vom Brauerssohn zum... Magier?!
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Merrik Daske
vom Brauerssohn zum... Magier?!
ERWACHEN
Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere, er stand morgens auf,
frühstückte, machte sich auf den Weg nach Adoran,
wo er seinen Dienst antrat. Er war zwar noch vom Lagerleben vom Turmbau völlig erledigt,
aber geflissentlich ging er seinem Dienst nach. Eine Patrouille durch Adoran,
einige Stunden Torwache. Beides ohne große Vorkommnisse.
Dienstschluss, vorerst. Doch seine Wege führten ihn nicht nach Kronwalden,
nach Hause. Sie führten ihn weiter Nordwerts, nach berchgard, oder um etwas genauer zu sein zum Unheilsberg.
Er rüstete sich mit seiner diamantenen Kettenrüstung
und nahm seinen Drachenschild und seinen Stoßdolch zur Hand ehe er den Unheilsberg betrat.
Auch wenn der Nahkampf nicht seine Stärke ist, wurde ihm nahegelegt, dass er jenen trainieren solle.
Und das tat er auch mit dem selben Ehrgeiz mit dem er an jede Herausforderung ran ging.
Der Vorraum wurde zügig gesäubert. Einige Banditen,
Riesenspinnen, die üblichen Massen an riesigen Fledermäusen die von der Decke fallen.
Alles kein Problem für ihn. Die Zweiköpfe zeigten sich da schon etwas robuster,
doch auch gegen diese hatte er kaum Probleme zu bestehen,
wenn er nicht gerade gegen mehrere auf einmal antreten muss.
Er kämpfte sich den Weg bis zu den Zyklopen am anderen Ende der Höhle.
Diese waren jedoch deutlich stärker. Er wusste, dass er hier zu seinem Bogen wechseln muss.
Also steckte er Schild und Stoßdolch weg und zückte seinen Bogen.
Die ersten Zyklopen gingen zügig wie immer zu Boden und ebenso einfach, da er stets auf Abstand blieb.
In der einen Ecke des Zyklopenteils waren, wie immer, ein paar Goblins, welche ihn schon ins Auge gefasst hatten.
Diese kleinen gierigen Biester wurden von seiner glänzenden Rüstung geradezu angezogen.
Einige von ihnen schossen ihm Pfeile entgegen, andere warfen mit Feuerbällen.
Doch als die ersten paar von ihnen zu Boden gingen kamen noch viel mehr von ihnen aus den Ritzen in der Wand gekrochen, viel mehr als er bisher gesehen hatte.
Er war derweil deutlich angespannter als am Anfang,
doch schien er die Situation völlig unter Kontrolle zu haben.
Doch ein durch und durch tiefes und böses Grummeln erklang direkt hinter ihm.
Er hatte sich derweil so sehr auf die Goblins konzentriert,
dass er nicht mehr mitbekommen hatte was hinter ihm vor sich ging.
Ruckartig drehte er sich um und direkt vor ihm baute sich ein Zyklop auf.
In seiner riesigen Pranke hielt er einen ebenso riesigen Hammer,
welchen er bedrohlich in die Luft hielt und war im Begriff jenen jeden Moment auf ihn nieder rasen zu lassen.
Merrik machte zwei Schritte nach hinten,
wobei er jedoch über einen Stein stolperte und auf den Rücken fiel.
Sein Puls raste, sein Blick fixierte sich auf den tödlichen Hammer.
Eher panisch spannte er einen Pfeil welchen er auf den Zyklopen schoss.
Diese traf ihn jedoch nur in der Brust, was den Zyklopen nur noch wütender machte.
Der Hammer sauste ihm entgegen, keine Zeit mehr einen weiteren Pfeil zu schießen.
Das einzige zu dem er noch fähig war, war schützend seine Arme vor sich zu halten.
Unendlich viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf.
Sein Vater, das Regiment, seine Nachbarn, alles was er je getan hatte, was er geleistet hatte, erreicht.
Alles wäre mit einem einzigen Schlag zu Nichte gemacht worden. Was könnte ihn retten?
Unendlich viele Möglichkeiten schossen ihm binnen Sekunden durch den Kopf.
Er hätte aufmerksamer sein müssen. Ein Brandpfeil hätte dem Zyklopen in Brand setzen können.
Doch jetzt könnte ihn nur noch ein Wunder retten.
Ein letzter Gedanke an Feuer ehe der Zyklop in Flammen aufging und schreiend den Hammer weg schmiss,
welcher nun keine Bedrohung mehr für Merrik darstelle.
Mit einer Mischung aus unendlicher Erleichterung und Verwunderung blickte er zum brennenden Zyklopen.
Er konnte sich immer noch nicht bewegen, doch das war im Moment egal,
er war außer Gefahr. Sogar die Goblins hatten sich derweil aus dem Staub gemacht.
Der Zyklop ging zu Boden und brannte noch einen kurzen Moment weiter, ehe das Feuer ebenso schnell wie es gekommen war erlosch. Langsam erhobt sich Merrik und starrte erst eine Weile in Richtung des Zyklopen ehe er sich umsah.
Nichts.
Niemand.
Keiner den er für das entzünden des Zyklopen hätte verantwortlich machen können.
Er hatte schon oft gesehen, dass die Frau Oberstleutnant etwas in Brand steckte, doch er?
Es war definitiv ein normaler Pfeil den er auf den Zyklopen schoss, er hatte keine anderen dabei. Es war die einzig logische Erklärung:
Er war für das Entflammen des Zyklopen zuständig. Niemand sonst.
Wankend verließ er die Höhle und machte sich auf den Weg, zurück nach Adoran,
zu einzigen Person an welche er gerade dachte, welche ihm das gerade geschehene erklären könnte.
Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere, er stand morgens auf,
frühstückte, machte sich auf den Weg nach Adoran,
wo er seinen Dienst antrat. Er war zwar noch vom Lagerleben vom Turmbau völlig erledigt,
aber geflissentlich ging er seinem Dienst nach. Eine Patrouille durch Adoran,
einige Stunden Torwache. Beides ohne große Vorkommnisse.
Dienstschluss, vorerst. Doch seine Wege führten ihn nicht nach Kronwalden,
nach Hause. Sie führten ihn weiter Nordwerts, nach berchgard, oder um etwas genauer zu sein zum Unheilsberg.
Er rüstete sich mit seiner diamantenen Kettenrüstung
und nahm seinen Drachenschild und seinen Stoßdolch zur Hand ehe er den Unheilsberg betrat.
Auch wenn der Nahkampf nicht seine Stärke ist, wurde ihm nahegelegt, dass er jenen trainieren solle.
Und das tat er auch mit dem selben Ehrgeiz mit dem er an jede Herausforderung ran ging.
Der Vorraum wurde zügig gesäubert. Einige Banditen,
Riesenspinnen, die üblichen Massen an riesigen Fledermäusen die von der Decke fallen.
Alles kein Problem für ihn. Die Zweiköpfe zeigten sich da schon etwas robuster,
doch auch gegen diese hatte er kaum Probleme zu bestehen,
wenn er nicht gerade gegen mehrere auf einmal antreten muss.
Er kämpfte sich den Weg bis zu den Zyklopen am anderen Ende der Höhle.
Diese waren jedoch deutlich stärker. Er wusste, dass er hier zu seinem Bogen wechseln muss.
Also steckte er Schild und Stoßdolch weg und zückte seinen Bogen.
Die ersten Zyklopen gingen zügig wie immer zu Boden und ebenso einfach, da er stets auf Abstand blieb.
In der einen Ecke des Zyklopenteils waren, wie immer, ein paar Goblins, welche ihn schon ins Auge gefasst hatten.
Diese kleinen gierigen Biester wurden von seiner glänzenden Rüstung geradezu angezogen.
Einige von ihnen schossen ihm Pfeile entgegen, andere warfen mit Feuerbällen.
Doch als die ersten paar von ihnen zu Boden gingen kamen noch viel mehr von ihnen aus den Ritzen in der Wand gekrochen, viel mehr als er bisher gesehen hatte.
Er war derweil deutlich angespannter als am Anfang,
doch schien er die Situation völlig unter Kontrolle zu haben.
Doch ein durch und durch tiefes und böses Grummeln erklang direkt hinter ihm.
Er hatte sich derweil so sehr auf die Goblins konzentriert,
dass er nicht mehr mitbekommen hatte was hinter ihm vor sich ging.
Ruckartig drehte er sich um und direkt vor ihm baute sich ein Zyklop auf.
In seiner riesigen Pranke hielt er einen ebenso riesigen Hammer,
welchen er bedrohlich in die Luft hielt und war im Begriff jenen jeden Moment auf ihn nieder rasen zu lassen.
Merrik machte zwei Schritte nach hinten,
wobei er jedoch über einen Stein stolperte und auf den Rücken fiel.
Sein Puls raste, sein Blick fixierte sich auf den tödlichen Hammer.
Eher panisch spannte er einen Pfeil welchen er auf den Zyklopen schoss.
Diese traf ihn jedoch nur in der Brust, was den Zyklopen nur noch wütender machte.
Der Hammer sauste ihm entgegen, keine Zeit mehr einen weiteren Pfeil zu schießen.
Das einzige zu dem er noch fähig war, war schützend seine Arme vor sich zu halten.
Unendlich viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf.
Sein Vater, das Regiment, seine Nachbarn, alles was er je getan hatte, was er geleistet hatte, erreicht.
Alles wäre mit einem einzigen Schlag zu Nichte gemacht worden. Was könnte ihn retten?
Unendlich viele Möglichkeiten schossen ihm binnen Sekunden durch den Kopf.
Er hätte aufmerksamer sein müssen. Ein Brandpfeil hätte dem Zyklopen in Brand setzen können.
Doch jetzt könnte ihn nur noch ein Wunder retten.
Ein letzter Gedanke an Feuer ehe der Zyklop in Flammen aufging und schreiend den Hammer weg schmiss,
welcher nun keine Bedrohung mehr für Merrik darstelle.
Mit einer Mischung aus unendlicher Erleichterung und Verwunderung blickte er zum brennenden Zyklopen.
Er konnte sich immer noch nicht bewegen, doch das war im Moment egal,
er war außer Gefahr. Sogar die Goblins hatten sich derweil aus dem Staub gemacht.
Der Zyklop ging zu Boden und brannte noch einen kurzen Moment weiter, ehe das Feuer ebenso schnell wie es gekommen war erlosch. Langsam erhobt sich Merrik und starrte erst eine Weile in Richtung des Zyklopen ehe er sich umsah.
Nichts.
Niemand.
Keiner den er für das entzünden des Zyklopen hätte verantwortlich machen können.
Er hatte schon oft gesehen, dass die Frau Oberstleutnant etwas in Brand steckte, doch er?
Es war definitiv ein normaler Pfeil den er auf den Zyklopen schoss, er hatte keine anderen dabei. Es war die einzig logische Erklärung:
Er war für das Entflammen des Zyklopen zuständig. Niemand sonst.
Wankend verließ er die Höhle und machte sich auf den Weg, zurück nach Adoran,
zu einzigen Person an welche er gerade dachte, welche ihm das gerade geschehene erklären könnte.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:45, insgesamt 5-mal geändert.
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Merrik Daske
Etwas wirren Blickes und gedanklich noch ganz an dem Ort, an dem sie eben noch verweilte schlenderte sie durch die immernoch warmen Gassen Adorans.
Sie war sich ganz sicher, eben waren sie noch da gewesen.
Als sie sich mit der jungen Magierin unterhalten hatte, völlig in das interessante Thema vertieft,
in freudiger Erwartungen des baldigen gemeinsamen Projektes.. Aber dann... Ob sie, sie hatte stehen lassen?
Der Stein unter den Füßen war noch angewärmt von den Sonnenstrahlen des Tages und schloss für einen kurzen Moment die Augen.
'Ihr suchtet doch die Frau Oberlsteutnant?'
Eine bekannte Stimme riß sie aus ihrem immernoch warmen Tagtraum.
Ärgerlich.
Die Erscheinung der vertrauten Mischung des Farbenspiels in Rot-Gold vor ihr, liess sie den Gedanken an die warme Sommerwiese zur Seite schieben.
Dann also die Arbeit.
Der ungewöhnliche Wunsch des Gardisten einmal das Konzil betreten zu dürfen, führte zu einem fragenden Blick ihrerseits, aber heute war sie eindeutig
zu müde um weitere Fragen zu stellen, also würde sie sich eben dort dem Problem annehmen. Was auch immer nun schon wieder geschehen war.
Kaum die Räumlichkeiten betreten, kam ihr ihr Verlust wieder in den Sinn, erneut sah sie sich um.
Vielleicht waren sie ja hier?
Dabei lauschte sie den Worten des Gardisten, eine Jagd... Sicherlich Rahaler, wir hatten sie in letzter Zeit immer wieder einmal auf unserem Gebiet.
Was dann jedoch kam, ließ sie erneut vergessen, dass sie eigentlich Etwas suchte.
Es wäre auch ungewöhnlich gewesen, wenn es einfach einmal ein völlig normaler Bericht gewesen wäre, der sie da erwartet hätte.
Sie konnte sich noch wage daran erinnern wie sich damals ihr Leben verändert hatte, von einem Herzschlag auf den Nächsten.
Damit war der kleine selbst erlittene Verlust völlig vergessen.
Sehr viel später als sie die vertrauten Hallen hinter sich ließ, ein Lächeln auf den Lippen, bemerkte sie kaum noch, dass der Boden inzwischen merklich
abgekühlt hatte, von der Restwärme der Sonne war nichts mehr geblieben.
Dafür wärmte sie ein völlig anderer Gedanke:
Die neue Klasse würde von einem neuen Schüler mehr beseelt werden.
Sie war sich ganz sicher, eben waren sie noch da gewesen.
Als sie sich mit der jungen Magierin unterhalten hatte, völlig in das interessante Thema vertieft,
in freudiger Erwartungen des baldigen gemeinsamen Projektes.. Aber dann... Ob sie, sie hatte stehen lassen?
Der Stein unter den Füßen war noch angewärmt von den Sonnenstrahlen des Tages und schloss für einen kurzen Moment die Augen.
'Ihr suchtet doch die Frau Oberlsteutnant?'
Eine bekannte Stimme riß sie aus ihrem immernoch warmen Tagtraum.
Ärgerlich.
Die Erscheinung der vertrauten Mischung des Farbenspiels in Rot-Gold vor ihr, liess sie den Gedanken an die warme Sommerwiese zur Seite schieben.
Dann also die Arbeit.
Der ungewöhnliche Wunsch des Gardisten einmal das Konzil betreten zu dürfen, führte zu einem fragenden Blick ihrerseits, aber heute war sie eindeutig
zu müde um weitere Fragen zu stellen, also würde sie sich eben dort dem Problem annehmen. Was auch immer nun schon wieder geschehen war.
Kaum die Räumlichkeiten betreten, kam ihr ihr Verlust wieder in den Sinn, erneut sah sie sich um.
Vielleicht waren sie ja hier?
Dabei lauschte sie den Worten des Gardisten, eine Jagd... Sicherlich Rahaler, wir hatten sie in letzter Zeit immer wieder einmal auf unserem Gebiet.
Was dann jedoch kam, ließ sie erneut vergessen, dass sie eigentlich Etwas suchte.
Es wäre auch ungewöhnlich gewesen, wenn es einfach einmal ein völlig normaler Bericht gewesen wäre, der sie da erwartet hätte.
Sie konnte sich noch wage daran erinnern wie sich damals ihr Leben verändert hatte, von einem Herzschlag auf den Nächsten.
Damit war der kleine selbst erlittene Verlust völlig vergessen.
Sehr viel später als sie die vertrauten Hallen hinter sich ließ, ein Lächeln auf den Lippen, bemerkte sie kaum noch, dass der Boden inzwischen merklich
abgekühlt hatte, von der Restwärme der Sonne war nichts mehr geblieben.
Dafür wärmte sie ein völlig anderer Gedanke:
Die neue Klasse würde von einem neuen Schüler mehr beseelt werden.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Merrik Daske
Ein seltsamer Lehrer
Am abend war Unterricht. Doch nicht vom Konzil. Er ging zum Regiment wo einer der Korporäle den Unterricht für den Abend vorbereitet hatte.
Rüst- und Waffenkunde war das Thema, durchaus interessant, doch mit den Gedanken war er ganz wo anders.
Er dachte an seinen Ort der Ruhe, jenen, welchen er aufbekommen hatte zu finden, jenen, welchen er sich einprägen sollte um ihn jederzeit vor Augen zu haben.
Seine Antworten waren, wenn er denn eine gab, eher sporadisch und recht untypisch korrekt für ihn.
Doch es reicht um nicht angeschrien oder gar betraft zu werden allemal.
Ein Lauf nach Berchgard zum Ende hin, ein wenig körperliche Ertüchtigung, im Prinzip das, was er fast jeden Abend machte.
Nur an den letzten Abenden tat er es nicht.
Er musste noch mit Candidata Belfa sprechen, zum Erlernen der Meditation.
Er kapselte sich vom Rest des Teils der Truppe, welche heute Abend am Unterricht teil genommen hatten, ab und fuhr mit der Kutsche zurück nach Adoran.
Seine Gedanken verloren sich derweil irgendwo, doch immer wieder landeten sie bei Nyome.
Er mochte sie, keine Frage. Sogar sehr. Aber sie war jetzt eine Vorgesetzte.
Er fand sie auf einer der Brücken in Adoran, zusammen mit Ninus. Sie fragte Merrik ob er den Ort auch wirklich im Gedächtniss habe und nicht une gefunden.
Natürlich hatte er das. So willigte sie ein ihm zu zeigen wie man am besten meditiert. Ninus war das wohl zu langweilig, denn er machte sich auf den Weg zum Kloster.
Die beiden kamen nur kleines Stück weit. Nicht weit Westlich des Kessels standen zwei, Merrik unbekannte, Männer und Arenvir, welche sich unterhielten.
Die beiden hielten an und stellt sich in etwa dazu. Einige Worte wurden gewechselt, teilweise Dinge die Merrik nicht verstand, was aber wohl eher darauf zurück zu führen war, dass er nur so halb zuhörte.
Nach einigem Hin und Her wurde er den Unbekannten vorgestellt; Aram Inos und ein gewisser Lohengrinn, auch beides Mitglieder des Konzils.
Die Namen hatte er schonmal gelesen, sie waren beide Lehrer von ihm.
Nach ein par weiteren Worten, dem kauf von 100 Säcken Salz und dem Dazustoßen eines weiteren Mannes, auch ein Lohengrinn, wohl auch Cupitor wie Merrik, blieb, Merrik bedauerte dies sehr, der Unterricht mit Nyome aus und Magus Lohengrinn setzte einen Spontanunterricht an.
Sie gingen also zu viert - Magus und Cupitor Lohengrin, Nyome und er – in die Bibliothek Adorans wo der Spontanunterricht statt finden sollte.
Es ist nicht so, dass Merrik nicht interessiert war, doch schien ihm der Unterricht etwas seltsam.
Es wurde laut vorgelesen, wohl um zu prüfen wie gut die Cupitore lesen können. Ein Buch über die innige Beziehung von Soldaten.
Daraufhin wurde das Gelesene interpretiert, gefolgt von einem Buch über Goblins, die kleinsten, unwichtigsten, am wenigsten beachteten Kreaturen Gerimors.
Kurz um, es war seltsam.
Doch hatte der Unterricht auch etwas gutes:
Merrik bekam eine Aufgabe. Er soll sich salz zur Hand nehmen – wie gut, dass er gerade etwas gekauft hatte – es in ein Feuer werfen und Protokolieren was er beobachtet.
Er fragte sich war, wenn auch kurz, was das mit Magie zu tun habe, aber sicher gehörte das wohl eher zum Alchemistischen Teil.
Spät am Abend war er endlich zu Hause angekommen. Im Rucksack einiges an Salz, eine feuerstelle würde er schon auftreiben, oder am besten gleich mehrere.
Er ging in den Keller und legte das Salz parat, ehe er das ganze Haus nach jeglichen Feuern absuchte und ebenfalls in dne keller schleppte.
Eine Kohleschale, eine Fackel, eine Kerze, er hatte ein bischen was zusammen bekommen.
Und ebendso ein kleines Buch nahm er mit, wie sollte er auch sonst aufschreiben was er zu sehen bekommt.
Er nahm einen Kohlestift zur Hand und schrieb, gut leserlich, auf das Buch "Feuer und die Tränen Eluives".
Zuerst die Kerze. Er stellte die Kerze vor sich hin und legte das Salz bereit. Notierte den Aufbau möglichst genau, ehe er das Salz in die Flamme der Kerze fallen lies.
Ein kurzes kaum sichtbares Aufflammen förderte das Salz zum Vorschein.
Geflissentlich wird es notiert. Ein kurzes gelbliches Aufleuchten. Das Salz bleibt unverändert.
