Der Weg der Rache
Verfasst: Samstag 11. Januar 2014, 02:52
ein Mann liegt am Feuer. Er liegt seitlich, sein Blick ruht auf dem vor ihm liegenden, im kühlen Herbstwind tanzenden Brand. Um ihn herum ist es still, ab und an lässt ein Tier seinen Laut ertönen. Die Bäume ragen sich im Ringe, etwa fünf Fuß von der Feuerstelle entfernt hinauf. Aufgrund der Jahreszeit wird die dichte Wolkendecke, grau, nur ab und an einen Stern oder ein Stück des Mondes sichtbar, wenig beobachtet. Wenn möglich wird ihr gar überhaupt und keine Aufmerksamkeit geschenkt. Der Blick des Kerls am Feuer, der weiter, wenn auch im Land nur von den wenigsten gekannt, nur noch als Darios bezeichnet wird, scheint seine Aufmerksamkeit ebenfalls eher weniger dem vor ihm lodernen Feuer gewidmet zu haben. Vielmehr scheint es, als würde dieser Mensch, Darios also, nachdenken oder aber träumen...
Seine Gedanken scheinen sich wild zu drehen, erst scheint es dir, würdest du aus den Augen eines Kindes die Welt beobachten, beim nächsten Augenaufschlag jedoch erkennst du ein ganz anderes Bild, ein Bild das dir als ferne Zukunft wirken mag.
Rahal steht in Flammen. Durch den Eingang des Tores drängen sich Massen, die sich befreier schreien, du hörst nun wie Klingen gegeneinander geschlagen werden, hörst wie sich Metall abwetzt und mit Glück des einen Kämpfers seinen Gegenüber zu Boden ringt. Tatenlos willst du nicht sein, nein, natürlich nicht. Schließlich brennt Rahal. Also stürzt du dich in die Schlacht und nach den ersten, wenigen Schritten merkst du erst wie Alt du bist. Die Schritte schmerzen, du Greis!. Außerdem hast du keine "strahlende" Rüstung eines Ahads am Leibe. Vielmehr läufst du gerade in Lumpen auf eine tobende Schlacht zu. Immerhin hast du ein Schwert. Es ist zwar nicht scharf doch, nunja. Irgendwie möchtest du an dieser Schlacht in deiner Verfassung auch nicht teilnehmen und dennoch bist du in den Gedanken Darios'...und dieser scheint einen unbändigen Willen zu haben, das in der Zukunft liegende Rahal vor dem Flammenmeer und den tobenden Gegnermengen zu befreien.
Du läufst voran, stetig wie nur ein alter Mann, vielleicht sogar ein Krüppel auf dem linken Beine es vermag. Fast lechszend fasst du nun den ersten Gegner in dein Auge. Es ist genau dieser, den du dir in deiner Kampfkluft erwartet hast. Immernoch stetig gehst du, der Krüppel, auf diesen zu. Ein Paladin ohne jeglichen Zweifel, der sich dir nun mit jahrelanger Erfahrung in Galantheit und Schick zuwendet. Dein Schwert wird erhoben und gleich scheint er in dir einen Feind zu erkennen, denn seines hebt er auch. Ein Schlag von dir, eine parrade von ihm und ein rascher zweiter Schlag, vielmehr ein Stich des Paladins.
Dein Schwert fällt in Zeitlupe zu Boden. Deine, Darios' Hand greift in Richtung Magen, du fühlst kurz kalten Stahl ehe dieser von seiten des Paladins aus deinem Leibe gezogen wird. Ein Röcheln geht noch von dir aus, dann schwarz.
Ein mehrfaches Blinzeln, Du und Darios erkennt euch wieder im Jetzt, am Feuer in dieser typischen, tagtäglichen Nacht. Der Wind surrt nun wieder einmal wild über die sich aufbäumende Flamme hinweg, kurz scheint es, das Licht wäre erloschen, dann ein aufbäumendes knacken, lichten und der Brand tanzt wieder in alter Manier. Ein zweiter Versuch folgt, ein erneutes Wagnis, einem Traum, einer Erinnerung zu begnen, die Augen zu schließen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so kommt es, dass dich Darios Gedankengänge wieder einverleiben. Der Strudel dreht und wirrt, doch weniger lang und schon findest du dich in der Kindheit des Betroffenen wieder...
