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Das Leben des Jarin

Verfasst: Dienstag 10. Juni 2014, 13:03
von Dejarian Grewan
In den letzten Tagen war es eher ruhig geworden.
Aber wenn er sich zur Ruhe bettete dann geschah es immer wieder.
Gejagt, gehetzt durch das Heulen der Schattenwesen getrieben hastete er durch seinen Traum.
Es war immer der gleiche unheimliche Wald.
Kahle Bäume deren Äste nach ihm versuchten zu greifen.
Ein roter Mond am Horizont der den Wald unnatürlicher wirken ließ als er ohnehin schon war.
Sie jagten ihn also immer noch.
Es war wohl immer noch nicht vorbei.
Nie konnte er sie sehen aber er wusste sie waren da.
Wie jede Nacht wurde er schnell wach und war völlig nass geschwitzt.
Wann hörte es endlich auf?
Er traute sich kaum noch nach Adoran wegen der dunklen Augenringe die ihn verraten würden.
Ja seine Freunde würden sich nur Sorgen machen.
Wieso sie also belästigen.
Doch hin und wieder führte sein Weg ihn nach Adoran, da er wusste das man ihn dort vielleicht brauchte.
Er verdeckte seine Augenringe mit etwas Schminke.
Ein Blick in den Spiegel verriet ihn aber trotzdem.
Sein Gesicht wirkte älter und seine Augen waren auf halbmast geöffnet.
Hoffentlich waren seine Freunde zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt als ihn zu mustern, dachte er sich und nahm seinen Stab ehe er den Weg in die Stadt antrat.

Verfasst: Donnerstag 12. Juni 2014, 01:21
von Dejarian Grewan
Der Weg den er bestritt war steinig so wie der Schutt in Adoran.
Er packte an wo er konnte, aber die kurzen Schlafphasen der letzten 14 Tage zollten ihren Tribut.
Die Sonne schien gnadenlos auf ihn hinab.
Die Kopfhaut unter dem schwarzen Haar brannte regelrecht.
Der Schweiß rann ihn von der Stirn.
Dann wurde ihm auch noch schlecht.
Es lag wohl eher daran das er eine Wurst gegessen hatte.
Todes Tier was nicht seins war.
Mehrfach übergab er sich.
Brach dann fast vor Torjan zusammen.
Den alten Mann sollte man lieber nicht unterschätzen wenn er schon einen Kraftprotz wie ihn auf die Beine helfen konnte.
Er musste zugeben das es ihn wahrlich überraschte, auch wenn er zu dem Zeitpunkt nicht ganz er selbst war.
Wohl betrachtete Jarin den alten Mann als eine art Vaterfigur, vielleicht deswegen weil sein Vater vor knapp 2 Monden verstarb.
Vielleicht lag es auch daran das Torjan sich mehr für Jarin interessierte als es sein Vater in den letzten 5 Sommern tat.
Bis zu seinem Tod wollte Jarins Vater das er in seine Fußstapfen trat, aber Jarin verfolgte nicht den Reichtum sondern folgte seinem Herzen.
Der Torjan hörte ihn zu und akzeptierte ihn so wie er war.

Verfasst: Montag 16. Juni 2014, 01:41
von Dejarian Grewan
Die letzten beiden Tage waren sehr mühsam.
Es musste einen Grund ja geben wieso er ausgerechnet dann auftauchte, als eine Freundin in großer Not war.
Kersti war aufgebracht mischte eine Kräutermischung zusammen die Jarin wohl nur selbst gut kannte.
Er verwendete sie um Traumlos zu schlafen, aber in der Menge wie sie die Mischung anreicherte, reichte es um einen Elch einzuschläfern.
Die Schale wurde ihr entrissen und er warf sie so hart auf den Boden das sie zerbrach und die Mischung somit unbrauchbar wurde.
Ruhig versuchte er auf sie einzureden aber es war alles umsonst.
Statt zu antworten zückte sie einen Dolch und stach sich in den Hals.
Wenn er jetzt nichts tat würde sie sterben und dies wollte und konnte er nicht zulassen.
Das Blut rann in Strömen aus ihrer Wunde heraus.
Schnell beugte er sich über den sterbenden Körper und legte seine Hand auf ihren Hals, während er schnell die Melodie im Lied suchte die sie am Leben erhalten würde.
Sie war sehr schwach wohl kaum noch wahrnehmbar aber er fand sie und stärkte die Stränge so sehr das er das Messer heraus nehmen konnte ohne das sie noch mehr Blut verlor.
Ihre Wunden vermochten zu verheilen auch wenn nur sehr langsam.
Narben würde sie beibehalten.
Doch schien er noch rechtzeitig gehandelt zu haben.
Einige Sekunden später und sie wäre an der Wunde gestorben, erstickt.
Nach einer langen Unterhaltung die darauf folgte war er gezwungen sie im Lager an ein Bett zu fesseln, damit sie dies kein weiteres mal versuchte.
Er selbst schlief in dieser Nacht ebenfalls dort um auf sie aufzupassen.