Die Fackel folgt. Das Salz wird drauf gesträut und das vorherige Aufleuchten ist nun als ein etwas andauerndes gelbes Leuchten zu erkennen. Auch dies wird notiert.
Schlussendlich die Kohlepfanne. Er nahm eine etwas größere Menge Salz zur Hand und schüttete jene in die Glut. Ein helles gelbes aufleuchten wie zuvpor, nun mag die Farbe sogar an die sandige Wüste erinnern. Es dauerte eine Weile bis das gelbe Leuchten nachlies. Und genau so wurde es notiert.
Er klappte das Buch mit den Notizen zu und räumte lles wieder da hin wo es hin gehört, ehe er sich schlafen legte, der Tag war lang und anstrengend, aber durchaus interessant.
[ooc.: jegliche Chemische Reaktionen auf das Salz sind (fast) frei erfunden, bzw. auf Alathair etwas angepasst]
Am abend war Unterricht. Doch nicht vom Konzil. Er ging zum Regiment wo einer der Korporäle den Unterricht für den Abend vorbereitet hatte.
Rüst- und Waffenkunde war das Thema, durchaus interessant, doch mit den Gedanken war er ganz wo anders.
Er dachte an seinen Ort der Ruhe, jenen, welchen er aufbekommen hatte zu finden, jenen, welchen er sich einprägen sollte um ihn jederzeit vor Augen zu haben.
Seine Antworten waren, wenn er denn eine gab, eher sporadisch und recht untypisch korrekt für ihn.
Doch es reicht um nicht angeschrien oder gar betraft zu werden allemal.
Ein Lauf nach Berchgard zum Ende hin, ein wenig körperliche Ertüchtigung, im Prinzip das, was er fast jeden Abend machte.
Nur an den letzten Abenden tat er es nicht.
Er musste noch mit Candidata Belfa sprechen, zum Erlernen der Meditation.
Er kapselte sich vom Rest des Teils der Truppe, welche heute Abend am Unterricht teil genommen hatten, ab und fuhr mit der Kutsche zurück nach Adoran.
Seine Gedanken verloren sich derweil irgendwo, doch immer wieder landeten sie bei Nyome.
Er mochte sie, keine Frage. Sogar sehr. Aber sie war jetzt eine Vorgesetzte.
Er fand sie auf einer der Brücken in Adoran, zusammen mit Ninus. Sie fragte Merrik ob er den Ort auch wirklich im Gedächtniss habe und nicht une gefunden.
Natürlich hatte er das. So willigte sie ein ihm zu zeigen wie man am besten meditiert. Ninus war das wohl zu langweilig, denn er machte sich auf den Weg zum Kloster.
Die beiden kamen nur kleines Stück weit. Nicht weit Westlich des Kessels standen zwei, Merrik unbekannte, Männer und Arenvir, welche sich unterhielten.
Die beiden hielten an und stellt sich in etwa dazu. Einige Worte wurden gewechselt, teilweise Dinge die Merrik nicht verstand, was aber wohl eher darauf zurück zu führen war, dass er nur so halb zuhörte.
Nach einigem Hin und Her wurde er den Unbekannten vorgestellt; Aram Inos und ein gewisser Lohengrinn, auch beides Mitglieder des Konzils.
Die Namen hatte er schonmal gelesen, sie waren beide Lehrer von ihm.
Nach ein par weiteren Worten, dem kauf von 100 Säcken Salz und dem Dazustoßen eines weiteren Mannes, auch ein Lohengrinn, wohl auch Cupitor wie Merrik, blieb, Merrik bedauerte dies sehr, der Unterricht mit Nyome aus und Magus Lohengrinn setzte einen Spontanunterricht an.
Sie gingen also zu viert - Magus und Cupitor Lohengrin, Nyome und er – in die Bibliothek Adorans wo der Spontanunterricht statt finden sollte.
Es ist nicht so, dass Merrik nicht interessiert war, doch schien ihm der Unterricht etwas seltsam.
Es wurde laut vorgelesen, wohl um zu prüfen wie gut die Cupitore lesen können. Ein Buch über die innige Beziehung von Soldaten.
Daraufhin wurde das Gelesene interpretiert, gefolgt von einem Buch über Goblins, die kleinsten, unwichtigsten, am wenigsten beachteten Kreaturen Gerimors.
Kurz um, es war seltsam.
Doch hatte der Unterricht auch etwas gutes:
Merrik bekam eine Aufgabe. Er soll sich salz zur Hand nehmen – wie gut, dass er gerade etwas gekauft hatte – es in ein Feuer werfen und Protokolieren was er beobachtet.
Er fragte sich war, wenn auch kurz, was das mit Magie zu tun habe, aber sicher gehörte das wohl eher zum Alchemistischen Teil.
Spät am Abend war er endlich zu Hause angekommen. Im Rucksack einiges an Salz, eine feuerstelle würde er schon auftreiben, oder am besten gleich mehrere.
Er ging in den Keller und legte das Salz parat, ehe er das ganze Haus nach jeglichen Feuern absuchte und ebenfalls in dne keller schleppte.
Eine Kohleschale, eine Fackel, eine Kerze, er hatte ein bischen was zusammen bekommen.
Und ebendso ein kleines Buch nahm er mit, wie sollte er auch sonst aufschreiben was er zu sehen bekommt.
Er nahm einen Kohlestift zur Hand und schrieb, gut leserlich, auf das Buch "Feuer und die Tränen Eluives".
Zuerst die Kerze. Er stellte die Kerze vor sich hin und legte das Salz bereit. Notierte den Aufbau möglichst genau, ehe er das Salz in die Flamme der Kerze fallen lies.
Ein kurzes kaum sichtbares Aufflammen förderte das Salz zum Vorschein.
Geflissentlich wird es notiert. Ein kurzes gelbliches Aufleuchten. Das Salz bleibt unverändert.
Die Fackel folgt. Das Salz wird drauf gesträut und das vorherige Aufleuchten ist nun als ein etwas andauerndes gelbes Leuchten zu erkennen. Auch dies wird notiert.
Schlussendlich die Kohlepfanne. Er nahm eine etwas größere Menge Salz zur Hand und schüttete jene in die Glut. Ein helles gelbes aufleuchten wie zuvpor, nun mag die Farbe sogar an die sandige Wüste erinnern. Es dauerte eine Weile bis das gelbe Leuchten nachlies. Und genau so wurde es notiert.
Er klappte das Buch mit den Notizen zu und räumte lles wieder da hin wo es hin gehört, ehe er sich schlafen legte, der Tag war lang und anstrengend, aber durchaus interessant.
[ooc.: jegliche Chemische Reaktionen auf das Salz sind (fast) frei erfunden, bzw. auf Alathair etwas angepasst]
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:46, insgesamt 5-mal geändert.
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Merrik Daske
Es war schon recht spät am Abend als seine geliebte naema und er zuammen im Glaubenshaus saßen und den Tag ausklingen ließen.
Zugegebener maßen, Naema trat in einige Fettnäpfchen und musste, was sie wohl eher tat, da sie die Lehre am Konzil nicht aufgeben wollte, sogar bei Magus Lohengrinn entschuldigen.
Luft und Erde - Freigeisitgkeit und Sturrheit.
Das traf es doch im Moment recht gut.
Trotzalledem war er glücklich sie an seiner Seite zu haben,
was er ihr des öfteren bewiesen hatte, ein meisterlich gefertigtes graviertes Schmuckstück wechselte den Besitzer.
Er schenkte es ihr am Vortag, ein diamantener Armreif, mit einem N und einem M eingraviert, verziehrt mit des Tier Phanodains, einem Fuchs.
In einem dunklen Rot schimmerte die Gravur vor sich hin, ein Zeichen seiner Liebe.
Auch wenn sie es nur in Privater Kluft trägt, war er überglücklich, denn er wusste, dass es ihr gefiel, auch wenn er selbst eher auf das Geschenk eines wohl existierenden Konkurenten, werder er noch sie wusste wer es war, reagierte. Wohlmöglich hätte er ihr viel später Schmuck geschenkt.
Des öfteren kam das Thema, meist war Ninus daran 'schuld' auf, was es bedeutete, wenn ein Mann einer Frau Schmuck schenkt. Und merrik war sich dessen stets mehr als bewusst.
Wobei .. im Kodex stand nichts von Schmuckverbot ...
Die Ruhe Naemas und Merriks beim Essen an jenem Abend wurde von dem markanten Geräusch einer sich öffnenden Metalltür gestört, gefolgt von einem Schluchzen und schniefen, welches Merrik nur zu gut bekannt war.
Ninus!
Er tapste, deutlich aufgewühlt und unrugih, in die Küche zu den beiden.
Merrik spürte, dass etwas nicht in Ordnung war, eindeutig nicht.
Ninus erzählte von seinem Besuch in Schwingenstein, bei Majalin.
Er berichtete von einer unheimlichen aufkommenden Kälte,
ein mächtiges Raubtier, welchen uasserhalb des hauses umher schlich.
Maja und 'zwei Nordleute' seien aus dem haus gegangen, um sich von dem, was auch immer da draussen rum schlich, ein Bild zu machen.
Man hörte förmlich wie unvernünftig Ninus das fand. Raus gehen, wo es gefährlich war.
Auf dem Rückweg nach Adoran habe er dann sogar ein totes Pferd gesehen, welches wohl ziemlich böse zugerichtet wurde.
Mitten in Schwingenstein am Stall...
Merrik schickte einige Stoßgebete zu den Göttern ehe er wieder zu dem kleinen sah.
Natürlich musste er seinen kameraden bescheid geben, das Regiment musste davon erfahren, Wachen aufgestellt werden, regelmäßige Patrouillen mussten durchgeführt werden ...
Seine gedanken unterbracht ein lautes Gebrüll.
ARDAN?!
hallte es durch das Glaubenshaus.
Ninus schrack bei dem Aufschrei zusammen und verkroch sich hinter Merrik, welcher selbst zum Eingangsbereich stiefelte und nachsah, wer denn da so rum brüllte.
Es war ein kleiner kräftiger Kalur.
Er suchte Ardan, welcher ihm zeigen sollte wo ihre Erlaucht jetzt wohnt.
Nach einigem Hin und Her fragte Merrik ihn, ob er etwas von den geschehnissen in Schwingenstein mitbekommen hatte.
Der Kalur verneinte die Frage nur.
Ein kurzer Bericht, und die Befürchtung, dass Alatar selbst sein Unwesen dort treibt, brachten den Kaluren in Rage.
"Ach die Drecksau! Sach das doch gleich, dann war ich ja schon iel früher stinkend sauer geworden..
dem geh ich aufs Maul hauen.."
Der Kalur, er hatte sich mitlerweile als Ingish Felshammer vorgestellt, war voller Tatendrang und wollte wirkllich nach Schwingenstein.
Der Gardist in Merrik musste mitgehen, auch wenn er keine Uniform dabei hatte.
Ninus wurde angehalten im glaubenshaus zu bleiben, hier war er in Sicherheit.
Auf dem Weg durch Adoran machte merrik einen Abstecher in den Bunten Kessel, da war fast immer etwas los. So wie auch an diesem Abend.
Korporal Talianna und Gardist Eichengrund.
Perfekt!
Ein hastiger bericht ehe sich die beiden rüsteten und folgten.
So eilten sie also zu viert nach Schwingenstein.
Auf dem Weg dorthin fielen ihnen schon einige seltsame Dinge auf;
agressive Wildtiere, wo sonst nie welche waren,
eine extreme Stille, kein Vogel zwitscherte, dabei hörte man jede nacht mindestens einen vor sich hin trällern,
und zusätzlich, diese drückende Kälte.
Merrik wahr nicht wohl bei der Sache, irgendetwas war hier faul.
Ein kurzes Gespräch mit den Klosterwachen, welche es wohl nicht für nötig hielten irgendetwas zu tun, ehe sie Schwingenstein durchkämmten.
Der erste zerfetzte Tierkadaver wurde schnell aufindig gemacht.
Ein pferd wurde direkt neben dem Stall gerissen, zerfetzt und dann einfach dort liegen gelassen.
Weiter Südöstlich wurden drei weitere Tierkadaver gefunden, ebendso zerfetzt, mit Prankenhiegen und Bisswunden übersäht.
Was auch immer das war, die Morde geschahen aus Lust am Leid seiner Ofper, keineswegs fielen diese Tiere einem hungrigen Raubtier zum Opfer, es sei denn ihm dürstete es nach den Schmerzen und dem Leid der Tiere.
die gesammte Gegen wurde von einer unheimlichen Ruhe heimgesucht, als habe sich alles vor lauter Ange verkrochen, oder als sei ihnen der Atem gestockt, dass sie letzten Endes erstickt sind.
Sie rückten wiederab, ein kurzer Marsch zum Turm, dann wieder nach Adoran, ohne Ingosh.
Korporal Talianna orderte einige Wachtruppen nach Schwingenstein, uns war allen klar, dass wir die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen mussten.
Und wieder kam merrik die idee eines Mauerbauen zum Schutze Schwingensteins. Auch wenn diese idee immer wieder auf taube Ohren zu stoßen schien.
Spät war es als Merrik sich auf den Weg nac hKronwalden begab und auf dem ganzen Weg dorthin hatte er ein ungutes Gefühl, als sei er nicht sicher.
Doch er musste nach Hause, noch so viel war zu schreiben, ein bericht für das Regiment, eine Aufarbeitung seiner Unterrichtsnotizen, eine Zusammenfassung des zweiten Unterrichts Lohenginns...
Als er endlich in seinem Haus war seufzte er erleichtert auf, lies Umhang und Schwertscheide zu Boden fallen und stiefelte einfach nach oben.
Er war zu gerädert, zu erschöpft um jetzt noch irgendetwas zu tun.
Er lies sich in das Doppelbett fallen, welches er seit neustem hatte, und versuchte zu schlafen.
Er welste sich hin und her, unruhig. Die ganze Zeit plagten ihn Gedanken, was hatte es mit dem Wesen bei Schwingenstein auf sich? War er noch sicher wo er war? War seine Liebste Naema sicher?
Die Gedanken raubten ihm den Schlaf, also beschloss er, sich an die Schreiben machen, welche es noch zu verfassen galt.
Zugegebener maßen, Naema trat in einige Fettnäpfchen und musste, was sie wohl eher tat, da sie die Lehre am Konzil nicht aufgeben wollte, sogar bei Magus Lohengrinn entschuldigen.
Luft und Erde - Freigeisitgkeit und Sturrheit.
Das traf es doch im Moment recht gut.
Trotzalledem war er glücklich sie an seiner Seite zu haben,
was er ihr des öfteren bewiesen hatte, ein meisterlich gefertigtes graviertes Schmuckstück wechselte den Besitzer.
Er schenkte es ihr am Vortag, ein diamantener Armreif, mit einem N und einem M eingraviert, verziehrt mit des Tier Phanodains, einem Fuchs.
In einem dunklen Rot schimmerte die Gravur vor sich hin, ein Zeichen seiner Liebe.
Auch wenn sie es nur in Privater Kluft trägt, war er überglücklich, denn er wusste, dass es ihr gefiel, auch wenn er selbst eher auf das Geschenk eines wohl existierenden Konkurenten, werder er noch sie wusste wer es war, reagierte. Wohlmöglich hätte er ihr viel später Schmuck geschenkt.
Des öfteren kam das Thema, meist war Ninus daran 'schuld' auf, was es bedeutete, wenn ein Mann einer Frau Schmuck schenkt. Und merrik war sich dessen stets mehr als bewusst.
Wobei .. im Kodex stand nichts von Schmuckverbot ...
Die Ruhe Naemas und Merriks beim Essen an jenem Abend wurde von dem markanten Geräusch einer sich öffnenden Metalltür gestört, gefolgt von einem Schluchzen und schniefen, welches Merrik nur zu gut bekannt war.
Ninus!
Er tapste, deutlich aufgewühlt und unrugih, in die Küche zu den beiden.
Merrik spürte, dass etwas nicht in Ordnung war, eindeutig nicht.
Ninus erzählte von seinem Besuch in Schwingenstein, bei Majalin.
Er berichtete von einer unheimlichen aufkommenden Kälte,
ein mächtiges Raubtier, welchen uasserhalb des hauses umher schlich.
Maja und 'zwei Nordleute' seien aus dem haus gegangen, um sich von dem, was auch immer da draussen rum schlich, ein Bild zu machen.
Man hörte förmlich wie unvernünftig Ninus das fand. Raus gehen, wo es gefährlich war.
Auf dem Rückweg nach Adoran habe er dann sogar ein totes Pferd gesehen, welches wohl ziemlich böse zugerichtet wurde.
Mitten in Schwingenstein am Stall...
Merrik schickte einige Stoßgebete zu den Göttern ehe er wieder zu dem kleinen sah.
Natürlich musste er seinen kameraden bescheid geben, das Regiment musste davon erfahren, Wachen aufgestellt werden, regelmäßige Patrouillen mussten durchgeführt werden ...
Seine gedanken unterbracht ein lautes Gebrüll.
ARDAN?!
hallte es durch das Glaubenshaus.
Ninus schrack bei dem Aufschrei zusammen und verkroch sich hinter Merrik, welcher selbst zum Eingangsbereich stiefelte und nachsah, wer denn da so rum brüllte.
Es war ein kleiner kräftiger Kalur.
Er suchte Ardan, welcher ihm zeigen sollte wo ihre Erlaucht jetzt wohnt.
Nach einigem Hin und Her fragte Merrik ihn, ob er etwas von den geschehnissen in Schwingenstein mitbekommen hatte.
Der Kalur verneinte die Frage nur.
Ein kurzer Bericht, und die Befürchtung, dass Alatar selbst sein Unwesen dort treibt, brachten den Kaluren in Rage.
"Ach die Drecksau! Sach das doch gleich, dann war ich ja schon iel früher stinkend sauer geworden..
dem geh ich aufs Maul hauen.."
Der Kalur, er hatte sich mitlerweile als Ingish Felshammer vorgestellt, war voller Tatendrang und wollte wirkllich nach Schwingenstein.
Der Gardist in Merrik musste mitgehen, auch wenn er keine Uniform dabei hatte.
Ninus wurde angehalten im glaubenshaus zu bleiben, hier war er in Sicherheit.
Auf dem Weg durch Adoran machte merrik einen Abstecher in den Bunten Kessel, da war fast immer etwas los. So wie auch an diesem Abend.
Korporal Talianna und Gardist Eichengrund.
Perfekt!
Ein hastiger bericht ehe sich die beiden rüsteten und folgten.
So eilten sie also zu viert nach Schwingenstein.
Auf dem Weg dorthin fielen ihnen schon einige seltsame Dinge auf;
agressive Wildtiere, wo sonst nie welche waren,
eine extreme Stille, kein Vogel zwitscherte, dabei hörte man jede nacht mindestens einen vor sich hin trällern,
und zusätzlich, diese drückende Kälte.
Merrik wahr nicht wohl bei der Sache, irgendetwas war hier faul.
Ein kurzes Gespräch mit den Klosterwachen, welche es wohl nicht für nötig hielten irgendetwas zu tun, ehe sie Schwingenstein durchkämmten.
Der erste zerfetzte Tierkadaver wurde schnell aufindig gemacht.
Ein pferd wurde direkt neben dem Stall gerissen, zerfetzt und dann einfach dort liegen gelassen.
Weiter Südöstlich wurden drei weitere Tierkadaver gefunden, ebendso zerfetzt, mit Prankenhiegen und Bisswunden übersäht.
Was auch immer das war, die Morde geschahen aus Lust am Leid seiner Ofper, keineswegs fielen diese Tiere einem hungrigen Raubtier zum Opfer, es sei denn ihm dürstete es nach den Schmerzen und dem Leid der Tiere.
die gesammte Gegen wurde von einer unheimlichen Ruhe heimgesucht, als habe sich alles vor lauter Ange verkrochen, oder als sei ihnen der Atem gestockt, dass sie letzten Endes erstickt sind.
Sie rückten wiederab, ein kurzer Marsch zum Turm, dann wieder nach Adoran, ohne Ingosh.
Korporal Talianna orderte einige Wachtruppen nach Schwingenstein, uns war allen klar, dass wir die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen mussten.
Und wieder kam merrik die idee eines Mauerbauen zum Schutze Schwingensteins. Auch wenn diese idee immer wieder auf taube Ohren zu stoßen schien.
Spät war es als Merrik sich auf den Weg nac hKronwalden begab und auf dem ganzen Weg dorthin hatte er ein ungutes Gefühl, als sei er nicht sicher.
Doch er musste nach Hause, noch so viel war zu schreiben, ein bericht für das Regiment, eine Aufarbeitung seiner Unterrichtsnotizen, eine Zusammenfassung des zweiten Unterrichts Lohenginns...
Als er endlich in seinem Haus war seufzte er erleichtert auf, lies Umhang und Schwertscheide zu Boden fallen und stiefelte einfach nach oben.
