
So verbrachte ich Tag für Tag mit Hausputz, dem vergeblichen Studium der eintönigen Lektüre und damit, durch die Fenster in die Nacht zu starren, welche
das Haus einhüllte und selbst bei Sonnenlicht nicht gänzlich weichen wollte.
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Nachdem der Mann, den ich ob seiner Fähigkeiten mit der Laute, Fingersänger getauft hatte, ins Haus eingedrungen war und dieser dort später mit Diego
, dem Handlanger des Meisters zusammenstieß, sah ich in regelmäßigen Abständen schemenhafte Gestalten um das Anwesen schleichen.
Ein Kater mit sehr traurigen Augen, war so neugierig sich auf eines der Fensterbretter zu wagen, während ich am Tisch saß und stirnrunzelnd in den Geboten
Alatars blätterte.
Er hatte die außergewöhnliche Fähigkeit, mir, wie es der Meister schon oft getan hatte, Bilder und Worte in den Geist zu senden. Jedoch war der Hall
weniger erschütternd und umso mehr von einer gewissen Fürsorge gezeichnet. Er sprach von ähnlichen Dingen wie zuvor die Frau am Fenster, welche
mich Freundin nannte und der Mann dem ich die Erkenntnis über meine eigene, wundervolle Melodie verdankte,
jedoch waren seine Sätze von einer mir nicht nachvollziehbaren Art von Leid begleitet.
Er gab mir die selben Namen und wiederholte Worte, die nach der Aussage meiner Besucher, mit einem früheren Ich von mir verbunden waren. Das alles
lies in mir Zweifel über die Unfehlbarkeit des Meisters wachsen, doch ich wusste, dass ich diese nie zeigen durfte, wenn ich nicht seinen Zorn spüren wollte.
Dann gingen wieder eintönige Tage ins Dunkel, die lediglich von den beobachtenden Augenpaaren erhellt wurden, die sich immer öfter auf das düstere
Gemäuer richteten, in welchem ich der Ereignisse harrte, die nicht länger auf sie warten lassen wollten.
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Ich staubte gerade den Sarg ab, in dem die Herrin des Hauses schlief. Aus dem unterem Stockwerk drangen grauenvolle Geräusche an meine Ohren. Ein
mehrstimmiges markerschütterndes Kreischen, welches das Ende der Kreaturen kund tat, die in seiner Abwesenheit, das Haus des Meisters bewachten.
Dann zersplitterte Glas.
Ich wollte ich in den Keller... an meinen Rückzugsort... mein Reich... meinen Käfig flüchten, doch bereits auf der Treppe schlossen
sich kräftige Arme um die meinen und Hände pressten sich auf meinen Mund, hielten mich davon ab, instinktiv um Hilfe zu rufen.
Es war zu dunkel um mehr als Umrisse auszumachen, aber es waren eindeutig zwei Gestalten, die mich, nicht unbedingt grob festhielten um mir einen Trank
einzuflößen, welcher mich alsbald in einen tiefen traumlosen Schlaf gleiten ließ.
Ich erwachte weil ich fror, doch ehe ich mein Unbehagen äußern konnte, legte man mir eine wärmende Decke um den Leib. Erst dann bemerkte ich die
schaukelnden Bewegungen des Schiffes auf dem ich mich befand. Das Ufer war nur noch ein schmaler Strich am Horizont.
Der Trank musste auf eine subtile Art noch immer wirken, denn trotz des nächtlichen Überfalls, fand ich mich in einen Schleier der Behaglichkeit gehüllt. Ich
empfand eine seltsame Erleichterung, als hätte ich im Haus des Meisters eine Last zurückgelassen.
Es dauerte viele Sonnenaufgänge bis ich verstand was zuvor so schwer auf meinem Geist lag. Es war Angst und "Seine" unheimliche Präsenz, derer ich
mir erst bewusst wurde, als ich ihr entkommen war.
Der Mann, der zwar wenig sprach, jedoch jedes meiner Bedürfnisse wie Nahrung, Wärme, Gesellschaft erkannte und sie stillte, bevor ich mich traute sie zu
äußern, hatte ein Gesicht, dass mir wie so manch anderes, ohne jeglichen Zusammenhang im Kopf herumschwirrte.
Behutsam erklärte er mir, dass er mich nun an einen besseren Ort bringen würde, wo man sich meiner Wunden annähme. Ich war schon damals überzeugt,
dass er weniger von den zahlreichen Körperlichen sprach.
Nach dreitägiger Schiffsreise erreichten wir Land. Er unterhielt sich kurz mit ein paar Männern, die uns zu einem nahegelegenen Bauwerk brachten, dass
bereits von außen den Anschein machte, sowohl seine Bewohner als auch die Menschen die außerhalb lebten, ausreichend zu schützen.
