Die Welt mit Kinderaugen
Verfasst: Donnerstag 20. Februar 2014, 01:22
Stürmisch ziehen die Wolken über die sonst so fröhliche kleine Insel, der Regen preschte lautstark gegen die Fenstergläser ihres Zimmers. In der Ecke sitzend schiebt sich die Unterlippe der Kleinen nach vorne und ein tiefes fast grummelndes Seufzen entgleitet ihr. 'Ich find das doof' nuschelt sie leise 'ich wollte draußen spielen!'. Von einem leisen krächzen begleitet tappsen die zwei kleinen Füße kurz darauf durch das Zimmer und suchen einige, für sie, wichtige Utensilien zusammen. Alles wird in einen kleinen Korb gelegt, mit dabei ist das kleine Holzschiff das ihr Vater mit ihr zusammen auf dem Markt von einem alten Burmmbären (so nannte Papa ihn) gekauft hatten, das Fernrohr welches kleine Blüten innegeritzt hat, ihre ziemlich dreckige Puppe Lisl und eine Muschel. Die Tür wird übermütig aufgerissen, die Treppen wild heruntergerannt und mit einem lautstarken Hüpfen bleibt sie dann im Essraum stehen. Fast schon kontrollierend schweift der Blick durch den Raum 'niemand Zuhause!' murmelt sie dann leise und stiehlt sich mit einem breiten Grinsen zur Türe. Draußen angekommen dauert es keine Minute bis die kleine mit einem lauten Schnauben wieder zur Türe hinein will, doch leider ist diese geschlossen und der Schlüssel wohl im Zimmer geblieben. 'Ohhh no!' dringt es fluchend über die Lippen. Hilfesuchend blicken sich die Äuglein in den Strassen um, alle Türen zu und wenn saß die hälfte der Erwachsenen wohl eh bei Onkel Carlos in der Kneipe und da durfte sie ja nicht alleine hin.... mit einem weiteren Brummeln tappst sie dann in Richtung der immer noch stillgelegten Schnappsbrennerei. 'Erwachsene sind doof und Regen auch....' erklingt es leise murmelnd mit einem hinterher gebrummelten Schnaufen. Die beiden kleinen Pobacken in die Ecke setztend zieht sie die Beine zu sich und lehnt sich an die Wand. Die Augen schweifen durch den dunkleren Raum, die kleinen Fenster bringen nicht wirklich viel Licht in die Hütte und bei dem Wetter erstrecht nicht.
Langsam scheint es als würde ein einziger Sonnenstrahl den Weg durch das Wolkenbeet finden und sich in Richtung der Hütte begeben, er scheint in das recht dreckige Fensterglas hinein und erhellt die hintere Ecke wo die Schnappsfässer lagern. Leise ist ein Rascheln von dort aus wahrzunehmen, Inola zieht die Beine zu sich und starrt auf die erhellte Ecke, voller Spannung und doch spiegelte sich auch Angst und Aufregung in den Augen wieder. Was war dort? Was bewegte sich dorthinten? Ein Blick zur Türe, ein abschätzen der Entfernung ehe sie wieder fast Neugierig dorthin blickt. Langsam beginnt hinten in der Ecke etwas zu funkeln, rot wie ein Rubin funkelt es und die Prismen spielgen sich auf den Wänden der Hütte wieder, wie tausen Regenbogen erhellen sie den Raum. Fasziniert von dem Farbenspiel erhebt sich die kleine und versucht sie sich drehnden Prismen einzufangen, hierbei die Quelle der Lichter völlig aus den Augen velierend.
[img]http://up.picr.de/17418234yy.png[/img]
Leise bewegt sich hinter ihr eine kleine Elfe hin und her, in ihren Händen einen Rubin haltend welcher so groß ist wie die Augäpfel der kleinen Inola. Die Haare der Elfe bewegen sich seicht hin und her, sie sind nach oben gerichtet wie kleine mit sich spielende hin und her züngelnde Flammen. Als Inola sich dreht und die kleine Feuerelfe betrachtet zieht sie scharf den Atem ein, langsam legt sich der Kopf leich schräg und die zweifarbigen Äuglein betrachten die kleine Elfe. 'Wer bist du?' die kindlich sanfte Stimme schweift über die Lippen zu den Spitzen Ohren. 'Das ist mein Rubin!' erklingt es sofort besitzergreifend von der Elfe, 'den kriegst du nicht! Ihr klaut mir den immer wenn ihr in meine Heimat kommt!'.
