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Kyrsal Montargo - Eine Reise ins ungewisse

Verfasst: Mittwoch 7. Mai 2014, 18:50
von Gast
Kyrsal wuchs in Tavil auf. Tavil ist ein kleiner Ort ca. 14 Schiffs-Tagereisen von Gerimor entfernt. Die Familie lebte recht glücklich dort,Er war befreundet mit einigen Mitgliedern der Familie Montrae, bis diese nach Gerimor gingen. Seine Großeltern waren damals gemeinsam mit den Montraes von dort geflohen und hatten sich hier ein neues Leben aufgebaut. Einige Cousins und Cousinen ersten und zweiten Grades lebten ebennnfalls hier. Jedoch war er öfter mit den Montraes zusammen, bis deren Vater gestorben war und diese nach Gerimor aufgebrochen waren.
Kyrsal selber hatte vor kurzem erst begonnen eine Stelle in der Verwaltung des Ortes anzunehmen wo er als Schreiber angestellt war.Gerne wäre er seinen Freunden gefolgt, aber er wollte seine Mutter nicht enttäuschen die ihre Beziehungen genutzt hatte um ihm diese Stelle zu sichern. Außerdem hatte er eine Freundin hier, die er sehr liebte, auch wenn sie in letzter Zeit oft sehr merkwürdig war und kaum Zeit für ihn hatte. Doch erklärte sie dies mit der vielen Arbeit die sie im Moment hätte, so daß er nicht wirklich ernsthaft besorgt war. So ging das Leben auch ohne seine Freunde weiter, er arbeitete täglich acht bis zehn Stunden in der Schreibstube und wollte einen guten Eindruck hinterlassen. Er war klug und recht geschickt in solchen Dingen und hatte vor sich unersetzlich zu machen, was nur mit viel Einsatz gelingen konnte.Schon von Kind an war er immer sehr zielstrebig und wissbegierig gewesen. Schon früh hatte er eingesehen daß das Leben als einfacher Handwerker, wie es seine Eltern führten, nichts für ihn war. Nicht dass er harte Arbeit scheute, nein keineswegs.. er konnte es sein musste schon gut mit anpacken. Doch seinen Lebensunterhalt wollte er sich so nicht verdienen müssen. So entwickelte er früh eine Liebe zu Büchern, die er oft regelrecht verschlang. Waren es anfangs ehr Romane so las er später vermehrt Sachbücher über alle möglichen Themen. Egal ob Naturkunde, Geographie, Geschichte oder Politik, alles Wissen wurde regelrecht hinein gesogen und oft schrieb er Zusammenfassungen über diese Bücher für sich selbst.




Seine Freunde waren schon einige Wochen fort als es zu einem merkwürdigen Zwischenfall kam.Seine Freundin kam zu Besuch und teilte ihm mit dass sie ihn verlassen würde, sie hatte schon einen anderen Freund und wäre schwanger, erklärte sie ihm.
Äußerlich reagierte Kyrsal ganz ruhig und gefasst, doch innerlich tat sich in ihm ein Strudel auf. Ein schwarzer Strudel der ihn in einen tiefen Abgrund zu verschlingen drohte.. Mit aller Macht stemmte er sich dagegen an.. und hätte diesen Kampf mit dem dunklen Teil seiner Seele wohl verloren, was sicherlich in einem Ausbruch von Gewalt gegen die junge Frau geendet hätte..
Wenn nicht plötzlich wie aus heiterem Himmel sich sein ganzes Leben verändert hätte. Seine Sinne sahen, fühlten, hörten auf ein mal viel mehr und er meinte wie von sehr weiten eine leise Melodie zu hören. Seine Freundin war längst gegangen als keine Reaktion von ihm erfolgte. Er wußte nicht wie lange er dort gestanden hatte und nur diesen faszinierenden Farben und Klängen gelauscht und zugesehen hatte, aber irgendwann musste er wohl vor Müdigkeit eingeschlafen sein. Als er wieder aufwachte dachte er sich dass das wohl nur ein böser Traum gewesen sein konnte. Doch die Melodie war immer noch da.. sehr leise zwar nur und undeutlich.. aber sie war fortan Teil seines Lebens. Doch war es nicht nur die Melodie, nein seine ganze Welt, seine Wahrnehmung für diese Welt hatte sich verändert. Es war als hätte er eine Sinne ganz neu entdeckt. Er sah die Welt mit anderen Augen, er hörte sie mit anderen Ohren, er konnte sie viel intensiver riechen und schmecken als zuvor. Diese regelrechte Überflutung durch Reize seiner Sinnesorgane war äußerst verwirrend für ihn. Er konnte sich dies nicht erklären und sprach mit seiner Mutter darüber. Diese war bestürzt über das Verhalten seiner Freundin, sprach aber anschließend mit einem befreundeten Magier über das Erlebnis seines Sohnes. „Dein Sohn sollte sich nach Gerimor begeben, zu einer der Akademien im Lande. Dort wird man feststellen ob er die Gabe besitzt Eluives Lied wahrzunehmen“ so lautete der weise Rat des Magiers.
Daraufhin drängte ihn seine Mutter daß er seinen Freunden nach Gerimor folgen sollte, sie würden ihm sicher sagen können wo er vorstellig werden müßte. Sie selbst wollte zu seinem Leidwesen jedoch nicht mit kommen. Du bist nun erwachsen und dein eigenes Leben führen Kyrsal, waren ihre letzten Worte an ihn bevor er das Schiff bestieg dass ihn nach Gerimor bringen sollte.