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[Mini Event] Der Erdrutsch und die Schlucht

Verfasst: Mittwoch 4. September 2013, 20:02
von Alin
In großen Reihen standen sie da, das alatarische Volke, bereit dem Feind einen weiteren Stein in den Weg zu legen. Nur sollte es dieses Mal kein kleiner Stein sein, sondern mehr ein großer, wo es nicht möglich war, jenen mit einem Schritt zu übergehen.
Es handelte sich um den Durchgang Menek'Urs, welcher fast direkt in Grenzwarth mündete. Es war die Schwäche des alatarischen Reiches, eine Schwäche, die ausgemergelt werden musste. Eine Schwäche, welche die Diener des All-Einen nicht tolerieren konnten, nicht tolerieren wollten. Sie musste zerstört werden und so folgte ein Schritt dem Nächsten...

In großen Reihen standen sie da, aufgebaut vor der Schlucht, den Worten der Erhabenen Aliyahna lauschend, währen sich die Arkorither darauf konzentrierten, gemeinsam in das Liedgefüge einzugreifen und die Gabe, die man ihnen gab, im großen Ausmaße zu nutzen.
Blitze schossen auf die Oberflächen der Berge ein, die den Durchgang einrahmten. Nach und nach, um so mehr der Himmel bollerte, zogen sich mehr und mehr Risse in den Stein. Risse, die für den nächsten Akt dienlich waren, Risse, welche den Untergang des Passes bedeuteten.
Wieder wurde das Lied Eluives strapaziert und die Arkorither ließen nun Wasser entstehen, Tonnen an Wasser, welches sich formte, den Berg hinauf lief und sich in die vorher geschaffenen Ritzen zog.

"Was passiert wenn Wasser gefriert?"
"Es dehnt sich."


Waren es die einzigen Worte, die kurz in der Reihe der Schwarzgerobten fielen. Dann war es wieder Zeit sich zu konzentrieren, die Kräfte der Magier bereits an ihren Grenzen und doch gelang es, dass Wasser zu Eis werden zu lassen. Es dehnte sich, riss den Berg regelrecht auseinander und ließ eine Steinfront herunter stürzen, welche jedes Stück Luft im Pass erstickte. Es waren nicht nur ein paar Felsen, die jeglichen Weg versperrten. Es war ein Felsenmeer, nicht mehr durchdringlich, nicht mehr durchsichtig. Das Ende des zweiten Durchganges des menekanischen Volkes und der Sieg für Alatar und seine Streiter.

Eine Schwäche wurde dem Erdboden gleich gemacht...

Verfasst: Montag 9. September 2013, 19:01
von Dazen Wolfseiche
  • Der Stein, der viel gerührt wird, bemoost nicht.
    Deutsches Sprichwort
Der Aufbau des Lagers ging sich relativ gut an. Es hätte sicherlich hier und da etwas besser laufen können, aber die die da waren packten alle fleißig mit an. Wo es Anfangs ein wenig an Koordination fehlte, fand schließlich jeder seinen Platz und Anteil, wo etwas zu tun war. Holz schlagen, Pallisaden errichten, Vorräte und Material ins und vor das Zelt packen.

Während die anderen beiden Knappen, ein paar der Reichsgarde und Oy’xerax darauf achteten, dass in Ruhe gearbeitet werden konnte, blieb ich bei den Handwerkern und Gardisten, die beim Aufbau halfen, und packte überall dort mit an, wo es nötig war. Die Rüstung war dabei zwar ein wenig hinderlich, aber dennoch gab es für mich da kein Zögern, wenn es einer oder zweier weiterer Hände bedurfte.
Körperliche Arbeit war mir schließlich nicht fremd.
  • Für den Schaffenden gibt es keine Armut und keinen armen, gleichgültigen Ort.
    Rainer Maria Rilke
Tatsächlich gefiel es mir, wenn ich am Abend körperlich erschöpft war und wusste, was ich geleistet hatte. Die Zwischenfälle mit den Menekanern kamen mir dabei eher gering vor, zumal es nicht einmal zu einer richtigen Auseinandersetzung kam. Mir war durchaus bewusst, dass sie neugierig waren, wissen wollten, was wir trieben. Diese Neugier würde uns noch ein paar mehr Probleme verursachen. Das waren noch meine Gedanken an dem ersten Abend, als alles zur Ruhe kam, die Handwerker heimwärts strebten und nur ein paar Leute blieben, um das Lager zu bewachen. Teils Gardisten, zudem noch Charlie und ich.