Die Nacht war unglaublich kurz.
Als er wach wurde schaute er zu Kersti die wohl sehr tief und fest schlief.
Er hatte einen Brief am Vortag erhalten das seine Liebste wieder die Lande betrat.
Also machte er sich auf den Weg nach Bajard.
Dort angekommen fragte er die Anwohner nach einer blauhaarigen Frau.
Einer meinte das er sie gesehen habe wie sie zur Freien Handwerkszunft gegangen wäre.
Eine Frau mit blauen Haaren und leeren blauen Augen würde natürlich sofort auffallen.
Also trieb er sein Pferd in Richtung Handwerkszunft.
Da er dort bei Mica öfter mal war wusste er natürlich wo das Gebäude stand.
Dort angekommen klingelte er.
Eine Frau schaute aus dem Fenster und fragte was er denn suche.
Mit einem sanften lächeln antwortete er das er eine Tarila Sumor suche.
Die Frau am Fenster meinte das er sich doch kurz gedulden solle, da sie sich grad am Umziehen war.
Also wartete er einige Zeit.
Dann wurde die Tür ihm geöffnet und er konnte seine Liebste in die Arme nehmen.
Zusammen ritten sie nach Adoran.
Dort besorgte er ihr zwei Kleider als nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
Kaum war dies geschehen regte sich etwas im Zelt.
Er ging hinein um zu sehen was los war.
Kersti war vom Bett los gebunden.
In den Händen hielt sie eine Scherbe um sich von den Rest lösen zu wollen.
Jarin schien das falsch verstanden zu haben und versuchte ihr die Scherbe abzunehmen.
Bei dem Versuch schnitt er sich sehr tief.
Das Blut ergoss sich auf den Boden.
Ein jeder hätte gesehen das wohl wichtige Adern durchtrennt waren.
Selbst der Elf der am Eingang stand sagte das er dies schnell behandeln müsse.
Die Lache wurde immer größer.
Kersti selbst schien schon helfen zu wollen und griff nach seiner Hand.
Doch Jarin zog sie weg.
Auch wenn das nun nicht der richtige Weg und der richtige Augenblick war musste er dennoch handeln.
Sie musste ihm versprechen keine Dummheiten mehr anzustellen.
Es war Erpressung aber wie hätte er sonst handeln sollen?
Schwindel überkam ihn aber er biss die Zähne zusammen.
Eine dritte Person wollte er diesen Mond nicht auch noch zu Grabe tragen müssen.
Sie willigte daraufhin ein.
Dann begann er seine Wunde zu heilen.
Und ließ danach Kersti in der Obhut des Elfen.
Er ging zurück zu seiner blinden Freundin und stellte ihr die Leute vom Hospital vor, zumindest jene die er finden konnte.
Eine weile verbrachten sie im neuen Hospital mit Torjan und Malena.
Es wurde herumgealbert , getrunken und einiges erzählt.
Als sie dann gingen wollten sie zur Kirche um Aurea zu suchen.
Aber wie es das Schicksal wollte liefen sie ihr direkt über den Weg.
Sie gingen in ein kleines Gebäude welches wohl den Geweihten und Priestern angehörte.
Dort sprach Tarila über ihre Vergangenheit und was sie für ihre Zukunft sich vorgestellt hat.
Auch Aurea erzählte von sich und ihren Erlebnissen.
Jarin hörte größtenteils nur zu und ließ die beiden Frauen reden nur hin und wieder kam es vor das er freundlich mit sprach.
Dann zeigte Aurea ihnen das Kloster, wo Tarila nun eine weile verbleiben würde.
Aber das hieß nicht das Jarin sie nicht besuchen könnte.
Dieses Gebäude war ihm einfach zu groß, zu eng.
Aber er hatte schon Pläne für ihre gemeinsame Zukunft.