[img]http://up.picr.de/17418236dw.jpg[/img]
Verstört schaut Inola zu der Elfe welche sich an ihren Rubin klammert. 'Ich will dir den doch nicht klauen! Aber kannst du nochmal so schöne Regenbogenfarben machen?' und wieder schweift das Augenpaar zu der Decke und den Wänden hin, dabei fasziniert auf die Regenbogen blickend. Nun wird die Elfe neugierig und flattert mit den in vielen Rottönen gehaltenen Flügeln auf Inola zu 'die sind schön nicht wahr?' und wieder beginnt die Elfe den Rubin zu drehen so das sich die Pünktchen und Eckchen durch den Raum drehen. 'Ja es sieht wunderschön aus' haucht Inola leise. 'Soll ich dir die Geschichte zu den Strahlen des Rubines erzählen?'. Geschichte, Inola liebt es den fanastischen Geschichten der Insel und der Welt der Fabelwesen zu lauschen, wie auf Komando lässt sie sich in den Schneidersitzt gleiten und blickt mit gebanntem Blicke zu der Elfe empor.
'Schließ deine Äuglein Menschenkind, ich werde dich in meine Welt entführen, in die Welt der alles möglich ist'. Die Augen der kleinen schließen sich und um sie herum beginnt sich alles zu drehen, die Geschichte welche ihre Ohren vernehmen spielt sich in ihrem Kopf wieder als würde sie jene selbst erleben.
[img]http://up.picr.de/17418238xs.jpg[/img]
Weite grüne Wiesen eröffnen sich vor ihr, hier und dort sind vereinzelnd alte große Bäume zu sehen welche mit Blumenranken bewachsen tausende von Schmetterlinge zu sich ziehen. Die Wiesen bergen die buntesten und schönsten Blumen, hier und da summt eine Biene oder eine Hummel über den platz, es wirkt stets so als würden die Tierchen ihr zuwinken, sie begrüßen...sie Willkommen heißen. Jeden Schritt den sie geht, geht sie mit bedacht um ja keine der kleinen Wesen zu stören oder gar zu töten immer der Elfe folgend die sie mit sich winkt. Nach einigen Schritten hält die Elfe an einem Baum inne, sie greift in ihre Tasche hinein und zieht ein glitzerndes Pulver heraus dies über Inola streuend. Langsam beginnt diese zu schrumpfen und sich gleichsam zu erheben, die schwerelosigkeit lässt sie für einen kurzen Augenblick aufschrecken ehe sie das Gefühl zu genießen beginnt. Die Hände strecken sich nach außen durch die Luft streichend, leise vermag dabei das knistern der Luft wahrzunehmen sein. Als würde sie an einem Seil hängen wird die kleine Inola hinaufgezogen in die Baumkronen, dort eröffnet sich ein wunderschönes Bild ihren Augen, voller faszination starrt sie die fein verzierten Baumhäuser an die wie Blütenblätter geformt wurden. Das geschäftige treiben der Elfen welche ihren Tagwerken nachgehen, dem Farbenspiel der bunten Flügel, Häuser und Stoffe. Vor einer roten Blüte machen sie halt, die Vorhänge der Türe öffnen sich und die beiden fliegen hinein, dort setzten sie auf dem weichen Boden auf. 'Setzt dich Menschenkind' ein deut in Richtung der weichen Kissen welche etwas weiter hinten den Raum schmücken, auf dem Tisch davor stehen vielerlei Leckereien als auch süßlich riechende Getränke. In kindlicher Manier lässt sie sich auf die Kissen fallen und schiebt den Po einigemale hin und her, mit einem zufriedenen Nicken blickt sie dann auf die Speißetafel worauf sie sich auch sofort an dieser vergeht. Die Elfe lässt sich neben ihr nieder und blickt das Menschenkind grinsen an.
