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Adoran in neuem Glanz
- Stein auf Stein, so soll es sein! -
Mit der Wiederauferstehung Adorans im letzten Mondlauf hatte seine Majestät Ador I. zu einem großen Fest geladen. Ehe die Feierlichkeiten in vollem Umfang begannen, ließ der König es sich nicht nehmen persönlich einige Worte zu sprechen. Einen großen Dank richtete er dabei an alle Streiter und Verbündeten, gleich welchen Volkes, die der Käferplage in Adoran gemeinsam ein Ende bereiteten. Im Anschluss sprach ihre Gnaden Aurea im Namen der Priesterschaft der Temora einen Dankessegen, der mit einem, nur wenigen vergönnten, Lichtspektakel am Adoraner Nachthimmel endete. Ehe dann zu Speis und Trank gerufen wurde gab der König noch einige Ehrungen bekannt:
So verschreibt sich das Lichtenthaler Lehrhospital zukünftig unter dem Namen Königliches Lehrhospital zu Lichtenthal den gesundheitlichen Belangen der Bürger und sogar denen des Königs selbst. Die Vogtin Adorans, Nyome von Belfa wurde in den Stand einer Hochedlen erhoben. Eveliina von Winterfels wurde mit dem Lehen Talgrund betraut und damit zur Freiherrin von Talgrund ernannt. Der Oberst des Lichtenthaler Regimentes, Vaughain von Nordwind, wurde in den Stand eines Ritters erhoben und das gesamte Regiment erhielt für seinen steten Einsatz einen Stall voller Regimentsrösser. Der Abend klang ruhig auf dem Festplatz aus, es war eine Freude unsere Verbündeten aus dem Nebelwald, Nilzadan und Wulfgard wieder zu sehen und dabei die Möglichkeit zu nutzen noch einmal mit einem Glas auf die vergangenen Ereignisse anzustoßen.
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Schwingenstein wieder frei
- Ende gut, alles gut? -
Zum Zeitpunkt des Festes von Neu-Adoran konnte kaum jemand ahnen, dass man sich alsbald schon wieder versammelt und vereint sehen würde. Diesmal nicht mit einem Glas in den Händen und feierlich gestimmt, sondern einmal mehr Schulter an Schulter, die Waffen in der Hand, als das alatarische Reich und dessen Verbündete Schwingenstein in einen Belagerungszustand versetzten. Aber auch diese Bedrohung konnte man letztendlich gemeinsam für das vereinte lichte Reich entscheiden. In einer letzten feurigen Schlacht wurden die Belagerer mit allen vereinten Kräfte zurück gedrängt und vertrieben.
Am 24. dieses Mondlaufs wird an die Ereignisse noch einmal erinnert und der Opfer der Belagerung in einer Messe gedacht. Im Anschluß wird zum Ball aufgerufen und mit dieser Festlichkeit soll dann auch der Sieg gefeiert werden.
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Räumung vor Berchgard
- Rollende Steine setzen kein Moos an -
Nachdem man in Schwingenstein nach dem Sieg über den Feind bereits das Lager der Belagerer belagert und auseinandergenommen hatte, wurde in einem letzten Akt der Befreiung mithilfe der treuen Verbündeten auch der Weg nach Berchgard wieder geräumt. Es heißt, dass die Säuberung so gründlich erfolgte, dass man schon von weitem sehen kann, wo seinerzeit die Felsbrocken den Weg versperrten. Kein einziger Kiesel soll mehr an dieser Stelle zu finden sein.
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Opa der Woche
- Wer rastet der rostet -
Wer geht rüstig durch die Straße, packt den andern an die Nase, um zu seh’n, ob sie gebrochen ist, oder gar der Schnodder fließt? Wer schnappt sich die winz’ge Reblaus, und zieht sie aus der Schulter raus, auf dass der Krone Ritter dann, wieder ordentlich kämpfen kann? Wer sammelt da die Schwangeren ein, verspricht sie dann zu bringen heim, führt sie dann um ein paar Ecken, um sich beim Feind dann zu verstecken? Wer lässt verletzte Schultern sitzen, weil jemand liegt in blut’gen Pfützen, und erklärt damit ganz fest, dass er niemanden verrecken lässt? Wer lässt sich keine Patienen klauen, wird einem Dieb auf die Finger hauen und kann dann auch mal ordentlich wüten, dass ein jeder sollt’ sich hüten? Wer hat Spaß am rühr’n und backen, und lässt es fröhlich auch mal krachen, dass niemand es für möglich hält, dass er bald die Hundert zählt?