Verfasst: Montag 16. Juni 2014, 01:42
von Dejarian Grewan
Auch ein Druide hat wie jeder Mensch das Bedürfnis auf Familie.

Verfasst: Dienstag 17. Juni 2014, 17:39
von Dejarian Grewan
Er saß am Bach des Hains.
Die Angel in der Hand haltend saß er am Ufer.
Der erste Fisch hatte auch schon angebissen, den er sich mühelos an Land zog.
Seine Gedanken kreisten um viele Dinge.
Wie es Earon ging, was seine Liebste wohl tat und ob seine Freunde aus dem LLH wohlbehütet zurück kommen würden.
War er vielleicht etwas zu distanziert zu seinen Brüdern und Freunden?
Er schüttelte den Kopf bei den letzten Gedanken.
Wohl war er immer eine freundliche Seele gewesen zu jedem den er begegnete.
Seit Isaacs Tod hatte Earon sich etwas verändert.
Man könnte meinen er wäre nun fürsorglicher zu seinen Brüdern.
Vielleicht lag es aber auch nur daran das Jarins großer Tag angebrochen war zu jener Zeit.
Er würde Earons Zustand wohl noch eine weile beobachten bevor er sich dazu entschließt sich ein endgültiges Urteil zu bilden.
Earon war schon immer etwas fürsorglich gewesen aber nie so.
Jemanden zu verlieren den man mag vielleicht sogar liebte war immer hart.
Er selbst verlor erst vor kurzem seinen Vater.
Sein Herz schien manchmal regelrecht zu bluten.
Denn auch wenn er nun bei Eluive war so trennten sie sich nicht im guten.
Und dennoch kam Jarin und versuchte mit seinem Vater zu reden, als jener kaum noch dazu im Stande war.
Ja er saß Nächte lang an seinem Bett und erzählte ihm was er alles so erlebt hatte und las ihn auch Geschichten vor.
Obwohl sein Vater ihn für den Weg den Jarin einschlug wohl hasste konnte er nicht verhindern das sein Sohn für ihn da war.
Auch wenn die letzten Worte seines Vaters damals "Ich enterbe dich" waren.
Er erinnerte sich nicht gern daran zurück.
Obwohl Tarila ihn in dieser schweren Zeit beistand.
Wusste auch sie das sein Herz nicht so schnell verheilen würde.
Vielleicht bürdete er sich deswegen so viel auf um den Schmerz und den Kummer zu vergessen.
Die letzten schlimmen Geschehnisse im Hain hatten bei jeden seine Spuren hinterlassen.
Selbst bei Jarin, der wohl kaum eine Nacht mehr durch schlief.
So finster und unheimlich wurden seine Träume.
Wie es Dray wohl ging?
Denn von ihm hörte er schon lange nichts mehr.
Obwohl Jarin Isaac wohl kaum kannte trauerte er mit.
Er dachte sich das er so Isaac als Bruder somit Ehren konnte.
Das Herz des Druiden war mit so viel Trauer gespickt und trotzdem wusste er wie er seine Freunde damit nicht belasten würde.
Alle Wunden heilen auch seine werden wohl heilen aber noch schien alles so frisch.
Nur wenn er in Tarilas Gesicht sah so konnte er alles um sich herum vergessen.
All den Schmerz all seinen Kummer.
Aber kaum war er allein holte es ihn auch schon wieder ein.
Auch wenn er oft an Kersti dachte und an ihren Versuch sich das Leben zu nehmen so wusste er das dieser Weg zu nichts führen würde.
Nein mit Schmerz und Kummer konnte man ebenso wachsen.
Es waren einfach Erfahrungen die man im Leben immer machen musste.
Jeder hat mal jemanden verloren den er liebte und jeder ging mit seiner Trauer anders um.
Jarin zeigte seine Trauer niemanden.
Er trauerte bis heute im stillen allein.

