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Mein Kampf mit mir

Verfasst: Mittwoch 28. August 2013, 19:21
von Saphira Nojah
Als Saphira morgens, nein eigentlich schon wieder mittags, die Augen aufmachte und aus ihrem Schlaf erwacht war, drehte sich der Kopf langsam nach rechts. Wie immer. Und wie immer war Janarey schon wieder aus dem Haus. War ja auch kein Kunsstück, vor der Blonden wach zu werden... Ja, ja.. Mit einem entspannten Lächeln schwang Saphira sich aus dem Fellbett und tapste barfuß richtung Truhe. Gemütlich kramte sie die Klamotten heraus. Heute fiel es ihr erstaunlich leicht, sich zu entscheiden. Irgendetwas war faul. Sich jedoch keine weiteren Gedanken darüber machend zog sie sich schnell um und ging dann runter zur Barecke. Ein kurzes Frühstück und dann ging es auch schon wieder an die Arbeit. Der private Garten. Die Äpfel wurden gepflückt, der Honig abgeerntet und in Behälter gefüllt. Dann wurde das Ganze im Haus verstaut. Weiter ging es im Garten des Bunten Kessels. Auch da wurden die Früchte gepflückt, Honig geerntet, Schafe geschoren und gemolken, Hühner wurden aufgescheucht um die Eier und Federn zu bekommen und die Futtertröge wurden kontrolliert. Dann die zweite Neuigkeit. Nach einem kurzen Blick zur Sonne und einem noch kürzeren Zögern machte sich die Kriegerin zusammen mit ihrem Pferd auf nach Tiefenberg. Training war angesagt. Es wurde allmälich Zeit, die müden Glieder mal wieder zu beanspruchen. Im Vollgalopp ging es durch Adoran, dann durch den Wald, durch Berchgard und schließlich zu Fuß in die Höhle. Ein tiefes Durchatmen, bevor der erste scheppernde Schritt ins Kampfgeschehen gesetzt wurde. Eine mehr oder minder erfolgreiche Jagd führte sie zum zweiten Mal an diesem Tag zum Laden. Die Beute wurde eingeräumt, der Schmied gegrüßt und es ging zum erneuten Mal nach Hause. Dort wurde die Ausrüstung gewechselt. Eine Sichel ersetzte nun das Schwert und die Höhle wurde zum Wald. Pilzjagd! Machen wir dem guten Tarek mal eine Freude! Redete die Blondine vor sich her. Zufrieden mit sich selbst. So viele Pilze hatte Saphira in ihrem ganzen Leben wohl noch nicht gesehen. Die waren nur mit großem Zeitaufwand zu zählen, also unterließ sie es und packte das Ganze einfach in die Küchenkiste. Und wieder ging es nach Hause, um sich umzurüsten. Ein erneuter Gang zum Trainieren. Eine neue Mutprobe. Der Westen... Erst als Sapira nach fast zwei Stunden wieder sicheren Boden unter ihren Füßen hatte, ging ihr Puls runter und die Schultern lockerten sich. Ein Blick in die Schmiede. Ja, Glück gehabt. Cathan? Kannst du meine Brustplatte bitte ausbeulen? Die hatte ordentlich was abbekommen in den Höhlen. Nachdem auch das erledigt und die Legierung der alten Waffe endlich mal erfahren war, machte Saphira sich daran, das Haus weiter einzurichten. Die nächste Einweihungsfeier sollte ja nicht all zu lange auf sich warten lassen. Neue Bank. Vorhänge! Ging sie durch. Alles klar. So. Wie lange noch? Wieder ein Blick zur Sonne. Sie war schon etwas untergegangen. Bald würde es in die Wüste gehen. Wie sehr sie sich davor die ganze Zeit gescheut hatte. Wobei sie durchaus großes Interesse an der fremden Kultur hegte. Doch die Ungewisseheit war schon dar. Und wie so oft siegte diese Unsicherheit erst mal...

