Auf der Suche nach Baldur Heyn
Verfasst: Freitag 27. September 2013, 00:22
Ein lager Arbeitstag lag hinter ihm, geprägt von Papierkram, Waffenübungen, Organisationen für die Familie und die anstehenden Feierlichkeiten. Es gab soviel zu tun an diesem Tag, dass er es nichtmal schaffte zu dem Geschichtenabend zu gehen, oder sagen wir pünktlich zu kommen. Denn irgendwann riss er sich von der Arbeit los und brach auf in sein Heim nach Düstersee, zog sich in aller Seelenruhe um und ging zu diesem Geschichtenabend.
Ein wenig überrascht war er schon seinen Bruder den ehrenwerten Ahad Eloriahus Drugar zu treffen der in letzter Zeit doch nur schwer zu greifen war. Umso mehr freute es ihn jedoch, ist er doch im Namen der Familie und im Glauben des Herrn aufgewachsen, wohl wissend welche Reibereien es stets zwischen den Gläubigen gibt die alle ein Stück vom Kuchen haben wollen. Nur auf die Familie konnte er sich stets verlassen.
Da war er wieder, der Gedanke an die Familie. Doch wer gehört eigentlich alles dazu? Sind es nur seine Brüder und Schwestern? Seine Onkel und Tanten, Vater Mutter und was es sonst noch alles gibt? Nein die Familie ist größer. Die Schwurmänner der Familie, das Gefolge, dass sich derzeit wieder vergrößert, all jene die sich für die Familie Drugar einsetzen gehören dazu. So ist er erzogen worden, so hat er es stets gehalten.
Doch da gibt es jemanden in der Familie um den sowohl sein Bruder als auch Marus sich sorgt - Baldur Heyn. Was war aus dem alten Waffengefährten seines Bruder geworden? Erst kürzlich hat er ihn gar zum Waffenmeister der Familie erhoben aber nun ..
Verschwunden ist er, wortlos, ohne eine Verabschiedung. Sein Hausstand ist aufgelöst, keine Spur ist von ihm mehr zu finden. Weder in Rahal noch in Düstersee oder Grenzwarth.
'Wir sollten uns mal woanders umhören ob ihn jemand getroffen hat Bruder'
Und so rafften die beiden Brüder sich auf, griffen auf alte Rüstungen zurück die keinen Rang und keine Herkunft offenbaren. Halb vermummt und eher dürftig verkleidet ritten sie nach Osten, in dem festen Glauben an die Treue der Familie und besorgt um einen Mann den man als Bruder ansieht, bis nach Bajard. Auch wenn man in Bajard allerhand Neuigkeiten aufschnappen kann, wie eigentlich stets in diesem verwahrlosten Fischernest wurden sie hier nicht fündig, gleich wen sie fragten. Niemand konnte mit dem Namen Baldur Heyn etwas anfangen. Aber Gerimor ist groß und erstreckt sich noch weit nach Osten. Vielleicht hat dort jemand den verlorenen Bruder gesehen oder kennt ihn gar. Der Nebelpass wird von den beiden einsamen Reitern durchquert, ungestört zu dieser späten Abendstunde. Keine Patrouille ist zu sehen, niemand hält sie auf oder spricht sie an bis sie nach Kronwalden hineinkommen.
Von Tür zu Tür gehen sie hausieren, fragen stets nach ihrem verschollenen Bruder Baldur Heyn, doch niemand scheint ihn gesehen zu haben oder kann etwas mit dem Namen anfangen. Die Hoffnung war schon fast aufgegeben, bis sie an die letzte Tür kommen.
Merrik Daske steht an dem Türschild und wie bei einigen Türen vorher wird geklopft und höflich nach Baldur gefragt. Und Tatsächlich jener Mann hatte den Namen schonmal gehört. Vor 2 oder 3 Wochenläufen hies es, in Adoran!
