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Roter Ritter, Weißer Firn, Flammenmeer und Eisgestirn
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Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » Roter Ritter, Weißer Firn, Flammenmeer und Eisgestirn
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 01 Jan 2023 14:35    Titel:
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Adelaide


Im Garten, der für immer steht,
Steht das Madel Adelaide.

Adelaide ist damals schon,
Ihren Freunden immer Hohn,

Freunden ohne jede Pflicht,
Ist sie stets nur Zuversicht.

Was man Adelaide verzeiht,
Ist ihre Verschwiegenheit.

Alle hassen Adelaide.
Hässlich ist ihr kleines Kleid.

Adelaide ist nur für sich,
Denn die Liebe tötet nicht.



Prof. R. Calamahr
Stellvertretende Inhaberin des Amtes für Denkende Kunst, Gründerin des Neuen Kunsthauses in Gedenken an sowie aufrichtiger Liebe zum Gründer der Freiheit Bajards, Prof. Graulist Eisenjam.



(in Gedenken auch an Anne "Bronty", die leider früh verstarb. Wir ehren dich!)
_________________
Denken heißt sterben lernen.


Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 30 März 2023 04:04, insgesamt 9-mal bearbeitet
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 13 März 2023 06:11    Titel:
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*sie legt ihre Sachen ab, ganz so als sei dies eine entwürdigende Geste*


Herr Professor,


Aye, nun ohne "Larifiari",

Euer Fräulein Calamahri,

Herr Professor, es gibt Eis!,

das ich nicht zu binden weiß!

Binden kann ich, ich bin gut,

Luiven selbst schenkt' mir die Flut,

All zu binden, weiß mein "Geist",

was mich - als gebunden weist!


Herr Professor, meine Sorgen,

klammen um Bajarden rum,

da es unverhohln verschroben,

in dem Dorfe nun geht zu,

Frage ich, was werden soll,

Aus dem tollen Affenstalle,

Töt' ich alle? Hab' ich Ruh?


Meine Klinge ist gewetzt,

Alle Völker helfen mir,

Werd' ich dieses Moloch lassen,

oder gebt Ihr mir die Zier,


Alle Kellerei zu prassen,

bis sie an sich selbst erstickt?

Wenn ich doch den lieben Hafen,

Sehe geht es über mich,

Und ich will's nicht minder fassen,

dass in meiner kleinen Hand,

Aller Dummheit Unverstand,

Sich vereint,

Wie's Freundschaft scheint,

Liebe ich? Bin ich gereinigt?


Nein! Die Elfen bleiben dumm,

auch das Volk darumherum,

Mit dem blätterlosen Scheine,

bleibt's doch bei den fetten Trollen,

im allselb Vereine,


Professor, Herr, ich mag sie nicht,

unendliche Einfalt,

Um so älter um so dümmer,

um so reifer, desto krümmer,

werden diese Madelein!

Meine eig'ne Fut will schrein,

dass so kümmerlich wir sind,

Kinder, Dummheit? - Immerwind!


Hai, der Lobhudelei,

Gebe ich mein Wort.

Dass Bajarden immer sei,

Unserer Tochter Kunst -

Dass wir Eiskristalle sprengen,

mit all'unsern Worten!


Zweierlei erwarte ich!

Erstens, dass die Nieren sprechen!

Zweitens, ich will Euer Haus!


Eine allzukleine Dirn,

die hält Euer Häuschen feil,

die Eule - einer nieverletzten Feile!


Herr Professor,

ich brauche Euch! Das Kunsthaus braucht Euch!

Ich ersuche Euch um Hilfe und Beistand.

Ich erlaube mir, das Kunsthaus zu erwerben.


Eure ergebenste Schülerin & Verehrerin


Für die Kunst!



 Prof. Rahelle Calamahr
_________________
Denken heißt sterben lernen.


Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 30 März 2023 15:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 13 März 2023 09:56    Titel: Re: Roter Ritter, Weißer Firn, Flammenmeer und Eisgestirn
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Und bald schauen alle auf mich hin ...


Weil ich keine Seele bin!

_________________
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Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 16 März 2023 04:59, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Gemayma Maran





 Beitrag Verfasst am: 16 März 2023 04:34    Titel: Re: Roter Ritter, Weißer Firn, Flammenmeer und Eisgestirn
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- *getötet* -
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 25 März 2023 18:44    Titel:
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*Rahelle macht sich in den Gassen schlau, sichtet die Pergamente, versucht herauszufinden, was möglich ist und erdet gegebenenfalls ihre eigene Wirklichkeit*


"Meistermüller,

was ich seh'!

Ist das zu verorten?

Alle Welt erhebt sich, eh!

Kunst - falsch zu verorten?

Meine Worte schneiden Eis,

da ich zu verordnen weiß,

Lasst mir doch die kleine Kraft,

ehe sie die anderen rafft!"