Verfasst: Donnerstag 29. August 2013, 19:56
von Saphira Nojah
Wie gewohnt startete auch dieser Tag erst mittags und begann mit einem Umziehen, Frühstück und dem täglichen Gang in den Garten. Der Laden wurde diesmal nicht auch noch gemacht. Stattdessen wurde sich mit Janarey dort verabredet zur gemeinsamen Lederjagd. Wirklich erfolgreich. Das Treffen mit Kadir Bashir in Menek'Ur war wirklich sinnvoll gewesen. Es hatte den nötigen Stups gegeben, auch mal mit Salz jagen zu gehen. Insgesamt war der Tag eigentlich sehr erfolgreich. Von den zahlreichen Fehlern bei der Jagd mal abgesehen, hatte Saphira nur mit Janarey zusammen Ogerfürsten erlegt, was sie sich sonst nicht mal mit drei Begleitern getraut hätte und sie war ohne Angst an die Mumien ran gegangen. Fehlte nur noch der erste Dienst seit langem. Nunja. Motivation konnte man das nicht nennen, mit der Saphira sich die Rüstung anlegte, aber man musste ja wenigstens nach außen hin Engagement zeigen. Hätte sie vorher gewusst, dass 4 Kollegen zu diesem Dienst erscheinen würden, wäre sie vermutlich einfach nur noch ins Bett gegangen, aber so war es mal wieder ein Streich des Lebens, den sie so gar nicht ab konnte, aber versuchte, mit Humor zu nehmen. Immerhin war Janarey ja dabei und sorgte noch ein bisschen für Aufheiterung.

Verfasst: Freitag 6. September 2013, 19:32
von Saphira Nojah
Als Saphira abends wach wurde, blinzelte sie mehrmals verwundert. Doch das Bild änderte sich nicht. Sie war nicht zu Hause... Gerade, als sie sich aufsetzen wollten, um sich im Raum umzusehen, merkte sie auch warum. Die Verbrennungen taten höllisch weh. Den Schmerz ignorierend führte sie ihre Bewegung weiter aus und erkannte dann auch den Raum wieder. Nun passte auch das Hämmern unten. Langsam kamen die Erinnerungen vom Vortag zurück. Die Jagd, der Kampf, Liliana von Drachenfels... Leicht seufzend ging Saphira runter und bemerkte erst unten, wie spät es bereits war. Samuel, der sie etwas verspätet bemerkt hatte, wurde aufgeklärt und dann einige Kollegen vom Bunten Kessel und Janarey. Na, toll. Gut gemacht, Saphira. Das war neben Ernsts Standpauke das Einzige gewesen, was sie gehört hatte. So toll wie Jana es empfand, konnte Saphira es nicht. Wenn sie Pech hatte, konnte diese Frau damit sonst was anstellen. Während sie den Brief an die Frau Oberstleutnant verfasste, gingen ihr sämtliche Gedanken durch den Kopf. Warum zum Kuckck eine Haarsträhne? War es Zufall, dass wir uns begegnet sind? Hoffentlich geht das alles gut aus... Schnell brachte Saphira noch den Zettel an der Türe der Frau Oberstleutnant an und ging dann nach Hause. Sie würde morgen früh noch mal vorbeischauen. Vorm Kamin sitzend überkamen Saphira dann wieder alte Gedanken und Gefühle. Gedanken und Gefühle, die sie für vergangen gehalten hatte. Die Angst vorm Versagen stieg wieder in ihr auf. Das ägnstliche Mädchen übernahm für einen Moment die Oberhand. Auf dem Sofa eingekauert rollten ihr vereinzelte Tränen über die verbrannten Wangen. Schmerz und Wut waren es, die jene hervorbrachten. Denn sie hatte sich selber dabei ertappt, wieder ihrem Schwur untreu zu werden. Und das nur wegen dieser verdammten Frau. Unter Anstrengungen unterdrückte Saphira die kommenden Tränen. Reiß dich zusammen, Saphira! Sei kein Angsthase! Du bist eine Regimentlerin! Redete sie sich immer wieder ein.