Charlie hatte mich an diesem Tag überrascht. Ein oder zwei Tage vorher trug ich ihr auf in Grenzwarth zu erscheinen und mit anzupacken. Zwar hatte Althan gesagt, er wolle, dass sie in Rahal blieb, aber dort gab es nichts zu tun für sie. Im Grunde war es ein Experiment bezüglich ihrer Verlässlichkeit. So konnte sie etwas für das Reich tun und sich unter gegebenen Umständen beweisen. Was sie auch tatsächlich tat. Sie packte ohne zu murren mit an, klemmte sich im Eifer ihren Finger ein und selbst da gab es keine Klage.
Damit gewann sie einen kleinen Hauptgewinn und die Erlaubnis zwischen dem Lager und Rahal pendeln zu dürfen, ohne Umwege.
Nicht, dass ich ihr vertraute. Letztlich aber musste sie ja auf den Prüfstand gestellt werden.
  • Und wieder geht’s mit neuem Fleiß an den gleichen Scheiß.
    Unbekannt
Das Lager nahm allmählich Gestalt an, die Materialien wurden hergeschafft, es konnte mit dem eigentlichen Vorhaben endlich begonnen werden. Inzwischen gab es auch so genug, worüber ich mich maßlos ärgern konnte. Allen voran mal wieder meine Frau. Ich hing der festen Überzeugung an, Alatar verschonte sie nur deshalb, damit ich in Ruhe meinen Weg weiter gehen konnte. Etwas anderes konnte es bald schon nicht mehr sein.

Da wollte sie tatsächlich diese kleine hörige Sklaven – von mir aus auch ehemalige, im Grunde war sie es doch noch immer – fast ins Lager, damit die auch ja alles in vollem Umfang erfassen konnte. Nach einigem hin und her wurde das Weibstück von Teron und Savar fortgeschafft. Elende Spitzel. An dem Abend war ich schwer geneigt allen Schnüfflern, die ich kannte, den Garaus machen zu wollen. Und meiner Frau gleich mit. Diese impertinente Kurzsichtigkeit ließ den Zorn so richtig hochkochen.
Dem Fass schlug es dann den Boden aus, als ich erfuhr, dass sie es so halten wollte, um das Früchtchen an der Nase herum zu führen. Im Lager, das kaum andere Schlüsse zuließ, als die, wozu es errichtet worden war! Großartig.
Ich nahm mir in dem Moment vor, ihr den Vorschlag zu unterbreiten Aushänge anzubringen und Flugblätter in Menek’Ur zu verteilen.

Allmählich weckte ihr Verhalten ohnehin mehr und mehr Misstrauen.

Sie werden nicht angreifen.

Woher wollte sie das wissen? Das war am Abend des geplanten Erdrutsches gewesen. Woher verdammt nochmal wollte sie die Gewissheit nehmen, dass die Menekaner nicht angriffen? Es klang so, als stünde es fest, über jeden Zweifel erhaben. Und das, zusammen genommen mit der Spitzel im Lager, wollte mich zu einem verflucht schnellen Urteil hinreißen lassen, gegen das ich mich allmählich nur noch schwerlich wehren konnte, wenn überhaupt.
Vielleicht lag es daran, dass ich wusste, was sie über einige dort dachte, oder gedacht hatte, wie labil und wankelmütig sie dahingehend war ihre Ansichten über Leute von heute auf morgen hierhin oder dorthin zu ändern. Dieses Tagebuch… Flugblätter. Hätte mich in dem Moment jemand gefragt, ob ich keine Angst hätte, sie würde dort bleiben – ich hätte gesagt, sie könnten sie behalten.
Das kleinste Vielleicht an der Sache war mittlerweile die Möglichkeit, dass ich ihr unrecht tat. Dabei hielt sich sie nicht einmal von Grund auf für einen schlechten Menschen, oder gar für völlig fehlgeleitet. Sie kümmerte sich nur um Dinge, die nicht ihre waren, dafür nicht um ihre eigenen. Und dabei dachte sie nicht sehr weit voraus. Noch viel ärgerlicher daran war – sie lernte nicht dazu.

