Momentaufnahmen
Verfasst: Donnerstag 31. Oktober 2013, 16:37
Da stand ich nun vor einer Stadt, die weitläufig bekannt war als MenekUr. Umgeben von der unendlichen Wüste. Die Karawane war weitergezogen und mit ihr meine liebste Freundin. Wir hatten nur ein paar Momente gehabt, um uns verabschieden zu können, danach war ich auf mich allein gestellt. Allein. Mein Blick wanderte langsam an den edlen Gemäuern empor und ich schluckte schwer. Den Mut aufbringen und einen Fuß durch die Stadttore setzen? Nein. Ich musste erst ein paar Mal tief Luft holen. Wohin sollte ich gehen? Ich trug keinen Nachnamen, ich hatte keinerlei Anlaufstelle.
Da ich nicht gerade die Mutigste war, lief ich ein paar Mal vor den Mauern auf und ab. Dass mich die Wachen schon merkwürdig anstarrten, weil ich vor mich hinmurmelte, war mir in diesem Moment entweder nicht bewusst. Oder ich hatte es verdrängt. Oder ignoriert. Irgendwann atmete ich ein letztes Mal tief ein und sprang über meinen Schatten – sinnbildlich. Ich ging durch die Stadttore und erst dann atmete ich wieder aus und sah mich um. Keine bewaffneten Menekaner, die auf mich zu rannten und mich festnehmen wollten? Manchmal hatten wir in all unseren Unterhaltungen wirklich eine äußerst blühende Fantasie gehabt. Ganz am Anfang schien der Palast zu sein. Ein prunkvolles Gebäude. Ich kämpfte mit meiner aufkeimenden Neugier, einen Fuß über die Schwelle zu setzen. Ja, das wäre ein klassisches Ayasha-Manöver gewesen: Blindlinks in den Palast stürmen, die Nase überall reinstecken und dann riesigen Ärger bekommen. Ich musste mich zusammenreißen. Im Süden befand sich eine Art Übungsplatz, gefolgt von einem größeren Gebäude. Innen fand ich ein paar mit Stoff befüllte Übungspuppen für den Kampf. Nach Adam Riese konnte das nur die Kaserne gewesen sein. Meine Schritte führten mich weiter durch die Wege und Gassen, bis ich am Basar edler Künste vorbeigekommen war, ebenso wie an der Taverne. Beeindruckende Bauweisen und hervorragende Einrichtungskünstler schien es in dieser Stadt zu geben. Die Kissen lockten dazu, sich einfach hinlegen zu wollen. Bequem schlafen, jeden Tag ein Dach über dem Kopf haben – das war immer mein Traum gewesen. Ich ging weiter. Und kam an der Akademie Leviathan an. Ich haderte mit mir. Sollte ich die Akademie betreten und einen Blick riskieren? Aber auch hier verließ mich schnell wieder der Mut, der meine Neugier besiegte. Ich beschloss, allem ein bisschen Zeit zu geben. Die Hauptsache war, dass ich erst einmal angekommen war. Den Rest würde die Zeit zeigen.
Da ich nicht gerade die Mutigste war, lief ich ein paar Mal vor den Mauern auf und ab. Dass mich die Wachen schon merkwürdig anstarrten, weil ich vor mich hinmurmelte, war mir in diesem Moment entweder nicht bewusst. Oder ich hatte es verdrängt. Oder ignoriert. Irgendwann atmete ich ein letztes Mal tief ein und sprang über meinen Schatten – sinnbildlich. Ich ging durch die Stadttore und erst dann atmete ich wieder aus und sah mich um. Keine bewaffneten Menekaner, die auf mich zu rannten und mich festnehmen wollten? Manchmal hatten wir in all unseren Unterhaltungen wirklich eine äußerst blühende Fantasie gehabt. Ganz am Anfang schien der Palast zu sein. Ein prunkvolles Gebäude. Ich kämpfte mit meiner aufkeimenden Neugier, einen Fuß über die Schwelle zu setzen. Ja, das wäre ein klassisches Ayasha-Manöver gewesen: Blindlinks in den Palast stürmen, die Nase überall reinstecken und dann riesigen Ärger bekommen. Ich musste mich zusammenreißen. Im Süden befand sich eine Art Übungsplatz, gefolgt von einem größeren Gebäude. Innen fand ich ein paar mit Stoff befüllte Übungspuppen für den Kampf. Nach Adam Riese konnte das nur die Kaserne gewesen sein. Meine Schritte führten mich weiter durch die Wege und Gassen, bis ich am Basar edler Künste vorbeigekommen war, ebenso wie an der Taverne. Beeindruckende Bauweisen und hervorragende Einrichtungskünstler schien es in dieser Stadt zu geben. Die Kissen lockten dazu, sich einfach hinlegen zu wollen. Bequem schlafen, jeden Tag ein Dach über dem Kopf haben – das war immer mein Traum gewesen. Ich ging weiter. Und kam an der Akademie Leviathan an. Ich haderte mit mir. Sollte ich die Akademie betreten und einen Blick riskieren? Aber auch hier verließ mich schnell wieder der Mut, der meine Neugier besiegte. Ich beschloss, allem ein bisschen Zeit zu geben. Die Hauptsache war, dass ich erst einmal angekommen war. Den Rest würde die Zeit zeigen.