Verfasst: Donnerstag 12. September 2013, 21:32
von Saphira Nojah
Geschafft von den letzten Tagen, lies Saphira sich ins Bett fallen. Nicht mal richtig umgezogen hate sie sich. Lediglich die Stiefel von den Beinen gestriffen. Was für eine Woche... Theoretischer Unterricht bei Korporal Vaughain, Waffen- und Rüstkunde mit anschließendem Drill bei Korporal Thorn und ein nicht stattgefundener Dienst für Erste Hilfe, der verschoben und dafür durch einen kleinen Ex-Kurs in Glaubensunterricht und Stadtinfrastruktur ersetzt wurde. Folglich das lang geplante Gespräch bei der Frau Oberstleutnant. Es war kürzer, aber gleichzeitig auch schockierender gewesen, als sie es sich vorgestellt hatte. Willenlosigkeit.. Keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper und das bei klarem Verstand.. Ein eiskalter Schauer durchfuhr die junge Frau und reflexartig kuschelte sie sich in die Decke ein. Furchtbare Gedanken. Aber sie mussten sein. Anders würde Saphira sich der Problematik nicht gewahr werden. Nun hatte sie auch noch einen Befehl weiter geben müssen, der besagte, dass sie nicht mehr ohne Janarey oder Tarya herumlaufen durfte, geschweige denn Dienst machen. Bis diese verfluchte Strähne zurück geholt wurde... Das konnte dauern. Viel hatte sie sich in der Stresssituation nicht gemerkt. Und viel hätte sie so oder so auch nicht sehen können. Die Frau war vermummt gewesen. Zumindest die Stimme hatte sie sich gemerkt. Ob das so gut war, wusste sie noch nicht. Praktisch aber auf jeden Fall. Ihr Blick fiel auf die Uhr. Schon spät. Janarey hatte das Haus zwischendurch scheinbar wieder verlassen. Noch lange starrte Saphira die Decke an. Aus Angst, die Stimme wieder hören zu müssen. Wieder die Flammen vor sich zu erblicken und die Hitze zu spüren, dei auf sie zugeschnellt war. Doch irgendwann übermannte die Kriegerin ihre Müdigkeit und die Augen fielen zu. Ein unruhiger und wenig erholender Schlaf folgte...

Verfasst: Donnerstag 19. September 2013, 22:21
von Saphira Nojah
Oh, oh! Was hast du da nur wieder angestellt Saphira? Meine Güte, Saphira! Was war das denn schon wieder für ne Schwachsinnsidee? Das haben alle gesehen! Temora! Wie steh ich denn jetzt da? Fluchte die Kriegerin. Pitschnass bis auf die Haut patschte sie also zum Kessel und wollte eigentlich nur kurz die Beute vom Vortag einräumen, als ihr im Laden Lethalon und Thorlav begegneten. Na, super. Das hatte noch gefehlt... Schnell wurde um den heißen Brei herumgeredet. Wenigstens das hatte funktioniert. Die Beiden wollten keine Details hören. Guuut! Schnell wurden die Dinge eingeräumt, die zum Kessel gehörten, dann ging sie erst mal nach Hause und zog sich um. Folglich ging es wieder zum Kessel. Diesmal mit Handtüchern bewaffnet. Schnell wurde der Boden getrocknet, bevor es noch jemand mitbekommen konnte. Danach ging sie schlussendlich dann wieder nach Hause und räumte erst mal auf. Sie war mal wieder fast zwei Tage nicht da gewesen und es sah aus... Klamotten lagen herum, es war derckig. Mehr schlecht, als recht fegte sie den Raum aus und räumte die Klamotten so wie auch die Ausrüstung ordentlich ein. Da, wo sie hingehörten. Dann aß sie sehr verspätet zu Abend und kümmerte sich noch kurz um den Garten. Es folgten Stunden des Lernens. Sie studierte die Karte, die sie irgendwann mal versuchthatte, zu zeichnen, ging die Notizen zur Standeslehre durch, rief sich die Dienstvorschriften noch mal ins Gedächtnis... Irgendwann, als der Himmel sich schon wieder bemühte, heller zu werden, konnte sie endlich schlafen. Der nächste Tag musste besser werden! Er würde besser werden! Denn viel schlimmer kann es kaum noch kommen und der Stichtag rückte immer näher, den sich Janarey und sie gesetzt hatten. Morgen hieß es, kreativ sein und die letzten Besorgungen machen.

Verfasst: Dienstag 1. Oktober 2013, 21:40
von Saphira Nojah
Ja, ja. Das Leben kann schon langweilig sein...