Die Frage, die ich mir allerdings immer öfter stellte inzwischen: Wie gehst du weiterhin damit um, Dazen?
  • Das Wort Fleiß ist abgeleitet von einem Verbum,
    welches ursprünglich so viel als kämpfen, streiten bedeutet.
    So ist also Fleiß ein Ringen nach einem Besitz und der Seele ursprünglich eigen,
    denn die Seele ist Kraft, und es liegt in dem Wesen einer Kraft,
    dass sie sich betätige.
    Hermann Kahle
Auf in den Kampf. Es war an der Zeit den Aufbau zu beginnen. Alles stand bereit. Darauf sollte ich mich erst einmal konzentrieren. Inzwischen, bei etlichen Nachtwachen, hatte ich beschlossen tagsüber die Wache anderen zu überlassen. Sobald die Handwerker eintrafen, wollte ich mit anpacken. Wie die anderen beiden Knappen es halten wollten, überließ ich ihnen selbst. Der Überblick am Bau selbst ließ sich am besten behalten, wenn ihn jemand auch vor Ort behielt.
Ich hoffte, dass unser Plan alsbald aufging und wir uns anderen Aufgaben widmen konnten. Es gab noch genug zu erledigen.

Ebenso wenig schadete es mir, mich auch körperlich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Immerhin war die damit verbunden einiges schleppen und an den rechten Platz setzen zu müssen. Einen Schrein bauen. Ich hatte nicht einmal eine Ahnung, wie so etwas aussehen sollte. Aber vielleicht brachten die andern beiden ja die zündende Idee dazu. Und wohin damit? Bei Grenzwarth. Düstersee und Rahal hatten ihre Tempel. Alatar, ich wollte mir noch immer selbst in den Hintern beißen für meine mangelnde Selbstbeherrschung.

Noch während die Sonne aufging verließ ich meinen Wachposten und nickte den anderen zu, die dort für den Schutz des Lagers sorgten, holte die Pläne raus und legte sie auf die Truhe im Zelt. Während ich die Pläne noch einmal studierte, begann ich die Rüstung abzulegen und zog mir alte Kleider an. An Stelle des morgendlichen Laufs, der die letzten Tage ohnehin ausfiel deshalb, steckte ich den Plan in meine Hosentasche und machte ich mich kurze Zeit später daran die Steine schon einmal dort hin zu bringen, wo sie gebraucht werden würden. Es war mühsam und schweißtreibend, kräftezehrend und trotzdem befreiend die Steine auf den Karren zu hieven und diesen dann an die Stelle zu zerren, wo sie wieder ausgeladen werden konnten. Sorgefältig schichtete ich die Steine dort wieder auf und schlug einige direkt zurecht, die nicht die rechte Passform hatten.
Ich hatte wenig Ahnung von Holz und dem rechten Umgang darin. Das war eher etwas für meinen Bruder. Aber Gestein schlagen, dass man es zum Bau nutzen konnte, das hatte mir mein Vater beigebracht, als wir die Scheune damals auf unserem Hof errichteten. Garvin wäre hier nützlich, aber wie immer machte er sich rar, wenn es nach Arbeit roch, dieser faule Bastard.