Für seinen stets unermüdlichen Einsatz, gepaart mit einem sonnigen Gemüt, ernennt die Nebelpost Herrn Eichental, Herrn Weidenbach, Herrn Birkenhain, Herrn Ulmenwiese, Herrn Zederneck, Herrn Ahornfurt, Herrn Lindenberg, Herrn Erlenbruch und Herrn Buchenweg, alle auch besser bekannt als der Trankerl-Torjan, den alten Heilerzausel zum Opa der Woche!
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Kinderstimmen
- Kindermund tut Wahrheit kund -
Die Nebelpost: Hallo Kleine, gibt es etwas, wo du meinst, dass es jeder wissen sollte?
Kleines Mädchen: - Oh, klar! Pass auf! Peda und Lotte, die haben, also die sind Bruder und Schwester, und die haben gesagt, dass Burgi, die ist nicht Schwester, aber die wohnt beim Haus um die Ecke, und die sehen sich oft, also Peda und Lotte haben erzählt, dass Burgi erzählt hat, dass Tymo letzt’ beim Matti über die Jana gesprochen hat, der Matti, weißt Du, der wohnt andre Ende von der Stadt und Tymo in der Mitte und die spielen oft zusammen, und die Jana ähm, die ist noch nicht lange da, aber kennt den Tymo schon gut, also Peda und Lotte haben gesagt, dass Burgi erzählt hat, dass letzt’ der Tymo bei Matti war und der Tymo dem Matti verraten hat, dass die Jana erzählt hat, dass es bei der Yette gaaanz tolles Eis gibt. Und der Matti hats mir gesagt und irgendwann gehen wir alle jetzt mal bald da hin!
Die Nebelpost: Und wer bist Du?
Kleines Mädchen: Na ich bin doch die Bella? Hast’ schon vergessen?
Die Nebelpost: Äh... dann vielen Dank für den tollen Tipp, Bella.
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Wettbewerb
- Ein Leben ohne Träume, ist wie ein Garten ohne Blumen -
Ganz in diesem Sinne möchten wir zu einem neuen Wettstreit rufen. Pflanzenzüchter des Landes, aufgepasst! Wir suchen die Blüte des Herzogtums.
Ihr habt eine Blume, die einen ganz besonderen Duft verströmt?
Oder seid ihr vielleicht über ein wundervolles Stück der Schöpfung gestolpert, mit einer besonderen Blütenfärbung? Habt Ihr gar selbst eine besondere Blume erschaffen?
Dann bitten wir euch uns diese zu präsentieren. Unter allen Blumen wird die schönste Blüte des Herzogtums mit einer besonderen Auszeichnung und einem Preisgeld von 5000 Münzen gekürt. Jede Blume wird natürlich in die fähigen Hände ihres Züchters zurückgegeben.
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Aussichten
- Was man sich nicht entgehen lassen sollte -
Am 22. diesen Mondlaufs zur achten Abendstunde findet im Königlichen Lehrhospital in Adoran wieder eine Lehrstunde statt: Thema wird die Anatomie des Körpers sein. Interessierte sollten sich diese Lehrstunde keinesfalls entgegen lassen.
Am 24. dieses Mondlaufs zur siebten Abendstunde findet dann der bereits erwähnte Palisadenball in Schwingenstein statt. Neben der Messe und einem Rückblick auf die Ereignisse sind also auch jene gern geladen, die schon immer einmal wissen wollten, wie es sich mit Palisaden tanzt.
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Gedichtwettbewerb der Nebelpost
- Und der Gewinner ist ... -
Zunächst einmal möchten wir uns bedanken, dass sich einige wenige, also zwei Wettbewerber, sich von dem schwierigen Motto - "Warum grüßt mich keiner dieser Passanten? Hab' ich etwas im Gesicht?" - nicht haben abschrecken lassen. So konnten wir zwei wundervolle Werke bestaunen und haben uns letztlich für das folgende Siegergedicht entschieden:
Aus dem Leben eines Barden
Was ist los mit den Passanten
hab ich etwas im Gesicht
als ich heute aufgestanden
einen Spiegel fand ich nicht
Mein Bett war verwühlt, verlassen
wo war hin die schöne Maid
ja ich konnts wieder nicht lassen
heiße Nacht Beischlaf zu zweit
Hab sie gestern aufgelesen
dort an der Tavernentür
seltsam war es doch gewesen
daß sie fragte gleich nach mir
Gertenschlank war sie gewachsen
Vor der Hütte Holz genug
Scherze trieb sie wild und Faxen
Als ich ihr auf den Pöder schlug
"War mein Glas nicht leer gewesen?"