..Dich empfängt ein schönes, aber irgendwie komisches Bild. Du schaust aus der Sicht eines Kindes, vielleicht sieben oder acht jahre alt. Also wirkt alles noch ziemlich groß, irgendwie auch interessant und zeitgleich riskant, was dir, also Darios ziemlich gefällt. Gerade vor dir ist eine kleine Scheune, vielleicht passen fünf schmale Kühe hinein. Sie hat einen schönen Nicht-Anstrich. Glänzt demnach förmlich vor altertümlicher Eleganz und lockt in einem Kind deines Alters ganz besondere Abenteuertriebe. Schaust du weiter rechts, steht daneben ein Wohnhaus, was der Scheune offensichtlich eine Konkurrenz zu sein scheint. Das Dach jedoch ist schick und völlig intakt, gar neuwertig. Du reckst deinen Hals bis es schmerzt und gleich fällt dir wieder ein wieso das so ist und dich so beschäftigt. Dein Vater, Derion steht auf dem Dach und werkelt wie von der Tollwut besessen und ohne Pausen herum, hämmert flucht und wirft ab und an mal sein Werkzeug von der einen Dachseite zur anderen. Schaust du noch länger und neugieriger musst du vermutlich noch selbst helfen, drum wendest du dich schnell weiter, schließlich willst du dich ja auch an alles erinnern. Ein Zaun schließt sich also dem Wohnhaus an, quer und wild gesetzt, der Sinn ist fraglich. Der Blick folgt dem Zaun bis er zu einem kleinen Grab angelangen wird. Du merkst wie der Blick eigentlich davon hinweg gezogen werden will doch du hälst ihn aufrecht.
Du willst lesen was darauf steht, begreifen worum es in dieser Erinnerung wirklich geht. Bei genauerem Hinsehen weißt du dann, wessen Mensch im Grabe liegt, also nicht mehr lebt. Alanya Soiradur, eine ehemalige Roderik, Darios Mutter. Du verstehst und lässt den Blick dann weiter ziehen, zurück zur Scheune, links davon der Ausgang aus dem kleinen Rundhofe. Leute kommen. Du rufst deinen Vater und er hat schon gesehen, schickt sich schnellstmöglich zu dir und zerrt an dir. Du, als junger Bub kannst dich kaum wehren, dir wird gesagt du sollst in den Wald. Nicht zurück kommen sollst du. Du läufst ein Stück in den Wald, deinem Vater wiedersprichst du sicher nicht, wenn er so ernst, zeitgleich fast ängstlich wirkt. Darum bleibst du stehen. Du, Darios hast deinen Vater noch nie so ängstlich gesehen. In sicherer Entfernung bist du nun, hast einen guten Blick, sicherlich geht alles gut.
Die Männer kommen mit strammen Schritten, gerüstet in den Hof, rasch haben sie Derion erreicht. Dein Vater hat dir einmal ein Wappen Adorans gezeigt. Alle drei Männer tragen eines. Du weißt, dass Adoran böse, verflucht ist. Das die Menschen dort an das falsche Glauben, im frevel Leben und auf ewig sterben. Die Worte kannst du nicht genau vernehmen doch was du ganz genau aus deinen Kinderaugen siehst, als wäre es vergrößert, ist wie einer der dreie einen Dolch zieht. Du siehst wie sich dein Vater kurz zu dir dreht, dich gleich mit dem Blick findet, lächelt. Dann siehst du viel Blut, als der eine den Hals deines Vaters fasst und kurze Zeit später mit dem gezogenen Dolch aufreisst. Selbst im Traum wirkt diese Situation so real, das du als Kind nur stehen bleibst, wie angewurzelt, anders als eine im Wind tänzelnde Flamme dich nicht einmal der Tod zucken lassen würde. Du hattest schlimmeres gesehen...
Seine Gedanken scheinen sich wild zu drehen, erst scheint es dir, würdest du aus den Augen eines Kindes die Welt beobachten, beim nächsten Augenaufschlag jedoch erkennst du ein ganz anderes Bild, ein Bild das dir als ferne Zukunft wirken mag.
Rahal steht in Flammen. Durch den Eingang des Tores drängen sich Massen, die sich befreier schreien, du hörst nun wie Klingen gegeneinander geschlagen werden, hörst wie sich Metall abwetzt und mit Glück des einen Kämpfers seinen Gegenüber zu Boden ringt. Tatenlos willst du nicht sein, nein, natürlich nicht. Schließlich brennt Rahal. Also stürzt du dich in die Schlacht und nach den ersten, wenigen Schritten merkst du erst wie Alt du bist. Die Schritte schmerzen, du Greis!. Außerdem hast du keine "strahlende" Rüstung eines Ahads am Leibe. Vielmehr läufst du gerade in Lumpen auf eine tobende Schlacht zu. Immerhin hast du ein Schwert. Es ist zwar nicht scharf doch, nunja. Irgendwie möchtest du an dieser Schlacht in deiner Verfassung auch nicht teilnehmen und dennoch bist du in den Gedanken Darios'...und dieser scheint einen unbändigen Willen zu haben, das in der Zukunft liegende Rahal vor dem Flammenmeer und den tobenden Gegnermengen zu befreien.
Du läufst voran, stetig wie nur ein alter Mann, vielleicht sogar ein Krüppel auf dem linken Beine es vermag. Fast lechszend fasst du nun den ersten Gegner in dein Auge. Es ist genau dieser, den du dir in deiner Kampfkluft erwartet hast. Immernoch stetig gehst du, der Krüppel, auf diesen zu. Ein Paladin ohne jeglichen Zweifel, der sich dir nun mit jahrelanger Erfahrung in Galantheit und Schick zuwendet. Dein Schwert wird erhoben und gleich scheint er in dir einen Feind zu erkennen, denn seines hebt er auch. Ein Schlag von dir, eine parrade von ihm und ein rascher zweiter Schlag, vielmehr ein Stich des Paladins.
