Sich ausbreitende Schwingen, eines Rabendieners.
Verfasst: Freitag 8. November 2013, 00:44
Spät in der Nacht war es als er sich für diesen Tag von den Studien seiner Bücher, Abschriften und Notizen befreite. Tief in der Nacht war es aber .. der Schlaf musste warten.
Nicht das der Schlaf in letzter Zeit nicht sehr oft hatte warten müssen. Nein, so war es nicht, er schlief wenig und meist sogar am Tage. Den am Tag war seine Arbeit in seinem Geschäft vernachlässigbar. Doch seine Nachtarbeit und Studien.. die zogen sich bereits zu lang um noch länger herraus geschoben zu werden, waren zu wichtig für ihn geworden.
Nicht nur weil seine Studienobjekte.. trotz aller Konservierungsmaßnamen.. langsam ein Stadium des Zerfalls erreichten...nein es war ihm einfach eine Qual das NICHTS geschah.
Christo blickte neben sich, der Teller neben sich war noch mit einem frischen.. doch jetzt schon kalten Stück Fleisch verziert das er nicht genießen konnte obwohl es vom jungen .. nunja er wusste von was es stammte. Und auch das Glas mit dem selbst kredenzten Blutwein war noch fast voll und würde ob des Blutanteils vermutlich bereits eine Haut bekommen haben.
Krathor hatte ihm seinen Hunger genommen.. seine Freude an den Resten vom Tisch seines Meisters war fast erloschen. Oder es belastete ihn einfach zusehr das seine Pläne noch immer nur reiften.. vielleicht lag ihm ja das wirklich so sehr auf der "Seele". Nicht das es ihn davon abhielt den Tisch oft reich für Krahtor zu decken.. immerhin waren die Räuberlager immerwieder voll neuer primitiver Rohlinge, die es nicht besser verdienten als einen Zweck wenigsten im Tod zu haben.
Doch es war nicht Zeit zur Räuberjagd, das würde sogar diesen Narren auffallen wenn jeden Tag ihre Brüder und Schwestern verschwanden. Nein Heute war es wieder Zeit für eine Rabennacht !
So verließ er Adoran leise summend, den Wachen zunickend die zu dieser Stunde zwar sich wunderten warum er die Stadt verließ, es aber schon gewohnt waren, immerhin war er ein reisender Händler.
Die Straßen mied er nachdem er die erste Möglichkeit gefunden hatte sich umzuziehen.. seine wahre Natur anzunehmen. Sicher.. er war ein Mörder.. vermutlich sogar einen Schritt über die Grenze des Wahns würden viele sagen da er ja Krahtor diente, doch immernoch bemühte zumindes er sich um Weisheit und den Glauben an das Rechte in seinem Handeln.
So kam er ungesehen in die Nähe des kleinen Örtchens am Fuß des Klosters.. Krathor verlieh ihm dabei die Nachtsicht die ihn die wenigen Wachen vermutlich erkennen lassen würde die sich an den Rand des Orts verlaufen mochten.
Seine leicht grün glühenden Augen und einen Sack. Mehr brauchte er nicht, nichteinmal viel Geduld. Raben.. hier einer... dort einer. Schwer war es wenn sie noch in einen Baum geflogen waren und dort den Tod gefunden hatten. Dann steckten meist auch noch die Pfeile des Klosters in ihren Leibern, die am Boden waren meist aufgesammelt. Christo brach die Pfeile meist des reinen Zwecks den Sack unauffällige Formen behalten zu lassen ab.
Am Ende seiner Suche.. nicht zu nah an die Mauern kommend oder an den neu erbauten Wachturm.. hatte er vier der Vögel gefunden die er gesucht hatte.. eine Krähe hatte er liegen gelassen. Einer der Vögel würde vielleicht auch schon zusehr von den Würmern angefressen sein, das würde sich zeigen aber... so oder so.. er hatte Heute nach Monaten sein wohl letztes.. das siebte Dutzend.. an Raben gesammelt.
Langsam ging er nun weiter von Adoran fort.. auf die Gruft zu. Es war soweit... mit finsterem grinsen und murrmeln lauschte er wie Flügel an der Jute des Sacks rieben.. und dann mit dem Ende seiner Worte wieder erstarben.
Bald mochte es passieren... BALD konnte er seine Pläne offenlegen.. seine Brüder und Schwestern herran ziehen und dann.. um Krathors Gnade ersuchen... dann.. ja dann endlich... würde die Welt wieder sehen..
... das die Diener Krathors sich nicht scheuen zu zeigen...
WIR SIND HIER !