Während ich schuftete, beschäftigten meine Gedanken sich mit etwas anderem. Etwas, das so gar nicht zu mir passen wollte: Einem süßen Bären in zweierlei Hinsicht.
  • Mit dem Fleiße bringt ein mittelmäßiger Kopf es weiter,
    als ein überlegener ohne denselben.
    Die Arbeit ist der Preis, für den man den Ruhm erkauft;
    Was wenig kostet, ist wenig wert.
    Baltasar Gracián y Morales

Verfasst: Montag 9. September 2013, 23:55
von Alin
  • Ich bin es doch, ich hatte dich verlassen,
    als mich die unbekannte Ferne rief.
    So konnte ich mich nur noch selber hassen,
    dass ich mein Herz vergaß, und weit und weiter lief.

„Wenn du das nicht regelst, Alin, dann ist dein Leben verwirkt. Euer Reich hatte seine Möglichkeiten und ich habe dir wieder und wieder die Chance gegeben, es zu regeln. Das nächste Mal, wenn es fehl schlägt, wirst du nicht wieder gehen.“

Ich saß da und starrte auf das Pergament, welches keinen Wert mehr besaß. Es machte das Gespräch mit dem Alka hinfällig, es machte meine Bemühungen hinfällig und ich sah keinerlei Hoffnung mehr, dass aus diesem Krieg ein besseres Verhältnis hätte wachsen könnte. Sie hatten Forderungen, die nicht zu erfüllen waren. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Zwerge frei zu lassen, aber die Bauarbeiten am Wall beenden? Das könnte niemand verlangen, das würde niemand tun. Ich war mit meinen Ideen am Ende und ich hätte schreien können, dass ich es niemanden sagen durfte. Ich habe mich zu dem verdächtigen Wesen gemacht, das mit dem Feind paktiert. Ich habe mich zu wem gemacht, der ich nicht bin und das alles nur, um meiner Aufgabe gerecht zu werden. Ich wollte dem Teil des Landes, welches in meiner Obhut weilte, nichts schuldig sein, ich wollte es schützen und jede Seele darin und ich hatte versagt.

Ich starrte das Pergament an, als würde mir eine Lösung ins Gesicht springen, eine Lösung, die sich in den nächsten 48 Stunden umsetzen lassen würde. Es kam nichts, nach zehn Minuten nicht und auch nicht nach einer Stunde. Mein Unterkiefer verkrampfte sich und ich presste die Hände in mein Haar. Was wollte ich auch verlangen? Sie haben alle so viel Leid erfahren, so viel Elend, wie konnte ich Entgegenkommen erwarten, wie konnte ich es beim Alka erbitten? Ich habe gesehen wie ich es konnte, ich habe gesehen wohin es führte. Meine Faust donnerte auf den Tisch und mit einem Ruck warf ich ihn um. Meine Hände ballten sich zu Fäusten und mein Hass dem menekanischen Volke gegenüber wuchs, so unweigerlich, dass ich es kaum stoppen konnte. Und doch wusste ich, dass sie uns überlegen waren, das wir jemanden brauchten, der zumindest nicht gegen uns die Waffen erheben würde. Wir konnten nicht den Hass von ganz Alathair auf uns prasseln lassen, dazu waren unsere Truppen zu schwach und der kleine, letzte Funken an Hoffnung, der da war, ist an diesem Abend gestorben. Es war naiv von mir zu glauben, dass es möglich wäre.
Ich habe es in Imraans Augen gesehen, er verstand meinen Standpunkt und vermutlich war auch er der Grund, warum ich den Zwergen nicht an die Gurgel gesprungen bin, bei ihren Provokationen und doch wusste er auch, wie ich, dass der letzte Funke auf Frieden die nächsten Stunden verpuffen würde. Es war vorbei und der Krieg würde weiter wüten und außer, dass mich Dazen vermutlich hasste, für meine Worte, die er nicht verstand, weil ich es ihn nicht erklären konnte. Das mich manche des Volkes als Verräterin ansahen, habe ich nichts gewonnen, nichts bewegt. Ich hatte versagt und ich dachte kurz an Florentine und ich verfluchte sie zu Krathor, dass sie ging und die Scheiße an meinen Hacken hing. Natürlich hätte ich es ablehnen können, ich hätte das Amt schon längst ablegen können und doch wollte ich es mir selbst beweisen, und meiner Heiligkeit, dass ich es schaffen würde. Nun stand ich da, vor dem umgeworfenen Tisch und starrte auf das Pergament, welches den Boden berührte.