Dein Schwert fällt in Zeitlupe zu Boden. Deine, Darios' Hand greift in Richtung Magen, du fühlst kurz kalten Stahl ehe dieser von seiten des Paladins aus deinem Leibe gezogen wird. Ein Röcheln geht noch von dir aus, dann schwarz.
Ein mehrfaches Blinzeln, Du und Darios erkennt euch wieder im Jetzt, am Feuer in dieser typischen, tagtäglichen Nacht. Der Wind surrt nun wieder einmal wild über die sich aufbäumende Flamme hinweg, kurz scheint es, das Licht wäre erloschen, dann ein aufbäumendes knacken, lichten und der Brand tanzt wieder in alter Manier. Ein zweiter Versuch folgt, ein erneutes Wagnis, einem Traum, einer Erinnerung zu begnen, die Augen zu schließen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so kommt es, dass dich Darios Gedankengänge wieder einverleiben. Der Strudel dreht und wirrt, doch weniger lang und schon findest du dich in der Kindheit des Betroffenen wieder...
..Dich empfängt ein schönes, aber irgendwie komisches Bild. Du schaust aus der Sicht eines Kindes, vielleicht sieben oder acht jahre alt. Also wirkt alles noch ziemlich groß, irgendwie auch interessant und zeitgleich riskant, was dir, also Darios ziemlich gefällt. Gerade vor dir ist eine kleine Scheune, vielleicht passen fünf schmale Kühe hinein. Sie hat einen schönen Nicht-Anstrich. Glänzt demnach förmlich vor altertümlicher Eleganz und lockt in einem Kind deines Alters ganz besondere Abenteuertriebe. Schaust du weiter rechts, steht daneben ein Wohnhaus, was der Scheune offensichtlich eine Konkurrenz zu sein scheint. Das Dach jedoch ist schick und völlig intakt, gar neuwertig. Du reckst deinen Hals bis es schmerzt und gleich fällt dir wieder ein wieso das so ist und dich so beschäftigt. Dein Vater, Derion steht auf dem Dach und werkelt wie von der Tollwut besessen und ohne Pausen herum, hämmert flucht und wirft ab und an mal sein Werkzeug von der einen Dachseite zur anderen. Schaust du noch länger und neugieriger musst du vermutlich noch selbst helfen, drum wendest du dich schnell weiter, schließlich willst du dich ja auch an alles erinnern. Ein Zaun schließt sich also dem Wohnhaus an, quer und wild gesetzt, der Sinn ist fraglich. Der Blick folgt dem Zaun bis er zu einem kleinen Grab angelangen wird. Du merkst wie der Blick eigentlich davon hinweg gezogen werden will doch du hälst ihn aufrecht.
Du willst lesen was darauf steht, begreifen worum es in dieser Erinnerung wirklich geht. Bei genauerem Hinsehen weißt du dann, wessen Mensch im Grabe liegt, also nicht mehr lebt. Alanya Soiradur, eine ehemalige Roderik, Darios Mutter. Du verstehst und lässt den Blick dann weiter ziehen, zurück zur Scheune, links davon der Ausgang aus dem kleinen Rundhofe. Leute kommen. Du rufst deinen Vater und er hat schon gesehen, schickt sich schnellstmöglich zu dir und zerrt an dir. Du, als junger Bub kannst dich kaum wehren, dir wird gesagt du sollst in den Wald. Nicht zurück kommen sollst du. Du läufst ein Stück in den Wald, deinem Vater wiedersprichst du sicher nicht, wenn er so ernst, zeitgleich fast ängstlich wirkt. Darum bleibst du stehen. Du, Darios hast deinen Vater noch nie so ängstlich gesehen. In sicherer Entfernung bist du nun, hast einen guten Blick, sicherlich geht alles gut.
Die Männer kommen mit strammen Schritten, gerüstet in den Hof, rasch haben sie Derion erreicht. Dein Vater hat dir einmal ein Wappen Adorans gezeigt. Alle drei Männer tragen eines. Du weißt, dass Adoran böse, verflucht ist. Das die Menschen dort an das falsche Glauben, im frevel Leben und auf ewig sterben. Die Worte kannst du nicht genau vernehmen doch was du ganz genau aus deinen Kinderaugen siehst, als wäre es vergrößert, ist wie einer der dreie einen Dolch zieht. Du siehst wie sich dein Vater kurz zu dir dreht, dich gleich mit dem Blick findet, lächelt. Dann siehst du viel Blut, als der eine den Hals deines Vaters fasst und kurze Zeit später mit dem gezogenen Dolch aufreisst. Selbst im Traum wirkt diese Situation so real, das du als Kind nur stehen bleibst, wie angewurzelt, anders als eine im Wind tänzelnde Flamme dich nicht einmal der Tod zucken lassen würde. Du hattest schlimmeres gesehen...