Wir sind hier .. Wir sind hier.. Wir sind hier.. Wir sind hier .. Wir sind hier .. Wir sind hier .. Wir sind hier.. Wir..sind..HIER !
Den Kopf zur Seite gerissen, der Mund weit offen zu einem Schrei der nicht herraus wollte und die Leinen vom Schweiß durchnässt. Christo brauchte einige Momente um sich ganz aus der dunklen Traumwelt zu lösen und um zu erkennen das er in seinem Bett, in seinem Laden in Adoran war. Langsam setzte er sich auf, warf die Decke zur Seite und rieb sich die Augen, leise murrmelnd und schon allein um seine Gedanken zu ordnen zu seinem Herrn betend. Als er die Hände vor den Augen wegnahm konnte er klar durch die Finsterniss sehen...seine bevorzugte Gabe des Rabens.. die Sicht durch die Schatten.
Ohne so ein Licht entzünden zu müssen und vielleicht Aufmerksamkeit von Stadtwachen oder Streunern zu erregen ging er in seine Küche und nahm den speziellen Schlüssel aus seinem Versteck. Er brauchte etwas zu Essen, sicher konnte er beim Essen klarer denken... und wenn schon nicht das , so würde dann in der kleinen Speziallitätenkiste wieder Platz sein für neues Fleisch.
In den letzten Tagen war sein Hunger noch immer nicht wieder zurück gekehrt, sicher eine zusätzliche Strafe Kra´thors für seine offenen harten Worte die der Weihe seiner zwei neuen Geschwister nachfolgten. Doch.. ganz erzürnt konnte er seinen Gott nicht haben, sein Hunger, sein Durst und seine Kraft kehrten langsam zurück. Nicht im selben Maß wie die Schmerzen aus den peitschenartigen Wunden auf seinen Rücken abnahmen, doch er spürte seine innere Flamme wieder aufbegehren.
Er suchte sich ein paar schlanke Fleischstücke herraus, die Knochen am Anfang ergreifend um sie auf einem Teller zu ballen, fünf Mal jenes wiederholend... dann schloss er die Truhe und versteckte den Schlüssel wieder. In seinem Arbeitszimmer nahm er in dem bequemen Sessel platz und nahm das erste Stück in die Hand.. daran knabbernd.
Adorans Rathaus war um ein Rätsel reicher. Er hatte einen Brief an sie geschrieben und ein Angebot unterbreitet. Vielleicht würde es sie nur zum lachen bringen, vielleicht aber würden sie auch darauf eingehen. Es gab nichts zu verlieren aber...und daran dachte er lieber, etwas zu gewinnen. Das erste Häpchen war abgenagt, er legte es zur Seite, nahm das nächste und biss zu.
Für seinen Laden hatte er Aushänge anfertigen und verteilen lassen... die Preise waren vielleicht etwas hoch, doch allein die Existenz der Aushänge festigte seine Identiät als Kaufmann vermutlich ein gutes Stück. Vermutlich würden viele darin auch eine Erklärung darin sehen warum er er so selten da war um seinen Laden zu öffnen. Wieder kein Fleisch mehr am Knochen... das nächste Stück.
Am Kloster war wohl auch ein Brief angekommen, eine Warnung.. nein.. mhh ein Ultimatum...nein nein.. ein Wink war es. Die Wachen um Raindri... und diese lästige Schwalbe... würden sich wohl bald anders verhalten. Sie würden mehr auf ihrer Wacht tun oder sie würden ihr sinnloses Spiel beenden. Irgendwie glaubte Christo nicht daran das sie Vernunft zeigen würden aber... immerhin war der Glaube eine seltsame Sache. Schon der dritte bis auf den Knochen abgenagte... naja...er hatte diesmal sogar die Spitze abgebissen und auf den Teller gespuckt. Der vorletzte Leckerbissen und ein weiterer Gedanke.
Sein Traum von dieser Nacht, vielleicht ein Omen ? War das der Wink seines Herren der ihm eine Erfolgschance oder zumindest dessen Aufmerksamkeit zusicherte ? Die Vorbereitungen gingen immer weiter vorran, die Raben sammelten sich präperiert in der Gruft. In den nächsten Tagen würde er mit seinen Brüdern und Schwestern reden, ihnen seinen Plan offenlegen und sich ihrer Hilfe versichern. Er warf den Knochen auf den Teller, diesesmal noch mit Spitze und ging wieder ins Bett. Den letzten Leckerbissen zwischen den Lippen, sachte daran saugend.