„Wir können es nicht mehr dulden. Wir zeigen, dass wir es ernst meinen.“

Ein verzweifeltes Lachen verließ meine Kehle und ich drehte mich herum, als hätte der Menekaner die Worte direkt zu mir gesprochen und als wären sie nicht Erinnerungen aus meinem Geist gewesen. Die Paranoia hatte sich eingeschaltet. Ich habe sie recht verborgen gehalten, seitdem ich nicht mehr im anderen Reich wandelte und Informationen sammelte. Nun war sie wieder da, gepaart mit Panik und Wut. Eines wusste ich allerdings und das schwor ich mir an diesem Abend: Ich würde für meine Heimat mein Leben lassen, bis zum letzten Tropfen Blut dafür einstehen und auch wenn meine Bemühungen sich in Luft auflösten, stand ich für das ein, woran ich glaubte. Ich würde Alatar nicht enttäuschen und sei es drum, dass ich nur einen von ihnen mit in den Tod riss, bevor ich mein Leben gab. Ich würde nicht aufgeben.

„Die letzte Gelegenheit, Alin Wolfseiche.“

  • Nie wieder wollen wir es je verwehren,
    allen, die ein Herz noch in sich tragen,
    zu spüren, wie die Heimat Ursprung spendet,
    und Hoffnung ist, und Lebenselixier.
    So halten wir sie stolz in allen Ehren
    denn Heimat, sie gehört zu dir und mir.

Verfasst: Dienstag 10. September 2013, 08:04
von Benedict Weber
Je länger man schläft, je weniger man lebt.

Vier Stunden schlaf, ein Luxus.
Zumindest waren das die Worte der Ritterin bevor wir uns unseren Aufgaben widmeten.
Die erste Wache war unsere, Charlies und meine ich lies Charlie im inneren und schickte die Wachen vor dem Tor nach drinnen damit sie sich ausruhen konnten.
Sie waren nach all dem froh über etwas Ruhe, die dauerhafte Anspannung machte auch ihnen zu schaffen.

Die Wache war ereignislos also ging ich Dazen wecken damit er die nächsten vollen zwei Stunden Wachdienst schieben konnte, ich verabschiedete mich mit den Worten das ich nochmal zum Hof wolle um nach dem rechten zu sehen.
Und um mal ein paar trockene Sachen zu finden, das Wetter war wirklich scheiße, die meiste Zeit regnete es sicher würden einige bald hilfe eines Heilers benötigen.

Ich würde einfach Garius drauf ansprechen nahm ich mir vor, zumindest schien für Dazen die sache aus der Taverne vorbei zu sein, wie Garius das sah war mir noch nicht ganz klar.

Im Hof angekommen entledigte ich mich der Sachen und ging ins Bad, in der stillen Hoffnung Philo nicht zu wecken versuchte ich so leise zu sein wie es ging.

Meine Gedanken schweiften noch einmal zum Abend, da stand wirklch Alin vor der Ritterin und hielt ihr ein Abkommen mit den Sandfressern vor die Nase. Ich fasste es nicht, glaube nicht was ich da so halb hörte wärend Scarlett und Dazen leise redeten.
Sagte sie das wirklich? Sandfresser in Grenzwarth und das einfach so?
Nach allem was passiert war?
Ich wollte garnicht wissen wieviele meiner Kameraden hier verletzt wurden.
Ich konnte es jetzt kaum noch fassen, wie auch immer man auf so eine Idee kommen könnte es war verwunderlich.
Der Verdacht das sie eine Verräterin sei kam mir immer wieder, eigentlich schon fast zu oft für meinen Geschmack.

