Briefe an J.T
Verfasst: Mittwoch 26. Februar 2014, 22:01
*Gehalten in geschwungener Schnörkelschrift scheint sich die Schreiberin hier nur wenige Gedanken gemacht zu haben das irgendjemand den Brief auch wieder entziffern muss. Das Pergament von schlichter Art wirkt die Federführung geübt und selten erkennt man das irgendwo abgesetzt wurde.*
Geschrieben am 24. Hartung 257
Seinen Segen mit dir mein Freund,
verzeih das ich mich so lange Zeit nicht gemeldet habe und du nichts von mir hören konntest. Anreon und ich steckten auf einer der Insel fest nachdem unser Schiff dem Sturm nicht Stand gehalten hatte. Es dauerte Monate ehe sich ein Schiff zurück zum Festland fand. Hier hat sich vieles verändert nur manches ist gleich geblieben. Erinnerst du dich an unsere rothaarige Magd? Sie hat ihren Weg gefunden und führt nun Finas alten Hof. Wie es der Zufall wollte sind wir dort untergekommen und es beginnt erneut wo es schon einmal begann – im heiligen alatarischen Reich. Die Welt hat sich gewandelt, viel wurde zerstört und vieles erstand durch harte Arbeit neu. Freunde sind für immer verloren, folgen einem falschen Pfad, manche entpuppten sich gar als hinterhältig und falsch. Du fehlst mir J. So viele Gerüchte werden an mich herangetragen, so viele Begebenheiten und doch wird dich eine davon ganz besonders interessieren. Verkündet am 7. Schwalbenkunft im Jahr 256 des Herrn:
Die Ketzerin Frau Florentine Demarkes gilt als aus dem alatarischen Reich verbannt. Bei Sichtung ist Frau Demarkes der Garde oder dem Tempel zu überstellen oder niederzumachen.
So sehe ich keine Hoffnung für sie, ihr Pfad ist nun ein Anderer und doch muss ich wissen was geschah. Niemand kennt sie so wie ich sie kenne und es wird sich eine Möglichkeit finden mit ihr zu sprechen. Ich lasse dich wissen was sich ergeben hat und werde auch nach Menos und Silea suchen. So es ihm gefällt werden sich unsere Pfade endlich wieder kreuzen. Grüß mir Isa und lass sie wissen das ich wieder sicher im Reich verweile. Sobald alles seinen gewohnten Gang geht darf sie natürlich erneut zum Festland reisen und ihre Zeit hier bei uns verbringen.
Unterschrieben ist der Brief mit einem verschlungenen
W
Geschrieben am 28. Hartung 257
Seinen Segen mit dir Hannes,
ich habe ihn tatsächlich gefunden! Er hielt mich für einen Geist und zog natürlich gleich Arlea. Nein, sei unbesorgt denn er würde niemals diesen Streich führen ohne gänzlich sicher zu sein. Seine Prüfung war mir ein leichtes und ich bin so glücklich das unsere Pfade sich erneut kreuzen. Es hat den Anschein als ginge es ihm ebenso, was soll da noch passieren? Wir haben uns geeinigt den Schwur nicht zu brechen und dort weiter zu machen wo wir standen. Unsere spezielle Freundin habe ich tatsächlich treffen können. Sie wirkt wie sie eben immer wirkte nur das sie ihren Glauben, ihren Pfad verloren hat. Wir haben lange gesprochen und uns mit dem Wissen getrennt das ein erneutes Treffen nicht möglich sein wird. Ich müsste sie ausliefern und ihr ist bewusst das ich dieser Pflicht nachkommen würde. Zumindest würde ich es versuchen, du kennst uns ja. Anreon ist ein See der Ruhe als wäre er nie fort gewesen nimmt er alte Geschäftsbeziehungen auf und findet sich so gut zurecht wie wir das immer konnten. Er lässt dich grüßen und natürlich auch den kleinen Wirbelwind der dir inzwischen vermutlich die letzten Nerven geraubt hat und endgültig ans Herz gewachsen ist. Rosa scheint noch immer nicht aufgetaucht zu sein, langsam glaube ich das wir sie nie wieder sehen werden. Etwas scheint sie in der Heimat zu halten – zumindest hoffe ich das für sie denn alle anderen Möglichkeiten besagen ein schlimmeres Ende. Grüß mir alle, lass sie wissen das es uns gut geht und.. bring dich nicht in Schwierigkeiten.