Verfasst: Donnerstag 19. Juni 2014, 03:22
von Dejarian Grewan
Als er sich mit Earon unterhielt, war Jarin nicht ganz bei Sache.
Die letzten Tage und Nächte zehrten an ihm, dennoch ließ er ihn nicht aus den Augen und so schien es wohl als wäre Earon doch wohl ganz der Alte.
Vielleicht täuschte er sich ja auch aber das würden wohl die kommenden Tage zeigen.
Heute begleitete er seine Liebste zum Bürgerhaus Adorans.
Er war sehr aufgeregt und hoffte das Tarila ihren Bürgerbrief bekommen würde.
Also wartete er draußen neben Kersti die ebenfalls wegen ihres Bürgerbriefes erschien.
Sie bat ihm wohl ein Fläschchen an welches ihn beruhigen sollte aber er lehnte ab.
Er nahm eh schon zu viele Tränke zu sich.
Auf Dauer wäre es wohl nicht gut und abhängig wollte er auch nicht werden.
Heute Nacht würde er es ohne Schlafmittel versuchen.
Es verging wohl etwas mehr als eine Stunde als Tarila hinaus trat.
Als er erfuhr das sie den Bürgerbrief hatte gingen sie nach Schwingenstein
da Tarila Aureas altes Haus mieten wollte.
Nach einer weile kam der Baumeister und das Haus ging in Tarilas Hände über.
Die erste Miete zahlte Jarin für sie.
Bis jetzt konnte sie noch nicht auf den eigenen Füßen stehen aber die Zeit würde kommen.
Solange sie es aber nicht konnte musste er für sie Sorgen.
Aurea kam vorbei und reichte Tarila eine Kiste mit Möbeln, die sie wohl nicht mehr brauchte.
Dankend nahm sie die Kiste an und begann ihr neues Reich einzurichten.
Aber irgendwie fehlte noch etwas also gingen die beiden nach Adoran um Aleyna zu suchen.
Sie schienen wohl Glück zu haben, denn Aleyna war da.
Und zusammen richteten sie weiter das Haus ein.
Es fehlten nur noch Kleinigkeiten die ein Tinker oder menekanischer Schneider herstellen konnte.
Also musste sich Tarila in Geduld üben.

Verfasst: Freitag 20. Juni 2014, 08:08
von Dejarian Grewan
Heute erreichte ihn ein Brief.
Jener wurde zum Hospital geliefert.
Als er las von wem er stammte musste er lächeln.
So verzog er sich in eine ruhige Ecke des Gebäudes als er freudig den Brief öffnete.
Was seine Mutter wohl zu sagen hatte?