Nach dem Bad zog ich mir etwas warmes an und ging ins Schlafzimmer um sie zumindest nocheinmal zu sehen bevor die Arbeit wieder anfing.
Ruhig konnte sie schlafen und das sollte so bleiben, dafür musste das was wir tun gut sein.

Ich hinterlies ihr einen kleinen Zettel und stiefelte zurück zum Lager, nicht ohne Dazen eine Milch mitzubringen.
Als ich an ihm vorbei ging und ihm die Milch in die Hand drückte merkte ich lediglich an das er ja für morgen früh bereit sein sollte.

Keine drei Stunden später sollte ich wieder an den Luxus von schlaf erinnert werden.

"Zeit für die nächste Wache Trabant Rhandir" welch süße Worte zur Wachablösung.

Murrend lies ich mir aufhelfen, immerhin noch etwas Zeit bis zum Sonnenaufgang.
Also gab es ein Frühstück aus Brot und Wurst, bevor ich mich mit den Wachen unterhielt um diese einzuteilen.
Mir und Barasul gab ich die Aufgabe beim Steineschlagen und schleppen mitzumachen.

Immer wieder trugen wir Steine die geschlagen wurde von rechts nach links. Oder schlugen selbst Brocken aus dem Berg damit diese verarbeitet werden konnten.

Die Pausen und die Ablösung nach einiger Zeit waren eine wohltat...nein eigentlich schon ein Luxus.

Bei Alatar welche Kleinigkeiten das Leben schon schöner machen, wurde mir hier erst wieder bewusst.

Verfasst: Dienstag 10. September 2013, 17:11
von Benedict Weber
Vom Schiff war er gleich in die Kutsche gestiegen, um nach Düstersee und von dort weiter nach Grenzwarth zu gelangen. Nicht einmal Luftholen konnte er in dem kleinen Grenzdorf als er, im Gespräch mit einer jungen Frau sich befindend unterbrochen wurde von zwei Menekanern die dreist durch das Dorf ritten.
Also was blieb ihm anderes als zu tun sie mit Worten davon zu überzeugen jenes Dorf rasch zu verlassen, da sie nicht erwünscht waren. Sie taten es und er lies den Atem erst langsam entweichen als er ihre Rücken von hinten sah. Bei Alatar, er hatte nichtmal eine Waffe dabei außer sein Mundwerk und wie es schien hatte jenes ausgereicht um das Kind, die junge Frau und ihn unbehelligt zu lassen. Bei Alatar, was ging hier nur vor... so machte er sich auf die Suche nach jenen die ihn über das was ihr gerade vor sich ging zu informieren. Er fand das Lager und Charlie, damit nahm der Tag den er eigentlich in Ruhe in seinem Bett verbringen wollte eine unerwünschte Wendung...

Verfasst: Dienstag 10. September 2013, 20:26
von Benedict Weber
Da war er wieder, dort wo es eigentlich angefangen hat. In diesem Ort hat er sich bewiesen, bewiesen seine Kameraden zu unterstützen und die Bewohner zu verteidigen. Bei der Unterredung zwischen der Ritterin und dem Menekaner hätte er ihm am liebsten das Haupt von der Schulter geschlagen. Für die Dreistigkeit erneut in die Lande zu schleichen, für die Dreistigkeit der Heiligkeit zu Drohen und für die Dreistigkeit das gesamte Land das Leben nehmen zu wollen. Diese verblendeten, was sie sich doch einbilden. Kommen daher mit eineren viel zu Heiß gekochten schädeln, dazu mit irgendwelchen Bartmurmlern und denken sie könnten irgendwelche Forderungen stellen. Eine wahre Frechheit wofür sie der All-Eine schon früh genug bestrafen wird....