Sein letzter Gedanke sollte ihn ins Reich der Träume folgen.. der Gedanke an die großen Augen die leer in den Himmel blickten, als er die Hand von der Banditin abgetrennt hatte.
Nicht das der Schlaf in letzter Zeit nicht sehr oft hatte warten müssen. Nein, so war es nicht, er schlief wenig und meist sogar am Tage. Den am Tag war seine Arbeit in seinem Geschäft vernachlässigbar. Doch seine Nachtarbeit und Studien.. die zogen sich bereits zu lang um noch länger herraus geschoben zu werden, waren zu wichtig für ihn geworden.
Nicht nur weil seine Studienobjekte.. trotz aller Konservierungsmaßnamen.. langsam ein Stadium des Zerfalls erreichten...nein es war ihm einfach eine Qual das NICHTS geschah.
Christo blickte neben sich, der Teller neben sich war noch mit einem frischen.. doch jetzt schon kalten Stück Fleisch verziert das er nicht genießen konnte obwohl es vom jungen .. nunja er wusste von was es stammte. Und auch das Glas mit dem selbst kredenzten Blutwein war noch fast voll und würde ob des Blutanteils vermutlich bereits eine Haut bekommen haben.
Krathor hatte ihm seinen Hunger genommen.. seine Freude an den Resten vom Tisch seines Meisters war fast erloschen. Oder es belastete ihn einfach zusehr das seine Pläne noch immer nur reiften.. vielleicht lag ihm ja das wirklich so sehr auf der "Seele". Nicht das es ihn davon abhielt den Tisch oft reich für Krahtor zu decken.. immerhin waren die Räuberlager immerwieder voll neuer primitiver Rohlinge, die es nicht besser verdienten als einen Zweck wenigsten im Tod zu haben.
Doch es war nicht Zeit zur Räuberjagd, das würde sogar diesen Narren auffallen wenn jeden Tag ihre Brüder und Schwestern verschwanden. Nein Heute war es wieder Zeit für eine Rabennacht !
So verließ er Adoran leise summend, den Wachen zunickend die zu dieser Stunde zwar sich wunderten warum er die Stadt verließ, es aber schon gewohnt waren, immerhin war er ein reisender Händler.
Die Straßen mied er nachdem er die erste Möglichkeit gefunden hatte sich umzuziehen.. seine wahre Natur anzunehmen. Sicher.. er war ein Mörder.. vermutlich sogar einen Schritt über die Grenze des Wahns würden viele sagen da er ja Krahtor diente, doch immernoch bemühte zumindes er sich um Weisheit und den Glauben an das Rechte in seinem Handeln.
So kam er ungesehen in die Nähe des kleinen Örtchens am Fuß des Klosters.. Krathor verlieh ihm dabei die Nachtsicht die ihn die wenigen Wachen vermutlich erkennen lassen würde die sich an den Rand des Orts verlaufen mochten.
Seine leicht grün glühenden Augen und einen Sack. Mehr brauchte er nicht, nichteinmal viel Geduld. Raben.. hier einer... dort einer. Schwer war es wenn sie noch in einen Baum geflogen waren und dort den Tod gefunden hatten. Dann steckten meist auch noch die Pfeile des Klosters in ihren Leibern, die am Boden waren meist aufgesammelt. Christo brach die Pfeile meist des reinen Zwecks den Sack unauffällige Formen behalten zu lassen ab.
Am Ende seiner Suche.. nicht zu nah an die Mauern kommend oder an den neu erbauten Wachturm.. hatte er vier der Vögel gefunden die er gesucht hatte.. eine Krähe hatte er liegen gelassen. Einer der Vögel würde vielleicht auch schon zusehr von den Würmern angefressen sein, das würde sich zeigen aber... so oder so.. er hatte Heute nach Monaten sein wohl letztes.. das siebte Dutzend.. an Raben gesammelt.
Langsam ging er nun weiter von Adoran fort.. auf die Gruft zu. Es war soweit... mit finsterem grinsen und murrmeln lauschte er wie Flügel an der Jute des Sacks rieben.. und dann mit dem Ende seiner Worte wieder erstarben.
Bald mochte es passieren... BALD konnte er seine Pläne offenlegen.. seine Brüder und Schwestern herran ziehen und dann.. um Krathors Gnade ersuchen... dann.. ja dann endlich... würde die Welt wieder sehen..
... das die Diener Krathors sich nicht scheuen zu zeigen...
WIR SIND HIER !
Wir sind hier .. Wir sind hier.. Wir sind hier.. Wir sind hier .. Wir sind hier .. Wir sind hier .. Wir sind hier.. Wir..sind..HIER !