Er war zu gerädert, zu erschöpft um jetzt noch irgendetwas zu tun.
Er lies sich in das Doppelbett fallen, welches er seit neustem hatte, und versuchte zu schlafen.
Er welste sich hin und her, unruhig. Die ganze Zeit plagten ihn Gedanken, was hatte es mit dem Wesen bei Schwingenstein auf sich? War er noch sicher wo er war? War seine Liebste Naema sicher?
Die Gedanken raubten ihm den Schlaf, also beschloss er, sich an die Schreiben machen, welche es noch zu verfassen galt.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Merrik Daske
Viele Tage, einige Monde sind ins Land gegangen seit Merrik Gerimor betreten hat. Noch mehr ist passiert, noch größer und zahlreicher waren die Veränderungen in seinem Leben.
Als er Gerimor betrat war er Schütze, frei, ungebunden und motiviert. Und was ist er nun? Der junge Schütze fand recht schnell Freunde, trainierte mit ihnen, jagde mit ihnen, lernte mit ihnen, sammelte mit ihnen Erfahrungen, erlangte mit ihnen die Bürgerschaft Lichtenthals und zog sogar mit ihnen zusammen. Doch er ging ohne sie zum Regiment, um etwas aus sich zu machen, eine Postition im Reich einzunehmen die etwas bedeutet, das Reich in dem er lebte zu verteidigen. Er fand neue Leute, die er für Freunde hielt, aber lediglich Kameraden waren. Er entfernte sich mehr und mehr von seinen alten Freunden, mietete mitlerweile das haus, was sie einst zu viert bewohnten, ganz alleine. Die anderen drei zogen zusammen in ein anderes Haus, ließen ihn zurück. Es störte ihn nicht weiter, er hatte seine Kameraden. Doch ob es wirklich so gut ist eben jene als Freunde einzustufen? Er wurde vom Rekruten zum Gardisten befördert. Das brachte ihn ein Gefühl der Bestätigung.Seine Kameraden freuten sich sogar für ihn, oder taten sie das nur Anstandshalber? Schwer zu sagen, schließlich kann er nicht in die Köpfe anderer gucken. Doch so oder so, seinen Dienst erledigte er ordentlich und sein Rif als 'Lexikon' eilte ihm meist vorraus.
Doch auch als er Gardist war, war er jedes Mal wenn er nach Hause kam.. alleine.
Seine Zeit als Schütze fand ein Ende. Er erwachte. Unerwartet, wie es die meisten, wenn nicht sogar alle taten, und mit einer großen Flutwelle an Veränderungen. Reichstreu wie er seit seinem Regimentsbeitritt nunmal ist trat er dem Konzil des Phönix bei. Nun war er nebem seinem Status als Gárdist, einem Teil der Reichstruppen auch noch Konzilist, ein Teil des Konzils des Reiches für magisch begabte, erwachte. Und an eben jenem Ort fand er sogar eine Person mit der er sich nach einer Weile verlobte. Endlich schien es auch wieder in seinem privaten Leben vorran zu gehen.
Das Regiment und das Konzil auf der einen Seite, zwei Institutionen Lichenthals wo es etwas bedeutete wenn man in eben jenen Kariere machte, und er war auf dem besten Weg dazu, seine Verlobte auf der anderen. Gut, sie war auch eine Konzilistin, aber letzten Endes war es doch unwichtig woher man sich kannte.
Ein paar Mondläufe gingen ins Land. Merrik war mitlerweile Candidatus im Konzil, ein wohlgelehrter Herr. Auch den Rang des Gardisten trug er nicht mehr, er war Wachtmeister. Zwei Ränge die er sicher erarbeitet hat und stolz darauf ist sie zu tragen. Doch nicht nur positive Änderungen brachte sie Zeit mit sich. Er war nicht länger verlobt. Aber nicht weil er heiratete, er entlobte sich von seiner eins angebeteten. Eine Entscheidung die ihn zwar irgendwo Erleichterung brachte, jedoch ein tiefes Loch hinterliß. Dieses Loch entstand jedoch nicht zuletzt aus Eigenverschulden. Seine Zuneigung einer anderen Frau gegenüber weckte die Eifersucht in seiner Verlobten. Doch wieso sie sich trennten, wieso er den Schritt ging sich von ihr zu trennen, das steht auf einem anderen Blatt Papier.
Wieder war er, nach Dienstschluss, nach den Terminen im Konzil, alleine in seinem Haus in Kronwalden. Er suchte Halt, einen funken Privatleben, welches er erfolgreich mit seiner Entlobung zunichte macht – denn danach hatte er nichts weiter als das Regiment und das Konzil. Eben jenen Halt suchte bei der Frau wegen der er schon mit seiner ehemaligen Verlobten stritt, sowie bei seinen Kameraden, zumindest bei zweien, die beide bereits im Rang über ihm waren. Doch er traf nur auf eine zurückhaltende Priesterin, eine Kameradin die ebenso ihre Verlobung löste wie er es tat und die Gedanken daran wohl einfach weg trinken wollte – was ziemlich erfolgreich war solange es anhielt – und einen Kameraden der das geworden war, das hatte was Merrik noch werden musste und wollte; erwachsen, verantwortungsbewusst mit einem erfüllten Privatleben.
Er war weiterhin Wachtmeister, erledigte seine Aufgaben ordentlich, er war weiterhin Candidatus und erledigte auch am Konzil seine Aufgaben ordentlich. Doch was war er wenn er seine Uniform auszog, seine Konzilstracht ablegte?
Ein Klosterbesuch des Nachts machte ihm das mehr als klar. Er war jemand der etwas sein wollte, kein Niemand. Nein! Ein Jemand! Jemand der etwas zu sagen hatte. Jemand der für das respektiert wird was er tut. Jemand derdas Vorbild eines anderen sein konnte. Jemand der geschätzt und geliebt wird. Doch war er all das? War er das was er sein wollte? Nein. Im Regiment hatte er durchaus etwas zu sagen, doch gab es genug andere die mehr zu sagen hatten. Im Konzil ist und bleibt er ein Scüler, ein kleines Licht im Gegensatz zu den Magistern. Und im Privatleben war er ein nichts, ein Niemand. Er sorgte sich um jemanden, wollte ihr helfen, doch traf jeder Hilfeversuch auf eine Abwehr, auf Abweisung. Es brauchte ein Gespräch mit Ihr und einem Kameraden, dass Merrik verstand, dass seine Hilfe nicht gebraucht wird, er unnütz war wenn er nicht im Dienst oder im Auftrag des Konzils unterwegs war. Er versteckte sich hinter seinem Titel als Candidatus, trug, wenn er nicht im Regimentsdienst war, fast ausschließlich Konzilstracht. Wollte zeigen, dass er etwas ist und kein Nichts. Doch nach dem, von seiner Seite aus gescheitertem, Gespräch mit ihr und seinem Kameraden war es ihm selbst klar was er da tat. Sein Kamerad sprach es offen an, macht keinen Bogen drum herum, viel mit der Tür ins Haus und vrepasste Merrik einen mentalen Arschtritt, wobei er sicher nicht weit entfernt davon war auch einen richtigen zu bekommen. Er versteckte sich hinter einer Fassade. Hinter der Fassade seines Ranges als Wachtmeister und seinem Titel als Candidatus. Ein privater Merrik schien garnicht zu existieren. Er verlor sich selbst durch das verstecken seiner Person. Und auf der Suche nach Bestätigung von Ausserhalb drängte er anderen seine Hilfe auf, oder versuchte es eher, die sie nichtmal wirklich nötig hatten, und schadete damit nicht nur sich selbst.
Als er die Treppen des Kloster hinter sich brachte sah er nich, wie sonst immer, zurück. Er hatte die beiden an einer der Türen im Kloster hinter sich gelassen. Die letzten Worte von seiner Seite aus waren ein mehr als klägliches 'Temora beschützt' woraufhin er einfach ging und nichtmal eine Erwiederung abwartete. Er schaute gen Himmel, es war etwa die vierte Nachtstunde, und seufzte nur leise ehe er seinen Heimweg antrat. Dies tat er jedoch nicht wie sonst, wenn er Abends oder Nachts vom Kloster aus nach Hause wollte. Will heißen: verwandelte sich nicht in einen Adler und flog das Stückchen nach Hause. Nein. Er ging. Er ging wie es jeder andere Mensch auch tun würde.Durch den Wald westlich am Kloster entlang gen Norden, dann in östliche Richtung weiter, durch den Pass, bis nach kronwalden, wo sein haus steht. Dort angekommen ging er gleich in sein Zimmer, durchwühlte seinen Schrank nach einer brauchbaren Hose und zog schließlich die einzige normale Hose an die er fand, eine dunkel graue Stoffhose. Kein Regimentsgold, kein Konzilsweiß, schlicht Dunkelgrau. Er legte auf sein Bett, hielt es nichtmal für nötig sich zu zudecken, und lies sich das Gesagte nochmal durch den Kopf gehen ehe er langsam einschlief.
Als er Gerimor betrat war er Schütze, frei, ungebunden und motiviert. Und was ist er nun? Der junge Schütze fand recht schnell Freunde, trainierte mit ihnen, jagde mit ihnen, lernte mit ihnen, sammelte mit ihnen Erfahrungen, erlangte mit ihnen die Bürgerschaft Lichtenthals und zog sogar mit ihnen zusammen. Doch er ging ohne sie zum Regiment, um etwas aus sich zu machen, eine Postition im Reich einzunehmen die etwas bedeutet, das Reich in dem er lebte zu verteidigen. Er fand neue Leute, die er für Freunde hielt, aber lediglich Kameraden waren. Er entfernte sich mehr und mehr von seinen alten Freunden, mietete mitlerweile das haus, was sie einst zu viert bewohnten, ganz alleine. Die anderen drei zogen zusammen in ein anderes Haus, ließen ihn zurück. Es störte ihn nicht weiter, er hatte seine Kameraden. Doch ob es wirklich so gut ist eben jene als Freunde einzustufen? Er wurde vom Rekruten zum Gardisten befördert. Das brachte ihn ein Gefühl der Bestätigung.Seine Kameraden freuten sich sogar für ihn, oder taten sie das nur Anstandshalber? Schwer zu sagen, schließlich kann er nicht in die Köpfe anderer gucken. Doch so oder so, seinen Dienst erledigte er ordentlich und sein Rif als 'Lexikon' eilte ihm meist vorraus.
Doch auch als er Gardist war, war er jedes Mal wenn er nach Hause kam.. alleine.
Seine Zeit als Schütze fand ein Ende. Er erwachte. Unerwartet, wie es die meisten, wenn nicht sogar alle taten, und mit einer großen Flutwelle an Veränderungen. Reichstreu wie er seit seinem Regimentsbeitritt nunmal ist trat er dem Konzil des Phönix bei. Nun war er nebem seinem Status als Gárdist, einem Teil der Reichstruppen auch noch Konzilist, ein Teil des Konzils des Reiches für magisch begabte, erwachte. Und an eben jenem Ort fand er sogar eine Person mit der er sich nach einer Weile verlobte. Endlich schien es auch wieder in seinem privaten Leben vorran zu gehen.
Das Regiment und das Konzil auf der einen Seite, zwei Institutionen Lichenthals wo es etwas bedeutete wenn man in eben jenen Kariere machte, und er war auf dem besten Weg dazu, seine Verlobte auf der anderen. Gut, sie war auch eine Konzilistin, aber letzten Endes war es doch unwichtig woher man sich kannte.
Ein paar Mondläufe gingen ins Land. Merrik war mitlerweile Candidatus im Konzil, ein wohlgelehrter Herr. Auch den Rang des Gardisten trug er nicht mehr, er war Wachtmeister. Zwei Ränge die er sicher erarbeitet hat und stolz darauf ist sie zu tragen. Doch nicht nur positive Änderungen brachte sie Zeit mit sich. Er war nicht länger verlobt. Aber nicht weil er heiratete, er entlobte sich von seiner eins angebeteten. Eine Entscheidung die ihn zwar irgendwo Erleichterung brachte, jedoch ein tiefes Loch hinterliß. Dieses Loch entstand jedoch nicht zuletzt aus Eigenverschulden. Seine Zuneigung einer anderen Frau gegenüber weckte die Eifersucht in seiner Verlobten. Doch wieso sie sich trennten, wieso er den Schritt ging sich von ihr zu trennen, das steht auf einem anderen Blatt Papier.
Wieder war er, nach Dienstschluss, nach den Terminen im Konzil, alleine in seinem Haus in Kronwalden. Er suchte Halt, einen funken Privatleben, welches er erfolgreich mit seiner Entlobung zunichte macht – denn danach hatte er nichts weiter als das Regiment und das Konzil. Eben jenen Halt suchte bei der Frau wegen der er schon mit seiner ehemaligen Verlobten stritt, sowie bei seinen Kameraden, zumindest bei zweien, die beide bereits im Rang über ihm waren. Doch er traf nur auf eine zurückhaltende Priesterin, eine Kameradin die ebenso ihre Verlobung löste wie er es tat und die Gedanken daran wohl einfach weg trinken wollte – was ziemlich erfolgreich war solange es anhielt – und einen Kameraden der das geworden war, das hatte was Merrik noch werden musste und wollte; erwachsen, verantwortungsbewusst mit einem erfüllten Privatleben.
Er war weiterhin Wachtmeister, erledigte seine Aufgaben ordentlich, er war weiterhin Candidatus und erledigte auch am Konzil seine Aufgaben ordentlich. Doch was war er wenn er seine Uniform auszog, seine Konzilstracht ablegte?
Ein Klosterbesuch des Nachts machte ihm das mehr als klar. Er war jemand der etwas sein wollte, kein Niemand. Nein! Ein Jemand! Jemand der etwas zu sagen hatte. Jemand der für das respektiert wird was er tut. Jemand derdas Vorbild eines anderen sein konnte. Jemand der geschätzt und geliebt wird. Doch war er all das? War er das was er sein wollte? Nein. Im Regiment hatte er durchaus etwas zu sagen, doch gab es genug andere die mehr zu sagen hatten. Im Konzil ist und bleibt er ein Scüler, ein kleines Licht im Gegensatz zu den Magistern. Und im Privatleben war er ein nichts, ein Niemand. Er sorgte sich um jemanden, wollte ihr helfen, doch traf jeder Hilfeversuch auf eine Abwehr, auf Abweisung. Es brauchte ein Gespräch mit Ihr und einem Kameraden, dass Merrik verstand, dass seine Hilfe nicht gebraucht wird, er unnütz war wenn er nicht im Dienst oder im Auftrag des Konzils unterwegs war. Er versteckte sich hinter seinem Titel als Candidatus, trug, wenn er nicht im Regimentsdienst war, fast ausschließlich Konzilstracht. Wollte zeigen, dass er etwas ist und kein Nichts. Doch nach dem, von seiner Seite aus gescheitertem, Gespräch mit ihr und seinem Kameraden war es ihm selbst klar was er da tat. Sein Kamerad sprach es offen an, macht keinen Bogen drum herum, viel mit der Tür ins Haus und vrepasste Merrik einen mentalen Arschtritt, wobei er sicher nicht weit entfernt davon war auch einen richtigen zu bekommen. Er versteckte sich hinter einer Fassade. Hinter der Fassade seines Ranges als Wachtmeister und seinem Titel als Candidatus. Ein privater Merrik schien garnicht zu existieren. Er verlor sich selbst durch das verstecken seiner Person. Und auf der Suche nach Bestätigung von Ausserhalb drängte er anderen seine Hilfe auf, oder versuchte es eher, die sie nichtmal wirklich nötig hatten, und schadete damit nicht nur sich selbst.
Als er die Treppen des Kloster hinter sich brachte sah er nich, wie sonst immer, zurück. Er hatte die beiden an einer der Türen im Kloster hinter sich gelassen. Die letzten Worte von seiner Seite aus waren ein mehr als klägliches 'Temora beschützt' woraufhin er einfach ging und nichtmal eine Erwiederung abwartete. Er schaute gen Himmel, es war etwa die vierte Nachtstunde, und seufzte nur leise ehe er seinen Heimweg antrat. Dies tat er jedoch nicht wie sonst, wenn er Abends oder Nachts vom Kloster aus nach Hause wollte. Will heißen: verwandelte sich nicht in einen Adler und flog das Stückchen nach Hause. Nein. Er ging. Er ging wie es jeder andere Mensch auch tun würde.Durch den Wald westlich am Kloster entlang gen Norden, dann in östliche Richtung weiter, durch den Pass, bis nach kronwalden, wo sein haus steht. Dort angekommen ging er gleich in sein Zimmer, durchwühlte seinen Schrank nach einer brauchbaren Hose und zog schließlich die einzige normale Hose an die er fand, eine dunkel graue Stoffhose. Kein Regimentsgold, kein Konzilsweiß, schlicht Dunkelgrau. Er legte auf sein Bett, hielt es nichtmal für nötig sich zu zudecken, und lies sich das Gesagte nochmal durch den Kopf gehen ehe er langsam einschlief.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Merrik Daske
Ein weiterer Schritt zu einem richtigen Magier.
Sein Stabrohling war fertig. Zwei von vier Aufgaben hat er bekommen, die der Luft bei den Edhil, die des Wassers bei den Schamanen der Thyren. Es dauerte eine Weile bis er Antwort bekam, aber er bekam sie.
Ein Besuch bei den Thyren.
So anders war ihre Art zu wirken. So anders ihre Sichtsweise auf das Klanggefüge.
Geister, die 4 Elementarkerle und Elementarweiber, wie sie sagten. All das lernte er nicht im Konzil. Und dennoch waren es die Schamanen der Thyren die ihm eine der vier Aufgaben geben würden.
Die Dualität der Elemente. Ein Aspekt der ihm bereits aufgefallen ist, den er aber bis dato nie hinterfragt hatte. Warum eigentlich nicht? Unwichtig. Wichtig war, dass er es bei den Thyren lernte. Auch wenn auf eine eher unkonzilistische Art und Weise.
Das Wasser. Regiert von zwei Elementarweibern.
Die eine, unvorstellbar schön, jedoch ohne Emotionen. Eine eisige Junger, die für die Ruhe und Stille des Wassers steht.
Die andere, laut, kreischend, brüllend. Die stürmische Seite, Leviathan genannt, eine eiskalte Frau.
Zwei Seiten einer Medallie, die sich Wasser schimpft.
Doch das zu lernen war keineswegs seine Aufgabe. Nein. Seine Aufgabe war es zwei Orte zu finden an denen er je eine der beiden begegnet. 3 Tage und drei Nächte soll er an beiden ausharren, meditieren und lediglich flüssiges zu sich nehmen, mit einem Schamanenpilz als Zusatz, welchen die Schamenen geschmacklich mit 'wie unter der Achsel eines Ogers' ankündigten. Pure Vorfreude kam ihm alleine bei dem Gedanken daran hoch, und nicht selten war er kurz davor eben jene Vorfreude zu erbrechen. Lediglich die Stille Hoffnung, dass es nicht so schlimm werden würde und seine doch mitlerweile wirklich gute Selbstbeherrschung hielten ihn davon ab genau das zu tun.
Doch bevor er sich auf diese spannende Reise begab hatte er noch etwas zu erledigen.
Ein paar Tage später traf er sich mit einem Elfen und einer Schwalbe, am Rande des nebelwaldes. Seine Luftprüfung stand an. Erneut fing es mit einem Gespräch an, wovon auszugehen war. Und erneut beantwortete er die Fragen mit bestem Gewissen. Erst als sich Maga van Belfa dazu gesellte war er doch etwas verunsicherter. Dennoch war die Prüfung an sich, das Bewegen einer Feder von der Hand des Edhils in die seine, natürlich auf maische Art und Weise, kein wirklich großes Problem, wenn ihm das Wirken mit Luft bisher nie wirklich zusagte, naja.. zumindest mehr als das mit Wasser. Die Feder war sein, die Luftprüfung bestanden, einer von vier Schritten zum eigenen Magierstab, und damit ein weiterer Schritt zu einem echten Magier war getan.
Es folgten ein paar Tage ungemein wichtigen Dienstes, eine abschließende Regimentsjagd und dann, endlich, die Vorbereitungen für seine Wasseraufgabe.
Zwei Orte gilt es zu finden. Zwei Orte mit weltlichen Wasservorkommen, die möglichst unterschiedlich sein sollten.
Er packte seine Sachen, was nicht wirklich viel war, um nicht zu sagen fast nichts. Seinen Stabrohling, den er seit der Fertigung immer bei sich trug, die Kleidung die er am Leib trug, die Dinge die er immer mit nahm, egal wo er hin ging, die da wären seinen Regimentsring, die Dienstvorschriften und den Kodex des Konzils, sowie das kleine Stück des als äußerst schmackhaft angekündigten Schamanenpilzes, den er am liebsten zuhause gelassen hätte, ihn aber aus bloßem Respekt vor den Schamanen der Thyren trozdem mit nahm.