Tag ein, Tag aus war es also immer das Selbe. Morgens oder auch eher mittags -wie auch immer- stand Saphira auf, Janarey war schon unterwegs, sie frühstückte, machte sich frisch und zog sich um, ging in den Garten und kümmerte sich um die Tiere und Pflanzen, ging rüber zum Kessel, kümmerte sich auch dort um den Garten, ging wieder zurück ins Haus und das Alles möglichst schnell und und ungesehen, da sie ja eigentlich nicht alleine unterwegs sein sollte. Funktionierte! Und die Returkutsche hatte es bis jetzt auch noch nicht gegeben...
Danach lernte sie. Und lernte und lernte und übte... Liegestützen, Kniebeugen, Laufen auf der Stelle, gerade Haltung. Und immer schön mit zählen!
1, 2, 3, 4, 5.. 6, 7... 8, 9, 10... Verflucht noch mal! Ja, fluchen war zu ihrer Spezialität geworden in den letzten Tagen und Wochen. 11, 12.. 13, 14... 15... Pause! Es wurde sich wieder gewaschen und umgezogen. Dann nahm sie sich einen kalten Tee und knabberte ein bisschen auf Früchten herum.
Eigentlich müsste sie längst wieder mal mit Janarey auf Jagd gehen, aber irgendwie konnte sie sich die letzte Zeit nicht aufraffen. Es reizte sie nicht, nach draußen zu gehen und immer wieder die selben Bewegungen durchzuführen. Immer wieder die gleichen Monster zu vernichten und darauf zu warten, dass irgendein Nekromant oder sowas die wieder belebt. Gut. Den ganzen Tag zu Hause zu sein und zu lernen war auch nicht vielfältiger, aber... Ja, eigentlich gab es kein 'aber'. Es war das Selbe. Aber irgendwie auch nicht. Verflucht noch mal! Das konnte doch nicht wahr sein. Wieso musste das Leben so kompliziert sein, wenn es doch eigentlich am Einfachsten war? Und warum bei Temora musste Saphira sich über alles einen Kopf machen? Das Leben könnte so einfach und entspannt sein, wenn dieser verfluchte Kopf nur einen Tag mal nicht in Dauerbetrieb wäre. Aber was sich drüber aufregen? Es brachte ja sowieso nichts. So war sie nun mal.
Noch.. Der Plan sagte was anderes. Aber wie das so ist, mit Plänen und Feindkontakten. Und dabei war Saphira selber ihr vermutlich größter Feind...

Verfasst: Samstag 5. Oktober 2013, 01:44
von Saphira Nojah
Schweiß rann ihr über das Gesicht und den Rücken. Ihre Hände schwitzten und zitterten. Ihre Beine waren wackelig und ihr Herz schlug schneller, als es gesund war. Neben ihr standen die Zweikopffürsten mit dem Troll, hinter ihr kicherten die Goblins rum und vor ihr standen die zwei Zyklopen. Wie Wachen versperrten sie den Weg zum Fürsten. Die Wahl fiel schnell und einfach. Die Zyklopen! Saphira rannte auf die beiden Riesen zu und nahm sich sofort den Ersten vor. Der Andere wurde immer nur hübsch brav mit dem Schild abgeblockt. Kein Ding! Das hatte sie ja auch schon oft gemacht. Also ging es nach einer langen Zeit des immer wieder drauf einschlagen und Tränke nehmen weiter zum nächsten Zyklopen, der von zwei Goblins begleitet wurde. Auch das war mit Hilfe eines Tricks von Janarey kein Problem. Dauerte halt nur lange. Dann wieder ein Stück hoch. Der Nähste und Nächste und immer wieder Goblins. Als sie auch den letzten Zyklopen niedergestreckt hatte, war sie bereits am Keuchen und ihr Vorrat an Energie und Tränken neigte sich dem Ende entgegen. Doch ein Blick nach vorne verriet ihr, was jetzt zu tun war.