Frauen in blauen Roben wuschen mich, versorgten die noch schorfigen Wunden und verheilenden Schnitte, kleideten mich in ein schlichtes Gewand und
brachten mich auf ein einfaches Zimmer, mit einem Blick auf das endlos scheinende Meer. Die Fesseln nahmen sie mir ab, erstzten sie durch schmale Armreifen,
welche ebenso auf der Haut kribbelten wie das Metall das der Meister mir angelegt hatte. Ich hatte mich so sehr an dieses Gefühl gewöhnt, dass es schon lange
kein Brennen mehr war. Sie erklärten es mir nicht, das war auch nicht nötig. Mein Meister hatte mehrere Male betont, dass ich den Stahl nicht nur zu meiner
Sicherheit trug.
Mein Begleiter versprach mir bei Zeiten zurückzukehren und dass hin und wieder jemand kommen würde, um in Efahrung zu bringen, wie es mir erginge. Ich sagte
nichts als er sich verabschiedete, nicht in der Lage einzuordnen was ich empfinden sollte... Dankbarkeit... Zufriedenheit
... oder gar Mitgefühl für ihn, dessen Augen mir, bevor er mir den Rücken zukehrte, eine Entschuldigung aussprachen, für die ich noch kein Verständnis
aufbringen konnte.
Was mir allerdings nur allzu schnell bewusst wurde....
Es beruhigt mich zu wissen, dass zwischen mir und dem Mann den ich Meister nennen sollte, sehr viel Wasser liegt.
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Ich sitze jetzt jeden Tag an meinem Fenster und habe Gefallen daran gefunden, den Wind mit meinen Haaren spielen zu lassen.
Die Robenträger sagen mir, dass dieses Element für mich immer schon eine ganz bestimmte Bedeutung hatte und fortan eine noch größere haben werde.....
….. denn wer den Geist öffne und dem Wind lausche, der höre die Freiheit rufen.
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Verfasst: Dienstag 16. September 2014, 07:37
von Rahelle Calamahr
*Rahelle hatte sich an den Steg gesetzt, einer der Schiffsoffiziere, die so taten, als könnten sie führen, hatte sich bereits entfernt, ein anderer hatte eine Zigarre zur Lektüre genommen und sah nur bei jeder Veränderung ihrer Körperhaltung für einen Augenblick auf, um die arme Bettlerin mit seinem Lächeln zu verspotten. Rahelle spielte mit einem Apfel und ignorierte den Spott.
Er glitt über die Armbeuge ins Handgelenk. Sie ließ ihn hüpfen bis sie einen Gedanken fand. Da gab es allerdings zunächst wenig zu finden. Das Blau, das die kurzen Wellen werfen, macht nur selten Schaum, darum war ja auch das Meer manchmal so schön. Ein deutliches Gefühl zu finden ist darum eine erhebliche Aufgabe für alles, was sich geschult wiederholt. Rahelle lächelte also in gewohnter Verlegenheit bei sich und versuchte sehr lange sich auf einen angenehmen Gedanken zu konzentrieren.
Irgendwann fand sie etwas: Ihre Freundin Elenor. Wo war Elenor? Irrte sie wieder irgendwo unschlüssig herum und betrachtete die Dinge so, wie sie sind und spielte mit ihren Haaren und versagte sich selbst den Atem?*
*Eine ganze Weile saß Rahelle da und dachte an Elenor. Irgendwann stopfte sie einen Zettel in die leere Rumflasche, torkelte noch ein wenig damit herum und kam letztlich zum Taubenmeister*
"Liebe Elly, es ist eine Weile her, dass wir gemeinsam ein Wasser getrunken haben. Vielleicht erreicht dich ja diese Flasche. Ich vermisse dich."
"Nur flügelschwache Falken
Umfliegen wie hölzerne Balken,
Die Masten einer Galeone
Und flattern - um - die Krone."

Verfasst: Sonntag 26. April 2015, 05:50
von Gast
Monate waren ins Land gegangen, Briefe versendet und beantwortet worden und ein neues Leben begonnen.
Elenor hatte zwar keine Krankheit zu überstehen gehabt und dennoch empfand sie ihre Seele als geheilt.
Mehr noch hatte sie gelernt ihrem eigenen Urteil wieder zu trauen, sodass sie nun entschied, dass es Zeit für
eine weitere Etappe ihres Lebens war.
Die Vergangenheit blieb zwar verschleiert, aber auch um die Schrecknisse in den Händen der Raben,
legten sich heilsame Nebel des Vergessens. Für sie war es Zeit aufzubrechen.
Sie wollte etwas ganz neues. Keine Gesichter, wenn sie auch noch so freidvoll und wohlwollend waren,
welche sie an die vielen Fragen erinnerten, die sie bereit war für immer ruhen zu lassen.
Kein Anteil an den Leben derer zu suchen, die Elly schon längst aus ihren verdrängt hatten.
Sie wollte nun zu vollkommen fremden Ufern aufbrechen, jedoch nicht ohne ein letztes Mal das Wort an ihre
Freunde zu richten.