Sein Weg führte ihn von Kronwalden aus nach Norden, an der Bibliothek vorbei, an berchgard vorbei, über eine kleine hölzerne Brücke, dann weg vom Weg, den Fluss stromaufwärst entlang, bis zu einem riesigen Wasserfall, welche man auf Gerimor leider nur zu selten findet. Hier sollte der erste Ort sein, hier wollte er auf die 'Leviathan' treffen.
Er überwand eine Hängebrücke, eine Stickleiter, einen unebenen Boden und kam an ein kleines mauscheliges Plätzchen direkt neben den Wasserfall. Er breitete seine nicht vorhandenen Sachen aus und setze sich im Schneidersitz auf den Boden, mit der Vorderseite zum tosenden Wasser gewandt. Seinen Stab lehnte er an seine Schulter. Er machte es sich dort im Sitzen, völlig ohne Rückenlehne möglichst bequem, die Haltung blieb jedoch, trootz eben fehlender Rückelnehne, aufrecht, vorerst. Er atmete einige male tief durch, leerte seinen Geist von unnötigem Ballast, von unnötigen Gedanken. Sein Atem flachte ab, oder beruhigte sich eher, wirkte fast schon kontrolliert ruhig, für ihn mitlerweile reine Routine. Er begann sich auf das Wasser zu konzentrieren, langsam, aber gründlich. Ebenso langsam folgte das Einstimmen seines Geistes auf die tosenden, unruhigen, Steine zermürbenden Klänge des Wassers.
Zunächst geschah.. nichts. garnichts. Merrik nahm nur Wasserklänge wahr. Doch er ging keineswegs davon aus, dass er, als Candidatus, sofort irgendetwas merkt, spürt oder sonst was total aufregendes passiert. Immerhin soll er hier 3 Tage und 3 Nächte ausharren.
Es vergingen Sekunden, Minuten, Stunden, in denen kaum etwas passierte. Mitlerweile hatte er einige Wasserkrüge aufgestellt und den Schamanenpilz bereit gelegt. Er wusste nicht wirklich wie er ihn verwenden soltle, also schmiss er einfach ein Stückchen in einen der Krüge und wartete. Das ungemein wohltuende Aroma und der noch viel leckerere Geschmack verbreitete sich nach und nach im Wasser in dem Krug. Er nahm einen ersten Schluck als würde er Medizin trinken, schnell, viel und ohne groß drüber nachzudenken. Es schmeckte.. wie angekündigt, zumindest schmeckte es so wie er es sich vorstellte wie Oger unter den Achseln schmecken würden. Er versuchte den Geschmack mit reichlich Wasser weg zu spülen, vergebens. Doch er konzentrierte sich wieder voll und ganz auf die tosenden Wasserklänge. Erneut vergingen Sekunden, Minuten, Stunden. Und wieder geschah nichts, nichtmal mit Hilfe des Pilzes. Das konnte doch nicht sein! Irgendwas muss doch passieren! Er wurde so langsam ungedildig. Und das wo er sonst doch immer die Geduld in Person war. Zur Ungeduld schlich sich eine gewisse Nervosität, was wenn garnichts passieren würde? Was wenn er die Prüfung nicht bestehen würde? Es volgten weitere Stunden voller Ungeduld und Nervosität. Sein Magen knurrte gelegentlich, was er jedoch gekonnt unterdrückte. Mitlerweile war es dunkel, und er müde. Er saß schon seit 15 Stunden da und es passierte nichts. Er verzichtete auf den Schlaf, beim Meditieren bekam er genügend Ruhe, normalerweise. Aber nicht hier. Dieser Ort war unruhig, das dauerhaft tosende Wasser raubte ihm einiges. Seine Geduld war schon lange am Ende. Das Konzentrieren fiel ihm schwer. Nach 20 weiteren Stunden der Meditation und Konzentration kam noch ein anderes Gefühl dazu. Er wurde wütend. Nie hätte er gedacht, dass er bei soetwas jemals wütend werden würde, aber er wurde es. Wütend, dass nichts passierte, wütend, dass er zu unfähig war irgendwas zu erkennen, zu spüren. Er schlug mit seiner Faust auf den Boden und starrte auf das Wasser, seine Konzentration brach ab. Und dann dämmerte es ihm. Ungeduld, Nervosität, Wut. All das war er höchst selten wirklich. Im Dienst gab er gelegentlich vor wütend zu sein, auf Rekruten oder Gardisten die Mist gebaut hatten, einfach damit sie daraus lernten. Er war bisher immer die Geduld in Person gewesen, eine Eigenschaft die ihm seinen Tordienst immer ohne Probleme überstehen lies. Und wiklich nervös war er bis dato noch nie gewesen. Erst jetzt, als er sich auf die tosenden, runruhigen, Stein zermürbenden Klänge des Wassers einstimmte kamen all diese drei Gefühle hoch. Das konnte kein Zufall sein. Doch jetzt, wo er erkannte was das Wasser mit ihm macht, musste er lernen es zu kontrollieren. Ein guter Magier wirkt gefühlslos. Er konzentrierte sich erneut auf die Wasserklänge und stimmte sich auf sie ein. Und erneut kamen gemächlich aber stetig die Gefühle in ihm hoch. Es wurde zum zweiten Mal wieder hell, der dritte Tag brach an. Merrik kämpfte geistig gegen die Gefühle an, die das Wasser ihn ihm schürte. Gegen Gefühle ankämpfen.. ein wahrlich nicht einfacher Akt, vorallem nicht wenn man dafür sorgt, dass die Gefühle auf einen, fast im wahrsten Sinne des Wortes, einprasseln. Der Pilz war derweil zur Hälfte aufgebraucht. Sein Kampf ging weiter und so langsam schien er wirklich die Oberhand zu bekommen. Noch ein halber Tag lag vor ihm an diesem Ort. Die Sonne wanderte sichtbar, ging am Horizont unter und die Nacht brach ein. Sein Kampf würde nur noch wenige Stunden dauern, sein Vorteil nahm nach und nach zu. Er wurde Herr seiner Gefühle, Herr des unruhigen Wassers. Mitlerweile waren es nur noch wenige Minuten bis er die drei Tage und drei Nächte überstanden hatte.. Die Morgensonne schien ihm mitten ins Gesicht. Und er war völlig entspannt, als wäre nie etwas gewesen.
Als die Sonne so hoch stand wie vor drei Tagen als er anfing beendete er seine Meditation. Er packte seine Sachen zusammen und erhob dich. Im ersten Moment war er etwas schwach auf den Beinen, nicht zuletzte der fehlenden Nahrungsaufnahme und dem 72 Stunden lang sitzen geschuldet. Er ging gemächlich zurück, die Strickleiter runter, über die schmale Hängebrücke, den Fluss strom abwärts, wieder über die Brücke, gen Südem, an Berchgard vorbei, an Kronwalden vorbei, runter vom Weg, in den Wald rein, bis zum See südlich Kronwaldens, dort über die Brücke auf die Insel in der Mitte. Hier sollte die andere Hälfte der Prüfung statt finden. Auf dem Weg pflückte er einige Früchte von Bäumen an denen er vorbei ging, eine stärkung zwischen den beiden 72 Stunden Meditation war schließlich erlaubt. Er wäre dumm gewesen wenn er das nicht getan hätte.
Erneut breitete er seine Sachen aus und setzte sich im Schneidersitzt auf die kleine Insel ans Wasser. Das Wasser des Sees war, im Gegensatz zum Wasserfall, ruhig und gelassen. Perfekt also für seine zweiten 72 Stunden. Er begann erneut zu meditieren. Seine Konzentration war wieder auf dem Höhepunkt angekommen als er sich auf die Wasserklänge einzustimmen begann. Wie schon am Wasserfall folgten Sekunden, Minuten, Stunden der Meditation in denen nichts passierte. Die Sonne wanderte am Firmament, bewegte sich wieder gen Horizont, nichts passierte. Es wurde dunkel, der Mond erschied, wanderte am Sternenhimmel, nichts passierte. Der Mond verschwand, die Sonne ging auf, nichts passierte. Es war und blieb ruhig. Es schien eine unendliche Ruhe zu herrschen. Das Wasser, regungslos. Er hatte irgendetwas erwartet. Doch es blieb ruhig, als läge er in einem Bot, auf dem Meer, und treibe seelenruhig vor sich hin, ohne Probleme, ohne Gedanken, einfach nur sanft dahin treiben. Am Wasserfall hatte er nach dieser Dauer schon längst etwas bemerkt, doch es geschah nichts. Normalerweise wäre er so langsam skeptisch geworden, doch er wurde es nicht. Das einzige was er fühlte war Ruhe. Doch da blitze ein Gedanke auf. Ein gedanke an das Regiment, an das Reich, welchem er seine ewige Treue schwor. Wo kam dieser gedanke her? Ein weiterer Gedanke an seine Eltern, an seine Schwester. Und Obwohl siene Mutter und seine Schwester tot waren trauerte er nicht. Er dachte in Liebe an sie zurück. Ein paar weitere Personen gesellten sich dazu. Er gab sich den gedanken hin und bemerkte den Wechsel von Tag zu nacht garnicht. Er schrack auf, mitten in der Nacht. War er eingeschlafen? Er blickte sich um, trank seinen Schamanenpilztee und dachte kurz über das Gefühlte nach. Wasser, Treue, Liebe, Ruhe. Eindeutig kein Zufall. Auch wenn es ihm schwer fallen würde, aber das war es wogegen er ankämpfen musste wenn er ein richtiger Magier werden wollte. Er setzte die Meditation fort, mit dem festen Ziel gegen die Gefühle anzukämpfen. Sie zu kontrollieren. Er durfte sich den Gefühlen nicht hingeben. Er musste lernen mit ihnen umzugehen ohne, dass sie ihn kontrollieren. Die Gefühle kamen wieder in ihm hoch. Er kämpfte gegen sie an, versuchte Herr über sie zu werden. Der Kampf dauerte 24 Stunden an. Und auch diesesmal schien der Herr über seine gefühle zu werden. Die 24 Stunden vergingen schneller als es Merrik lieb war, aber er schafte es seine Gefühle zu kontrollieren. Er Atmete einmal tief durch und schaute sich abschließend nochmal um. Dieser Ort war generell sehr ruhig. Aber für heute würde er ihm den Rücken kehren.
Seine Wege führten ihn nach Kronwalden, zu sienem haus. Dort würde er alles auf und nieder schreiben. Dann würden ihn siene Wege zur Bibliothek führen, zur Arcomaga, und erst dann würde er erneut mit den Schamanen Kontakt aufnehmen.
Doch all das lag noch vor ihm.
Sein Stabrohling war fertig. Zwei von vier Aufgaben hat er bekommen, die der Luft bei den Edhil, die des Wassers bei den Schamanen der Thyren. Es dauerte eine Weile bis er Antwort bekam, aber er bekam sie.
Ein Besuch bei den Thyren.
So anders war ihre Art zu wirken. So anders ihre Sichtsweise auf das Klanggefüge.
Geister, die 4 Elementarkerle und Elementarweiber, wie sie sagten. All das lernte er nicht im Konzil. Und dennoch waren es die Schamanen der Thyren die ihm eine der vier Aufgaben geben würden.
Die Dualität der Elemente. Ein Aspekt der ihm bereits aufgefallen ist, den er aber bis dato nie hinterfragt hatte. Warum eigentlich nicht? Unwichtig. Wichtig war, dass er es bei den Thyren lernte. Auch wenn auf eine eher unkonzilistische Art und Weise.
Das Wasser. Regiert von zwei Elementarweibern.
Die eine, unvorstellbar schön, jedoch ohne Emotionen. Eine eisige Junger, die für die Ruhe und Stille des Wassers steht.
Die andere, laut, kreischend, brüllend. Die stürmische Seite, Leviathan genannt, eine eiskalte Frau.
Zwei Seiten einer Medallie, die sich Wasser schimpft.
Doch das zu lernen war keineswegs seine Aufgabe. Nein. Seine Aufgabe war es zwei Orte zu finden an denen er je eine der beiden begegnet. 3 Tage und drei Nächte soll er an beiden ausharren, meditieren und lediglich flüssiges zu sich nehmen, mit einem Schamanenpilz als Zusatz, welchen die Schamenen geschmacklich mit 'wie unter der Achsel eines Ogers' ankündigten. Pure Vorfreude kam ihm alleine bei dem Gedanken daran hoch, und nicht selten war er kurz davor eben jene Vorfreude zu erbrechen. Lediglich die Stille Hoffnung, dass es nicht so schlimm werden würde und seine doch mitlerweile wirklich gute Selbstbeherrschung hielten ihn davon ab genau das zu tun.
Doch bevor er sich auf diese spannende Reise begab hatte er noch etwas zu erledigen.
Ein paar Tage später traf er sich mit einem Elfen und einer Schwalbe, am Rande des nebelwaldes. Seine Luftprüfung stand an. Erneut fing es mit einem Gespräch an, wovon auszugehen war. Und erneut beantwortete er die Fragen mit bestem Gewissen. Erst als sich Maga van Belfa dazu gesellte war er doch etwas verunsicherter. Dennoch war die Prüfung an sich, das Bewegen einer Feder von der Hand des Edhils in die seine, natürlich auf maische Art und Weise, kein wirklich großes Problem, wenn ihm das Wirken mit Luft bisher nie wirklich zusagte, naja.. zumindest mehr als das mit Wasser. Die Feder war sein, die Luftprüfung bestanden, einer von vier Schritten zum eigenen Magierstab, und damit ein weiterer Schritt zu einem echten Magier war getan.
Es folgten ein paar Tage ungemein wichtigen Dienstes, eine abschließende Regimentsjagd und dann, endlich, die Vorbereitungen für seine Wasseraufgabe.
Zwei Orte gilt es zu finden. Zwei Orte mit weltlichen Wasservorkommen, die möglichst unterschiedlich sein sollten.
Er packte seine Sachen, was nicht wirklich viel war, um nicht zu sagen fast nichts. Seinen Stabrohling, den er seit der Fertigung immer bei sich trug, die Kleidung die er am Leib trug, die Dinge die er immer mit nahm, egal wo er hin ging, die da wären seinen Regimentsring, die Dienstvorschriften und den Kodex des Konzils, sowie das kleine Stück des als äußerst schmackhaft angekündigten Schamanenpilzes, den er am liebsten zuhause gelassen hätte, ihn aber aus bloßem Respekt vor den Schamanen der Thyren trozdem mit nahm.
Sein Weg führte ihn von Kronwalden aus nach Norden, an der Bibliothek vorbei, an berchgard vorbei, über eine kleine hölzerne Brücke, dann weg vom Weg, den Fluss stromaufwärst entlang, bis zu einem riesigen Wasserfall, welche man auf Gerimor leider nur zu selten findet. Hier sollte der erste Ort sein, hier wollte er auf die 'Leviathan' treffen.
Er überwand eine Hängebrücke, eine Stickleiter, einen unebenen Boden und kam an ein kleines mauscheliges Plätzchen direkt neben den Wasserfall. Er breitete seine nicht vorhandenen Sachen aus und setze sich im Schneidersitz auf den Boden, mit der Vorderseite zum tosenden Wasser gewandt. Seinen Stab lehnte er an seine Schulter. Er machte es sich dort im Sitzen, völlig ohne Rückenlehne möglichst bequem, die Haltung blieb jedoch, trootz eben fehlender Rückelnehne, aufrecht, vorerst. Er atmete einige male tief durch, leerte seinen Geist von unnötigem Ballast, von unnötigen Gedanken. Sein Atem flachte ab, oder beruhigte sich eher, wirkte fast schon kontrolliert ruhig, für ihn mitlerweile reine Routine. Er begann sich auf das Wasser zu konzentrieren, langsam, aber gründlich. Ebenso langsam folgte das Einstimmen seines Geistes auf die tosenden, unruhigen, Steine zermürbenden Klänge des Wassers.
Zunächst geschah.. nichts. garnichts. Merrik nahm nur Wasserklänge wahr. Doch er ging keineswegs davon aus, dass er, als Candidatus, sofort irgendetwas merkt, spürt oder sonst was total aufregendes passiert. Immerhin soll er hier 3 Tage und 3 Nächte ausharren.
Es vergingen Sekunden, Minuten, Stunden, in denen kaum etwas passierte. Mitlerweile hatte er einige Wasserkrüge aufgestellt und den Schamanenpilz bereit gelegt. Er wusste nicht wirklich wie er ihn verwenden soltle, also schmiss er einfach ein Stückchen in einen der Krüge und wartete. Das ungemein wohltuende Aroma und der noch viel leckerere Geschmack verbreitete sich nach und nach im Wasser in dem Krug. Er nahm einen ersten Schluck als würde er Medizin trinken, schnell, viel und ohne groß drüber nachzudenken. Es schmeckte.. wie angekündigt, zumindest schmeckte es so wie er es sich vorstellte wie Oger unter den Achseln schmecken würden. Er versuchte den Geschmack mit reichlich Wasser weg zu spülen, vergebens. Doch er konzentrierte sich wieder voll und ganz auf die tosenden Wasserklänge. Erneut vergingen Sekunden, Minuten, Stunden. Und wieder geschah nichts, nichtmal mit Hilfe des Pilzes. Das konnte doch nicht sein! Irgendwas muss doch passieren! Er wurde so langsam ungedildig. Und das wo er sonst doch immer die Geduld in Person war. Zur Ungeduld schlich sich eine gewisse Nervosität, was wenn garnichts passieren würde? Was wenn er die Prüfung nicht bestehen würde? Es volgten weitere Stunden voller Ungeduld und Nervosität. Sein Magen knurrte gelegentlich, was er jedoch gekonnt unterdrückte. Mitlerweile war es dunkel, und er müde. Er saß schon seit 15 Stunden da und es passierte nichts. Er verzichtete auf den Schlaf, beim Meditieren bekam er genügend Ruhe, normalerweise. Aber nicht hier. Dieser Ort war unruhig, das dauerhaft tosende Wasser raubte ihm einiges. Seine Geduld war schon lange am Ende. Das Konzentrieren fiel ihm schwer. Nach 20 weiteren Stunden der Meditation und Konzentration kam noch ein anderes Gefühl dazu. Er wurde wütend. Nie hätte er gedacht, dass er bei soetwas jemals wütend werden würde, aber er wurde es. Wütend, dass nichts passierte, wütend, dass er zu unfähig war irgendwas zu erkennen, zu spüren. Er schlug mit seiner Faust auf den Boden und starrte auf das Wasser, seine Konzentration brach ab. Und dann dämmerte es ihm. Ungeduld, Nervosität, Wut. All das war er höchst selten wirklich. Im Dienst gab er gelegentlich vor wütend zu sein, auf Rekruten oder Gardisten die Mist gebaut hatten, einfach damit sie daraus lernten. Er war bisher immer die Geduld in Person gewesen, eine Eigenschaft die ihm seinen Tordienst immer ohne Probleme überstehen lies. Und wiklich nervös war er bis dato noch nie gewesen. Erst jetzt, als er sich auf die tosenden, runruhigen, Stein zermürbenden Klänge des Wassers einstimmte kamen all diese drei Gefühle hoch. Das konnte kein Zufall sein. Doch jetzt, wo er erkannte was das Wasser mit ihm macht, musste er lernen es zu kontrollieren. Ein guter Magier wirkt gefühlslos. Er konzentrierte sich erneut auf die Wasserklänge und stimmte sich auf sie ein. Und erneut kamen gemächlich aber stetig die Gefühle in ihm hoch. Es wurde zum zweiten Mal wieder hell, der dritte Tag brach an. Merrik kämpfte geistig gegen die Gefühle an, die das Wasser ihn ihm schürte. Gegen Gefühle ankämpfen.. ein wahrlich nicht einfacher Akt, vorallem nicht wenn man dafür sorgt, dass die Gefühle auf einen, fast im wahrsten Sinne des Wortes, einprasseln. Der Pilz war derweil zur Hälfte aufgebraucht. Sein Kampf ging weiter und so langsam schien er wirklich die Oberhand zu bekommen. Noch ein halber Tag lag vor ihm an diesem Ort. Die Sonne wanderte sichtbar, ging am Horizont unter und die Nacht brach ein. Sein Kampf würde nur noch wenige Stunden dauern, sein Vorteil nahm nach und nach zu. Er wurde Herr seiner Gefühle, Herr des unruhigen Wassers. Mitlerweile waren es nur noch wenige Minuten bis er die drei Tage und drei Nächte überstanden hatte.. Die Morgensonne schien ihm mitten ins Gesicht. Und er war völlig entspannt, als wäre nie etwas gewesen.