Barasur, wir werden die Arbeiten unterstützen, Steine schleppen oder auch besorgen Ertönt es von Teron. Nur ein Nicken erscheint als Zeichen das er Teron seine Worte vernommen hat. Er wischt sich mit den Händen durchs Gesicht und fährt sich die Haare über den Kopf zurück. Er schnappt sich kurze Hand ein Trinkbeutel und begibt sich mit Teron zu den Arbeiten. Es vergeht Stunde über Stunde in welcher Teron und Barasur Steine von hier nach da Schleppen, sich die Hände wund kratzen von scharfen Kanten oder hier und da kleine Kratzer von abgeplatzten Stein welche aus dem Felsen geschlagen werden. Die Oberteile haben sie nach einige Zeit in den Dreck geworfen, entweder waren sie von dreck übersät, Schweiß getränkt oder hatten Blutspuren darauf. Dann kam die Erlösung der ersten Sache- Feierabend in Sachen Schleppen und Steine schlagen.
In Ordnung Barasur lass uns aufhören und uns ausruhen, wir müssen im Zweifel sofort bereit sein für einen Kampf, ab ins Lager Barasur pflichtet dem bei und zieht sich mit Teron ins Lager zurück. Nach einiger Zeit bemerkt er das Teron sich hingelegt hat und beschließt das er auch zu anderer Zeit schlafen kann. Also ob zum Pferd, die Rüstung angelegt, sich bewaffnet und schon schwingt er sich auf Nagayo und bewegt sich im Galopp Richtung Grenze, wo er bis aufs weitere verweilt.

Verfasst: Dienstag 10. September 2013, 20:40
von Benedict Weber
Da war er wieder, dort wo es eigentlich angefangen hat. In diesem Ort hat er sich bewiesen, bewiesen seine Kameraden zu unterstützen und die Bewohner zu verteidigen. Bei der Unterredung zwischen der Ritterin und dem Menekaner hätte er ihm am liebsten das Haupt von der Schulter geschlagen. Für die Dreistigkeit erneut in die Lande zu schleichen, für die Dreistigkeit der Heiligkeit zu Drohen und für die Dreistigkeit das gesamte Land das Leben nehmen zu wollen. Diese verblendeten, was sie sich doch einbilden. Kommen daher mit eineren viel zu Heiß gekochten schädeln, dazu mit irgendwelchen Bartmurmlern und denken sie könnten irgendwelche Forderungen stellen. Eine wahre Frechheit wofür sie der All-Eine schon früh genug bestrafen wird....

Barasur, wir werden die Arbeiten unterstützen, Steine schleppen oder auch besorgen Ertönt es von Teron. Nur ein Nicken erscheint als Zeichen das er Teron seine Worte vernommen hat. Er wischt sich mit den Händen durchs Gesicht und fährt sich die Haare über den Kopf zurück. Er schnappt sich kurze Hand ein Trinkbeutel und begibt sich mit Teron zu den Arbeiten. Es vergeht Stunde über Stunde in welcher Teron und Barasur Steine von hier nach da Schleppen, sich die Hände wund kratzen von scharfen Kanten oder hier und da kleine Kratzer von abgeplatzten Stein welche aus dem Felsen geschlagen werden. Die Oberteile haben sie nach einige Zeit in den Dreck geworfen, entweder waren sie von dreck übersät, Schweiß getränkt oder hatten Blutspuren darauf. Dann kam die Erlösung der ersten Sache- Feierabend in Sachen Schleppen und Steine schlagen.
In Ordnung Barasur lass uns aufhören und uns ausruhen, wir müssen im Zweifel sofort bereit sein für einen Kampf, ab ins Lager Barasur pflichtet dem bei und zieht sich mit Teron ins Lager zurück. Nach einiger Zeit bemerkt er das Teron sich hingelegt hat und beschließt das er auch zu anderer Zeit schlafen kann. Also ob zum Pferd, die Rüstung angelegt, sich bewaffnet und schon schwingt er sich auf Nagayo und bewegt sich im Galopp Richtung Grenze, wo er bis aufs weitere verweilt.

