Irrwege des Lebens
Verfasst: Samstag 22. Februar 2014, 22:36
Die Viermastbark lag beinah still im Wasser und die Segel hingen schlaff herab, wie es schon seit Tagen der Fall war . Der Wind schien sich gänzlich verflüchtigt zu haben,die See war glatt wie ein Spiegel. An Bord war außer dem gelegentlichen Ächzen der Wanten kaum ein Geräusch auszumachen. Die Mannschaft hat sich über sämtliche Decks verteilt und brachten sich bei Würfelspielen oder Kartenspielen um Haus und Hof. Gelegentlich wurde es lauter wenn sich jemand betrogen fühlte durch einen Mitspieler,erst gestern flog einer der meinte er könne die andern betrügen kurzerhand über Bord . Eigentlich wäre es ihm ein leichtes gewesen wieder auf das Schiff zu kommen, doch der gut 12 Fuss lange Hai war anderer Meinung . Der arme Kerl wurde geschnappt und verschwand schreiend unter Wasser,eine blutrote Spur hinterlassend..... Das fatale daran war, das es mit dem Kerl ausgerechnet den Smutje erwischt hatte.Das wurde aber den meisten erst bewusst als das Abendmahl anstand und die Kombüse kalt blieb.
Nun als die Sonne das Meer in Flammen setzt und ihrem Untergang entgegen zog stand ich also da den Fuß auf der Reling und suchte mit dem Fernrohr den Horizont ab. Doch es waren weder Wolken in Sicht noch konnte ich damit den Wind herbeirufen.
Weit und breit war kein Land auszumachen zum Glück hatte der Käpt`n vor Antritt der Fahrt noch die Vorratsbunker aufgefüllt so das zumindest die Verpflegung gesichert schien.
Langsam sank die Nacht herab und die Sterne spiegelten sich im glatten Meer und man hätte glatt oben und unten austauschen können so glatt war die See.
Es gab den Himmel zweimal oder war es die Hölle? Langsam entwickelte es sich für die Meisten an Bord zu genau derselben. Die Männer wurden misslauniger und reizbar ,immer öfter reichten kleine Worte oder Rempler aus die Kerle aufeinander losgehen zu lassen. Mittlerweile waren es fast anderthalb Wochen die wir dort festlagen mitten auf dem Meer. Meine Kabine verließ ich zumeist nur noch des Nachts zum einen war es ruhiger und zum anderen gab es seit drei Tagen immer wieder grünliche Lichtspiele die über den Himmel flammten. Und diese abergläubischen Narren glaubten unsere Zeit wäre abgelaufen, der Käpt´n musste sie mit der Pistole in den Ausguck hochjagen. Nordlichter es waren doch nur Nordlichter......
An die Kajüte gelehnt flogen meine Gedanken zurück um etwa 10 Jahre, in jenen fand ich mich auf dem Dach unseres Hauses in der Nähe von Hermhold .
Ausgestreckt lag ich dort und betrachtete die Nordlichter die über den Himmel wabberten und von Grün über Blau bis hin zu einem lila Farbton wechselten. Nächtelang konnte ich dort liegen und alles beobachten und dabei in meinen Gedanken in die Ferne flüchten,hinaus aus der Enge dieses Hauses ,der Stadt und dieser verdammten Insel...
Vater wollte das ich genau wie er mein Leben als Lotse bestreite. Um die Handelsschiffe die unsere Insel anliefen um einen Lotsen aufzunehmen ,durch die gefährlichen Klippen und Untiefen vor dem Hafen von Schwarzburg zu führen.
Aber genau das war eben das was ich nie wollte, sooft wie möglich schlich ich mich davon um nach Hermhold zu gehen . Das Leben dort war soviel interessanter als bei uns auf dem Land ,obwohl es nur knapp drei Meilen entfernt von unserm Haus war. Zu gern stromerte ich über den Markt und so die fremden Gerüche in mich auf die von Gewürzständen herüber wehten. An anderen Ständen gab es Obst das ich vorher nie gesehen hatte,aber am meisten zogen mich die Waffenhändler an. Dieser prächtigen Schwerter ,Degen und Schilde wie gern hätte ich eines davon mein Eigen genannt. Einmal war ich drauf und dran eines zu stehlen womit ich nicht gerechnet hatte war der blöde Köter des Waffenhändlers . Das Mistvieh sprang unter dem Markttisch hervor und stürzte sich auf mich. Grade so konnte ich dem Biss entkommen und rannte los durch die engen Gassen, in der Hoffnung das Vieh abzuschütteln. Doch der Köter war hartnäckig so das ich mich auf einen Baum flüchtete den er jedoch alsbald fand und kläffend darum herum tobte. Dieser blöde Scheissköter er würde noch die Büttel auf mich aufmerksam machen, so versuchte ich ihn zu vergebens zu verjagen.
Fluchend nahm ich die kleine Armbrust vom Gürtel die ich immer bei mir trug, nachdem ich sie gespannt hatte zog ich einen Bolzen heraus dessen Spitze grün glänzte und mit Widerhaken versehen war. Jenen legte ich auf und zielte auf den Hund und versuchte ihn nochmals zu verscheuchen,jedoch ohne Erfolg. So zielte ich nun auf sein Auge und drückte einfach ab,aufjaulend rannte der Hund ein Stück weit davon bevor er zitternd stehenblieb und zusammenbrach. Verdammt ich wusste das dass Gift der Kegelschnecke schnell und tödlich war,aber so schnell?
Seit jenem Tage trug ich immer Pfeile oder Bolzen bei mir die in das Gift gewonnen von Kegelschnecken getaucht waren.