Als die Sonne so hoch stand wie vor drei Tagen als er anfing beendete er seine Meditation. Er packte seine Sachen zusammen und erhob dich. Im ersten Moment war er etwas schwach auf den Beinen, nicht zuletzte der fehlenden Nahrungsaufnahme und dem 72 Stunden lang sitzen geschuldet. Er ging gemächlich zurück, die Strickleiter runter, über die schmale Hängebrücke, den Fluss strom abwärts, wieder über die Brücke, gen Südem, an Berchgard vorbei, an Kronwalden vorbei, runter vom Weg, in den Wald rein, bis zum See südlich Kronwaldens, dort über die Brücke auf die Insel in der Mitte. Hier sollte die andere Hälfte der Prüfung statt finden. Auf dem Weg pflückte er einige Früchte von Bäumen an denen er vorbei ging, eine stärkung zwischen den beiden 72 Stunden Meditation war schließlich erlaubt. Er wäre dumm gewesen wenn er das nicht getan hätte.
Erneut breitete er seine Sachen aus und setzte sich im Schneidersitzt auf die kleine Insel ans Wasser. Das Wasser des Sees war, im Gegensatz zum Wasserfall, ruhig und gelassen. Perfekt also für seine zweiten 72 Stunden. Er begann erneut zu meditieren. Seine Konzentration war wieder auf dem Höhepunkt angekommen als er sich auf die Wasserklänge einzustimmen begann. Wie schon am Wasserfall folgten Sekunden, Minuten, Stunden der Meditation in denen nichts passierte. Die Sonne wanderte am Firmament, bewegte sich wieder gen Horizont, nichts passierte. Es wurde dunkel, der Mond erschied, wanderte am Sternenhimmel, nichts passierte. Der Mond verschwand, die Sonne ging auf, nichts passierte. Es war und blieb ruhig. Es schien eine unendliche Ruhe zu herrschen. Das Wasser, regungslos. Er hatte irgendetwas erwartet. Doch es blieb ruhig, als läge er in einem Bot, auf dem Meer, und treibe seelenruhig vor sich hin, ohne Probleme, ohne Gedanken, einfach nur sanft dahin treiben. Am Wasserfall hatte er nach dieser Dauer schon längst etwas bemerkt, doch es geschah nichts. Normalerweise wäre er so langsam skeptisch geworden, doch er wurde es nicht. Das einzige was er fühlte war Ruhe. Doch da blitze ein Gedanke auf. Ein gedanke an das Regiment, an das Reich, welchem er seine ewige Treue schwor. Wo kam dieser gedanke her? Ein weiterer Gedanke an seine Eltern, an seine Schwester. Und Obwohl siene Mutter und seine Schwester tot waren trauerte er nicht. Er dachte in Liebe an sie zurück. Ein paar weitere Personen gesellten sich dazu. Er gab sich den gedanken hin und bemerkte den Wechsel von Tag zu nacht garnicht. Er schrack auf, mitten in der Nacht. War er eingeschlafen? Er blickte sich um, trank seinen Schamanenpilztee und dachte kurz über das Gefühlte nach. Wasser, Treue, Liebe, Ruhe. Eindeutig kein Zufall. Auch wenn es ihm schwer fallen würde, aber das war es wogegen er ankämpfen musste wenn er ein richtiger Magier werden wollte. Er setzte die Meditation fort, mit dem festen Ziel gegen die Gefühle anzukämpfen. Sie zu kontrollieren. Er durfte sich den Gefühlen nicht hingeben. Er musste lernen mit ihnen umzugehen ohne, dass sie ihn kontrollieren. Die Gefühle kamen wieder in ihm hoch. Er kämpfte gegen sie an, versuchte Herr über sie zu werden. Der Kampf dauerte 24 Stunden an. Und auch diesesmal schien der Herr über seine gefühle zu werden. Die 24 Stunden vergingen schneller als es Merrik lieb war, aber er schafte es seine Gefühle zu kontrollieren. Er Atmete einmal tief durch und schaute sich abschließend nochmal um. Dieser Ort war generell sehr ruhig. Aber für heute würde er ihm den Rücken kehren.
Seine Wege führten ihn nach Kronwalden, zu sienem haus. Dort würde er alles auf und nieder schreiben. Dann würden ihn siene Wege zur Bibliothek führen, zur Arcomaga, und erst dann würde er erneut mit den Schamanen Kontakt aufnehmen.
Doch all das lag noch vor ihm.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Merrik Daske
Eingeholt von der Vergangenheit
Es war an sich ein Tag wie jeder andere. Aufstehen, Frühstücken, Frühdienst, Freizeit. Aber wenn ich ehrlich bin war es nicht wie immer. Etwas war anders. Etwas gravierendes. Ich konnte es nur nicht benennen. Ich hatte lediglich das Gefühl die ganze Zeit über beobachtet worden zu sein. Nicht diese unangenehme Art von beobachtungen wie es bei den Träumen der Alben der Fall war. Aber durchaus unangenehm.
Doch trotz dieses Gefühls verlief sein Dienst und sein Tag einigermaßen ruhig. Es passierte nichts was dieses Gefühl gerechtfertigt hätte. Ich machte Dienstschluss und ging nach Hause. Das Gefühl blieb. Ich ging in mein Haus, machte mir etwas zu Essen und setzte mich an den Tisch. Doch gerade als ich anfangen wollte zu essen klopfte es an die Tür. Ich seufzte leise auf und stellte das nichtmal angefangene Essen ein. Ich öffnete die Tür und schaute hinaus.
"Grüß dich kleiner!"
Ich blinzelte dem grüßenden etwas perplex entgegen.
"Hat's dir die Sprache verschlagen?"
Ich wurde mit einem breiten Grinsen angesehen, welches von einem mir nur allzu bekannten Gesicht zu einem Kopf vervollständigt wurde den ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Vor der Tür stand niemand anderer als mein Onkel Edo. Ein groß gewachsener kräftiger atlethischer Mann, der mitlerweile etwa 40 Jahre erlebt hat. Er war ein Spion Havenas, und scheint es immernoch zu sein, zumindest sah deine Kleidung danach aus – eine solide Lederrüstung, scheinbar eine Spezialanfertigung. Ich bat ihn rein, bot ihm etwas zu Essen und Trinken an und wir setzten uns an den Tisch.
"Was treibt dich nach Gerimor Onkel?"
"Du."
"Ich?"
"Ja genau. Du. Bis ja ziemlich einfach zu finden gewesen. Nachdem ich das Fischerdorf und einen weniger schönen Ausflug in diese große Pantherstadt im Westen machte, habe ich hier in der Stadt nach dir gesucht. Adoran?"
Ein Nicken meinerseits.
"Hab dich eine Weile verfolgt und auf den richtigen Moment gewartet, weil ich mit dir reden muss. Und als du hier in das Haus bist, was ganz offensichtlich dir gehört, war ich mir sicher, dass es hier sicher ist. Ist es doch?"
"Sicher, sicher." Ich nickte seine Worte ab ehe er fort fuhr.
"Ich will nicht lange drum herum reden kleiner und gleich auf den Punkt kommen. Auch wenn das Thema schon damals unschön war und heute immernoch ungerne in havena angesprochen wird. Es geht um den Vorfall mit deiner Mutter und deiner Schwester."
Seine Stimme verhallte im Raum. Die Stimmung sackte schlagartig ab. Der Vorfall mit meiner Mutter war mitlerweile 20, der mit meiner Schwester 12 Jahre her. Ich hatte beides größtenteils verdrengt. Es gab nur ein paar Momente in denen ich an sie erinnert wurde. Waieso kam mein Onkel so viele Jahre später extra nach Gerimor um mit mir darüber zu reden?
"Ich habe einige Jahre mit der Suche nach den Verbrechern verbracht. Die die deine Mutter entführten wurden ja nie gefasst. Und der der deine Schwester entführte ist aus dem Gefängniss entkommen. Oder eher. Er wurde befreit. Das wurde dir natürlich nie gesagt, aber ich wusste es. Ich folgte einigen Spuren, Hinweisen und Namen. Einer wird dir übrigends mehr als bekannt vorkommen. Bardo Karolus."
Bardo Karolus? Der Name kam mir im ersten Moment völlig unbekannt vor. Doch dann dämmerte es. Bardo Karolus war es dem ich die narbe in meinem Gesicht zu verdanken habe.
Es war zu der Zeit in der ich ein heranwachsender Mann war. Mein Vater schickte mich auf eine Kampfschule. Er wollte unbedingt, dass ich mich verteidigen lernte. Und schon als ich 6 Jahre alt war meldete er mich in der Schule an. Ich lernte viel. Vor allem, dass es manche Menschen gibt, die alles tun um gut dazustehen. Vor allem kleinere verkloppen.
Springen wir doch mal in diese Zeit zurück. Ich war schon mehrere Jahre am Trainieren. Nahkampf war das A und O in der Schule, wobei mir der fernkampf mit dem Bogen wesentlich besser gefiel und mir mehr zusagte. Ich war also auch dementsprechend schlecht im Nahkampf. Ganz im Gegensatz zu Bardo. Er war der Klassenbeste. Niemand konte ihm das Wasser reichen. Diese Tatsache und der Nebeneffekt des Aussenseiterdaseins, da ich ja mit Abstand der schlechteste war, führten zu einer doch recht verheerenden Begebenheit. Es war am ersten Tag an dem ich mit scharfen Metallwaffen kämpfen sollte. Da niemand gegen den Aussenseiter kämpfen wollte erklärte sich bardo dazu bereit. Ich wusste natürlich nicht, dass alles genau so geplant und abgesprochen war, wobei ich nicht drum herum kam einen gewissen verdacht zu haben. Wärend Bardo und ich kämpften, was natürlich für mich mehr als aussichtslos aussah, schauten alle anderen zu, größtenteils lachend und Bardo anfeuernd, wie es fast immer der Fall war. Wir kämpften aber auch unter dem wachsamen Auge unseres Lehrmeisters, gerade bei den Kämpfen mit den scharfen Waffen war das wichtig. Aber gerade in einem Moment in dem mich Bardo zu Boden stieß und der Meister eigentlich hätte abbrechen müssen lenkten ihn die anderen ab, sodass er freihe Bahn hatte. Ich lag auf dem Boden, mit dem Armen stütze ich mich ab und etwas hoch. Die Sonne stand quasi direkt hinter ihm und blendete mich. Meine Kraft reichte nicht mehr aus die Waffe zu schwingen, geschweigedenn sie zu heben. Er kam langsam auf mich zu, es schien irgendwie alles um mich rum langsamer abzulaufen, reagieren konnte ich trozdem nicht. Bardo hob seine Waffe und schwang sie direkt in meine richtung. Blut gesellte sich zum matschigen Boden des Übungsplatzes. Mein Blut. Er hatte mich im Gesicht erwischt, von der stirn quer über den nasenrücken bis zum Anfang der Wange. Von seiner Waffe tropften einige Bluttropfen auf den Boden und er lachte hämisch auf. Die Wut packte mich und mit ihr kam ungeheure Kraft. Ich sprang auf, schlug ihn mitten ins Gesicht und fiel mit ihm wieder zu Boden. Ich saß direkt auf ihn drauf, sein Gesicht blickte mich nun weniger hämisch und mehr als verwundert an. Ich schlug zu. Immer und immer wieder fuhren meine Fäuse nieder, direkt in sein Gesicht. Ich vergß alles was um uns herum passierte. Ich schlug einfach nur zu, ließ meiner Wut freihen Lauf und schlug zu. Immer und immer wieder. Im nächsten Moment wurde mir schwarz vor Augen und ich wurde von Bardo weg gerissen. Als ich wieder aufwachte lag ich im Lazarett. Ein dicker Verband war um meinen Kopf gewickelt, der mir die Sicht raubte. Ich wurde verarztet, immerhin. Doch letzten Endes wurden wir beide für die Aktion bestraft, er mehr als ich, aber wir beide kamen nicht ohne weg.
Zurück in die Gegenwahrt.. naja.. die vor etwa 2 Wochen.
Mein Onkel fuhr fort: "Ich habe unter anderem ihn verfolgt. Und ich bin endlich fündig geworden. Er beging einen Fehler durch den ich ihn finden konnte. Ihn und seine ganze bande. Du musst wissen, dass sein Vater der Anführer der bande ist, die es auf deine Familie abgesehen hatte. An dich kamen sie aber irgendwie nie ran." Ein flüchtiges Schmunzeln ging von ihm aus, was mir mehr as deutlich sagte, dass er daran nicht ganz unbeteiligt war. "Du hast diese Schweine gefunden?" entfuhr es mir schlagartig und etwas lauter als gewollt. "Nana, nicht so eilig. Aber ja, ich weiß wo sie sind. Es wird aber nicht so einfach in ihr Lager einzudringen. Dennoch biete ich dir jetzt und hier an mitzukommen. Ich weiß was aus dir geworden ist, meine Kollegen behielten dich stes im Auge. Du bist ein Magier geworden, naja zumindest auf dem Weg dahin. Aber du bist Wachtmeister des Lichtenthaler Regiments. Du hast was drauf. Und du könntest dich endlich an den menschen rechen, die dir deine Mutter und deine Schwester nahmen."
Es blieb nicht viel Zeit für weitere Worte. Ich packte meine Sachen zusammen und ging mit ihm los. Unser Weg führte uns nach Adoran zum Schiff. Kaum hatten wir das Schif betreten legte es auch schon ab, richtung Havena. Zurück in die Heimat. Zurück an den Ort wo alles geschah.
Gerimimor, das Regiment, das Konzil, würde ich ein paar Tage nicht mehr sehen. Und sie mich auch nicht. Hoffentlich würden seine Vorgesetzten nichts dazu sagen.
Die Hinfahrt alleine dauerte drei Tage.
Es war an sich ein Tag wie jeder andere. Aufstehen, Frühstücken, Frühdienst, Freizeit. Aber wenn ich ehrlich bin war es nicht wie immer. Etwas war anders. Etwas gravierendes. Ich konnte es nur nicht benennen. Ich hatte lediglich das Gefühl die ganze Zeit über beobachtet worden zu sein. Nicht diese unangenehme Art von beobachtungen wie es bei den Träumen der Alben der Fall war. Aber durchaus unangenehm.
Doch trotz dieses Gefühls verlief sein Dienst und sein Tag einigermaßen ruhig. Es passierte nichts was dieses Gefühl gerechtfertigt hätte. Ich machte Dienstschluss und ging nach Hause. Das Gefühl blieb. Ich ging in mein Haus, machte mir etwas zu Essen und setzte mich an den Tisch. Doch gerade als ich anfangen wollte zu essen klopfte es an die Tür. Ich seufzte leise auf und stellte das nichtmal angefangene Essen ein. Ich öffnete die Tür und schaute hinaus.
"Grüß dich kleiner!"
Ich blinzelte dem grüßenden etwas perplex entgegen.
"Hat's dir die Sprache verschlagen?"
Ich wurde mit einem breiten Grinsen angesehen, welches von einem mir nur allzu bekannten Gesicht zu einem Kopf vervollständigt wurde den ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Vor der Tür stand niemand anderer als mein Onkel Edo. Ein groß gewachsener kräftiger atlethischer Mann, der mitlerweile etwa 40 Jahre erlebt hat. Er war ein Spion Havenas, und scheint es immernoch zu sein, zumindest sah deine Kleidung danach aus – eine solide Lederrüstung, scheinbar eine Spezialanfertigung. Ich bat ihn rein, bot ihm etwas zu Essen und Trinken an und wir setzten uns an den Tisch.
"Was treibt dich nach Gerimor Onkel?"
"Du."
"Ich?"
"Ja genau. Du. Bis ja ziemlich einfach zu finden gewesen. Nachdem ich das Fischerdorf und einen weniger schönen Ausflug in diese große Pantherstadt im Westen machte, habe ich hier in der Stadt nach dir gesucht. Adoran?"
Ein Nicken meinerseits.
"Hab dich eine Weile verfolgt und auf den richtigen Moment gewartet, weil ich mit dir reden muss. Und als du hier in das Haus bist, was ganz offensichtlich dir gehört, war ich mir sicher, dass es hier sicher ist. Ist es doch?"
"Sicher, sicher." Ich nickte seine Worte ab ehe er fort fuhr.
"Ich will nicht lange drum herum reden kleiner und gleich auf den Punkt kommen. Auch wenn das Thema schon damals unschön war und heute immernoch ungerne in havena angesprochen wird. Es geht um den Vorfall mit deiner Mutter und deiner Schwester."
Seine Stimme verhallte im Raum. Die Stimmung sackte schlagartig ab. Der Vorfall mit meiner Mutter war mitlerweile 20, der mit meiner Schwester 12 Jahre her. Ich hatte beides größtenteils verdrengt. Es gab nur ein paar Momente in denen ich an sie erinnert wurde. Waieso kam mein Onkel so viele Jahre später extra nach Gerimor um mit mir darüber zu reden?
"Ich habe einige Jahre mit der Suche nach den Verbrechern verbracht. Die die deine Mutter entführten wurden ja nie gefasst. Und der der deine Schwester entführte ist aus dem Gefängniss entkommen. Oder eher. Er wurde befreit. Das wurde dir natürlich nie gesagt, aber ich wusste es. Ich folgte einigen Spuren, Hinweisen und Namen. Einer wird dir übrigends mehr als bekannt vorkommen. Bardo Karolus."
Bardo Karolus? Der Name kam mir im ersten Moment völlig unbekannt vor. Doch dann dämmerte es. Bardo Karolus war es dem ich die narbe in meinem Gesicht zu verdanken habe.
Es war zu der Zeit in der ich ein heranwachsender Mann war. Mein Vater schickte mich auf eine Kampfschule. Er wollte unbedingt, dass ich mich verteidigen lernte. Und schon als ich 6 Jahre alt war meldete er mich in der Schule an. Ich lernte viel. Vor allem, dass es manche Menschen gibt, die alles tun um gut dazustehen. Vor allem kleinere verkloppen.
Springen wir doch mal in diese Zeit zurück. Ich war schon mehrere Jahre am Trainieren. Nahkampf war das A und O in der Schule, wobei mir der fernkampf mit dem Bogen wesentlich besser gefiel und mir mehr zusagte. Ich war also auch dementsprechend schlecht im Nahkampf. Ganz im Gegensatz zu Bardo. Er war der Klassenbeste. Niemand konte ihm das Wasser reichen. Diese Tatsache und der Nebeneffekt des Aussenseiterdaseins, da ich ja mit Abstand der schlechteste war, führten zu einer doch recht verheerenden Begebenheit. Es war am ersten Tag an dem ich mit scharfen Metallwaffen kämpfen sollte. Da niemand gegen den Aussenseiter kämpfen wollte erklärte sich bardo dazu bereit. Ich wusste natürlich nicht, dass alles genau so geplant und abgesprochen war, wobei ich nicht drum herum kam einen gewissen verdacht zu haben. Wärend Bardo und ich kämpften, was natürlich für mich mehr als aussichtslos aussah, schauten alle anderen zu, größtenteils lachend und Bardo anfeuernd, wie es fast immer der Fall war. Wir kämpften aber auch unter dem wachsamen Auge unseres Lehrmeisters, gerade bei den Kämpfen mit den scharfen Waffen war das wichtig. Aber gerade in einem Moment in dem mich Bardo zu Boden stieß und der Meister eigentlich hätte abbrechen müssen lenkten ihn die anderen ab, sodass er freihe Bahn hatte. Ich lag auf dem Boden, mit dem Armen stütze ich mich ab und etwas hoch. Die Sonne stand quasi direkt hinter ihm und blendete mich. Meine Kraft reichte nicht mehr aus die Waffe zu schwingen, geschweigedenn sie zu heben. Er kam langsam auf mich zu, es schien irgendwie alles um mich rum langsamer abzulaufen, reagieren konnte ich trozdem nicht. Bardo hob seine Waffe und schwang sie direkt in meine richtung. Blut gesellte sich zum matschigen Boden des Übungsplatzes. Mein Blut. Er hatte mich im Gesicht erwischt, von der stirn quer über den nasenrücken bis zum Anfang der Wange. Von seiner Waffe tropften einige Bluttropfen auf den Boden und er lachte hämisch auf. Die Wut packte mich und mit ihr kam ungeheure Kraft. Ich sprang auf, schlug ihn mitten ins Gesicht und fiel mit ihm wieder zu Boden. Ich saß direkt auf ihn drauf, sein Gesicht blickte mich nun weniger hämisch und mehr als verwundert an. Ich schlug zu. Immer und immer wieder fuhren meine Fäuse nieder, direkt in sein Gesicht. Ich vergß alles was um uns herum passierte. Ich schlug einfach nur zu, ließ meiner Wut freihen Lauf und schlug zu. Immer und immer wieder. Im nächsten Moment wurde mir schwarz vor Augen und ich wurde von Bardo weg gerissen. Als ich wieder aufwachte lag ich im Lazarett. Ein dicker Verband war um meinen Kopf gewickelt, der mir die Sicht raubte. Ich wurde verarztet, immerhin. Doch letzten Endes wurden wir beide für die Aktion bestraft, er mehr als ich, aber wir beide kamen nicht ohne weg.