Unterschrieben ist der Brief mit einem verschlungenen
W
Geschrieben am 10. Eisbruch 257
Seinen Segen mit dir mein Freund,
viel passiert der Tage und so will ich es dich nicht missen lassen. Unsere Verlobung besteht wenngleich ich die Tage Zweifeln muss. Nicht einmal ein Jahr hat er verstreichen lassen ehe er bei einer anderen Trost suchte. Seinen Worten nach ist nicht viel passiert, es sei nicht ernst zu nehmen er habe sich alleine und einsam gefühlt und einen Platz für die Nächte gebraucht. Dennoch zweifle ich doch sehr ob die Gerüchte von Damals wirklich nur Gerüchte waren. Immer diese Frauengeschichten jene ihn umgeben, es ist eine grauenhafte Schwäche. Soll ich ihn wirklich ehelichen J? Unter solchen Umständen? Kann ich mir wirklich sicher sein später dann nicht Wolle an den Zäunen zu lassen? Jene Frau mit der er nach seinen Worten nur leicht angebändelt hat ehe er die Vernunft wieder fand stand am Abend wo er es mir sagte vor der Tür der Golblums. Sie wollte Beide zu einem Winterpicknick abholen, ignorierte mich als sie zu Silea gelassen wurde gänzlich, obwohl sie mich von damals kannte. Spricht das nun für oder gegen seine Geschichte? Als er ihr sagte er habe keine Zeit da er gerade etwas mit mir besprechen müsste – jenen Umstand im übrigen von dem ich dir hier so ausführlich schreibe, fragte sie ihn ob es das wäre worüber sie gesprochen hatten. Noch bin ich nicht taub und so er erst mir ihr spricht ehe er sich an mich wendet – wie kann er da glauben das ich ihm auch nur ein Wort glaube so seine Taten eine andere Sprache sprechen. Trotz allem will er an dem Schwur festhalten, ihn vollenden. Menos war bereit mich in den Tempel zu begleiten und dort Rat zu suchen. Was also soll ich annehmen J? Dieses Wirrwarr macht mich irre, Zweifel sind etwas für die Schwachen und doch kann ich der Tage nicht an ihn glauben so sehr er auch den Umgang sucht. Hoffentlich gewinne ich dieser Prüfung am Ende nicht nur eine weitere Erfahrung ab sondern kann tatsächlich Stärke daraus schöpfen.
Diesmal ziert geschwungen ihr Name als Unterschrift.
Gabriella
Geschrieben am 17. Eisbruch 257
Seinen Segen mit dir Hannes,
noch immer waren wir nicht im Tempel. Vielmehr war er die letzten Tage verschwunden. Silea und ich fürchten das er entgegen unser beider Rates in den Osten gegangen war um Florentine und Lilian zu stellen. Wir stritten darüber und eigentlich hatte es den Anschein er würde noch etwas auf meinen Rat geben. Dann jedoch waren die Beiden auf La Cabeza zu einer Sklavenversteigerung. Einer jener Sklaven erinnerte ihn wohl an seinen Bruder und es scheint ihn arg angegangen zu haben jenen nicht freikaufen zu können. Er sprach weder mit Silea noch mit mir, er war einfach fort und zwang mich erneut Nachricht an unsere 'Freundin' zu senden womit erst bestätigt wurde das er tatsächlich dort war wo wir ihn vermuteten. Allerdings ließ man ihn ziehen und so blieb sein Verschwinden ein Rätsel. Tagelang wussten wir nichts, es ließ sich nichts herausfinden bis am heutigen Tage ein Bote auf dem Hof eintraf und Nachricht brachte. Die üblichen Bedingungen, du kennst es ja. Natürlich hielt ich mich nicht daran, zwei Streiter aus dem Reich waren während des Treffens immer in der Nähe, ich glaube nicht das jener Verblendete auch nur eine von ihnen gesehen hatte. Er erzählte das er meinen Verlobten in seinem Kerker hätte, machte ein Angebot welches zu einer Entscheidung zwang. Wie jedoch hätte ich ihn retten können so dann zwei Menschen hätten sterben müssen? Somit habe ich ihn dann also zum Tode verurteilt. Werde ich mir je verzeihen können J? Diese Prüfung ist eine harte, ich weiss nicht wohin mit mir denn auf der einen Seite erscheint es mir richtig. Den Worten eines Ketzers ist nicht zu trauen, Silea glaubt auch nicht daran das er ihn für mich hätte gehen lassen und so ist zumindest Anreon sicher denn jener hätte mich nicht dort belassen und auch von Menos glaube ich nicht das er dies einfach hingenommen hätte. Auf der Anderen Seite... nun du kannst es dir denken. So bleibt wohl nur darauf zu lauschen wann im Osten eine Hinrichtung verkündet wird, sollten sie die Ihren überhaupt mit derlei bereichern.