'Nun dann will ich beginnen die von der Geburt des roten Rubines zu erzählen und dessen Regenbogentanz. Weist du, vor vielen hundert Jahren gab es eine kleine Feuerelfe , sie war ein aufgewecktes und fröhliches aber dennoch auch jähzorniges Elfenmädchen. So aufgeweckt wie sie auch war schreckte sie vor wenig zurück, meist drohte sie deshalb auch sich so schnell in gefährlichen Situationen wieder zu finden. Eines schönen Tages, die Sonne erstrahlte den blauen Himmel, die Vögel sangen ihr Morgenlied, machte sich die kleine Elfen Lucien auf den Weg hinaus. So sehr man ihr verboten hatte sich zu weit zu entfernen umso interessanter mochte wohl die Ferne auf sie wirken. Immer weiter enfernte sie sich von dem kleinen Vulkan, hinaus in den Wald welcher in allen Farben ergrünte, die Blumen welche die Wiese in allen Farben schmückte und die Vögel welche die schönsten Liedchen sungen ließen all ihre Bedenken davonschweben. Leise vernahm sie die Stimmen von einigen anderen Elfen welche sich angeregt unterhielten, auf der Erde niedergehend schritt sie behutsam in deren Richtung, hielt sich jedoch versteckt hinter dem Grün. Da es zum Glück Tag war leuchtete die kleine Lucien nicht allzusehr und man konnte sie in dem Dickicht nicht sogleich erkennen. Dem gespräch lauschend viel ihrem aufmerksamen Augenpaar ein junger Waldelf auf, so schön so wunderschön sah er aus, ihr Herz begann zu pochen und sie spürte wie die wärme in ihrem Herzen einzug hielt. Noch lange saß sie dort und beobachtete die vier Waldelfen und ihren Traumprinzen. Nach einer Weile verließen die Elfen den Platz und zurück blieb ihr einzig Herzelf, die Dämmerung hielt langsam einzug ins Land und so wurde man auch leichter auf das Leuchten aufmerksam, der Waldelf hob den Blick in ihre Richtung an, schnell verschwand das Leuchten hinter der großen Tulpe. Von der Neugierde gepackt schritt der tapfere Waldelf näher und erblickte die wunderhübsche, leuchtende Lucien. 'Hallo kleine Feuerelfe, was treibt dich denn hierher in unsere Grünen Wälder und Wiesen?' Der Kopf von dem Waldelfen legt sich leicht schräg und die Mandelförmigen großen grünen Augen blicken in ihre Richtung. 'Ich war auf der Suche nach der schönheit der Welt und ich denke ich habe sie heute gefunden' murmelt Lucien leise kaum hörbar. 'Auf der schönheit der Welt? Hat nicht alles seinen eigenen Reiz und seine eigene Schönheit? Liegt Schönheit nicht stets im Auge des Betrachters?' Nach einigem Blinzeln lässt sich der Waldelf auf dem Boden niedersinken in den Schneidersitzt, 'ich zum Beispielt finde das du eine wunderschöne Elfe bist, deine Augen strahlen wie die Sonne, deine Haare leuchten in einem Kupfernen und roten Farbenspiel das es scheint man würde den züngelnden Spielereien des Feuers zublicken. Deine Haut ist so samt weich das man sie anfassen möchte und trotzdem sieht sie aus als wäre sie aus porzelan, so hat man Angst diese zu berühren. Deine Flügel tragen ein Farbenspiel in sich welches ich so noch nie zu Gesicht bekam. Ja ich finde du bist wunderschön'. Ein tiefes und langes Seufzen begleitet Lucien als er fertig gesprochen hat 'das hast du wunderschön gesagt, ich wünschte ich hätte auch die Gabe Worte so schön zu verfassen' von einem anhimmelnden Lächeln begleitet ruht das Augenpaar auf ihm. 'Mein Name ist Flauren, aber sag kleine Elfe, bekommst du keinen Ärger weil du dich so weit von deinem Stamm entfernt hast? Mir ist bekannt das die Feuerelfen recht eigen sind und nicht gerne mit dem restlichen Elfenvolk verkehren'. Nun legt sich ein Blick der Trauer auf Lucien's Gesicht und sie nickt sachte 'wie recht du hast...wie traurig es mich macht, ich mag es nicht das meine Familie sich distanziert. Viel lieber würde ich hier bei Euch leben, dich wieder sehen.'
Weist du Menschenkind, die Elfen sind einander gebunden, sie finden nur einmal zueinander, eine Elfe liebt auch nur einmal. So trafen sich die beiden immer wieder, immer wieder bis eines Tages die Familie von Lucien ihr folgte, sie rissen die beiden auseinander und verboten ihr jemals wieder das Grüne Land zu betreten. Lucien weinte an jenem Tag, sie weinte soviel und solange das sich die Tränen zu sammeln begannen und nach einigen Stunden zu einem roten leuchtenden Klunker wurden, einem roten Rubin. Sie nahm diesen zu sich und steckt all ihre Magie in den Rubin hinein, all ihr Herzblut, ihre Liebe, Ihre Gefühle, all ihre Gedanken und Wünsche....all das was sie Glücklich und gleichzeitig doch so traurig machte. Diesen einen Rubin ließ Lucien von einem guten Elfenfreund zu den Waldelfen bringen so das er den Weg zu ihrem Herzenself fand. Und jedesmal wenn sie an ihn dachte, so erhellte ein Sonnenstrahl den Rubin und ließ diesen in tausend Regenbogenfarben erstrahlen. Und so meine Liebe endet die Geschichte von dem roten Rubin.'