Zurück in die Gegenwahrt.. naja.. die vor etwa 2 Wochen.
Mein Onkel fuhr fort: "Ich habe unter anderem ihn verfolgt. Und ich bin endlich fündig geworden. Er beging einen Fehler durch den ich ihn finden konnte. Ihn und seine ganze bande. Du musst wissen, dass sein Vater der Anführer der bande ist, die es auf deine Familie abgesehen hatte. An dich kamen sie aber irgendwie nie ran." Ein flüchtiges Schmunzeln ging von ihm aus, was mir mehr as deutlich sagte, dass er daran nicht ganz unbeteiligt war. "Du hast diese Schweine gefunden?" entfuhr es mir schlagartig und etwas lauter als gewollt. "Nana, nicht so eilig. Aber ja, ich weiß wo sie sind. Es wird aber nicht so einfach in ihr Lager einzudringen. Dennoch biete ich dir jetzt und hier an mitzukommen. Ich weiß was aus dir geworden ist, meine Kollegen behielten dich stes im Auge. Du bist ein Magier geworden, naja zumindest auf dem Weg dahin. Aber du bist Wachtmeister des Lichtenthaler Regiments. Du hast was drauf. Und du könntest dich endlich an den menschen rechen, die dir deine Mutter und deine Schwester nahmen."
Es blieb nicht viel Zeit für weitere Worte. Ich packte meine Sachen zusammen und ging mit ihm los. Unser Weg führte uns nach Adoran zum Schiff. Kaum hatten wir das Schif betreten legte es auch schon ab, richtung Havena. Zurück in die Heimat. Zurück an den Ort wo alles geschah.
Gerimimor, das Regiment, das Konzil, würde ich ein paar Tage nicht mehr sehen. Und sie mich auch nicht. Hoffentlich würden seine Vorgesetzten nichts dazu sagen.
Die Hinfahrt alleine dauerte drei Tage.
Zuletzt geändert von Merrik Daske am Dienstag 16. Januar 2024, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Merrik von Aerenaue
Abschied
Gerimor, ein Land das vom ewigen Krieg geplagt ist. Ein ewiger Zwist zwischen Adoran und Rahal, Temora und Alatar. Die einen fanatisch und zerstörerisch, die anderen stark und gerecht. Doch beide Seiten bringen das, was Krieg immer bringt. Tod. Und ob man in einem Glauben groß gezogen wird, in dem man für das Töten verehrt wird, oder in einem, in dem man es als 'notwendiges Übel' sieht, ist vollkommen gleich. Tod ist Tod, und leider nicht immer gerecht.
Merrik kam in dieses Land um auf eigenen Beinen zu stehen, um erwachsen zu werden. Er wurde nicht auf Gerimor geboren und wollte hier auch nicht sterben. Er hatte hier lediglich gelebt, als Gast auf der großen Insel, auf dem Schlachtfeld der Götter. Er hatte hier gelebt, geliebt, getrauert und ist letzten Endes gereift, nicht ausschließlich an Erfahrung. Er wurde ein anderer Mann durch diese große Insel.
Das Haus war mittlerweile leer. Nur noch sein Sessel stand am Kamin, daneben noch ein paar Bücher und eine Flasche Wein mit zwei Gläsern. Es war aber kein Wein seines Vaters, den er sonst immer trank. Nein, davon würde er in Zukunft noch genug haben. Es war Wein des Bunten Kessels, den Tarek noch gebraut hatte. Er konnte einmal eine der wenigen Flaschen ergattern, als er den Weinvorrat des Kessels durchsuchte. Dies würde wohl die letzte Flasche Wein werden, die auf Gerimor gebraut wurde, die er trinken würde. Doch noch hatte er etwas Zeit.
Er schlenderte zur Tür, öffnete sie und trat hinaus. Junkersteyn. Er hatte schon fast in jeder Siedlung Lichenthals gelebt. Lediglich Schwingenstein fehlte noch. Doch dazu würde er nicht mehr die Gelegenheit bekommen. Sein Weg führte ihn gen Süden, über die kleine Brücke, am Friedhof vorbei, nach Berchgard. Es war auch nicht mehr das, was es mal war. Direkt am Eingang wurde man von einem Trum von Haus erschlagen, das für die doch recht kleine Stadt deutlich zu groß war. Der Markplatz und die neuen Häuser machten das aber doch irgendwie wieder wett. Der obere Teil der Stadt hatte sich schlicht nie wirklich verändert. Viele Stein, Hanghühner, wenig Grün. Was will man auch von einer Handwerkerstadt erwarten?
Er verließ die Stadt im Westen und ging weiter richtung Süden. An der Festung des Ordens vorbei, dessen Mitglieder eine wahre Rarität waren, hin zu Schwingenstein und dem Kloster. Merrik hatte sich mehr und mehr von Temora entfernt und wurde mehr und mehr ein Gefolgsmann Phanodains. Er hatte Temora dennoch nie aufgegeben, das konnte er nicht. Aber ein gewisser Teil ihrer Anhängerschaft war ihm letzten Endes einfach zu weich als dass er sich damit hätte identifizieren können.
Rittersee, ein wenig Wald und schon war Adoran in Sicht. Das Herz des Herzogtums. Wenn sich irgendetwas wichtiges im herzogtum abspielte, dann hier. Zu aller Erst, das Regiment. Er hatte es bis zum Wachtmeister gebracht, doch war es wohl letzten Endes das Konzil, was seine volle Aufmerksamkeit erhielt und verhinderte, dass er noch weiter aufsteigen konnte, selbst wenn er im Regiment geblieben wäre. Seit er erwachte trieb er mehr und mehr weg vom Regiment, bis er es letzten Endes verließ. Eine Entscheidung, die er, zugegeben, nicht einmal bereuhte. Das Regiment war in seinen Augen nur noch ein Schatten seiner Selbst und alles andere als so, wie er es kannte, wie er es liebte.
Der Bunte Kessel hatte wieder Stellung hinter den Mauern bezogen. Doch brachte das wirklich den erhoften Anstieg an Kundschaft? Merrik würde auch das wohl nie erfahren, auch wenn er hier einige seiner besten Freunde hatte.
Einen Großteil der Stadt umging er einfach, da er nichts besonderes damit verband. Doch das Konzil konnte und wollte er nicht umgehen. Ein neuer Kurs hatte vor einigen Wochen begonnen. Neue, eifrige Schüler. Doch er würde nicht der sein, der sie unterrichten wird. Er verharrte einen Moment in Reuhe vor dem Gebäude, dessen Inneres wohl nur wenige sehen würden, wenige von denen er einer war, ist. Eine Gabe brachte ihn hinter die Türen und zum kostbarsten Schatz dahinter. Dem Wissen um die Macht der Gabe.
Der Weg war noch lang und die Zeit wurde knapp. Weiter durch das Osttor, den Weg zurück richtung Jukersteyn, durch Kronwalden, vorbei an seinem ersten eigenen Haus, das er nur kurz eines Blickes würdigte. Zurück in Junkersteyn wartete seine Frau schon auf ihn. Die Kutsche voll beladen, das Haus leer. Sie stiegen ein und die Pferde setzten sich in Bewegung. Das Trappeln der Pferde und das Knirschen der Steine unter den hölzernen Rädern der Kutsche vermischten sich zu einer seltsam melancholischen Melodie des Abschiedes. Seine letzte Fahrt durch Lichtenthal. Am Hafen Adorans angekommen wurden die Sachen schneller von der Kutsche auf das Schiff geladen als ihm lieb war, aber irgendwie war es ihm auch recht so. Man sollte unvermeidliches nicht aufschieben.
Merrik betrat mit seiner Frau das Schiff und positionierte sich direkt an der Reling. Der Blick schweifte über den Hafen. Er hatte wenigen eine Nachricht hinterlassen. Der aufstrebenden Ritterin, seiner besten Freundin auf dieser großen Insel, hinterließ er eine persönliche, freundschaftliche Nachricht. Im Konzil hinterlegte er ein kurzes und sehr sachliches Schreiben. Der Kessel bekam ein kurzes Abschiedsschreiben, mehr allgemein gehalten als an jemand bestimmtes gerichtet. Doch wer zum Hafen kommen würde, wenn er fuhr, war ihm bis zu letzt unklar.
Das Schiff legte ab und nahm schnell fahrt auf. Merrik Stand noch eine ganze Weile an der Reling und sah auf Gerimor zurück. Mit seiner Frau in den Armen machte er sich nun jedoch auf den Weg in die Heimat, nach Havena. Niemand, nicht einmal er, weiß, ob er jemals wieder Adoran, Lichenthals oder gar Gerimor wieder sehen würde.
Gerimor, ein Land das vom ewigen Krieg geplagt ist. Ein ewiger Zwist zwischen Adoran und Rahal, Temora und Alatar. Die einen fanatisch und zerstörerisch, die anderen stark und gerecht. Doch beide Seiten bringen das, was Krieg immer bringt. Tod. Und ob man in einem Glauben groß gezogen wird, in dem man für das Töten verehrt wird, oder in einem, in dem man es als 'notwendiges Übel' sieht, ist vollkommen gleich. Tod ist Tod, und leider nicht immer gerecht.
Merrik kam in dieses Land um auf eigenen Beinen zu stehen, um erwachsen zu werden. Er wurde nicht auf Gerimor geboren und wollte hier auch nicht sterben. Er hatte hier lediglich gelebt, als Gast auf der großen Insel, auf dem Schlachtfeld der Götter. Er hatte hier gelebt, geliebt, getrauert und ist letzten Endes gereift, nicht ausschließlich an Erfahrung. Er wurde ein anderer Mann durch diese große Insel.
Das Haus war mittlerweile leer. Nur noch sein Sessel stand am Kamin, daneben noch ein paar Bücher und eine Flasche Wein mit zwei Gläsern. Es war aber kein Wein seines Vaters, den er sonst immer trank. Nein, davon würde er in Zukunft noch genug haben. Es war Wein des Bunten Kessels, den Tarek noch gebraut hatte. Er konnte einmal eine der wenigen Flaschen ergattern, als er den Weinvorrat des Kessels durchsuchte. Dies würde wohl die letzte Flasche Wein werden, die auf Gerimor gebraut wurde, die er trinken würde. Doch noch hatte er etwas Zeit.
Er schlenderte zur Tür, öffnete sie und trat hinaus. Junkersteyn. Er hatte schon fast in jeder Siedlung Lichenthals gelebt. Lediglich Schwingenstein fehlte noch. Doch dazu würde er nicht mehr die Gelegenheit bekommen. Sein Weg führte ihn gen Süden, über die kleine Brücke, am Friedhof vorbei, nach Berchgard. Es war auch nicht mehr das, was es mal war. Direkt am Eingang wurde man von einem Trum von Haus erschlagen, das für die doch recht kleine Stadt deutlich zu groß war. Der Markplatz und die neuen Häuser machten das aber doch irgendwie wieder wett. Der obere Teil der Stadt hatte sich schlicht nie wirklich verändert. Viele Stein, Hanghühner, wenig Grün. Was will man auch von einer Handwerkerstadt erwarten?
Er verließ die Stadt im Westen und ging weiter richtung Süden. An der Festung des Ordens vorbei, dessen Mitglieder eine wahre Rarität waren, hin zu Schwingenstein und dem Kloster. Merrik hatte sich mehr und mehr von Temora entfernt und wurde mehr und mehr ein Gefolgsmann Phanodains. Er hatte Temora dennoch nie aufgegeben, das konnte er nicht. Aber ein gewisser Teil ihrer Anhängerschaft war ihm letzten Endes einfach zu weich als dass er sich damit hätte identifizieren können.
Rittersee, ein wenig Wald und schon war Adoran in Sicht. Das Herz des Herzogtums. Wenn sich irgendetwas wichtiges im herzogtum abspielte, dann hier. Zu aller Erst, das Regiment. Er hatte es bis zum Wachtmeister gebracht, doch war es wohl letzten Endes das Konzil, was seine volle Aufmerksamkeit erhielt und verhinderte, dass er noch weiter aufsteigen konnte, selbst wenn er im Regiment geblieben wäre. Seit er erwachte trieb er mehr und mehr weg vom Regiment, bis er es letzten Endes verließ. Eine Entscheidung, die er, zugegeben, nicht einmal bereuhte. Das Regiment war in seinen Augen nur noch ein Schatten seiner Selbst und alles andere als so, wie er es kannte, wie er es liebte.
Der Bunte Kessel hatte wieder Stellung hinter den Mauern bezogen. Doch brachte das wirklich den erhoften Anstieg an Kundschaft? Merrik würde auch das wohl nie erfahren, auch wenn er hier einige seiner besten Freunde hatte.
Einen Großteil der Stadt umging er einfach, da er nichts besonderes damit verband. Doch das Konzil konnte und wollte er nicht umgehen. Ein neuer Kurs hatte vor einigen Wochen begonnen. Neue, eifrige Schüler. Doch er würde nicht der sein, der sie unterrichten wird. Er verharrte einen Moment in Reuhe vor dem Gebäude, dessen Inneres wohl nur wenige sehen würden, wenige von denen er einer war, ist. Eine Gabe brachte ihn hinter die Türen und zum kostbarsten Schatz dahinter. Dem Wissen um die Macht der Gabe.
Der Weg war noch lang und die Zeit wurde knapp. Weiter durch das Osttor, den Weg zurück richtung Jukersteyn, durch Kronwalden, vorbei an seinem ersten eigenen Haus, das er nur kurz eines Blickes würdigte. Zurück in Junkersteyn wartete seine Frau schon auf ihn. Die Kutsche voll beladen, das Haus leer. Sie stiegen ein und die Pferde setzten sich in Bewegung. Das Trappeln der Pferde und das Knirschen der Steine unter den hölzernen Rädern der Kutsche vermischten sich zu einer seltsam melancholischen Melodie des Abschiedes. Seine letzte Fahrt durch Lichtenthal. Am Hafen Adorans angekommen wurden die Sachen schneller von der Kutsche auf das Schiff geladen als ihm lieb war, aber irgendwie war es ihm auch recht so. Man sollte unvermeidliches nicht aufschieben.
Merrik betrat mit seiner Frau das Schiff und positionierte sich direkt an der Reling. Der Blick schweifte über den Hafen. Er hatte wenigen eine Nachricht hinterlassen. Der aufstrebenden Ritterin, seiner besten Freundin auf dieser großen Insel, hinterließ er eine persönliche, freundschaftliche Nachricht. Im Konzil hinterlegte er ein kurzes und sehr sachliches Schreiben. Der Kessel bekam ein kurzes Abschiedsschreiben, mehr allgemein gehalten als an jemand bestimmtes gerichtet. Doch wer zum Hafen kommen würde, wenn er fuhr, war ihm bis zu letzt unklar.
Das Schiff legte ab und nahm schnell fahrt auf. Merrik Stand noch eine ganze Weile an der Reling und sah auf Gerimor zurück. Mit seiner Frau in den Armen machte er sich nun jedoch auf den Weg in die Heimat, nach Havena. Niemand, nicht einmal er, weiß, ob er jemals wieder Adoran, Lichenthals oder gar Gerimor wieder sehen würde.
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Merrik von Aerenaue
Durch Feuer und Flamme
Als er seine Augen öffnete stand er in mitten eines Waldes. Es war tiefste Nacht und nur wenige Tiere schlichen durch das Unterholz. Der Vollmond schien hell, blendete sogar fast, beim direkten Hinsehen. Ein schwacher Wind streichelte förmlich durch das Blattwerk der Baumkronen. Es war fast schon eine perfekte Nacht.
Sein Blick wanderte von den Baumwipfeln nach unten. Trotz des hellen Mondes war es seltsam düster. Die Schatten der blätter reichen Bäume bewegten sich unheimlich und irgendwie irreal hin und her. Hier und da raschelte es in den Büschen. Doch die unheimlichen Augen, denn mehr sah er von den Tieren nicht, flößten der Szenerie etwas wirklich Unheimliches ein.
Er setzte sich in Bewegung, langsam und bedacht. Erst einen Schritt nach vorne, dann ein zweiter. Das Grün unter seinen Füßen war feucht und kalt. Es kitzelte ihn ansatzweise, so brachte ihn wenigstens etwas, im düsteren Reich des Waldes unterhalb der Baumwipfel, zum Schmunzeln. Der Blick glitt nach unten, als etwas unter seinem Fuß zerbarst, knackte und letzten Endes einige Tiere aufschrecken ließ. Erst hier fiel ihm auf, dass er gar keine Schuhe trug, er war Barfuß, mitten im Wald.
Mit der Erkenntnis kam auch der Schmerz. Als habe dich das Stück Holz mühelos durch seine Fußsohle gebohrt, breitete sich von eben da blitzschnell ein stechender Schmerz auf, der ihm bis hoch in den Kopf fuhr.
Mit dem Schmerz kam das Bild. Ein kurzes, aufflackerndes Bild. Jemand stand in einem Haus. Wer es war wusste er nicht. Er konnte lediglich eine schwarze Silhouette. Das Haus selbst, ein hölzernes, war schwarz gebrannt, von dem Feuer, das in ihm loderte. Die Person schien in mitten des Feuers zu schreien, doch Merrik hörte nichts.
Der Schmerz ließ nach, als er die Augen wieder öffnete und den düsteren Wald um sich herum sah. Vorsichtig setzte er seinen Weg fort. Die düsteren und teils morschen Bäume zogen hölzerne Fratzen. Die Stille des Waldes durchdrang der Ruf einer Eule. Er drehte seinen Kopf zur Seite, aus dem vermeintlich der Ruf kam. Gerade als er den nächsten Schritt tun wollte, stieß sein Fuß gegen etwas Festes. Doch dieses Mal war es kein Schmerz, was er verspürte, sondern den Verlust seines Gleichgewichts, gefolgt vom unvermeidbaren Fall, der letztlich durch den moosig, feuchten Boden gestoppt wurde. Er pustete die Luft aus seinen Lungen gedehnt aus, was einige kleine Wellen in der Pfütze schlug, in der er mit dem Gesicht gelandet war. Langsam, wenn auch ohne Schmerzen, rappelte er sich auf. Sein Blick glitt über das Wasser, bis hin zu seinem Spiegelbild. Er Stockte. War das wirklich er? Merrik hob eine Hand an sein Gesicht, befühlte die glatte, junge Haut, tastete es forschend ab. Wieder stockte er in der Bewegung. Seine Augen weiteten sich, als das Ertastete das Gesehene bestätigte. Seine Narbe! Wo war seine Narbe?
Es war Merrik, eindeutig. Doch schien er über Nacht um mehrere Jahre jünger geworden zu sein. Er sah seinem jüngeren Selbst, mit diesen unmöglich chaotisch angeordneten tiefschwarzen Haaren entgegen. Nein, er _war_ sein jüngeres Selbst. Wie war das möglich? Erst gestern hatte er sich doch so darüber aufgeregt, dass ihn der ganze Stress in letzter Zeit so rapide ergrauen ließ. Er rappelte sich auf und versuchte, anhand der Bäume, seine Größe abzumessen. Er war eindeutig kleiner. Sein typischer Dreitagebart, ebenso weg. Die Zeichnungen an seinem Körper von dem harten Training und den Schlachten des Regiments, weg! Er atmete einige Male tief durch und versuchte sich am letzten, ultimativen, Test. Merrik begann sich zu konzentrieren. Er versuchte dem Lied seiner Umgebung zu lauschen. Stille. Er konzentrierte sich stärker und stärker, doch es bleib weiter still.
Resignierend atmete er seufzend aus und sah an sich herab. Er war sein jüngeres Selbst, mir allem Können und Nichtkönnen, das er in diesem Alter hatte. Das Geheul eines Wolfes unterbrach seine Gedanken. Sein Blick schwenkte suchend umher, doch er sah keinen Wolf. Dennoch beschlich ihn das ungute Gefühl, dass es nicht sicher sei, wo er ist. Er setzte seinen Weg langsam fort.