*Ein Brief, gesiegelt mit der rötlichbraunen Feder eines Seevogels findet seinen Weg zu Liliana, ist aber an mehrere
Leute adressiert. Auf dem Briefkopf finden sich die Namen all ihrer Freunde und derer, die ihr in Adoran zuletzt zur Seite standen.*
Unvergessene Freunde... Treue helfende Hände
Ich bin bereit einen Schritt weiter zu gehen.
Meine Vergangenheit will ich an diesem Punkt zurücklassen, jeden Teil davon.
Nur dann werden mich die Schatten, welche mich so lange verfolgten, nie wieder einholen können.
Ich bin jemand den ihr nicht mehr kennen werdet und der niemals mehr sein wird wie der Mensch den ihr einst lieben gelernt habt.
Ich habe mich dazu entschlossen, meine Ausbildung an eine Akademie zu verlegen, die meinen Ansprüchen gewachsen ist und gleichermaßen welche an mich stellt, denen ich ohne Druck und Zwang nachkommen kann.
Alle Unterstützung derer ich in eurer Gesellschaft gewahr werden durfte, werde ich für immer mit einem Platz in meinem Herzen honorieren, die Bilder in meinem Geiste verwahren um sie in Ehren zu halten.
Die Menschen, die mir hier halfen, wissen wohin mich mein Weg führt und werden von jedem Adressaten einmalig Nachricht an mich weiterleiten, so noch jemand den Wunsch verspürt meinen Abschied zu beantworten.
Seid versichert ich bin wohlauf und erhoffe mein Glück in der Ferne.
Ich wünsche euch Herz, Wahrheit, Sicherheit, Zuversicht und den Willen euer Leben in ein Kunstwerk zu verwandeln.
[OOC: Falls das noch nicht deutlich genug aus dem Text hervorgeht: Das ist ein Abschiedspost, keiner muss befürchten das Elly wieder auftauchen wird! -.-]
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:18
von Gast
Lilja war müde und das sonst so sonnige Gemüt wollte einfach nicht zum Vorschein kommen. Die letzten Tage waren nicht gerade die Besten gewesen. Doch das Schriftstück war eine Art Lichtblick.
War es das wirklich?
Elly hatte mit einem Recht, Lilja wusste nicht mehr wer diese Person war, die diesen Brief geschrieben hatte.
Ein sanftes Lächeln glitt über die Lippen der Magierin, die Erinnerung an die erste Begegnung mit Elly schwirrte durch den Kopf. Bajard, am Lagerfeuer! Wo auch sonst hätte man sich kennen lernen können. Elly die im KdP war und sie, Lilja die im Lichtenthaler Reich in ungnade gefallen war. Doch so ungleich ihre Wege im Leben waren, verstanden sie sich doch sofort. Lilja war neugierig auf Elly gewesen.
Ja damals hatte die Geschichte den Anfang genommen. Wer hätte ahnen können, wie das ganze aus geht.
Doch es war nun mal so, Elly war nun... Lilja wusste nicht wie Elly nun war, und das verwirrte sie. Deshalb sass sie nun am Schreibtisch, über einem leeren Blatt Papier und grübelte fieberhaft, wie sie auf Ellys Antworten sollte.
Schlussendlich fanden dann doch einige Worte den Weg auf das Papier:
Liebe Elly
Ich würde dir gerne widersprechen, das ich dich kenne und weiss wer du bist. Doch das wäre gelogen. Was ich dir mitgeben kann, ist, das Elly wie ich sie kannte immer einen Platz in meinem Herzen haben wird.
Ich hoffe das du erreichen wirst, was du dir vorgenommen hast. Das der Kampfgeist in dir wiedererweckt wurde und du dein neues Leben meistern wirst. So wie ich mich meinem Leben stelle, einem Leben in dem eine mir teure Freundin fehlen wird.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft
Lilja
Der Brief wurde feinsäuberlich gefaltet und Adressiert und dann einem Schiff mitgegeben, der Kapitän versprach ihr ihn, im entsprechenden Hafen einem Boten zu übergeben, der ihn zu Elly bringen würde.
Verfasst: Freitag 8. Mai 2015, 13:23
von Liliana van Drachenfels
Einige Tage dauerte es bis sich Lilli, die Ellis Brief immer und immer wieder gelesen hatte, eine Antwort formuliert hatte.
Liebe Elli,
Ich freue mich sehr für dich und bin guten Mutes daß du deinen Weg gehen wirst und deine Ziele erreichen wirst. Ich bin stolz auf dich und bin froh über deine Nachricht. Fühle dich umarmt von miri Liebes.
Auch du wirst für immer einen Platz in meinem Herzen haben und ich hoffe trotzt deiner Worte die nach einem Abschied für immer klingen, immer noch daß wir uns eines Tages wieder in den Armen halten werden. Du weißt ich bin immer für dich da wenn du mich brauchst. Auch wird es in Drachenfels immer einen Platz für dich geben, so du mich besuchen möchtest.
In Liebe Lili