*festgelegt ist allemal, was dem Reimchen folgt*




*Herr Professor, ich will weder die geneigten Leserinnen noch Sie höchstpersönlich mit unheilvollen Zärtlichkeiten überschütten, aber mir scheint's, dass wir uns da nicht die Hände in die Taschen stecken dürfen, indem wir lustig weitertrippeln. Ohne uns wird das Fischerdorf an Bedeutung einbüßen, wenn nicht gar - verkommen. Es droht kulturlos zu werden! Diesen Umstand verkünde ich Euch mit Kälte in meinen Gliedern.*


 Apl. Professor R.C., im stv. Protektorat des Kunsthauses

Für die Kunst

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Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 30 März 2023 04:17, insgesamt 7-mal bearbeitet
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 30 März 2023 15:12    Titel:
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*Zwar die bösen Knaben folgen mir mit Kichern und Flüstern*
- sogar eine zeitlang um den Baum herum. Aber ich war ihnen zu schlau gewesen, denn ohne mich weiter zu belästigen zogen sie ab*



Schaulust


Meine verschrobnen Flüche,

ziehn immer um im Reiche

Wie könnte meine Liebe,

Nicht mit dem Winde ziehn,

Und nun soll es geschehen

Eh sich der Abend neigt?

Will ich es nicht erleben,

Wie meine Sonne sinkt?

Bloß eine Sache bleibt mir da -

Zu schaun, wie sie ertrinkt!




(Eine Sondersache, Herr Professor. Die Nachbildung des 'Bajarder Bauernboten', die ich unlängst auffand, trifft leider nichts Lebendiges, sie ist gestelzt wie halbgegart und gehört ausgetauscht, denn die Autorin ist so schlicht wie ihre Zeilen verwoben. Ich werde mir erlauben, diesen Umstand zu beheben. Denn das Dorf will gute Bildung und das Kunsthaus schuldet Bajarad eine gute Bildung.)

Ehe lasse ich mich vierteilen, als dass ich unser Bajard der Dummheit der Zaunigel, Laubfrösche und silbergrauen Schlangen überlasse.


Prof. Rahelle Calamahr

Ihr werdet mir beistehen, denn ich glaube an die Kunst!

Für das Kunsthaus von Bajard
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Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 30 März 2023 15:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 02 Apr 2023 22:22    Titel:
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Eismeer, flammendes Gestirn, Weißer Ritter, Roter Firn


Sitzt am Pier auf einem Seile,
Altgedient die Händlerin,

Ohne allzugroße Eile,
Gibt sie sich dem Pfeifchen hin,

Kaum bemerken ihre Ohren,
Einen schwachen Nachtgesang,

Den der Wind im Schnee geboren,
Wird ihr Atem tief und lang,

Allzu wohlbekannte Stimmen,
Dringen lachend in sie ein,

Glöckchenhaft ist dieser Klang,
Vor ihr: Weiß, das Ritterkind!

-

"Liebes Fräulein Calamahr,
Für die lectio ultima,

Ist es heut' die rechte Zeit,
Wollt Ihr auch geduldig sein?

Denn das Feuer zu erklimmen,
Braucht es einen Firnenschein,

Und ein unverbrauchtes Lachen,
Mut und Paiens Federkleid! -

Könnt Ihr alles unterwerfen,
Der integritas finalis?
Für die lectio terminalis?

Könnt Ihr frei von allem sein,
Das - wie alte Kindersachen -
Nicht mehr nach Beachtung schreit?"

-

"Niciodată! [Niemals!]" ruft es da,
Aus dem Mädchen, das sie war,

"Allzusehr lieb' ich die Dinge,
Schaut! Mit diesen handeln wir:

Gold und Kleidern, Steinen, Ringen,
Wut und Trauer, Schmerz und Leid,

Freud' und Jammer, Herzeknattern,
Nattern, Liebe, Freundlichkeit,

Sturmgebraus und Mummenschanz,
Zuckeräpfeln! Rotbemalt!

Feen, Kobolden und mit Drachen,
Elfentanz im Märchenwald! -

Wenn im klaren Erdenfeuer,
Sterne dichter stehn,

Schaut die fiesen Ungeheuer! -
Dann wolln wir mal sehn!

Alle diese feinen Sachen,
Sind uns Seele, Salz und Brot!

Nein! Von "Dingen" lass' ich nicht,
Das ist meine Händlerpflicht!

-

"Mahr! Im Firne wird die Glut!"
- versetzt der weiße Gott,

Flocken mischen sich mit Blut,
Alles unter ihr erbebt,

Tares spornt sein Federroß.
Bunt keucht's in den Tod.




Für die Kunst!



Prof. Rahelle Calamahr, Mahrîme, stv. Leiterin des Kunsthauses
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 27 Apr 2023 06:13    Titel: Goldmund
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Goldmund


Von der Jagd nach ruhiger Stunde,

Halb erschöpft, halb aufgeweckt,

Steckt hinter dem Arm versteckt,

Schaumbedeckt ein Morgenmund.