Die Bäume standen dicht beieinander und gaben keinen wirklichen Weg zu erkennen. Die Büsche und Sträucher wuchsen dicht an dicht, links und rechts von ihm. Immer wieder sah er sich um, immer wieder beobachteten ihn leuchtende Augen aus dem Dickicht. Erst, als er ein flackerndes Licht hinter einigen weiteren Bäumen sah, schien der Wald ihm einen Weg zu lassen. Eine kleine Spur aus kleinen Steinen, ein eigentlich sogar zwei, parallel mit etwa einem Schritt Abstand zueinander, zwischen denen angenehm warmes Moos wuchs, leitete ihn schlängelnd näher an das flackernde Licht. Der Weg endete in einer, ebenso von Steinen umringten, moosigen Fläche, von etwa 5 Schritt Durchmesser. Doch das sah er gar nicht erst wirklich. Sein Blick hing an der großen Eiche, die am anderen Ende der Moosfläche stand. Mit einigem Abstand zu den restlichen Bäumen erhob er sich, fast schon majestätisch, aus dem Wald. Wie Früchte, hingen einige Äste Richtung Boden. Hell lodernd, waren sie die Quelle des flackernden Lichtes. Dennoch steckte das Feuer der hinab hängenden Äste den Rest der Eiche nicht in Brand. Im Gegenteil, sie schien ihre Kraft aus dem Feuer zu ziehen. Einige Feuerfunken hefteten sich an die Blätter und Äste und schienen schlicht in den Baum eingesogen zu werden. Hier und da konnte man Feuerfunken erkennen, die die Äste entlang, Richtung Stamm wanderten und so den Kern des Baumes zum Glühen brachten. Ein lebendiges Glühen.
Merriks Blick haftete sich wieder auf die hinab hängenden Äste. Er musterte sie etwas genauer. Zu seinem Erschrecken waren es keine Äste. Es waren Bögen. Genauer gesagt, jeder einzelne Bogen, den Merrik jemals trug. Erneut erklang das Geheul eines Wolfes. Merriks Blick schwenkte von den Bögen weg und landete in einer dunklen, haarigen Fratze mit leuchtend roten Augen. Am Stamm des Baumes stand ein Wolf, Grau-Schwarz, gefletschte Zähne und angriffslustig knurrend. Merrik machte einen Schritt zurück, doch auch hinter ihm erklang tiefes, bedrohliches Knurren. Er sah kurz nach links und rechts, ohne den Wolf vor sich aus dem Auge zu verlieren. Er musste hier weg, das war klar. Als der Wolf vor ihm auf ihn zu sprang, wollte er zur Seite ausweichen und los laufen, doch irgendetwas lähmte ihn. Er konnte sich nicht bewegen, war dem Angriff des Wolfes hilflos ausgeliefert. Er starrte dem Wolf entgegen, tief in seine leuchtend roten Augen
Wieder kam der Schmerz, wieder das Bild. Doch etwas schien anders. Das Fauchen der Flammen übertönte fast komplett ein weit entfernt scheinendes schmerzvolles Schreien. Die Gestalt wirkte auch menschlicher als zuvor, es war keine bloße Silhouette mehr, sie Hatte Konturen, verschieden helle und dunkle Stellen, statt nur eine tiefschwarze Gestalt zu sein. Die Gestalt war Schatten, in jede erdenkliche Richtung. Die Schatten wichen dem Licht des Feuers nicht, sie schienen mehr ein Eigenleben zu haben und erklommen das lodernde Feuer, ließen es auf eine unheimliche Art düster erscheinen. Einer der Schatten ließ von seinem verhöhnenden Tanzen auf dem Feuer ab und schien Merrik direkt anzusehen. Er löste sich von dem Feuer und bewegte sich langsam auf Merrik zu. Sein Gesicht bestand lediglich aus Schatten, er hatte weder Augen, noch Nase, noch Mund, dennoch starrte der Schatten Merrik einen Moment an. Da wo der Mund hätte sein sollen wich der Schatten und formte etwas, das nach einem Mund aussah, mit scharf aussehenden Zähnen. Ein unheimliches Grinsen bildete sich und der Schatten hob seine Arme an, die klauenförmig aus liefen. Blitzschnell sprang der Schatten auf Merrik zu.
Als er wieder seine Augen öffnete, lag er wieder in dem Moosfeld. Die Wölfe waren verschwunden. Er sah kurz zu den noch immer brennenden Bögen auf. Dann rappelte er sich auf. Ein kurzer stechender Kopfschmerz schoss ihm durch seinen Kopf. Er schwankte etwas, unwillkürlich Richtung Eiche, und stützte sich ab. Als er wieder auf sah und seine Hand vom Baum weg nahm, sah er etwas Schimmerndes am Baum. Er beugte sich etwas näher und betrachtete das Schimmern genauer. An der Stelle, wo seine Hand auf dem Baum lag, wich die Rinde einem spiegelndem Material, kein Metall, kein Wasser, irgendwie... unnatürlich. Er wischte mit seiner Hand über die Rinde und deckte so mehr von dem spiegelnden Material auf. Wieder stockte er in der Bewegung, als er sein Spiegelbild sah. Die Narbe war wieder da, einige Blessuren auch. Dennoch war er noch nicht so alt, wie er hätte sein sollen. Erst jetzt bemerkte er eine nahezu erschreckende Ähnlichkeit seiner Haarfarbe und der des Wolfes. Wieder erklang das Geheul, dieses Mal deutlich näher.
Merrik wartete nicht lange und lief los, weg von dem Geheul, vorbei an weiteren Fratzen ziehenden Bäumen. Vorbei an den Tieren im Dickicht, die ihm hinterher starrten. Doch das Getrappel der Wolfspfoten kam erneut näher. Er rannte so schnell er konnte, sprang über umgestürzte Baumstämme, durch Hecken, die ihm nur vermeintlich den Weg versperrten und über unzählige kleinere Äste, die es nicht mal ansatzweise schafften, ihn aufzuhalten. Dennoch schienen die Wölfe schneller zu sein. Das Bellen und Hecheln der Wölfe kam näher und näher, bedrohlich nah.
Wieder sah er ein flackerndes Licht, doch es schien größer und Heller zu sein. Einer der Wölfe drang langsam, aber stetig in seinen linken Blickwinkel, ein zweiter in seinen rechten. Er kann doch jetzt nicht aufgeben?! Noch ein paar Meter, dann wäre er an der Quelle des Lichtes. Und was dann? Auf offener Fläche holen ihn die Wölfe doch erst recht. Aber Ausweichen funktionierte nicht. Die Wölfe drängten ihn förmlich in die Richtung, aus der das Licht kam.
Ein letzter Sprung über einen umgekippten Baum, ein gefühlt unendlich lange dauernder Flug darüber. Er sah sich auf der Lichtung um, in dessen Mitte ein Haus stand. Ein brennendes Haus. Als er landete blieb er stehen, der Blick starr auf das Haus gerichtet. Das Knurren hinter ihm verstummte. Die Wölfe näherten sich ihm auf sanften Pfoten. Einer der Wölfe stupste sanft mit seiner Nase gegen Merriks Hand. Er drehte sich um und sah zu den Wölfen. Es waren fünf. Sie saßen brav, als hätten sie ihn nie gejagt, vor ihm. Mit leicht wedelndem Schwanz sahen sie ihm entgegen. Ihr Fell war nun gänzlich weiß-silbrig glänzend, sie hatten jegliche Bedrohlichkeit verloren. Er sah vom Fell zu den Augen der Tiere. Der Wolf links außen hatte dunkle, braune Augen, der daneben, helle bläuliche. Rechts außen saß ein Wolf mit hellen, fast weißen Augen, wo neben einer mit violetten Augen saß. Der Anführer der fünf, der größte, hatte warme, rote Augen, die Merrik treu und freundlich anblickten. Der große deutete mit seiner Schnauze in Richtung des brennenden Hauses. Er drehte sich um und setzte sich wieder in Bewegung. Langsam und bedacht näherte er sich dem Haus. Es knackte und fauchte, aber es qualmte nicht. Er sah immer mal wieder etwas düsteres im Haus umher huschen, ging dennoch weiter. Die Wölfe folgten ihm, flankierten ihn. Die vermeintlichen Jäger wurden zu seinen Beschützern. Er kam an der kleinen Treppe an, die nach drei Stufen zur Tür führte. Er sah nochmal kurz zu den Wölfen, woraufhin der größte nur leicht sein Haupt neigte. Merrik legte seine Hand auf das brennende Geländer, das ihn zur Tür führte. Es tat nicht mal weh. Es verbrannte seine Haut nicht, verzehrte sein Fleisch nicht. Es verbreitete lediglich ein warmes Gefühl in seinem Inneren. Merrik hob seinen rechten Fuß und setzte ihn auf die erste Stufe. Auch hier fing er kein Feuer. Die brennende Treppe hielt dem Gewicht seines Körpers stand. Er hob seine andere Hand an die Tür und drückte sie, mühelos, auf. Im Inneren des Hauses stand alles in Flammen, bis auf die Mitte. Dort stand ein Mensch, ein Mann, genauer gesagt, der sich die Hände vor die Augen hielt. Merrik trat langsam näher. Das Holz knarzte unter seinen Füßen. Als Merrik aus dem Feuer heraus in die Mitte trat erschienen auch die Schatten. Etwa ein Dutzend Schatten, die sich tänzelnd von dem Mann auf, Richtung Feuer erstreckten und auf diesem tanzten. Merrik trat direkt vor den Mann, musterte ihn genauer. Er hatte komplett weißes Haar, dennoch waren keine Falten zu sehen. Seine Kleidung wirkte Edel und sauber. Er legte ihm eine Hand auf die Schulter. Der Mann hobt seinen Kopf aus seinen Händen an. Merriks Augen weiteten sich, als er erkannte wer der Mann war. Doch im selben Moment, als sich die beiden sahen, türmten sich die Schatten auf und schienen zu verschmelzen. Die Wölfe hatten sich im Kreis um das Haus aufgestellt und begannen zu heulen. Nur schwach drangen die farbigen Lichter, die von den Wölfen ausgingen, durch den Schatten. Dieser sammelte sich einige Schritt über den beiden Männern. Brodelnd hing der Schatten in der Luft und stürzte im nächsten Moment auf sie ein.
Ein greller Lichtstrahl stiegt, mittig im Haus, Richtung Himmel auf, durchstieß den Schatten und schien ihn zu verbrennen. Das Haus fiel in sich zusammen und hinterließ nichts als Asche. Während die Wölfe weiter heulten war von den beiden Männern keine Spur. Es glühte im inneren des Aschehaufens, pulsierend, pochend, wie ein Herz. Die Wölfe verstummten und neigten ihre Häupter in Richtung der Mitte. Explosionsartig wurde die Asche weg geschleudert und etwas brennendes stieg aus dem Haufen heraus. Der Phönix schwang sich innerhalb von Sekunden in luftige Höhen und hinterließ eine feurige Spur. Wieder begannen die Wölfe zu heulen.
Merrik wachte in einem Bett in einer Taverne auf, es war nicht sein Bett, aber es war Adoran. Er war zurück, in seiner Heimat.
Als er seine Augen öffnete stand er in mitten eines Waldes. Es war tiefste Nacht und nur wenige Tiere schlichen durch das Unterholz. Der Vollmond schien hell, blendete sogar fast, beim direkten Hinsehen. Ein schwacher Wind streichelte förmlich durch das Blattwerk der Baumkronen. Es war fast schon eine perfekte Nacht.
Sein Blick wanderte von den Baumwipfeln nach unten. Trotz des hellen Mondes war es seltsam düster. Die Schatten der blätter reichen Bäume bewegten sich unheimlich und irgendwie irreal hin und her. Hier und da raschelte es in den Büschen. Doch die unheimlichen Augen, denn mehr sah er von den Tieren nicht, flößten der Szenerie etwas wirklich Unheimliches ein.
Er setzte sich in Bewegung, langsam und bedacht. Erst einen Schritt nach vorne, dann ein zweiter. Das Grün unter seinen Füßen war feucht und kalt. Es kitzelte ihn ansatzweise, so brachte ihn wenigstens etwas, im düsteren Reich des Waldes unterhalb der Baumwipfel, zum Schmunzeln. Der Blick glitt nach unten, als etwas unter seinem Fuß zerbarst, knackte und letzten Endes einige Tiere aufschrecken ließ. Erst hier fiel ihm auf, dass er gar keine Schuhe trug, er war Barfuß, mitten im Wald.
Mit der Erkenntnis kam auch der Schmerz. Als habe dich das Stück Holz mühelos durch seine Fußsohle gebohrt, breitete sich von eben da blitzschnell ein stechender Schmerz auf, der ihm bis hoch in den Kopf fuhr.
Mit dem Schmerz kam das Bild. Ein kurzes, aufflackerndes Bild. Jemand stand in einem Haus. Wer es war wusste er nicht. Er konnte lediglich eine schwarze Silhouette. Das Haus selbst, ein hölzernes, war schwarz gebrannt, von dem Feuer, das in ihm loderte. Die Person schien in mitten des Feuers zu schreien, doch Merrik hörte nichts.
Der Schmerz ließ nach, als er die Augen wieder öffnete und den düsteren Wald um sich herum sah. Vorsichtig setzte er seinen Weg fort. Die düsteren und teils morschen Bäume zogen hölzerne Fratzen. Die Stille des Waldes durchdrang der Ruf einer Eule. Er drehte seinen Kopf zur Seite, aus dem vermeintlich der Ruf kam. Gerade als er den nächsten Schritt tun wollte, stieß sein Fuß gegen etwas Festes. Doch dieses Mal war es kein Schmerz, was er verspürte, sondern den Verlust seines Gleichgewichts, gefolgt vom unvermeidbaren Fall, der letztlich durch den moosig, feuchten Boden gestoppt wurde. Er pustete die Luft aus seinen Lungen gedehnt aus, was einige kleine Wellen in der Pfütze schlug, in der er mit dem Gesicht gelandet war. Langsam, wenn auch ohne Schmerzen, rappelte er sich auf. Sein Blick glitt über das Wasser, bis hin zu seinem Spiegelbild. Er Stockte. War das wirklich er? Merrik hob eine Hand an sein Gesicht, befühlte die glatte, junge Haut, tastete es forschend ab. Wieder stockte er in der Bewegung. Seine Augen weiteten sich, als das Ertastete das Gesehene bestätigte. Seine Narbe! Wo war seine Narbe?
Es war Merrik, eindeutig. Doch schien er über Nacht um mehrere Jahre jünger geworden zu sein. Er sah seinem jüngeren Selbst, mit diesen unmöglich chaotisch angeordneten tiefschwarzen Haaren entgegen. Nein, er _war_ sein jüngeres Selbst. Wie war das möglich? Erst gestern hatte er sich doch so darüber aufgeregt, dass ihn der ganze Stress in letzter Zeit so rapide ergrauen ließ. Er rappelte sich auf und versuchte, anhand der Bäume, seine Größe abzumessen. Er war eindeutig kleiner. Sein typischer Dreitagebart, ebenso weg. Die Zeichnungen an seinem Körper von dem harten Training und den Schlachten des Regiments, weg! Er atmete einige Male tief durch und versuchte sich am letzten, ultimativen, Test. Merrik begann sich zu konzentrieren. Er versuchte dem Lied seiner Umgebung zu lauschen. Stille. Er konzentrierte sich stärker und stärker, doch es bleib weiter still.
Resignierend atmete er seufzend aus und sah an sich herab. Er war sein jüngeres Selbst, mir allem Können und Nichtkönnen, das er in diesem Alter hatte. Das Geheul eines Wolfes unterbrach seine Gedanken. Sein Blick schwenkte suchend umher, doch er sah keinen Wolf. Dennoch beschlich ihn das ungute Gefühl, dass es nicht sicher sei, wo er ist. Er setzte seinen Weg langsam fort.
Die Bäume standen dicht beieinander und gaben keinen wirklichen Weg zu erkennen. Die Büsche und Sträucher wuchsen dicht an dicht, links und rechts von ihm. Immer wieder sah er sich um, immer wieder beobachteten ihn leuchtende Augen aus dem Dickicht. Erst, als er ein flackerndes Licht hinter einigen weiteren Bäumen sah, schien der Wald ihm einen Weg zu lassen. Eine kleine Spur aus kleinen Steinen, ein eigentlich sogar zwei, parallel mit etwa einem Schritt Abstand zueinander, zwischen denen angenehm warmes Moos wuchs, leitete ihn schlängelnd näher an das flackernde Licht. Der Weg endete in einer, ebenso von Steinen umringten, moosigen Fläche, von etwa 5 Schritt Durchmesser. Doch das sah er gar nicht erst wirklich. Sein Blick hing an der großen Eiche, die am anderen Ende der Moosfläche stand. Mit einigem Abstand zu den restlichen Bäumen erhob er sich, fast schon majestätisch, aus dem Wald. Wie Früchte, hingen einige Äste Richtung Boden. Hell lodernd, waren sie die Quelle des flackernden Lichtes. Dennoch steckte das Feuer der hinab hängenden Äste den Rest der Eiche nicht in Brand. Im Gegenteil, sie schien ihre Kraft aus dem Feuer zu ziehen. Einige Feuerfunken hefteten sich an die Blätter und Äste und schienen schlicht in den Baum eingesogen zu werden. Hier und da konnte man Feuerfunken erkennen, die die Äste entlang, Richtung Stamm wanderten und so den Kern des Baumes zum Glühen brachten. Ein lebendiges Glühen.
Merriks Blick haftete sich wieder auf die hinab hängenden Äste. Er musterte sie etwas genauer. Zu seinem Erschrecken waren es keine Äste. Es waren Bögen. Genauer gesagt, jeder einzelne Bogen, den Merrik jemals trug. Erneut erklang das Geheul eines Wolfes. Merriks Blick schwenkte von den Bögen weg und landete in einer dunklen, haarigen Fratze mit leuchtend roten Augen. Am Stamm des Baumes stand ein Wolf, Grau-Schwarz, gefletschte Zähne und angriffslustig knurrend. Merrik machte einen Schritt zurück, doch auch hinter ihm erklang tiefes, bedrohliches Knurren. Er sah kurz nach links und rechts, ohne den Wolf vor sich aus dem Auge zu verlieren. Er musste hier weg, das war klar. Als der Wolf vor ihm auf ihn zu sprang, wollte er zur Seite ausweichen und los laufen, doch irgendetwas lähmte ihn. Er konnte sich nicht bewegen, war dem Angriff des Wolfes hilflos ausgeliefert. Er starrte dem Wolf entgegen, tief in seine leuchtend roten Augen
Wieder kam der Schmerz, wieder das Bild. Doch etwas schien anders. Das Fauchen der Flammen übertönte fast komplett ein weit entfernt scheinendes schmerzvolles Schreien. Die Gestalt wirkte auch menschlicher als zuvor, es war keine bloße Silhouette mehr, sie Hatte Konturen, verschieden helle und dunkle Stellen, statt nur eine tiefschwarze Gestalt zu sein. Die Gestalt war Schatten, in jede erdenkliche Richtung. Die Schatten wichen dem Licht des Feuers nicht, sie schienen mehr ein Eigenleben zu haben und erklommen das lodernde Feuer, ließen es auf eine unheimliche Art düster erscheinen. Einer der Schatten ließ von seinem verhöhnenden Tanzen auf dem Feuer ab und schien Merrik direkt anzusehen. Er löste sich von dem Feuer und bewegte sich langsam auf Merrik zu. Sein Gesicht bestand lediglich aus Schatten, er hatte weder Augen, noch Nase, noch Mund, dennoch starrte der Schatten Merrik einen Moment an. Da wo der Mund hätte sein sollen wich der Schatten und formte etwas, das nach einem Mund aussah, mit scharf aussehenden Zähnen. Ein unheimliches Grinsen bildete sich und der Schatten hob seine Arme an, die klauenförmig aus liefen. Blitzschnell sprang der Schatten auf Merrik zu.
Als er wieder seine Augen öffnete, lag er wieder in dem Moosfeld. Die Wölfe waren verschwunden. Er sah kurz zu den noch immer brennenden Bögen auf. Dann rappelte er sich auf. Ein kurzer stechender Kopfschmerz schoss ihm durch seinen Kopf. Er schwankte etwas, unwillkürlich Richtung Eiche, und stützte sich ab. Als er wieder auf sah und seine Hand vom Baum weg nahm, sah er etwas Schimmerndes am Baum. Er beugte sich etwas näher und betrachtete das Schimmern genauer. An der Stelle, wo seine Hand auf dem Baum lag, wich die Rinde einem spiegelndem Material, kein Metall, kein Wasser, irgendwie... unnatürlich. Er wischte mit seiner Hand über die Rinde und deckte so mehr von dem spiegelnden Material auf. Wieder stockte er in der Bewegung, als er sein Spiegelbild sah. Die Narbe war wieder da, einige Blessuren auch. Dennoch war er noch nicht so alt, wie er hätte sein sollen. Erst jetzt bemerkte er eine nahezu erschreckende Ähnlichkeit seiner Haarfarbe und der des Wolfes. Wieder erklang das Geheul, dieses Mal deutlich näher.
Merrik wartete nicht lange und lief los, weg von dem Geheul, vorbei an weiteren Fratzen ziehenden Bäumen. Vorbei an den Tieren im Dickicht, die ihm hinterher starrten. Doch das Getrappel der Wolfspfoten kam erneut näher. Er rannte so schnell er konnte, sprang über umgestürzte Baumstämme, durch Hecken, die ihm nur vermeintlich den Weg versperrten und über unzählige kleinere Äste, die es nicht mal ansatzweise schafften, ihn aufzuhalten. Dennoch schienen die Wölfe schneller zu sein. Das Bellen und Hecheln der Wölfe kam näher und näher, bedrohlich nah.