Mein lieber Dejarian.
Es ist schon zwei vielleicht auch länger als du hier warst.
Mir geht es gut mach dir darum bitte keine Sorgen.
Das Leben geht weiter das sagtest du mir.
Eluive würde ihn zu sich nehmen und darauf vertrau ich.
Ich habe für mich beschlossen in ein kleineres Haus zu ziehen.
Das große Anwesen ist für eine Person zu groß, außerdem komme ich in ein Alter wo ich mich etwas zur Ruhe begeben sollte.
Du weißt ja das ich nur gearbeitet habe.
Dein Vater hat dich sehr geliebt.
Es tat ihm sehr leid das er dich damals verband hatte.
Ich habe sehr oft und sehr lange mit ihm darüber gesprochen.
Nur leider konnte er die sagen wie stolz er eigentlich auf dich war.
Als du das letzte mal da warst war er ja nicht mehr in der Lage zu reden aber ich sah es in seinen Augen.
Das bedauern was er dir an den Kopf warf.
Die Liebe die er dir nicht mehr geben konnte.
Jarin er hatte sich damit abgefunden.
Auch wenn du es ihn in seinen letzten Lebtagen nicht mehr angesehen hast aber ich habe es gesehen.
Ich werde sein Grab ehren.
Auch dich und Tarila schließe ich jeden Tag in meine Gebete mit ein.
Das es dir und Tarila gut geht und ihr ein schönes Leben zusammen haben werdet.
Du hast den Weg gewählt den du für dich als richtig betrachtest.
Ich habe das immer akzeptiert und bin auch heute noch sehr stolz.
Dein Vater konnte nie wählen welchen Weg er führen würde.
Er wurde damals in die Rolle der Magiers gezwungen.
Ich glaube damit kam er bis zu seinem Tod nicht zurecht.
Pass auf dich und auf Tarila gut auf.
In Liebe
Deine Mutter
Als er den Brief las kämpfte er stark gegen seine Tränen an.
Es gelang ihn auch und er wurde sehr nachdenklich.
Der Brief sollte ihn wohl gut zureden aber er wusste das seine Mutter ihn niemals belügen würde.
Auf diesen Gedanken hin zeichnete sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen ab.
Er war glücklich so wie sich alles hier entwickelte.
Nur gab es diese eine Schattenseite die ihn in seinen Träumen heimsuchte.
Das Schattenwesen mit den roten Augen.
Ob er jemals mit jemanden wirklich drüber reden konnte vermochte er stark zu bezweifeln.
Er kannte die Gefahr die sich dahinter verbarg und wollte keinen mit hinein ziehen.
Aber jetzt musste er sich auf den letzten Tag des Wochenlaufs konzentrieren.
Immerhin wollte er mit seinen Brüdern einen Ausflug zu den Elfen machen.
Dann aber kreisten seine Gedanken kurz um Kersti.
Sie hatte ihm gesagt das sie sich ändern müsste und ja da hatte sie recht.
Leben bedeutet Veränderung.
Selbst die Natur unterliegt einem sich ständigen Wandel.
War er wirklich zu sehr besorgt um andere?
Zumindest wird es ihm ständig unter die Nase gerieben.
Gehörte das nicht auch zu seinen Aufgaben?
Die Natur zu schützen und die Menschen der Natur nahe zu bringen aber auch den Menschen zu zuhören wenn sie Probleme hatten?
Heute Nacht ritt er durch das Lichtenreich.
Immer auf der Hut nach Rabendienern oder Rahaler.
Aber zu seinem Glück war wohl niemand da.
Als er in Tarilas Haus eintrat war es bedrückend still.
Kein Licht erhellte das steinige Gebäude.
Er suchte alle Winkel des Hauses ab aber seine Liebste war nirgends zu sehen.
Sie musste wohl im Kloster sein dachte er sich als er sich ins Bett fallen ließ.
Diese Nacht wird wohl sehr einsam werden.
Er wollte diese Nacht nur noch ruhe haben.
Also beschloss er dort auch zu schlafen in der Hoffnung von seiner Liebsten am Morgen geweckt zu werden.

Verfasst: Samstag 21. Juni 2014, 01:59
von Dejarian Grewan
Manche Dinge konnte er nicht verstehen.
Er traf am Hospital wieder den kleinen Jungen welcher sich hinter der Pflanze versteckt hatte.
Torjan schien wohl wirklich zu glauben das die Pflanze wohl sprechen konnte aber Jarin merkte das hinter der Pflanze der Junge war.
Der Junge wollte einfach nicht heraus kommen also überlegte Jarin sich etwas.
Er bat Torjan um Süßigkeiten.
Dann begann aus dem Busch die Stimme heiser zu sprechen das ihm der Hals weh täte.
Auch das der Junge Torjan nicht die Illusion nehmen wollte das die Pflanze wahrlich sprechen konnte.
Jarin versicherte ihm das Torjan das schnell vergessen würde und das er ihm die Illusion ganz sicher nicht nahm.
So kam der Kleine aus seinem Versteck und zusammen versorgten sie ihn erstmal.
Nach langer Überlegung bot Jarin ihn ein Platz bei seiner Liebsten an.
Immerhin gab es ja noch ein freies Zimmer zu belegen.
So hätte er erstmal eine Anlaufstelle.
Mal schauen was die Zeit bringen wird.
Die Teppiche für seine Liebste waren bestellt.
Ein Bett musste noch her und noch Kleinkram.
Rezepte waren grad von großer Dringlichkeit.
Immerhin wollte er seiner Liebsten was zubereiten können.