Ein Donner holt die kleine Inola wieder aus ihrer Träumerei heraus und lässt den Körper zusammen fahren, ängstlich zieht sie die Beine wieder zu sich und kuschelt sich noch weiter in die Ecke hinein. Wieder war die Dunkelheit in die Schnappsbrennerei gekehrt und man konnte dem prasselnden Regen und den tanzenden Regentropfen lauschen. Sie wollte Nachhause zu ihrem Vater und ihrer Mutter, sicherlich warteten die beiden schon, doch nun wo es Gewitterte hatte sie noch mehr Angst als zuvor das Häuschen zu verlassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Sturm und Gewitterlauschens reißt jemand die Türe auf, erschrocken blicken die Augen zu dieser und als Tante Nameha im Türrahmen steht, komplett durchnässt, erhebt sich Inola flink und rennt glücklich auf diese zu. Endlich nachhause....!
Langsam scheint es als würde ein einziger Sonnenstrahl den Weg durch das Wolkenbeet finden und sich in Richtung der Hütte begeben, er scheint in das recht dreckige Fensterglas hinein und erhellt die hintere Ecke wo die Schnappsfässer lagern. Leise ist ein Rascheln von dort aus wahrzunehmen, Inola zieht die Beine zu sich und starrt auf die erhellte Ecke, voller Spannung und doch spiegelte sich auch Angst und Aufregung in den Augen wieder. Was war dort? Was bewegte sich dorthinten? Ein Blick zur Türe, ein abschätzen der Entfernung ehe sie wieder fast Neugierig dorthin blickt. Langsam beginnt hinten in der Ecke etwas zu funkeln, rot wie ein Rubin funkelt es und die Prismen spielgen sich auf den Wänden der Hütte wieder, wie tausen Regenbogen erhellen sie den Raum. Fasziniert von dem Farbenspiel erhebt sich die kleine und versucht sie sich drehnden Prismen einzufangen, hierbei die Quelle der Lichter völlig aus den Augen velierend.
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Leise bewegt sich hinter ihr eine kleine Elfe hin und her, in ihren Händen einen Rubin haltend welcher so groß ist wie die Augäpfel der kleinen Inola. Die Haare der Elfe bewegen sich seicht hin und her, sie sind nach oben gerichtet wie kleine mit sich spielende hin und her züngelnde Flammen. Als Inola sich dreht und die kleine Feuerelfe betrachtet zieht sie scharf den Atem ein, langsam legt sich der Kopf leich schräg und die zweifarbigen Äuglein betrachten die kleine Elfe. 'Wer bist du?' die kindlich sanfte Stimme schweift über die Lippen zu den Spitzen Ohren. 'Das ist mein Rubin!' erklingt es sofort besitzergreifend von der Elfe, 'den kriegst du nicht! Ihr klaut mir den immer wenn ihr in meine Heimat kommt!'.
[img]http://up.picr.de/17418236dw.jpg[/img]
Verstört schaut Inola zu der Elfe welche sich an ihren Rubin klammert. 'Ich will dir den doch nicht klauen! Aber kannst du nochmal so schöne Regenbogenfarben machen?' und wieder schweift das Augenpaar zu der Decke und den Wänden hin, dabei fasziniert auf die Regenbogen blickend. Nun wird die Elfe neugierig und flattert mit den in vielen Rottönen gehaltenen Flügeln auf Inola zu 'die sind schön nicht wahr?' und wieder beginnt die Elfe den Rubin zu drehen so das sich die Pünktchen und Eckchen durch den Raum drehen. 'Ja es sieht wunderschön aus' haucht Inola leise. 'Soll ich dir die Geschichte zu den Strahlen des Rubines erzählen?'. Geschichte, Inola liebt es den fanastischen Geschichten der Insel und der Welt der Fabelwesen zu lauschen, wie auf Komando lässt sie sich in den Schneidersitzt gleiten und blickt mit gebanntem Blicke zu der Elfe empor.
'Schließ deine Äuglein Menschenkind, ich werde dich in meine Welt entführen, in die Welt der alles möglich ist'. Die Augen der kleinen schließen sich und um sie herum beginnt sich alles zu drehen, die Geschichte welche ihre Ohren vernehmen spielt sich in ihrem Kopf wieder als würde sie jene selbst erleben.