Wieder sah er ein flackerndes Licht, doch es schien größer und Heller zu sein. Einer der Wölfe drang langsam, aber stetig in seinen linken Blickwinkel, ein zweiter in seinen rechten. Er kann doch jetzt nicht aufgeben?! Noch ein paar Meter, dann wäre er an der Quelle des Lichtes. Und was dann? Auf offener Fläche holen ihn die Wölfe doch erst recht. Aber Ausweichen funktionierte nicht. Die Wölfe drängten ihn förmlich in die Richtung, aus der das Licht kam.
Ein letzter Sprung über einen umgekippten Baum, ein gefühlt unendlich lange dauernder Flug darüber. Er sah sich auf der Lichtung um, in dessen Mitte ein Haus stand. Ein brennendes Haus. Als er landete blieb er stehen, der Blick starr auf das Haus gerichtet. Das Knurren hinter ihm verstummte. Die Wölfe näherten sich ihm auf sanften Pfoten. Einer der Wölfe stupste sanft mit seiner Nase gegen Merriks Hand. Er drehte sich um und sah zu den Wölfen. Es waren fünf. Sie saßen brav, als hätten sie ihn nie gejagt, vor ihm. Mit leicht wedelndem Schwanz sahen sie ihm entgegen. Ihr Fell war nun gänzlich weiß-silbrig glänzend, sie hatten jegliche Bedrohlichkeit verloren. Er sah vom Fell zu den Augen der Tiere. Der Wolf links außen hatte dunkle, braune Augen, der daneben, helle bläuliche. Rechts außen saß ein Wolf mit hellen, fast weißen Augen, wo neben einer mit violetten Augen saß. Der Anführer der fünf, der größte, hatte warme, rote Augen, die Merrik treu und freundlich anblickten. Der große deutete mit seiner Schnauze in Richtung des brennenden Hauses. Er drehte sich um und setzte sich wieder in Bewegung. Langsam und bedacht näherte er sich dem Haus. Es knackte und fauchte, aber es qualmte nicht. Er sah immer mal wieder etwas düsteres im Haus umher huschen, ging dennoch weiter. Die Wölfe folgten ihm, flankierten ihn. Die vermeintlichen Jäger wurden zu seinen Beschützern. Er kam an der kleinen Treppe an, die nach drei Stufen zur Tür führte. Er sah nochmal kurz zu den Wölfen, woraufhin der größte nur leicht sein Haupt neigte. Merrik legte seine Hand auf das brennende Geländer, das ihn zur Tür führte. Es tat nicht mal weh. Es verbrannte seine Haut nicht, verzehrte sein Fleisch nicht. Es verbreitete lediglich ein warmes Gefühl in seinem Inneren. Merrik hob seinen rechten Fuß und setzte ihn auf die erste Stufe. Auch hier fing er kein Feuer. Die brennende Treppe hielt dem Gewicht seines Körpers stand. Er hob seine andere Hand an die Tür und drückte sie, mühelos, auf. Im Inneren des Hauses stand alles in Flammen, bis auf die Mitte. Dort stand ein Mensch, ein Mann, genauer gesagt, der sich die Hände vor die Augen hielt. Merrik trat langsam näher. Das Holz knarzte unter seinen Füßen. Als Merrik aus dem Feuer heraus in die Mitte trat erschienen auch die Schatten. Etwa ein Dutzend Schatten, die sich tänzelnd von dem Mann auf, Richtung Feuer erstreckten und auf diesem tanzten. Merrik trat direkt vor den Mann, musterte ihn genauer. Er hatte komplett weißes Haar, dennoch waren keine Falten zu sehen. Seine Kleidung wirkte Edel und sauber. Er legte ihm eine Hand auf die Schulter. Der Mann hobt seinen Kopf aus seinen Händen an. Merriks Augen weiteten sich, als er erkannte wer der Mann war. Doch im selben Moment, als sich die beiden sahen, türmten sich die Schatten auf und schienen zu verschmelzen. Die Wölfe hatten sich im Kreis um das Haus aufgestellt und begannen zu heulen. Nur schwach drangen die farbigen Lichter, die von den Wölfen ausgingen, durch den Schatten. Dieser sammelte sich einige Schritt über den beiden Männern. Brodelnd hing der Schatten in der Luft und stürzte im nächsten Moment auf sie ein.
Ein greller Lichtstrahl stiegt, mittig im Haus, Richtung Himmel auf, durchstieß den Schatten und schien ihn zu verbrennen. Das Haus fiel in sich zusammen und hinterließ nichts als Asche. Während die Wölfe weiter heulten war von den beiden Männern keine Spur. Es glühte im inneren des Aschehaufens, pulsierend, pochend, wie ein Herz. Die Wölfe verstummten und neigten ihre Häupter in Richtung der Mitte. Explosionsartig wurde die Asche weg geschleudert und etwas brennendes stieg aus dem Haufen heraus. Der Phönix schwang sich innerhalb von Sekunden in luftige Höhen und hinterließ eine feurige Spur. Wieder begannen die Wölfe zu heulen.
Merrik wachte in einem Bett in einer Taverne auf, es war nicht sein Bett, aber es war Adoran. Er war zurück, in seiner Heimat.
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Merrik von Aerenaue
Merrik stand auf einer Lichtung in mitten eines dunklen Waldes. Die Sonne stand hoch am Himmel und dennoch konnte er nicht erkennen, was jenseits der Lichtung, im Wald, lauerte. Es war heiß, die Luft war trocken, selbst der Rasen auf der Lichtung ergab sich hier und da der gnadenlosen Sonne. Er griff nach einem Trinkbeutel um seine Kehle von der Trockenheit zu befreien. Zu seinem Bedauern kam jedoch kein einziger Tropfen aus dem Beutel heraus.
Ein lautes Dröhnen erklang in seinem Kopf, was den Magier binnen weniger Sekunden auf die Knie zwang. Er fasste sich an seinen Kopf und verzog vor Schmerz sein Gesicht. Das Dröhnen ebbte ab und lies Merrik, schwer atmend, wieder zu Kräften kommen, auch wenn es nicht dazu reichte sich wieder in den Stand zu erheben. Sein Blick wanderte aufmerksam umher und er meinte hier und da ein Huschen im Wald gesehen zu haben. Sicher war er sich jedoch nicht.
Wieder setzte das Dröhnen in seinem Kopf ein, dieses Mal jedoch mit zwei initialen pochenden Schlägen. Er sackte weiter zusammen, konnte sich aber noch auf einem Knie halten. Sein Puls schlug ihn hörbar im Kopf. Sein Atem hallte hörbar zum einsetzenden Taubheitsgefühl zwischen seinen Ohren wider. Wieder setzte das Dröhnen kurz aus und Merrik rang nach Luft. Seine Sicht verschwamm und er sah nur noch schemenhaft etwas aus dem Wald heraus, direkt auf ihn zu, kommen. Saphirblaue Augen leuchteten ihm deutlich entgegen, doch waren es mehr als nur zwei.
Wieder setzte das Dröhnen ein, begleitet von fortwährendem Pochen in seinem Kopf. Mit jedem Schlag sackte sein Körper mehr und mehr Richtung Boden. Sein Blick verschwamm mehr und mehr und verengte sich zunehmend. Sein Herzschlag wurde langsamer und sein Atem setzte aus, kurz bevor er letzten Endes zur Gänze zu Boden sackte und dann auf selbigem lag.
Das Dröhnen schien sich zu entfernen, wie sich alle Geräusche und Gefühle mehr und mehr zu entfernen schienen. Das Heulen eines Wolfes drang durch das Dröhnen. Klar und deutlich klang es, wenn auch ebenso weit entfernt. Zwei weitere Wölfe setzten das Heulen mit ihrem Leitwolf ein, gefolgt von drei weiteren. Das Heulen schien das Dröhnen zu durchbrechen und alles, was sich von Merrik entfernte, wieder an ihn heran zu tragen. Als tauche er aus einem Meer der Stille wieder auf kehrten die Geräusche und Gefühle zu ihm zurück.
Er schrak auf und fuhr mit seiner Hand an seinen Kopf. Schwer atmend saß er da. Sein Herz schlug noch immer deutlich, doch irgendetwas schien anders zu sein. Das Heulen der Wölfe war weg, die Taubheit zur Gänze verschwunden, die Kraft in seinen Körper zurückgekehrt. Das einzige, was blieb, war ein nerviges Pochen. Nein, viel mehr ein Klopfen. Merrik sah sich um. Er lag in seinem Bett in seinem Haus. Keine Lichtung, kein Wald, nichts. Sein Blick schwenkte zum Fenster. An eben jenem saß, außen, ein kleiner, frecher Vogel, der immer wieder mit seinem Schnabel gegen das Fenster schlug. Merrik machte mit einem einhergehenden Seufzer eine wischende Bewegung in Richtung des Vogels, welcher daraufhin einfach von seinem Fenster weg geweht wurde.
Er rappelte sich auf und zog sich an. Seine Schritte führten ihn direkt in den Keller. Jede der vier Übungspuppen wurde mit einem äquivalenten Zauber bedacht. Schnell und präzise hintereinander. Er hob seine Hand über den Fußboden vor ihm, mittig im Raum, aus welchem sich daraufhin sein Magierstab in der horizontalen erhob. Der Stab stieg immer weiter an, sogar dann noch, als er Merriks Hand berührte, bis er etwa auf 2 Metern Höhe schwebte. Merrik stellt sich direkt darunter und knackte einmal mit seinen Fingern, ehe er den Stab fest umgriff. Zügig zog er sich an dem Stab in die Höhe, ohne, dass dieser Anstalten machte sich auch nur ein kleines Stück zu bewegen. Er vollführte ein Dutzend Klimmzüge, wobei er sich beim letzten einige Sekunden oben hielt. Er ließ sich wieder auf den Boden fallen, griff nach seinem Stab und zupfte ihn wirbelnd aus der Luftstarre. Ein steinernes Gebilde schoss aus dem Boden vor ihm, welches direkt aus der Wirbelbewegung heraus mit dem diamantenen Stab einen Schlag versetzt bekam und daraufhin wieder im Boden verschwand. Ein weiteres Steinmonument schoss hinter ihm aus dem Boden, welches ebenso einen ordentlichen Schlag einstecken musste. So folgten noch 10 weitere um ihn herum, die sich immer wieder nach dem Schlag in den Boden verzogen. Ein letztes steinernes Monument erhobt sich größer und stabiler direkt vor ihm, welches er mit voller Kraft und arkaner Unterstützung schlug. Doch das Monument blieb standhaft. Merrik senkte seinen Stab und fuhrt, deutlich erschöpft und schwer atmend, mit der Hand über das Monument. Unter einem spürbaren Rütteln der Erde versank auch dieses dann wieder im Erdreich. Merrik ging wieder nach oben und zog dich nun genug an, dass er auch außerhalb seines Hauses, ohne direkt wegen Unsittlichkeit aufgehalten zu werden, frei bewegen konnte. Er verließ sein Haus und schritt durch das Gartentor. Nach einem kurzen Stocken in der Bewegung und einem tiefen Durchatmen lief er mit gemäßigtem Tempo los. Nach Norden bis zum Hauptweg, dann nach Osten, durch das Osttor, weiter Richtung Kronwalden, durch Berchgard und wieder gen Süden, die Westgrenze entlang, bis Rittersee, von welchem es wieder nach Adoran und letzten Endes nach Hause ging. An guten Tagen lief er auch von Kronwalden durch den Nebenlpass und dann nach Berchargd, wieder gen Süden, neuerlich durch den Nebelpass und dann Richtung Rittersee. Wobei es, ehrlich gesagt, kaum einen Unterschied machte.
Und immerhin hatte er beim Laufen genug Zeit zum Nachdenken. Geschehenes, aktuelles, zukünftiges. Er wurde als Frauenheld tituliert. Eine haltlose Behauptung, war er doch immer einer Frau treu gewesen. Dass es schon mehrere Frauen gab, denen er treu war steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Dennoch bewahrte er sich seine Treue gegenüber einer Frau immer. Was jedoch deutlich makaberer war, war die Behauptung, dass jede seiner Frauen früher oder später sterben würde. Mal ganz davon ab, dass bisher nur eine tatsächlich gestorben ist und man lediglich den aktuellen Aufenthaltsort der meisten anderen nicht kennt, ist es doch mehr als unangebracht seine neue Gefährtin direkt als tot zu deklarieren.
Und da war tatsächlich wieder ein neues Kapitel im Leben des Magus. Ein Mensch, eine Frau, trat in sein Leben. Ja, es hat ihn wirklich überrascht, dass da jemand war. Sie konnte seien Ruf nicht kennen, sonst hätte sie ihn niemals angesprochen. Es war nicht wirklich verwunderlich, dass er anfangs blauäugig und blind mit ihr sprach, hatte er doch mit allem gerechnet, nur nicht damit.
Die junge Kriegerin, die junge Soldatin, wollte ihn als Trainingspartner und damit einem Befehl ihrer Vorgesetzen nachgehen. Nun, zumindest war das die offizielle Version des Ganzen.
Mittlerweile hatte er mehr als nur einen Trainingsschützling gewonnen. Und die Feuerbälle werfende Fee hatte viel mehr gewonnen als nur einen schützenden Schild.

Ein lautes Dröhnen erklang in seinem Kopf, was den Magier binnen weniger Sekunden auf die Knie zwang. Er fasste sich an seinen Kopf und verzog vor Schmerz sein Gesicht. Das Dröhnen ebbte ab und lies Merrik, schwer atmend, wieder zu Kräften kommen, auch wenn es nicht dazu reichte sich wieder in den Stand zu erheben. Sein Blick wanderte aufmerksam umher und er meinte hier und da ein Huschen im Wald gesehen zu haben. Sicher war er sich jedoch nicht.
Wieder setzte das Dröhnen in seinem Kopf ein, dieses Mal jedoch mit zwei initialen pochenden Schlägen. Er sackte weiter zusammen, konnte sich aber noch auf einem Knie halten. Sein Puls schlug ihn hörbar im Kopf. Sein Atem hallte hörbar zum einsetzenden Taubheitsgefühl zwischen seinen Ohren wider. Wieder setzte das Dröhnen kurz aus und Merrik rang nach Luft. Seine Sicht verschwamm und er sah nur noch schemenhaft etwas aus dem Wald heraus, direkt auf ihn zu, kommen. Saphirblaue Augen leuchteten ihm deutlich entgegen, doch waren es mehr als nur zwei.
Wieder setzte das Dröhnen ein, begleitet von fortwährendem Pochen in seinem Kopf. Mit jedem Schlag sackte sein Körper mehr und mehr Richtung Boden. Sein Blick verschwamm mehr und mehr und verengte sich zunehmend. Sein Herzschlag wurde langsamer und sein Atem setzte aus, kurz bevor er letzten Endes zur Gänze zu Boden sackte und dann auf selbigem lag.
Das Dröhnen schien sich zu entfernen, wie sich alle Geräusche und Gefühle mehr und mehr zu entfernen schienen. Das Heulen eines Wolfes drang durch das Dröhnen. Klar und deutlich klang es, wenn auch ebenso weit entfernt. Zwei weitere Wölfe setzten das Heulen mit ihrem Leitwolf ein, gefolgt von drei weiteren. Das Heulen schien das Dröhnen zu durchbrechen und alles, was sich von Merrik entfernte, wieder an ihn heran zu tragen. Als tauche er aus einem Meer der Stille wieder auf kehrten die Geräusche und Gefühle zu ihm zurück.
Er schrak auf und fuhr mit seiner Hand an seinen Kopf. Schwer atmend saß er da. Sein Herz schlug noch immer deutlich, doch irgendetwas schien anders zu sein. Das Heulen der Wölfe war weg, die Taubheit zur Gänze verschwunden, die Kraft in seinen Körper zurückgekehrt. Das einzige, was blieb, war ein nerviges Pochen. Nein, viel mehr ein Klopfen. Merrik sah sich um. Er lag in seinem Bett in seinem Haus. Keine Lichtung, kein Wald, nichts. Sein Blick schwenkte zum Fenster. An eben jenem saß, außen, ein kleiner, frecher Vogel, der immer wieder mit seinem Schnabel gegen das Fenster schlug. Merrik machte mit einem einhergehenden Seufzer eine wischende Bewegung in Richtung des Vogels, welcher daraufhin einfach von seinem Fenster weg geweht wurde.
Er rappelte sich auf und zog sich an. Seine Schritte führten ihn direkt in den Keller. Jede der vier Übungspuppen wurde mit einem äquivalenten Zauber bedacht. Schnell und präzise hintereinander. Er hob seine Hand über den Fußboden vor ihm, mittig im Raum, aus welchem sich daraufhin sein Magierstab in der horizontalen erhob. Der Stab stieg immer weiter an, sogar dann noch, als er Merriks Hand berührte, bis er etwa auf 2 Metern Höhe schwebte. Merrik stellt sich direkt darunter und knackte einmal mit seinen Fingern, ehe er den Stab fest umgriff. Zügig zog er sich an dem Stab in die Höhe, ohne, dass dieser Anstalten machte sich auch nur ein kleines Stück zu bewegen. Er vollführte ein Dutzend Klimmzüge, wobei er sich beim letzten einige Sekunden oben hielt. Er ließ sich wieder auf den Boden fallen, griff nach seinem Stab und zupfte ihn wirbelnd aus der Luftstarre. Ein steinernes Gebilde schoss aus dem Boden vor ihm, welches direkt aus der Wirbelbewegung heraus mit dem diamantenen Stab einen Schlag versetzt bekam und daraufhin wieder im Boden verschwand. Ein weiteres Steinmonument schoss hinter ihm aus dem Boden, welches ebenso einen ordentlichen Schlag einstecken musste. So folgten noch 10 weitere um ihn herum, die sich immer wieder nach dem Schlag in den Boden verzogen. Ein letztes steinernes Monument erhobt sich größer und stabiler direkt vor ihm, welches er mit voller Kraft und arkaner Unterstützung schlug. Doch das Monument blieb standhaft. Merrik senkte seinen Stab und fuhrt, deutlich erschöpft und schwer atmend, mit der Hand über das Monument. Unter einem spürbaren Rütteln der Erde versank auch dieses dann wieder im Erdreich. Merrik ging wieder nach oben und zog dich nun genug an, dass er auch außerhalb seines Hauses, ohne direkt wegen Unsittlichkeit aufgehalten zu werden, frei bewegen konnte. Er verließ sein Haus und schritt durch das Gartentor. Nach einem kurzen Stocken in der Bewegung und einem tiefen Durchatmen lief er mit gemäßigtem Tempo los. Nach Norden bis zum Hauptweg, dann nach Osten, durch das Osttor, weiter Richtung Kronwalden, durch Berchgard und wieder gen Süden, die Westgrenze entlang, bis Rittersee, von welchem es wieder nach Adoran und letzten Endes nach Hause ging. An guten Tagen lief er auch von Kronwalden durch den Nebenlpass und dann nach Berchargd, wieder gen Süden, neuerlich durch den Nebelpass und dann Richtung Rittersee. Wobei es, ehrlich gesagt, kaum einen Unterschied machte.
Und immerhin hatte er beim Laufen genug Zeit zum Nachdenken. Geschehenes, aktuelles, zukünftiges. Er wurde als Frauenheld tituliert. Eine haltlose Behauptung, war er doch immer einer Frau treu gewesen. Dass es schon mehrere Frauen gab, denen er treu war steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Dennoch bewahrte er sich seine Treue gegenüber einer Frau immer. Was jedoch deutlich makaberer war, war die Behauptung, dass jede seiner Frauen früher oder später sterben würde. Mal ganz davon ab, dass bisher nur eine tatsächlich gestorben ist und man lediglich den aktuellen Aufenthaltsort der meisten anderen nicht kennt, ist es doch mehr als unangebracht seine neue Gefährtin direkt als tot zu deklarieren.
Und da war tatsächlich wieder ein neues Kapitel im Leben des Magus. Ein Mensch, eine Frau, trat in sein Leben. Ja, es hat ihn wirklich überrascht, dass da jemand war. Sie konnte seien Ruf nicht kennen, sonst hätte sie ihn niemals angesprochen. Es war nicht wirklich verwunderlich, dass er anfangs blauäugig und blind mit ihr sprach, hatte er doch mit allem gerechnet, nur nicht damit.
Die junge Kriegerin, die junge Soldatin, wollte ihn als Trainingspartner und damit einem Befehl ihrer Vorgesetzen nachgehen. Nun, zumindest war das die offizielle Version des Ganzen.
Mittlerweile hatte er mehr als nur einen Trainingsschützling gewonnen. Und die Feuerbälle werfende Fee hatte viel mehr gewonnen als nur einen schützenden Schild.