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2014, 01:10
von Dejarian Grewan
Er lief in seiner kleinen Hütte auf und ab.
Über die Geschehnisse der letzten Tage grübelte er sehr intensiv.
Da war zum einen Merrik Daske, der ihn vor einigen Tagen verbot mit einem leichten Hemd durch Adoran zu laufen.
Er brachte seine Liebste am selben Tag noch zu Nyome also fragte er Nyome und sie hatte keine Einwände, denn schließlich war Sommer und die Sonne schien erbarmungslos auf die Erde nieder.
Die Leute die Jarin kannten wussten, das er Hitze nicht sonderlich mochte.
Aber er war froh das er wohl seine Prüfung bei seinen Lehrmeister abschließen konnte, welche ihm gegeben wurde.
Jarin lächelte zufrieden bei diesen Gedanken.
Falls Merrik mal einen Rat bräuchte würde er ihn nicht abweisen.
Dann gab es auch Kersti, die wohl einen sehr langen Weg zur Selbsterkenntnis vor sich hat und bemerkte das sie sich ändern musste.
Seine Liebste die mit Jana eine kleine Trainingsstunde hatte und er Tarila unabsichtlich abgelenkt hatte so das Jana sie wohl traf.
Immer wieder schwirrten ihn die Gedanken durch den Kopf das er mit dieser Frau alt werden wollen würde.
Und er will sie fragen doch war dir Zeit einfach noch nicht reif.
Noch konnte er nicht voll und ganz zu ihr ziehen.
Dann gabs noch den kleinen Lausebengel dem er Obdach bei seiner zukünftigen anbot.
Der Kleine tat ihm leid und ihm wurde sehr schnell klar, das der Kleine einfach etwas Fürsorge brauch.
Sowas schien der arme Junge wohl gar nicht zu kennen.
Schlussendlich dachte er an die Trauerfeier und die Worte die für ihn gesprochen wurden.
Jarin schämte sich etwas.
Er kannte ihn nicht aber er hatte viel gutes über ihn gehört.
Viel hätte er von Isaac lernen können, denn es schien beinahe so, als hätte Isaac Jarin gut hätte verstehen können.
Er gab ihn Federn mit auf dem Weg.
Für ihn waren die Federn ein Symbol von Freiheit.
Die Freiheit zu fliegen wohin man nur wollte.
Einige Federn ließ er mit dem Wind davon tragen.
Auch über Earon dachte er nach.
Ob die Wunde in seinem Herzen jemals schließen würde?
Ob er vielleicht einen neuen Weg einschlagen würde?
Jetzt musste Jarin sich wohl um seinen Lehrmeister kümmern.
Heute würde er die Nacht im Hain verbringen.
Es war schon spät geworden.
Tarila würde wahrscheinlich im Kloster schlafen, zumindest erhoffte er es sich.
Also entkleidete er sich und legte sich auf das Bärenfell.
Das Bett hatte er den Jungen gespendet.
Aber es war bei weitem kuscheliger als ein hartes Bett.
Die Gedanken kreisten noch lange um Tarila bevor jener endlich einschlief.