[img]http://up.picr.de/17418238xs.jpg[/img]
Weite grüne Wiesen eröffnen sich vor ihr, hier und dort sind vereinzelnd alte große Bäume zu sehen welche mit Blumenranken bewachsen tausende von Schmetterlinge zu sich ziehen. Die Wiesen bergen die buntesten und schönsten Blumen, hier und da summt eine Biene oder eine Hummel über den platz, es wirkt stets so als würden die Tierchen ihr zuwinken, sie begrüßen...sie Willkommen heißen. Jeden Schritt den sie geht, geht sie mit bedacht um ja keine der kleinen Wesen zu stören oder gar zu töten immer der Elfe folgend die sie mit sich winkt. Nach einigen Schritten hält die Elfe an einem Baum inne, sie greift in ihre Tasche hinein und zieht ein glitzerndes Pulver heraus dies über Inola streuend. Langsam beginnt diese zu schrumpfen und sich gleichsam zu erheben, die schwerelosigkeit lässt sie für einen kurzen Augenblick aufschrecken ehe sie das Gefühl zu genießen beginnt. Die Hände strecken sich nach außen durch die Luft streichend, leise vermag dabei das knistern der Luft wahrzunehmen sein. Als würde sie an einem Seil hängen wird die kleine Inola hinaufgezogen in die Baumkronen, dort eröffnet sich ein wunderschönes Bild ihren Augen, voller faszination starrt sie die fein verzierten Baumhäuser an die wie Blütenblätter geformt wurden. Das geschäftige treiben der Elfen welche ihren Tagwerken nachgehen, dem Farbenspiel der bunten Flügel, Häuser und Stoffe. Vor einer roten Blüte machen sie halt, die Vorhänge der Türe öffnen sich und die beiden fliegen hinein, dort setzten sie auf dem weichen Boden auf. 'Setzt dich Menschenkind' ein deut in Richtung der weichen Kissen welche etwas weiter hinten den Raum schmücken, auf dem Tisch davor stehen vielerlei Leckereien als auch süßlich riechende Getränke. In kindlicher Manier lässt sie sich auf die Kissen fallen und schiebt den Po einigemale hin und her, mit einem zufriedenen Nicken blickt sie dann auf die Speißetafel worauf sie sich auch sofort an dieser vergeht. Die Elfe lässt sich neben ihr nieder und blickt das Menschenkind grinsen an.
'Nun dann will ich beginnen die von der Geburt des roten Rubines zu erzählen und dessen Regenbogentanz. Weist du, vor vielen hundert Jahren gab es eine kleine Feuerelfe , sie war ein aufgewecktes und fröhliches aber dennoch auch jähzorniges Elfenmädchen. So aufgeweckt wie sie auch war schreckte sie vor wenig zurück, meist drohte sie deshalb auch sich so schnell in gefährlichen Situationen wieder zu finden. Eines schönen Tages, die Sonne erstrahlte den blauen Himmel, die Vögel sangen ihr Morgenlied, machte sich die kleine Elfen Lucien auf den Weg hinaus. So sehr man ihr verboten hatte sich zu weit zu entfernen umso interessanter mochte wohl die Ferne auf sie wirken. Immer weiter enfernte sie sich von dem kleinen Vulkan, hinaus in den Wald welcher in allen Farben ergrünte, die Blumen welche die Wiese in allen Farben schmückte und die Vögel welche die schönsten Liedchen sungen ließen all ihre Bedenken davonschweben. Leise vernahm sie die Stimmen von einigen anderen Elfen welche sich angeregt unterhielten, auf der Erde niedergehend schritt sie behutsam in deren Richtung, hielt sich jedoch versteckt hinter dem Grün. Da es zum Glück Tag war leuchtete die kleine Lucien nicht allzusehr und man konnte sie in dem Dickicht nicht sogleich erkennen. Dem gespräch lauschend viel ihrem aufmerksamen Augenpaar ein junger Waldelf auf, so schön so wunderschön sah er aus, ihr Herz begann zu pochen und sie spürte wie die wärme in ihrem Herzen einzug hielt. Noch lange saß sie dort und beobachtete die vier Waldelfen und ihren Traumprinzen. Nach einer Weile verließen die Elfen den Platz und zurück blieb ihr einzig Herzelf, die Dämmerung hielt langsam einzug ins Land und so wurde man auch leichter auf das Leuchten aufmerksam, der Waldelf hob den Blick in ihre Richtung an, schnell verschwand das Leuchten hinter der großen Tulpe. Von der Neugierde gepackt schritt der tapfere Waldelf näher und erblickte die wunderhübsche, leuchtende Lucien. 