Das war wie ein Schlag ins Gesicht für Marus und seinen Bruder. Wenngleich sie nicht wissen was er da verloren hat und in welchem Zusammenhang Herr Daske den Namen aufgeschnappt hatte war es klar das hier mehr Wissen dahinter steckt. Dafür kennt Marus seinen Bruder einfach gut genug. Er wusste wie er reagiert, was er wollte. 'Der Zorn soll Euch leiten' heisst es nicht umsonst in Rahal und wer, wenn nicht ein Ahad, sollte darin besser sein. Unter dem Vorwand das Gesicht von Baldur sei dem von Eloriahus wie aus dem Gesicht geschnitten trat Elo an Merrik heran, nahm seinen Helm ab, damit dieser ihn besser betrachten könne und ihm dann vielleicht auch einfällt wo oder wie er den Namen Heyn schonmal vernommen hatte. Doch als Eloriahus den Mann gerade seinen Helm ins Gesicht schlagen wollte damit er und Marus freien Zugang zum Hause hätten zeigten sich die Reflexe des jungen Herrn Daske. Die Tür schlug vor ihrer Nase zu. Und nun gab es kein Halten mehr für den zornigen Ahad. Er schlug gegen die Tür, umrundete wie ein Panther auf der Pirsch das Haus und schlug mit dem Schwertknauf Scheiben ein. Zornig verlangte er Einlass, pries lautstark den Herrn.
Marus wusste dass dies ein gefährliches Unterfangen war und er wusste auch, dass diese Reaktion seines Bruders die Nachbarschaft herbeirufen könnte. Nur .. es erschien niemand. Der All-Eine hatte seinen Mantel über die beiden Brüder geworfen, schütze sie diesen Abend vor der Entdeckung und einer Auseinandersetzung. Zum Glück, sie wäre tief im Feindesland wohl kaum glücklich ausgegangen.
Nach einer geraumen Weile, in der von Innen nichts zu vernehmen war, ausser einem Ruf nach der Hure Temora, als sein Bruder sich wieder halbwegs beruhigt hatte, griff Marus nach seinen Dolch und trat nochmals an die Tür. Dort ritzte er mit Kraft, allerdings nicht sonderlich filgran, die Umrisse des Wappens der Familie Drugar hinein und fügte unten drunter die Worte 'Für Baldur Heyn' eher stylistisch an.
Sollte der verschollene Bruder tatsächlich in Adoran oder Umgebung sein, oder Bekanntschaften dort pflegen, würde er nun daran erinnert werden wer ihn sucht. Das man sich sorgt um den Mitstreiter, den Weggefährten über viele Jahre und das Familienmitglied. Und sollte er gar dort ein Gefangener sein in dieser Stadt voller Ketzer schöpft er vielleicht Hoffnung, dass er nicht vergessen wurde. Das man ihn sucht und sich um ihn sorgt, so wie es sich für einen Bruder gehört...
Ein wenig überrascht war er schon seinen Bruder den ehrenwerten Ahad Eloriahus Drugar zu treffen der in letzter Zeit doch nur schwer zu greifen war. Umso mehr freute es ihn jedoch, ist er doch im Namen der Familie und im Glauben des Herrn aufgewachsen, wohl wissend welche Reibereien es stets zwischen den Gläubigen gibt die alle ein Stück vom Kuchen haben wollen. Nur auf die Familie konnte er sich stets verlassen.
Da war er wieder, der Gedanke an die Familie. Doch wer gehört eigentlich alles dazu? Sind es nur seine Brüder und Schwestern? Seine Onkel und Tanten, Vater Mutter und was es sonst noch alles gibt? Nein die Familie ist größer. Die Schwurmänner der Familie, das Gefolge, dass sich derzeit wieder vergrößert, all jene die sich für die Familie Drugar einsetzen gehören dazu. So ist er erzogen worden, so hat er es stets gehalten.
Doch da gibt es jemanden in der Familie um den sowohl sein Bruder als auch Marus sich sorgt - Baldur Heyn. Was war aus dem alten Waffengefährten seines Bruder geworden? Erst kürzlich hat er ihn gar zum Waffenmeister der Familie erhoben aber nun ..
Verschwunden ist er, wortlos, ohne eine Verabschiedung. Sein Hausstand ist aufgelöst, keine Spur ist von ihm mehr zu finden. Weder in Rahal noch in Düstersee oder Grenzwarth.