Wieder ist hier geschwungen unterschrieben mit.
Gabriella
Geschrieben am 24. Hartung 257
Seinen Segen mit dir mein Freund,
verzeih das ich mich so lange Zeit nicht gemeldet habe und du nichts von mir hören konntest. Anreon und ich steckten auf einer der Insel fest nachdem unser Schiff dem Sturm nicht Stand gehalten hatte. Es dauerte Monate ehe sich ein Schiff zurück zum Festland fand. Hier hat sich vieles verändert nur manches ist gleich geblieben. Erinnerst du dich an unsere rothaarige Magd? Sie hat ihren Weg gefunden und führt nun Finas alten Hof. Wie es der Zufall wollte sind wir dort untergekommen und es beginnt erneut wo es schon einmal begann – im heiligen alatarischen Reich. Die Welt hat sich gewandelt, viel wurde zerstört und vieles erstand durch harte Arbeit neu. Freunde sind für immer verloren, folgen einem falschen Pfad, manche entpuppten sich gar als hinterhältig und falsch. Du fehlst mir J. So viele Gerüchte werden an mich herangetragen, so viele Begebenheiten und doch wird dich eine davon ganz besonders interessieren. Verkündet am 7. Schwalbenkunft im Jahr 256 des Herrn:
Die Ketzerin Frau Florentine Demarkes gilt als aus dem alatarischen Reich verbannt. Bei Sichtung ist Frau Demarkes der Garde oder dem Tempel zu überstellen oder niederzumachen.
So sehe ich keine Hoffnung für sie, ihr Pfad ist nun ein Anderer und doch muss ich wissen was geschah. Niemand kennt sie so wie ich sie kenne und es wird sich eine Möglichkeit finden mit ihr zu sprechen. Ich lasse dich wissen was sich ergeben hat und werde auch nach Menos und Silea suchen. So es ihm gefällt werden sich unsere Pfade endlich wieder kreuzen. Grüß mir Isa und lass sie wissen das ich wieder sicher im Reich verweile. Sobald alles seinen gewohnten Gang geht darf sie natürlich erneut zum Festland reisen und ihre Zeit hier bei uns verbringen.
Unterschrieben ist der Brief mit einem verschlungenen
W
Geschrieben am 28. Hartung 257
Seinen Segen mit dir Hannes,
ich habe ihn tatsächlich gefunden! Er hielt mich für einen Geist und zog natürlich gleich Arlea. Nein, sei unbesorgt denn er würde niemals diesen Streich führen ohne gänzlich sicher zu sein. Seine Prüfung war mir ein leichtes und ich bin so glücklich das unsere Pfade sich erneut kreuzen. Es hat den Anschein als ginge es ihm ebenso, was soll da noch passieren? Wir haben uns geeinigt den Schwur nicht zu brechen und dort weiter zu machen wo wir standen. Unsere spezielle Freundin habe ich tatsächlich treffen können. Sie wirkt wie sie eben immer wirkte nur das sie ihren Glauben, ihren Pfad verloren hat. Wir haben lange gesprochen und uns mit dem Wissen getrennt das ein erneutes Treffen nicht möglich sein wird. Ich müsste sie ausliefern und ihr ist bewusst das ich dieser Pflicht nachkommen würde. Zumindest würde ich es versuchen, du kennst uns ja. Anreon ist ein See der Ruhe als wäre er nie fort gewesen nimmt er alte Geschäftsbeziehungen auf und findet sich so gut zurecht wie wir das immer konnten. Er lässt dich grüßen und natürlich auch den kleinen Wirbelwind der dir inzwischen vermutlich die letzten Nerven geraubt hat und endgültig ans Herz gewachsen ist. Rosa scheint noch immer nicht aufgetaucht zu sein, langsam glaube ich das wir sie nie wieder sehen werden. Etwas scheint sie in der Heimat zu halten – zumindest hoffe ich das für sie denn alle anderen Möglichkeiten besagen ein schlimmeres Ende. Grüß mir alle, lass sie wissen das es uns gut geht und.. bring dich nicht in Schwierigkeiten.