'Hallo kleine Feuerelfe, was treibt dich denn hierher in unsere Grünen Wälder und Wiesen?' Der Kopf von dem Waldelfen legt sich leicht schräg und die Mandelförmigen großen grünen Augen blicken in ihre Richtung. 'Ich war auf der Suche nach der schönheit der Welt und ich denke ich habe sie heute gefunden' murmelt Lucien leise kaum hörbar. 'Auf der schönheit der Welt? Hat nicht alles seinen eigenen Reiz und seine eigene Schönheit? Liegt Schönheit nicht stets im Auge des Betrachters?' Nach einigem Blinzeln lässt sich der Waldelf auf dem Boden niedersinken in den Schneidersitzt, 'ich zum Beispielt finde das du eine wunderschöne Elfe bist, deine Augen strahlen wie die Sonne, deine Haare leuchten in einem Kupfernen und roten Farbenspiel das es scheint man würde den züngelnden Spielereien des Feuers zublicken. Deine Haut ist so samt weich das man sie anfassen möchte und trotzdem sieht sie aus als wäre sie aus porzelan, so hat man Angst diese zu berühren. Deine Flügel tragen ein Farbenspiel in sich welches ich so noch nie zu Gesicht bekam. Ja ich finde du bist wunderschön'. Ein tiefes und langes Seufzen begleitet Lucien als er fertig gesprochen hat 'das hast du wunderschön gesagt, ich wünschte ich hätte auch die Gabe Worte so schön zu verfassen' von einem anhimmelnden Lächeln begleitet ruht das Augenpaar auf ihm. 'Mein Name ist Flauren, aber sag kleine Elfe, bekommst du keinen Ärger weil du dich so weit von deinem Stamm entfernt hast? Mir ist bekannt das die Feuerelfen recht eigen sind und nicht gerne mit dem restlichen Elfenvolk verkehren'. Nun legt sich ein Blick der Trauer auf Lucien's Gesicht und sie nickt sachte 'wie recht du hast...wie traurig es mich macht, ich mag es nicht das meine Familie sich distanziert. Viel lieber würde ich hier bei Euch leben, dich wieder sehen.'
Weist du Menschenkind, die Elfen sind einander gebunden, sie finden nur einmal zueinander, eine Elfe liebt auch nur einmal. So trafen sich die beiden immer wieder, immer wieder bis eines Tages die Familie von Lucien ihr folgte, sie rissen die beiden auseinander und verboten ihr jemals wieder das Grüne Land zu betreten. Lucien weinte an jenem Tag, sie weinte soviel und solange das sich die Tränen zu sammeln begannen und nach einigen Stunden zu einem roten leuchtenden Klunker wurden, einem roten Rubin. Sie nahm diesen zu sich und steckt all ihre Magie in den Rubin hinein, all ihr Herzblut, ihre Liebe, Ihre Gefühle, all ihre Gedanken und Wünsche....all das was sie Glücklich und gleichzeitig doch so traurig machte. Diesen einen Rubin ließ Lucien von einem guten Elfenfreund zu den Waldelfen bringen so das er den Weg zu ihrem Herzenself fand. Und jedesmal wenn sie an ihn dachte, so erhellte ein Sonnenstrahl den Rubin und ließ diesen in tausend Regenbogenfarben erstrahlen. Und so meine Liebe endet die Geschichte von dem roten Rubin.'
Ein Donner holt die kleine Inola wieder aus ihrer Träumerei heraus und lässt den Körper zusammen fahren, ängstlich zieht sie die Beine wieder zu sich und kuschelt sich noch weiter in die Ecke hinein. Wieder war die Dunkelheit in die Schnappsbrennerei gekehrt und man konnte dem prasselnden Regen und den tanzenden Regentropfen lauschen. Sie wollte Nachhause zu ihrem Vater und ihrer Mutter, sicherlich warteten die beiden schon, doch nun wo es Gewitterte hatte sie noch mehr Angst als zuvor das Häuschen zu verlassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Sturm und Gewitterlauschens reißt jemand die Türe auf, erschrocken blicken die Augen zu dieser und als Tante Nameha im Türrahmen steht, komplett durchnässt, erhebt sich Inola flink und rennt glücklich auf diese zu. Endlich nachhause....!