Der Fürst war noch da. Er patroullierte vor der Kiste. Doch die Kiste war der jungen Kriegerin egal. Sie interessierte sich nur für die Herausforderung, ihn zu besiegen. Für gewöhnlich sollte das auch klappen. Immerhin hatte sie das schon ein paar mal geschafft. Auch alleine. Also ging sie den Zyklopenfürsten an wie jedes Mal. So schnell wie möglich zum Schlag ausholen! Eine ganze Weile hielt sie sich gut, dann wacker und dann passierte das, was nicht hätte passieren dürfen. Eine kurze Unachtsamkeit und die riesige Keule des Fürsten traf Saphira auf voller Breitseite. Einige Meter weit wurde sie durch die Höhle geschleudert und prallte keuchend auf dem Boden auf. Sie konnte sich ihrer Situation nicht mal gewahr werden, da wurde ihr schon schwarz vor Augen und sie trat weg.
Als sie wieder die Augen öffnete, hörte sie nur die polternden Schritte des Zyklopenfürsten und sprang sofort auf die Beine, so schnell es die Rüstung und die Schwäche zuließen. Taumelnd rannte sie um eine Ecke und kam erst mal zu Atem. Immer noch war ihr schwarz vor Augen. Eine lange eingeprobte Abfolge von Handlungen wurde durchgeführt. Trank nehmen, einmal tief durch atmen, Waffe aufnehmen und wieder los. Und wieder hielt sie sich wacker. Doch die Schläge schienen kaum etwas auszurichten. Ihr schoss das Gespräch mit Balator im Eingang der Höhle in den Kopf. Warum? Nein! Weg! Nicht jetzt! Nur um Haaresbreite verfehlte die Keule Saphira und riss sie somit wieder in die Gegenwart.
Verdammt! Fall um! Keuchte sie. Ihre Stimme war um zwei Oktaven höher. Panik stieg in ihr auf. Immer wieder ging sie vom Fürst weg, bandagierte sich notdürftig, nahm einen neuen Trank zu sich und ging wieder ran, doch es schien aussichstlos. Wieder traf sie ein harter Schlag der gegnerischen Keule und wieder fiel sie zu Boden. Auch da wurde ihr schwarz vor Augen, doch sie blieb bei Bewusstsein. Nicht wirklich, aber sie bekam noch vereinzelte Dinge mit. Das Stampfen der Zyklopen, die mittlerweile wieder auferstanden waren und ihr somit den Fluchtweg abschneiden würden, das Kichern und Quieken der Goblins, das Brüllen des Fürsten. War es ein Siegesruf? Dachte er, er hatte gewonnen? In Saphira stieg Wut auf. Wut auf ihre Fehler, Wut auf den Fürsten und Wut darauf, dass es immer das Selbe war. Wieder rappelte sie sich auf und wieder taumelte sie aus der Reichweite des Fürsten raus. Sie versteckte sich hinter dem riesigen Kessel, um nicht von den anderen Zyklopen gesehen zu werden. Wieder die selbe Prozedur. Noch ein mal atmete Saphira tief durch. Die Augen wurden ein letztes Mal für einen kurzen Augenblick geschlossen und die Konzentration gesammelt. Das Schwert wurde fest umgriffen und in den Boden gerammt. Das Schild stand vor ihr auf dem Boden und wurde nur durch ihre Hand am oberen Rand gestützt. Die Augen blieben zu. Der Atem wurde ruhiger...
Temora! Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich ernsthaft zu dir bete. Ich weiß auch nicht, ob du mich hörst... Ich habe dich als meine erste Göttin gefunden, als ich klein war. Ich war dankbar, dass deine Streiter meine Familie gerettet haben. Ich war geblendet von dieser Faszination... Doch jetzt, genau hier in diesem Moment erkenne ich dich als meine Führerin. In deinem Namen möchte ich sein und in deinem Namen möchte ich kämpfen! Lass deine Gnade mit mir sein und mich endlich zu dem werden lassen, was ich sein möchte! Eine Streiterin deiner selbst. ... Lass mich meinen Schwur nie vergessen! Mit zittriger Stimme entglitten diese Worte dem Mund der Kriegerin. Und kaum waren sie in der steinernen Höhle verhallt, da ergriff die Hand das Schwert und der Schild wurde aufgehoben. Und ein allerletztes Mal lief Saphira Nojah auf diesen Zyklopenfürsten zu und rammte ihm ihr Schwert in den Leib. Es waren Sekunden voller Energie. Die ganze Schwäche und Angst waren für einen Moment vergessen und auch die Gedanken an das 'Wie?' und 'Wann?' wurden zurückgestellt, denn nun fühlte sie es. Der letzte Schlag, der den Gegner zu Fall brachte, hatte so viel Kraft in sich, dass er Saphira mit sich riss und sie schließlich auf dem Zyklopen kniend zum Stoppen kam.