'Wir sollten uns mal woanders umhören ob ihn jemand getroffen hat Bruder'
Und so rafften die beiden Brüder sich auf, griffen auf alte Rüstungen zurück die keinen Rang und keine Herkunft offenbaren. Halb vermummt und eher dürftig verkleidet ritten sie nach Osten, in dem festen Glauben an die Treue der Familie und besorgt um einen Mann den man als Bruder ansieht, bis nach Bajard. Auch wenn man in Bajard allerhand Neuigkeiten aufschnappen kann, wie eigentlich stets in diesem verwahrlosten Fischernest wurden sie hier nicht fündig, gleich wen sie fragten. Niemand konnte mit dem Namen Baldur Heyn etwas anfangen. Aber Gerimor ist groß und erstreckt sich noch weit nach Osten. Vielleicht hat dort jemand den verlorenen Bruder gesehen oder kennt ihn gar. Der Nebelpass wird von den beiden einsamen Reitern durchquert, ungestört zu dieser späten Abendstunde. Keine Patrouille ist zu sehen, niemand hält sie auf oder spricht sie an bis sie nach Kronwalden hineinkommen.
Von Tür zu Tür gehen sie hausieren, fragen stets nach ihrem verschollenen Bruder Baldur Heyn, doch niemand scheint ihn gesehen zu haben oder kann etwas mit dem Namen anfangen. Die Hoffnung war schon fast aufgegeben, bis sie an die letzte Tür kommen.
Merrik Daske steht an dem Türschild und wie bei einigen Türen vorher wird geklopft und höflich nach Baldur gefragt. Und Tatsächlich jener Mann hatte den Namen schonmal gehört. Vor 2 oder 3 Wochenläufen hies es, in Adoran!
Das war wie ein Schlag ins Gesicht für Marus und seinen Bruder. Wenngleich sie nicht wissen was er da verloren hat und in welchem Zusammenhang Herr Daske den Namen aufgeschnappt hatte war es klar das hier mehr Wissen dahinter steckt. Dafür kennt Marus seinen Bruder einfach gut genug. Er wusste wie er reagiert, was er wollte. 'Der Zorn soll Euch leiten' heisst es nicht umsonst in Rahal und wer, wenn nicht ein Ahad, sollte darin besser sein. Unter dem Vorwand das Gesicht von Baldur sei dem von Eloriahus wie aus dem Gesicht geschnitten trat Elo an Merrik heran, nahm seinen Helm ab, damit dieser ihn besser betrachten könne und ihm dann vielleicht auch einfällt wo oder wie er den Namen Heyn schonmal vernommen hatte. Doch als Eloriahus den Mann gerade seinen Helm ins Gesicht schlagen wollte damit er und Marus freien Zugang zum Hause hätten zeigten sich die Reflexe des jungen Herrn Daske. Die Tür schlug vor ihrer Nase zu. Und nun gab es kein Halten mehr für den zornigen Ahad. Er schlug gegen die Tür, umrundete wie ein Panther auf der Pirsch das Haus und schlug mit dem Schwertknauf Scheiben ein. Zornig verlangte er Einlass, pries lautstark den Herrn.
Marus wusste dass dies ein gefährliches Unterfangen war und er wusste auch, dass diese Reaktion seines Bruders die Nachbarschaft herbeirufen könnte. Nur .. es erschien niemand. Der All-Eine hatte seinen Mantel über die beiden Brüder geworfen, schütze sie diesen Abend vor der Entdeckung und einer Auseinandersetzung. Zum Glück, sie wäre tief im Feindesland wohl kaum glücklich ausgegangen.
Nach einer geraumen Weile, in der von Innen nichts zu vernehmen war, ausser einem Ruf nach der Hure Temora, als sein Bruder sich wieder halbwegs beruhigt hatte, griff Marus nach seinen Dolch und trat nochmals an die Tür. Dort ritzte er mit Kraft, allerdings nicht sonderlich filgran, die Umrisse des Wappens der Familie Drugar hinein und fügte unten drunter die Worte 'Für Baldur Heyn' eher stylistisch an.
Sollte der verschollene Bruder tatsächlich in Adoran oder Umgebung sein, oder Bekanntschaften dort pflegen, würde er nun daran erinnert werden wer ihn sucht. Das man sich sorgt um den Mitstreiter, den Weggefährten über viele Jahre und das Familienmitglied. Und sollte er gar dort ein Gefangener sein in dieser Stadt voller Ketzer schöpft er vielleicht Hoffnung, dass er nicht vergessen wurde. Das man ihn sucht und sich um ihn sorgt, so wie es sich für einen Bruder gehört...