Verfasst: Mittwoch 11. September 2013, 19:29
von Dazen Wolfseiche
  • Solang der Geist sich nicht wandelt, ist jede äußere Wandlung nichtig.
    Walt Withman
Die Arbeit war schweißtreibend. Auch wenn wir einige helfende Hände hatten, packte ich trotzdem noch mit an. Je mehr halfen, desto schneller waren wir fertig. Nach der unliebsamen Begegnung vor zwei Tagen mit dem Menekaner wurden mittlerweile mehr verbaut, als Mörtel und Stein. In einige Zwischenausbuchtungen, vom Mörtel geschützt und verborgen, wurden Phiolen eingesetzt, die nur hauchzartes Glas besaßen und eine Flüssigkeit enthielten, die unangenehme Überraschungen bereit hielten, die die Wehrtürme würden schleifen wollen.
Sollten sie nur kommen. Ich war sehr zuversichtlich, dass Je’yuxalae dafür das passende Mittelchen zusammen gestellt und hergeschafft hatte. Das Einzige, was mir daran Sorge bereitete, war die Tatsache, dass die Dinger kaputt gingen während der Bauarbeiten. Also gingen alle, die Mauern hoch zogen entsprechend sensibel und vorsichtig damit um.

Während ich schuftete, hing ich meinen Gedanken nach. Zumeist weilten die bei der bevorstehenden Audienz, die mir einiges an Magengrimmen verursachte. Der Zwiespalt, in dem ich steckte, war keine angenehme Sache. Nichts desto trotz kannte ich auch meine Pflicht, gerade seiner Heiligkeit und dem Reich gegenüber. Trotzdem konnte das auch für mich Konsequenzen bedeuten, die ich mir ungern ausmalen wollte.
Mir war klar, dass ich meine Worte mit viel Bedacht wählen musste. Sehr viel Bedacht. Allerdings war ich mir nicht so sicher, ob ich dazu in der Lage sein würde. Denn genauso bewusst war mir dieser ungemein heißbrennende Zorn, der mit dem einherging, was ich zu berichten hatte.

Mit Mühe kehrte mein Augenmerk zu den Bauarbeiten zurück. Ich gönnte mir eine kurze Pause und sah mir die Baustelle noch einmal an. Langsam aber sicher nahm alles so Gestalt an, dass ich schätzte, dass die Bauarbeiten gegen Abend soweit abgeschlossen waren, dass nur noch der Mörtel erhärten musste. Wie zufrieden die Höheren letztlich mit uns Knappen waren, ließ sich schwer abschätzen. Ich jedenfalls fand es äußerst schwierig dahingehend eine Einschätzung vorzunehmen.
Mal fiel ein Lob, meist eine Zurechtweisung, manchmal auch handfeste Zurechtweisungen. Auch etwas, was gelegentlich meinen Zorn anstachelte. Ich verlagerte ihn darauf, meine Kraft beim Anpacken dazu zu geben. Mit ordentlich Wut im Balg, so hatte ich festgestellt, arbeitete ich weitaus energischer vor mich hin, als ohne. Also nährte ich die Wut mit allem, was mir in die Quere kam. Davon gab es derzeit ohnehin genug. Zeitdruck, Misstrauen, schiefe Blicke und leises Grummeln, lautstarke Zurechtweisungen, Flausen, Zwerge, Menekaner, Statthalter, Schreiner, Eigentum… ich. Vielleicht konnte es mir derzeit niemand Recht machen, weil ich es mir selbst gegenüber nicht einmal so ganz vermochte.

Es nutzte nur nicht darüber zu jammern. Nach vorne sehen, nach vorne gehen. Ein Schritt vor den anderen. Weitermachen, nicht aufhören, nicht nachlassen, durchsetzen, durchbeißen, durchprügeln, durchschwätzen, durchgreifen. Was gäbe ich für ein wenig Entspannung, egal welcher Art. Nun ja, fast egal.
  • Einer, der will, bewegt mehr als fünf, die müssen.
    Axel Haitzer