Es dauerte eine Weile, bis sie wieder bei Sinnen war und registrierte, was um sie herum los war. Was geschehen war. Ein unwillkürliches Lächeln glitt über ihre Züge. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so natürlich gelächelt, wie in diesem Moment. Langsam erhob sie sich und blickte auf ihr Schwert hinunter. Und mit einem schallernden
Ha-Rooo! wurde es empor gerissen. Die Klinge Temoras blitzte im Fackelschein auf und das Grinsen auf Saphiras Gesicht wollte nicht mehr vergehen...

Verfasst: Montag 14. Oktober 2013, 21:29
von Saphira Nojah
Der Wind blies durch ihr Haar und lies dieses wild herum wehen. Die Bäume verwischen zu einer grün bunten Schläuse, die um sie herum verlief und der leichte Nieselregen prasselte auf ihre Haut. Mit schnellen Ausweichmanövern umlief sie die im Weg stehenden Bäume und sprang über Wurzeln. Immer schneller setzte sie einen Schritt nach den Anderen, bis sie auf einmal vor sich eine größere Ansammlung von Menschen sah, die ihre Laufbahn ein paar Meter weiter kreuzten. Sofort wurde das Tempo gedrosselt, bis sie schließlich gemütlich weiter ging. Der Bauch hebte und senkte sich unregelmäßig, bis der Atem reguliert war. Dann war sie auch schon bei den Menschen angekommen. Vater, Mutter? Seid ihr es? Ein überraschtes wie auch erfreutes leichtes Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit. Die Menschen drehten sich zu ihr um und tatsächlich. Das war ihre Familie. Freudestrahlend wurde Saphira empfangen. Saphira? ... Mein Kind! Überwältigt nahm die Mutter Saphira in den Arm und drückte sie fest. Auch die Anderen begrüßten sie herzlich. Na? Lust, einen Abend mal mit uns zu verbringen? Ihr Vater grinste sie breit an und ohne zu zögern nickte Saphira eifrig. Gerne. Ja. So gingen sie alle gemeinsam zu einer etwas abgelegeneren Lichtung und verteilten die Aufgaben. Die Mutter ging mit den anderen Frauen Feuerholz, Beeren und Pilze sammeln, die Männer gingen auf die Jagd und Saphira blieb mit ihren Großeltern am Rastplatz, wo sie schon mal die Feuerstelle vorbereiteten. Es dauerte nicht all zu lange, da waren alle wieder zurück und das Feuer wurde angefacht. Die nächsten Stunden vergingen wie im Flug. Es wurde geredet, gesungen, getanzt, Instrumente gespielt und gegessen. Alles war perfekt. So viel Spaß hatte Saphira zwar die letzte Zeit durchaus auch in der Stadt gehabt, aber dieser Spaß hier mit ihrer Familie fühlte sich anders an, als der in Adoran. Er war entspannter und natürlicher. Nicht, dass sie den Leuten in Adoran etwas vormachen würde, aber hier konnte sie einfacher sie selbst sein.
Sie erzählte ihrer Familie, was sie alles in ihrer Laufbahn erreicht hatte und wo sie nun lebte. Dann hörte sie, dass es bei den Anderen nicht viel Neues gab, außer, dass sie einen Neuen im Bunde hatten. Und erst, als sie darauf aufmerksam gemacht wurde, bemerkte die Kriegerin auch das neue Gesicht. Ein Grinsen huschte über ihre Züge.
