Liebes Tagebuch...
Verfasst: Montag 16. September 2013, 21:16
1. Tag
Liebes Tagebuch,
gemeinsam mit meinen Kleidern und meinem gesamten Hab und Gut,
fandest auch du, oder besser gesagt dein Vorgänger,
den Weg hinab ins dunkle Meer.
Der Kapitän des Schiffes, der mich an den Hafen Rahals geleitete,
empfand es als passend meine Sachen über Bord zu werfen, als ich mich ihm verweigerte.
Anlass für mich ein neues Buch anzufangen, gab es vorerst nicht.
Doch muss ich nun gestehen, dass es Vorkommnisse gab, die es mir gut tun,
von der Seele zu reden, oder besser zu schreiben.
Kurz gefasst, ging es drunter und drüber.
Ich bewarb mich auf einem Hof als Magd und wurde sogleich angestellt,
Rasch erhielt ich die rahaler Bürgerschaft zurück.
Ich lebte auf einem Zimmer der Familie Ehrm, den Besitzern des Hofes.
Nach nur wenigen Tagen lernte ich einen jungen Mann kennen,
von dem es aber nicht weiter zu sprechen lohnt, wäre jedes Wort zu viel
und zu schade es für ihn zu verschwenden...
Geschworen, mich nur noch meiner Arbeit zu widmen, lebte ich weiter.
Ich war sehr fleißig und die Familie Ehrm war sehr stolz auf mich.
Nebst meinem Lohn erhielt ich gar das ein oder andere Geschenk,
neue Kleidung, was es mir zum Leben eben nötig war.
Herrn Ehrm bot mir an, die gegenüberliegende Taverne neben dem Hof zu übernehmen.
Bisher war sie leerstehend, wäre sie dennoch für den Hof eine große Bereicherung.
Und so wurde ich, binnen kürzester Zeit in diesem Lande, von einer einfachen Magd zu einer
Tavernenbesitzerin. Der Erfolg steht derweil jedoch noch in den Sternen...
Kommen wir nun jedoch zu dem, was mich beschäftigt, was mich verwirrt, was mich aufwühlt
und mich ebenso, seltsamer Weise, mit Freude und Glück erfüllt.
Gerade als ich für mich beschlossen hatte,
nach einem doch recht unangenehmen Fehltritt,
dass mir die Männerwelt an meinem Allerwertesten vorbeizugehen hat,
trat einer in mein Leben, der mich zu diesen Schreibereien hier veranlasst...
Doch um dich nicht unwissend zu lassen, werde ich wohl etwas weiter ausholen...
Am Tage, an welchem ich einen Schreiner in der Taverne hatte,
um die letzten Möbel aufzubauen und aufzustellen, wurde ich des Abends von einem Herren besucht.
Nichts ungewöhnliches, dass ein vorbeilaufender Mann Interesse an Gesöff in einer Taverne hegt.
Trotz, dass ich noch nicht geöffnet hatte, und auch nur wenig auf Lager war,
entschied ich mich, ihn hineinzulassen.
Ja, ich weiß auch nicht was mich da geritten hat... Doch ich hatte ein gutes Gefühl dabei.
Gesellschaft tat mir gut.
Es war ein netter Abend, wir haben uns über Belangloses unterhalten.
Wir haben viel gelacht.
Sogar als ich selbst darunter litt als ich ihn ins Wasser stieß und er mich mitriss,
war es Alles in Allem ein schöner Abend.
Und so lag ich hier in meinem Bette... Nachdem ich mich in ein Handtuch flüchtete,
brachte er mich noch zu meinem Zimmer. Ich gab ihm etwas Kleidung,
da er ja auch völlig durchnässt war... Ich habe nichts begriffen. Es war ein schöner Abend.
Seither besuchte er mich immer öfter in der Taverne.
Meist zu später Stund, als die Arbeit auf dem Acker getan war und ich mich der anstehenden
Eröffnung und dessen Planung widmen konnte.
Heute hat er mich wieder besucht, wir reden viel, Trinken eine Kleinigkeit.
Er scheint begeistert von meinen Kochkünsten.