"Ach was solls ich nehm' noch ein'n"
Tischnachbars Frau gleicht einem Besen
meine wird die schönste sein.
"Halt.. war's Glas nicht eben leer?"
"Trink nur Schatz, seis dir zum Wohle
ich komm dir gleich wieder her
schnell ich dir ein neues hole"
Sagt sie mir mit rotem Munde
und ist schnell auch dann zurück
"Wart nur bis zur spätren Stunde"
spricht sie mit vieldeut'gem Blick
Und ich küsse und ich leere
jedes Glas das steht vor mir
Und die Glieder sind mir schwere
Mein Geist dreht im Kreis sich schier
"Lllass un uff ghn inde Zimma"
flüstre ich ihr dann ins Ohr
Mein Blick voll von Nebelschimmer
kommt sie mir bekannt doch vor
Oben fall ich dann ins Bett
und ihr Lächeln wird noch breiter
"Sag kennst du des Hirts Anett'
erinnere dich", spricht sie dann weiter
Meine Schwester hast du gar
nach dem Brand zu dir gebettet
hast sie zwar vor einem Jahr
aus des Feuers Glut gerettet
Keusche Jungfrau war sie doch
als es hieß es kommt ein Kind
flohst du dann, hier in dies Loch
doch Schankmaiden sind nicht blind
Nur zwei Taler zahlte ich
um zu wissen was ich brauchte
bald schon dacht ich find ich dich
denn mein Zorn niemals verrauchte
Und die Rache wird mein sein
doch zuerst will ich noch wissen
stimmt was sagt mein Schwesterlein
deiner Leistung in den Kissen
Und so kam was kommen muss
ich gab mein bestes sie zu freihn
bei dem Kuss war lang nicht schluß
Gut sollt meine Leistung sein
Könnt ich doch mit dem Bemühen
Meiner Hand und Zungenkunst
mich der grausgen Rach' entziehen
und ihr Zorn verraucht zu Dunst
Matter Schlaf dann in den Kissen
Ja ich denk ich müsst frei sein
sicher werde ichs dann wissen
erleb ich morgen Sonnenschein
Die Nacht verging der Morgen kam
während ich im Schlaf noch lag
die Maid ihren Abschied nahm
ich erwacht zu hellem Tag
Als ich auf der Straß nun gehe
Blicken mich die Leute an
flüstertn daß ich nichts verstehe
mancher deutet auf mich dann
Was ist los mit den Passanten
hab ich etwas im Gesicht
als ich heute aufgestanden
einen Spiegel fand ich nicht
Ein Behelf sei mir die Pfütze
als ich's sah war ich in Schock
Auf der Stirn unter der Mütze
stand in rot groß HURENBOCK
~Von Bejalt Sonnhauf, Barde aus Bajard ~
Herr Bejalt Sonnhauf gewinnt damit das Preisgeld über 10 Kronen, dass er sich bei der Redaktion der Nebelpost, zu finden in der Bibliothek am Nebelpass, abgeholen kann. Wie in der ersten Ausgabe der Nebelpost angekündet werden natürlich alle Gedichte vorgestellt und so soll auch die zweite Einsendung gezeigt werden, die ebenso einen kleinen Preis erhalten wird:
Hinter Robe, Rüste, Titel
bleibt man unsichtbar verborgen
Jeder Tag nur ein Kapitel
voller Arbeit, Pflicht und Sorgen.
Niemand sieht hinter die Mauer,
die er selbst um andre baut.
Niemand schaut nur mal genauer,
weil er es sich gar nicht traut.
Etikette und Gesetze
Sind Gerüst und Sicherheit
Jeder schafft so feste Plätze
für die Menschen seiner Zeit.
Baut in die Mauern eures Lebens
Fenster und auch Türen ein.
Offenheit ist nie Vergebens,
kann nie nur von Schaden sein.
Trotzt Problemen die da lauern,
wenn ihr die Grenze übersteigt
denn man kann es kaum bedauern,
weil sich dort das Leben zeigt.
Neben dieser Form von Ordnung
bleibt doch stets noch Raum für mehr,
Öffnet ihr euch der Begegnung,
schätzt man als Mensch euch umso eher.
~Aurea~
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Herausgeber:
Lilian von Nebelpass
Redakteure:
Lilian von Nebelpass
Florentine Demarkes