Quell des morgendlichen Unmuts?

Lohnarbeit und Mutterkleid,

Bürgerliche, halbe Armut,

Mangel einer Kindermaid,

Sorgen um das Broterwerben ...



Lenken die auch ab vom Sterben,

Und den Dingen, die die Welt,

Arg Betuchten vorenthält,

Bleibt wohl all dieser Ballast,

Jedenfalls dem Geist verhasst -



Tagewerk bleibt Seelenleid!




Für die Kunst!



Rahelle, die Mahr
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 27 Dez 2023 03:38    Titel: Das Feuerkehlchen
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*nachdem sie sich anlässlich der großen Tage mit allerlei Unrat und Unmengen schwarzen Rums vollgestopft hatte, sank die ehemalige Professorin des Kunsthauses von Bajard und Groß-Bettlerin bester Bauart zwischen zwei Fässer, irgendwo im Fischerdorf, in der Nähe der Schneiderei - allmählich dielenwärts und kritzelte ein Schlafgedicht für sich selbst und die gutgenährte Bajarder Mitwelt, ganz so, als sei dies ein liebevoller Gruß*



Das Feuerkehlchen


Die List des Feuerkehlchens ist,
Dass es die eignen Federn frisst,

Dann gibt es Würmer, Käfer, Gras,
Und wie es pickt, so hat es was!

Zur Sonne schielt es dumm hinauf,
Und Wolken schieben Haufen auf.

So pickt es Engerling um Wurm!
Die Wolken bilden Turm um Turm.

Wie fein ist jeder Madenbauch!
Der Wind folgt brav dem Erdenlauf.

Dann endllich fällt das Kehlchen um -
Ein Marder trägt es rot herum.



R. C.


Apl. Professorin des historischen Kunsthauses zu Bajard A.D.
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Rahelle Calamahr





 Beitrag Verfasst am: 03 Jan 2024 04:14    Titel:
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*Rahelle erinnerte sich an eine Erzählung. Sie war schon fast zu alt geworden, um sich an daran zu erinnern, was ihre Großmutter ihr da erzählt hatte. Endlich erinnerte sich Rahelle, und es war dann doch ein Stück Unendlichkeit.*

Erzählungen aus Angria


"Ich denke Dein, wenn Mondlicht dahlt,
Auf ruhigen Wassers Flut,
Denn Deiner Augen Bläue strahlt,
Ganz ähnlich helll und gut.

Ich denke Dein, wenn still den Fluß
Ein Schwan ganz schneeweiß ziert,
Die Brise küßt die Federn bloß,
Von Dir gedämpft, sediert.

Denn laue Winde zähmten sich,
Um Deine Schönhet nur zu streifen,
Wollten nur zart und spielerisch
Durch Deine Haarpracht streifen.

Und wilde Vögel kreisten schrill,
Hoch über Deinem Scheitel,
Doch Du standst lilienweiß und still,
Unschuldig, fromm - uneitel.

Ach! Eines Tag's werd' wieder ich,
Mit diesem Aug' Dich sehen,
Wenn auch noch zwischen mir und Dir,
Des Ozeans Wellen gehen,
Der heult und schwillt,
Noch wütend wild,
Einst werd ich vor Dir stehen!"



(Erzählung der Großmutter über die Dichterin jenseits der Reiche;
C.. Bronty; Erzählungen aus Angria. Kind der Fahrenden)




R.C. (für unsere Studenten)
_________________
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Zuletzt bearbeitet von Rahelle Calamahr am 03 Jan 2024 04:36, insgesamt 2-mal bearbeitet
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 Beitrag Verfasst am: 24 Apr 2024 03:08    Titel: Meine Großmutter - traumkorrigiert
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Lieber Schatten

„Du fühlst mich wohl, wenn’s traulich strahlt,
Aus Feuer und auf Glut,
Wie alles tändeln meine Augen immer,
In Bläue, Scherz und Wut,

Wie denkst du Dir den wilden Fluß,
Den mir mein Schwan geziert?
Wie jede Brise edle Ruhe,
Ins Kleidchen bringen muss?

Um Deine Schönheit nur zu streifen -
Sind Winde niemals lau.
Und meine Strähnen eignen oft nur,
Zart-spielerischer Schau.

Was da um deine Schläfen kreist,
Das sind die Vögel nicht,
Nicht lilienweiß, nicht fromm noch edel,
Ist's, was dein Vogel spricht?

Der Tag ist’s: „An dem werd’ wieder ich!“
Ja, den versteh’ ich gern,
Dass zwischen unseren beiden Wellen
Gar Ozeane gehen,
Den würd’ ich - wütend nicht verhüllen -
Doch solltest du jetzt gehn,

Großmutter



R.C.
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