Danach schlich ich mich auf Umwegen wieder in die Stadt zurück um Menos und Silea zu besuchen und Onkel und Tantchen. Dort war es besser und ich hatte jemand Gleichgesinnten um mich. Ja damals als wir durch die Gassen zogen und Hermhold unsicher machten,das waren unbeschwerte Zeiten. Bis der Krieg begann und alle wehrfähigen Männer eingezogen wurden,mein Vater hatte Glück er wurde als Lotse gebraucht und blieb somit verschont. Anders sah es da mit meinem Onkel aus....Er kehrte mit einer Verletzung aus dem Krieg zurück und fortan versuchte er sich als Schreiner um den Lebensunterhalt zu verdienen.....
Nun als die Sonne das Meer in Flammen setzt und ihrem Untergang entgegen zog stand ich also da den Fuß auf der Reling und suchte mit dem Fernrohr den Horizont ab. Doch es waren weder Wolken in Sicht noch konnte ich damit den Wind herbeirufen.
Weit und breit war kein Land auszumachen zum Glück hatte der Käpt`n vor Antritt der Fahrt noch die Vorratsbunker aufgefüllt so das zumindest die Verpflegung gesichert schien.
Langsam sank die Nacht herab und die Sterne spiegelten sich im glatten Meer und man hätte glatt oben und unten austauschen können so glatt war die See.
Es gab den Himmel zweimal oder war es die Hölle? Langsam entwickelte es sich für die Meisten an Bord zu genau derselben. Die Männer wurden misslauniger und reizbar ,immer öfter reichten kleine Worte oder Rempler aus die Kerle aufeinander losgehen zu lassen. Mittlerweile waren es fast anderthalb Wochen die wir dort festlagen mitten auf dem Meer. Meine Kabine verließ ich zumeist nur noch des Nachts zum einen war es ruhiger und zum anderen gab es seit drei Tagen immer wieder grünliche Lichtspiele die über den Himmel flammten. Und diese abergläubischen Narren glaubten unsere Zeit wäre abgelaufen, der Käpt´n musste sie mit der Pistole in den Ausguck hochjagen. Nordlichter es waren doch nur Nordlichter......
An die Kajüte gelehnt flogen meine Gedanken zurück um etwa 10 Jahre, in jenen fand ich mich auf dem Dach unseres Hauses in der Nähe von Hermhold .
Ausgestreckt lag ich dort und betrachtete die Nordlichter die über den Himmel wabberten und von Grün über Blau bis hin zu einem lila Farbton wechselten. Nächtelang konnte ich dort liegen und alles beobachten und dabei in meinen Gedanken in die Ferne flüchten,hinaus aus der Enge dieses Hauses ,der Stadt und dieser verdammten Insel...
Vater wollte das ich genau wie er mein Leben als Lotse bestreite. Um die Handelsschiffe die unsere Insel anliefen um einen Lotsen aufzunehmen ,durch die gefährlichen Klippen und Untiefen vor dem Hafen von Schwarzburg zu führen.
Aber genau das war eben das was ich nie wollte, sooft wie möglich schlich ich mich davon um nach Hermhold zu gehen . Das Leben dort war soviel interessanter als bei uns auf dem Land ,obwohl es nur knapp drei Meilen entfernt von unserm Haus war. Zu gern stromerte ich über den Markt und so die fremden Gerüche in mich auf die von Gewürzständen herüber wehten. An anderen Ständen gab es Obst das ich vorher nie gesehen hatte,aber am meisten zogen mich die Waffenhändler an. Dieser prächtigen Schwerter ,Degen und Schilde wie gern hätte ich eines davon mein Eigen genannt. Einmal war ich drauf und dran eines zu stehlen womit ich nicht gerechnet hatte war der blöde Köter des Waffenhändlers . Das Mistvieh sprang unter dem Markttisch hervor und stürzte sich auf mich. Grade so konnte ich dem Biss entkommen und rannte los durch die engen Gassen, in der Hoffnung das Vieh abzuschütteln. Doch der Köter war hartnäckig so das ich mich auf einen Baum flüchtete den er jedoch alsbald fand und kläffend darum herum tobte. Dieser blöde Scheissköter er würde noch die Büttel auf mich aufmerksam machen, so versuchte ich ihn zu vergebens zu verjagen.
Fluchend nahm ich die kleine Armbrust vom Gürtel die ich immer bei mir trug, nachdem ich sie gespannt hatte zog ich einen Bolzen heraus dessen Spitze grün glänzte und mit Widerhaken versehen war. Jenen legte ich auf und zielte auf den Hund und versuchte ihn nochmals zu verscheuchen,jedoch ohne Erfolg. So zielte ich nun auf sein Auge und drückte einfach ab,aufjaulend rannte der Hund ein Stück weit davon bevor er zitternd stehenblieb und zusammenbrach. Verdammt ich wusste das dass Gift der Kegelschnecke schnell und tödlich war,aber so schnell?
Seit jenem Tage trug ich immer Pfeile oder Bolzen bei mir die in das Gift gewonnen von Kegelschnecken getaucht waren.
Danach schlich ich mich auf Umwegen wieder in die Stadt zurück um Menos und Silea zu besuchen und Onkel und Tantchen. Dort war es besser und ich hatte jemand Gleichgesinnten um mich. Ja damals als wir durch die Gassen zogen und Hermhold unsicher machten,das waren unbeschwerte Zeiten. Bis der Krieg begann und alle wehrfähigen Männer eingezogen wurden,mein Vater hatte Glück er wurde als Lotse gebraucht und blieb somit verschont. Anders sah es da mit meinem Onkel aus....Er kehrte mit einer Verletzung aus dem Krieg zurück und fortan versuchte er sich als Schreiner um den Lebensunterhalt zu verdienen.....