Und irgendwie auch von mir?
Liebes Tagebuch,
gemeinsam mit meinen Kleidern und meinem gesamten Hab und Gut,
fandest auch du, oder besser gesagt dein Vorgänger,
den Weg hinab ins dunkle Meer.
Der Kapitän des Schiffes, der mich an den Hafen Rahals geleitete,
empfand es als passend meine Sachen über Bord zu werfen, als ich mich ihm verweigerte.
Anlass für mich ein neues Buch anzufangen, gab es vorerst nicht.
Doch muss ich nun gestehen, dass es Vorkommnisse gab, die es mir gut tun,
von der Seele zu reden, oder besser zu schreiben.
Kurz gefasst, ging es drunter und drüber.
Ich bewarb mich auf einem Hof als Magd und wurde sogleich angestellt,
Rasch erhielt ich die rahaler Bürgerschaft zurück.
Ich lebte auf einem Zimmer der Familie Ehrm, den Besitzern des Hofes.
Nach nur wenigen Tagen lernte ich einen jungen Mann kennen,
von dem es aber nicht weiter zu sprechen lohnt, wäre jedes Wort zu viel
und zu schade es für ihn zu verschwenden...
Geschworen, mich nur noch meiner Arbeit zu widmen, lebte ich weiter.
Ich war sehr fleißig und die Familie Ehrm war sehr stolz auf mich.
Nebst meinem Lohn erhielt ich gar das ein oder andere Geschenk,
neue Kleidung, was es mir zum Leben eben nötig war.
Herrn Ehrm bot mir an, die gegenüberliegende Taverne neben dem Hof zu übernehmen.
Bisher war sie leerstehend, wäre sie dennoch für den Hof eine große Bereicherung.
Und so wurde ich, binnen kürzester Zeit in diesem Lande, von einer einfachen Magd zu einer
Tavernenbesitzerin. Der Erfolg steht derweil jedoch noch in den Sternen...
Kommen wir nun jedoch zu dem, was mich beschäftigt, was mich verwirrt, was mich aufwühlt
und mich ebenso, seltsamer Weise, mit Freude und Glück erfüllt.
Gerade als ich für mich beschlossen hatte,
nach einem doch recht unangenehmen Fehltritt,
dass mir die Männerwelt an meinem Allerwertesten vorbeizugehen hat,
trat einer in mein Leben, der mich zu diesen Schreibereien hier veranlasst...
Doch um dich nicht unwissend zu lassen, werde ich wohl etwas weiter ausholen...
Am Tage, an welchem ich einen Schreiner in der Taverne hatte,
um die letzten Möbel aufzubauen und aufzustellen, wurde ich des Abends von einem Herren besucht.
Nichts ungewöhnliches, dass ein vorbeilaufender Mann Interesse an Gesöff in einer Taverne hegt.
Trotz, dass ich noch nicht geöffnet hatte, und auch nur wenig auf Lager war,
entschied ich mich, ihn hineinzulassen.
Ja, ich weiß auch nicht was mich da geritten hat... Doch ich hatte ein gutes Gefühl dabei.
Gesellschaft tat mir gut.
Es war ein netter Abend, wir haben uns über Belangloses unterhalten.
Wir haben viel gelacht.
Sogar als ich selbst darunter litt als ich ihn ins Wasser stieß und er mich mitriss,
war es Alles in Allem ein schöner Abend.
Und so lag ich hier in meinem Bette... Nachdem ich mich in ein Handtuch flüchtete,
brachte er mich noch zu meinem Zimmer. Ich gab ihm etwas Kleidung,
da er ja auch völlig durchnässt war... Ich habe nichts begriffen. Es war ein schöner Abend.
Seither besuchte er mich immer öfter in der Taverne.
Meist zu später Stund, als die Arbeit auf dem Acker getan war und ich mich der anstehenden
Eröffnung und dessen Planung widmen konnte.
Heute hat er mich wieder besucht, wir reden viel, Trinken eine Kleinigkeit.
Er scheint begeistert von meinen Kochkünsten.
Und irgendwie auch von mir?