Unterschrieben ist der Brief mit einem verschlungenen
W
Geschrieben am 10. Eisbruch 257
Seinen Segen mit dir mein Freund,
viel passiert der Tage und so will ich es dich nicht missen lassen. Unsere Verlobung besteht wenngleich ich die Tage Zweifeln muss. Nicht einmal ein Jahr hat er verstreichen lassen ehe er bei einer anderen Trost suchte. Seinen Worten nach ist nicht viel passiert, es sei nicht ernst zu nehmen er habe sich alleine und einsam gefühlt und einen Platz für die Nächte gebraucht. Dennoch zweifle ich doch sehr ob die Gerüchte von Damals wirklich nur Gerüchte waren. Immer diese Frauengeschichten jene ihn umgeben, es ist eine grauenhafte Schwäche. Soll ich ihn wirklich ehelichen J? Unter solchen Umständen? Kann ich mir wirklich sicher sein später dann nicht Wolle an den Zäunen zu lassen? Jene Frau mit der er nach seinen Worten nur leicht angebändelt hat ehe er die Vernunft wieder fand stand am Abend wo er es mir sagte vor der Tür der Golblums. Sie wollte Beide zu einem Winterpicknick abholen, ignorierte mich als sie zu Silea gelassen wurde gänzlich, obwohl sie mich von damals kannte. Spricht das nun für oder gegen seine Geschichte? Als er ihr sagte er habe keine Zeit da er gerade etwas mit mir besprechen müsste – jenen Umstand im übrigen von dem ich dir hier so ausführlich schreibe, fragte sie ihn ob es das wäre worüber sie gesprochen hatten. Noch bin ich nicht taub und so er erst mir ihr spricht ehe er sich an mich wendet – wie kann er da glauben das ich ihm auch nur ein Wort glaube so seine Taten eine andere Sprache sprechen. Trotz allem will er an dem Schwur festhalten, ihn vollenden. Menos war bereit mich in den Tempel zu begleiten und dort Rat zu suchen. Was also soll ich annehmen J? Dieses Wirrwarr macht mich irre, Zweifel sind etwas für die Schwachen und doch kann ich der Tage nicht an ihn glauben so sehr er auch den Umgang sucht. Hoffentlich gewinne ich dieser Prüfung am Ende nicht nur eine weitere Erfahrung ab sondern kann tatsächlich Stärke daraus schöpfen.
Diesmal ziert geschwungen ihr Name als Unterschrift.
Gabriella
Geschrieben am 17. Eisbruch 257
Seinen Segen mit dir Hannes,
noch immer waren wir nicht im Tempel. Vielmehr war er die letzten Tage verschwunden. Silea und ich fürchten das er entgegen unser beider Rates in den Osten gegangen war um Florentine und Lilian zu stellen. Wir stritten darüber und eigentlich hatte es den Anschein er würde noch etwas auf meinen Rat geben. Dann jedoch waren die Beiden auf La Cabeza zu einer Sklavenversteigerung. Einer jener Sklaven erinnerte ihn wohl an seinen Bruder und es scheint ihn arg angegangen zu haben jenen nicht freikaufen zu können. Er sprach weder mit Silea noch mit mir, er war einfach fort und zwang mich erneut Nachricht an unsere 'Freundin' zu senden womit erst bestätigt wurde das er tatsächlich dort war wo wir ihn vermuteten. Allerdings ließ man ihn ziehen und so blieb sein Verschwinden ein Rätsel. Tagelang wussten wir nichts, es ließ sich nichts herausfinden bis am heutigen Tage ein Bote auf dem Hof eintraf und Nachricht brachte. Die üblichen Bedingungen, du kennst es ja. Natürlich hielt ich mich nicht daran, zwei Streiter aus dem Reich waren während des Treffens immer in der Nähe, ich glaube nicht das jener Verblendete auch nur eine von ihnen gesehen hatte. Er erzählte das er meinen Verlobten in seinem Kerker hätte, machte ein Angebot welches zu einer Entscheidung zwang. Wie jedoch hätte ich ihn retten können so dann zwei Menschen hätten sterben müssen? Somit habe ich ihn dann also zum Tode verurteilt. Werde ich mir je verzeihen können J? Diese Prüfung ist eine harte, ich weiss nicht wohin mit mir denn auf der einen Seite erscheint es mir richtig. Den Worten eines Ketzers ist nicht zu trauen, Silea glaubt auch nicht daran das er ihn für mich hätte gehen lassen und so ist zumindest Anreon sicher denn jener hätte mich nicht dort belassen und auch von Menos glaube ich nicht das er dies einfach hingenommen hätte. Auf der Anderen Seite... nun du kannst es dir denken. So bleibt wohl nur darauf zu lauschen wann im Osten eine Hinrichtung verkündet wird, sollten sie die Ihren überhaupt mit derlei bereichern.
Wieder ist hier geschwungen unterschrieben mit.
Gabriella