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Ein Brief an Faruk Amaru Yazir

Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2014, 00:31
von Nahlah Hibah Ryzan
*Nachts saß sie noch an ihrem Schreibtisch, den sie sich liebevoll eingerichtet hatte. Eine Öllampe schenkte ihr Licht, das von außen in ihren Fenstern gesehen werden konnte. Nachdenklich strich sie sich mit der weichen Schreibfeder über die Lippen und das Kinn. Wie sollte sie den Brief nur einleiten? Schließlich griff sie in ihr Bücherregal und blätterte durch das Gedichtbuch, dass ihr die Base ihrer Mutter geschenkt hatte. Da fand sie die Verse wieder, die einst von in alter Zeit von einem Dichter ihres Volkes geschrieben wurden.*


Nun beugst auch du die stolze Stirn
Und lässt die Flügel hangen,
Nun hat auch dich die Sorgenfrau
Gefangen.

Brich deine Fesseln, Falke,
Und hebe dein Gefieder -
Siehst du die Sterne droben glüh'n,
Hörst du die süßen Lieder?
  • Salam Alaikum.

    Von mir soll dir noch ein Tag gehören, an dem du mir zeigst, was wir vor vielen Monaten versäumten. Und ich schulde dir eine Nacht, um dir von den Sternen zu erzählen, die zu jeder Dunkelheit mit dem Mond aufsteigen, die über uns wachen und für uns singen. Es sollte dir die Antwort auf deine Frage sein, die ich dir nicht zu beantworten vermochte. Wann sehen wir uns schließlich wieder?



*Statt einer Unterschrift wurde ein kleiner Fisch unter den Text mit blauer Tinte gezeichnet*

Re: Ein Brief an Faruk Amaru Yazir

Verfasst: Sonntag 22. Juni 2014, 10:23
von Nahlah Hibah Ryzan
Zu lieblich ist's, ein Wort zu brechen,
Zu schwer die wohlerkannte Pflicht,
Und leider kann man nichts versprechen,
Was unserm Herzen widerspricht.
  • Salam Alaikum.

    Zwei Enden einer Woche - statt dem einen - habe ich nach deinem letzten Besuch darauf gewartet, dass du eine Nachricht schickst und an den Toren auf mich wartest. Ich muss meine Seele zwingen, das Warten zu beenden, denn sie kann dir nicht in die Lüfte nachsteigen.



*Statt einer Unterschrift wurde ein kleiner Fisch unter den Text mit blauer Tinte gezeichnet*