Du sollst doch nicht mit Fremden sprechen...
Verfasst: Sonntag 6. April 2014, 10:32
Ich lauschte der zufallenden Tür und blickte nur kurz noch einmal über die Schulter. Ich weiß nicht wirklich was er davon hielt, dass ich nun ging, aber grob betrachtet konnte mir das auch egal sein. Ich wollte nicht die nervige Ex-Ehefrau sein, die immer um ihn herum wuselt, wenn seine neue Flamme in der Tür steht. Desweiteren hatte ich, auch an diesem Tage, wieder das Gefühl, dass ihre Blicke mir gegenüber nicht die einer Dame waren, die jemand anderen Willkommen hieß. Aber verübeln konnte ich es ihr nicht. Ich meine, wäre ich in ihrer Situation, fände ich das ganze auch mehr als seltsam. Und so, so ging ich.
Ich nahm nur noch selten die vorgeschriebenen Wege, ich ging lieber direkt durch den Wald, übers Feld. Nur an diesem Tage war etwas anders. Mir begegnete ein Mann. Ich blieb stehen, er blieb stehen und wir betrachteten uns eine ganze Weile. Als ich in seine Augen blickte, verlor ich mich einen kurzen Moment darin, denn sie sahen so unglaublich traurig aus und ich bekam Mitleid, obwohl ich nicht einmal wusste, ob es irgendwas zu bemitleiden gab. Er lächelte nur, bat mir an sich mit mir zu setzen, sich mit mir zu unterhalten. Eigentlich hätte ich skeptisch sein müssen, aber aus irgendeinem Grund war ich offen zu ihm. Wir redeten, oder eher redete ich nur von mir und irgendwann dachte ich zumindest einmal darüber nach zu fragen, warum ihn das alles so interessierte.
"Warum wollt Ihr das alles wissen?"
"Habt Ihr nicht schon einmal eine Person getroffen, die Ihr gesehen habt und wo Ihr Euch sofort gedacht habt, dass Ihr jene besser kennen lernen müsst? Um jeden Preis der Welt?""
"Einmal."
Ich dachte kurz an Dazen und dann zogen sich meine Brauen unweigerlich zusammen, wieder wurde der eigentlich Fremde eingehend betrachtet. Und dann, dann war das Ganze auch schon vorbei. Er brachte mich nach Hause, fragte mich irrelevante Dinge über meine Ziege und dann war er weg. Ich hatte ein komisches Gefühl und zeitgleich fand ich diesen Abend recht erheiternd. So saß ich noch eine Weile an meinem Küchentisch, starrte durchs Fenster hinaus und überlegte, welch Oger mich geritten hatte, diesem Kerl so viel zu erzählen. Letztendlich verblieb ich so, mir die flache Hand einmal gegen die Stirn zu schlagen und dann ins Bett zu gehen.
Ich nahm nur noch selten die vorgeschriebenen Wege, ich ging lieber direkt durch den Wald, übers Feld. Nur an diesem Tage war etwas anders. Mir begegnete ein Mann. Ich blieb stehen, er blieb stehen und wir betrachteten uns eine ganze Weile. Als ich in seine Augen blickte, verlor ich mich einen kurzen Moment darin, denn sie sahen so unglaublich traurig aus und ich bekam Mitleid, obwohl ich nicht einmal wusste, ob es irgendwas zu bemitleiden gab. Er lächelte nur, bat mir an sich mit mir zu setzen, sich mit mir zu unterhalten. Eigentlich hätte ich skeptisch sein müssen, aber aus irgendeinem Grund war ich offen zu ihm. Wir redeten, oder eher redete ich nur von mir und irgendwann dachte ich zumindest einmal darüber nach zu fragen, warum ihn das alles so interessierte.
"Warum wollt Ihr das alles wissen?"
"Habt Ihr nicht schon einmal eine Person getroffen, die Ihr gesehen habt und wo Ihr Euch sofort gedacht habt, dass Ihr jene besser kennen lernen müsst? Um jeden Preis der Welt?""
"Einmal."
Ich dachte kurz an Dazen und dann zogen sich meine Brauen unweigerlich zusammen, wieder wurde der eigentlich Fremde eingehend betrachtet. Und dann, dann war das Ganze auch schon vorbei. Er brachte mich nach Hause, fragte mich irrelevante Dinge über meine Ziege und dann war er weg. Ich hatte ein komisches Gefühl und zeitgleich fand ich diesen Abend recht erheiternd. So saß ich noch eine Weile an meinem Küchentisch, starrte durchs Fenster hinaus und überlegte, welch Oger mich geritten hatte, diesem Kerl so viel zu erzählen. Letztendlich verblieb ich so, mir die flache Hand einmal gegen die Stirn zu schlagen und dann ins Bett zu gehen.