Den Kopf zur Seite gerissen, der Mund weit offen zu einem Schrei der nicht herraus wollte und die Leinen vom Schweiß durchnässt. Christo brauchte einige Momente um sich ganz aus der dunklen Traumwelt zu lösen und um zu erkennen das er in seinem Bett, in seinem Laden in Adoran war. Langsam setzte er sich auf, warf die Decke zur Seite und rieb sich die Augen, leise murrmelnd und schon allein um seine Gedanken zu ordnen zu seinem Herrn betend. Als er die Hände vor den Augen wegnahm konnte er klar durch die Finsterniss sehen...seine bevorzugte Gabe des Rabens.. die Sicht durch die Schatten.
Ohne so ein Licht entzünden zu müssen und vielleicht Aufmerksamkeit von Stadtwachen oder Streunern zu erregen ging er in seine Küche und nahm den speziellen Schlüssel aus seinem Versteck. Er brauchte etwas zu Essen, sicher konnte er beim Essen klarer denken... und wenn schon nicht das , so würde dann in der kleinen Speziallitätenkiste wieder Platz sein für neues Fleisch.
In den letzten Tagen war sein Hunger noch immer nicht wieder zurück gekehrt, sicher eine zusätzliche Strafe Kra´thors für seine offenen harten Worte die der Weihe seiner zwei neuen Geschwister nachfolgten. Doch.. ganz erzürnt konnte er seinen Gott nicht haben, sein Hunger, sein Durst und seine Kraft kehrten langsam zurück. Nicht im selben Maß wie die Schmerzen aus den peitschenartigen Wunden auf seinen Rücken abnahmen, doch er spürte seine innere Flamme wieder aufbegehren.
Er suchte sich ein paar schlanke Fleischstücke herraus, die Knochen am Anfang ergreifend um sie auf einem Teller zu ballen, fünf Mal jenes wiederholend... dann schloss er die Truhe und versteckte den Schlüssel wieder. In seinem Arbeitszimmer nahm er in dem bequemen Sessel platz und nahm das erste Stück in die Hand.. daran knabbernd.
Adorans Rathaus war um ein Rätsel reicher. Er hatte einen Brief an sie geschrieben und ein Angebot unterbreitet. Vielleicht würde es sie nur zum lachen bringen, vielleicht aber würden sie auch darauf eingehen. Es gab nichts zu verlieren aber...und daran dachte er lieber, etwas zu gewinnen. Das erste Häpchen war abgenagt, er legte es zur Seite, nahm das nächste und biss zu.
Für seinen Laden hatte er Aushänge anfertigen und verteilen lassen... die Preise waren vielleicht etwas hoch, doch allein die Existenz der Aushänge festigte seine Identiät als Kaufmann vermutlich ein gutes Stück. Vermutlich würden viele darin auch eine Erklärung darin sehen warum er er so selten da war um seinen Laden zu öffnen. Wieder kein Fleisch mehr am Knochen... das nächste Stück.
Am Kloster war wohl auch ein Brief angekommen, eine Warnung.. nein.. mhh ein Ultimatum...nein nein.. ein Wink war es. Die Wachen um Raindri... und diese lästige Schwalbe... würden sich wohl bald anders verhalten. Sie würden mehr auf ihrer Wacht tun oder sie würden ihr sinnloses Spiel beenden. Irgendwie glaubte Christo nicht daran das sie Vernunft zeigen würden aber... immerhin war der Glaube eine seltsame Sache. Schon der dritte bis auf den Knochen abgenagte... naja...er hatte diesmal sogar die Spitze abgebissen und auf den Teller gespuckt. Der vorletzte Leckerbissen und ein weiterer Gedanke.
Sein Traum von dieser Nacht, vielleicht ein Omen ? War das der Wink seines Herren der ihm eine Erfolgschance oder zumindest dessen Aufmerksamkeit zusicherte ? Die Vorbereitungen gingen immer weiter vorran, die Raben sammelten sich präperiert in der Gruft. In den nächsten Tagen würde er mit seinen Brüdern und Schwestern reden, ihnen seinen Plan offenlegen und sich ihrer Hilfe versichern. Er warf den Knochen auf den Teller, diesesmal noch mit Spitze und ging wieder ins Bett. Den letzten Leckerbissen zwischen den Lippen, sachte daran saugend.
Sein letzter Gedanke sollte ihn ins Reich der Träume folgen.. der Gedanke an die großen Augen die leer in den Himmel blickten, als er die Hand von der Banditin abgetrennt hatte.