Verfasst: Montag 9. März 2015, 00:02
von Dejarian Grewan
Die Rückkehr zum Hain hatte viel Kraft gekostet.
Aber als er den Boden nun endlich erreichte kniete er nieder und sprach
" Ich danke Euch ehrenvolle Mutter das Ihr mir den Weg zurück gezeigt habt".
Auch wenn er wieder zurück war war sein Herz doch schwer.
Seine Verlobte war nicht an seiner Seite.
Kaum war er da lernte er einen neuen Bruder kennen und auch Earon kreuzte seinen Weg.
Man lud ihn ein beim Ovydd Unterricht beizuwohnen.
Immerhin war er eine lange Zeit weg und er musste prüfen ob er noch alles wusste.
Aber der Unterricht wurde gestört von einem schwarzen Nebel aus denen Tiere hervor traten.
Ihre Aggression war beängstigend und alles an ihnen war unnatürlich.
Die Druiden wappneten sich zum Kampf und erschlugen sie.
Doch der Nebel zehrte an ihrer Konzentration.
Einige Augenblicke benötigten die vier um sich bewusst zu werden was eben geschah.
Sie durchsuchten den ganzen Hain aber fanden etwas anderes.
Rote Augen auf der Baumkrone schauten auf die Druiden herab.
Als sie jene Gestalt bemerkten versuchten sie es hervor zu locken.
Aber immer wenn es die Baumkrone verließ war es so schnell das man es kaum mit den Augen erfassen konnte.
Nach einer weile war es dann weg.
Einer der Druiden begann noch zu Husten was Jarin nicht groß kümmerte da jener einen Medizin nahm.
Am Abend nahm er seine Angel und ging nach Bajard um ein paar Fische zu angeln.
Aber das Schicksal hatte anderes vor.
In Bajard traf er auf eine junge Frau mit der er ins Gespräch kam.
Er zeigt ihr Bajard und Adoran.
Da sie das Schneiderhandwerk ausübte schlug er ihr den bunten Kessel vor.
Aber als sie da waren schien keiner die Tür auf zu machen.
So gingen sie in die Stadtstube wo wohl ein Tanzabend statt fand.
Sie setzten sich kurz in eine kleine Ecke und tranken etwas um dann gestärkt erneut den Kessel zu besuchen.
Aber wieder ging die Tür nicht auf.
Jarin wurde anders.
Er hustete und seine Brust schmerzte etwas.
Sie gingen zurück in die Stadt um nach Torjan oder einen anderen Heiler
des KLLH´s zu suchen.
In der Stadtsstube wurde Ellenor dann auch fündig.
Sie hievten den kranken Mann ins Hospital wo er dann ausgiebig untersucht wurde.
Diagnose Lungenpest.
Da musste er sich bei seinem Bruder wohl angesteckt haben, dachte er sich.
Auch Ellenor wurde untersucht, immerhin war sie den ganzen Abend mit ihm zusammen.
Als er Malena sah erinnerte er sich an die guten alten Zeiten mit ihr.
Auch wenn es ihm in dem Moment wirklich sehr schlecht ging und vor schmerzen kaum noch richtig Luft bekam.
Nach erfolgreicher Behandlung ala Torjan konnte er zwei gefühlte Stunden das Hospital wieder verlassen.
Sie nahmen ihn wieder als Schüler auf.
Er schnappte sich Ellenor und wieder waren sie auf dem Weg zum bunten Kessel.
Liliana machte auf.
Die beiden hatten sich so lange unterhalten das sie die arme Schneiderin beinahe vergaßen.
Aber sie wurden wegen einer Aufnahme gebeten am nächsten Tag zu erscheinen damit man mit einem der Zuständigen reden konnte.
Tarik oder eine der Schneiderinnen.
Dann trennten sich auch ihre Wege.
Und Jarin begab sich auf dem Weg zum Hain.

Verfasst: Sonntag 21. Juni 2015, 10:13
von Dejarian Grewan
Es war Abend in Adoran.
Er saß im Hospital mit der Frage im Kopf was diese Leiche im Keller suchte.
Später aber wurde er von Malena aufgeklärt.
Eine Arme Seele dem man die Kehle durchgeschnitten hatte und das schlimmste war niemand schien ihn zu kennen.
Malena bat ihn an der Beerdigung teilzunehmen.
Obwohl jener schon recht müde war willigte er ein.
Jeder Mensch ob gut oder schlecht ob Bekannter oder Unbekannter hatte eine anständige Beerdigung verdient.
An jenem Abend begleitete er Emric und die Leiche unter dem Schutz des Regiments, zu jenem Ort wo der Tote seine letzte Ruhe finden sollte.
Es war nicht die erste Beerdigung der Dejarian beiwohnte aber das erste mal
das er als Diener Eluives sich beteiligte.
Ob seine Worte bei jenen anwesenden anklang fanden wusste auch er nicht.
Wichtig war ihm das der Tote seine Ruhe fand und das er ins Reich der Göttin kam.
Ob nun zu Eluive oder Temora.
Als das Regiment nach der Zeremonie abrückte blieb er noch eine kurze Zeit bei Emric im Kloster.
Die beiden Männer unterhielten sich über den Toten und über Tarila das jene wohl die Tage zurück kehren würde.
Das jene noch ein paar Tage länger bei Jarins Mutter verweilte damit sich die Witwe nicht ganz so allein fühlte.
Es war der erste Todestag das erste Jahr welches sie ohne ihren Mann verbringen musste.
Der Schmerz saß noch sehr tief.
Jarin aber trauerte nicht mehr.
Er war sich sicher das Eluive sich gut um den Mann kümmern würde.