Stimmt! Hab ich gar nicht so bemerkt.., lachte sie. Das Grinsen und Lachen wurde erwidert. Immer weiter ging der Abend, bis die Meisten unter ihnen irgendwann schlafen gingen und schlussendlich nur noch der Neue, der sich als Tharon vorgestellt hatte und Saphira wach waren. Das Feuer wurde klein gehalten, blieb aber an. Eine ganze Weile schwiegen sie. Die Feier hatte auch an ihren Kräften gezehrt. Es war lange gewesen und sie hatten viel getanzt, aber auch ebenso viel gegessen und getrunken. Nicht nur Antialkoholisches. Klar. Betrunken war Saphira nicht. Sie konnte noch geradeaus gucken und auch, dass Tharon zwischenzeitig immer wiedr etwas näher gerutscht war, bemerkte sie druchaus noch. Es verging eine gefühlte Stunde, bis Tharon wieder das Wort ergriff. Du bist also eine gebürtige Streunerin?! Saphira drehte ihren Kopf langsam zu ihm. Ja. Ich habe nie ein anderes Leben kennengelernt. Und dennoch bist du nicht mehr hier. Wie kommt es? Ist es dir zu langweilig geworden? Ungewollt zuckten ihre Mundwinkel hoch und bildeten ein kurzes leichtes Grinsen. Dabei stieß sie fast ein lautloses Lachen aus. Nein! .. Ich wollte halt nur .. etwas Neues sehen. Wir haben die Städte meistens nur durchquert, aber zwischendurch bot sich die Möglichkeit an, mal eine Nacht durch die Straßen zu gehen. .. Das hat mich einfach gereizt. Ich wollte wissen, wie es ist, so als Städter.. Tharon schaute sie dabei an und hörte ihr aufmerksam zu. Sie selber hatte den Blick während des Redens wieder auf das Feuer vor sich gerichtet. Und? Wie ist es so? Schön... Es ist .. anders. Ja, aber es ist schön. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und endlich habe ich auch mal was davon. Wie meinst du das? Hier hast du doch auch was davon, wenn du neue Leute kennenlernst. Ja. Schmerz beim Abschied. Kam es trockener, als sie es geplant hatte. Ich meine.. Man lernt eine Person kennen und entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht. Wenn man sie nicht mag, ist das nicht so schlimm, denn man sieht sie ja eh in spätestens ein paar Tagen nicht mehr und vermutlich dann auch die nächsten Jahre nicht mehr. Aber wenn man jemanden mag, dann ist man nach ein paar Tagen auch von ihm getrennt und auch den sieht man dann jahrelang nciht mehr. Das ist schmerzhaft. Ich musste das mehrmals feststellen, als ich noch hier war. Irgendwann habe ich es sein gelassen, mich auf andere Menschen einzulassen, weil ich diesen Schmerz nicht mehr haben wollte. Und dennoch kann ich nur sagen, dass es eine schöne Zeit war, die ich mit meiner Familie hatte. Denn immerhin sie blieben ja und das hat einem Rückhalt und Trost gegeben. ... Erst jetzt bemerkte sie, dass sie wieder in einen Redeschwall gefallen war und stoppte, lies sich aber so weit nichts anmerken. Als nichts von ihm kam, drehte sie ihren Kopf in seine Richtung und schaute ihn an. Er entgegnete ihr mit einem verschmitzten Lächeln und meinte dann: Bist du jetzt durch die Stadt wieder offener für Beziehungen mit anderen Menschen geworden? Den tiefen und wahren Sinn hinter diesen Worten verstand sie in dem Moment nicht. Ihre Mundwinkel zuckten nur ein erneutes Mal hoch und blieben auch für eine Weile oben. Ja. Ich habe einige Freunde gefunden und ich merke auch, wie gut mir das tut. Es ist wirklich ein schönes Gefühl. Ein verschmitztes Lächeln kam wieder auf seinen Lippen auf und dann beugte er sich langsam etwas näher zu ihr, ohne sie dabei zu berühren oder es auffällig zu tun. Es sah mehr aus, als würde er sich mit seinem Arm abstützen, um eine bequemere Haltung einzunehmen. Nun betrachtete Saphira den jungen Mann vor sich genauer. Seine grünbraunen Augen funkelten leicht im Flammenschein und schauten sie offen und freundlich an. Seine Haut war etwas gebäunter, wie es beim fahrenden Volk üblich war. Auch schmächtig konnte man ihn beim besten Willen nicht nennen, aber auch das war normal für diesen Lebensstil. Seine Kleidung war einfach und schlicht, aber robust. Abwartend schaute er sie an. Eine Weile schauten sie nur schweigend den jeweils Anderen an. Die Nacht war mittlerweile an ihrem Höhepunkt angelangt. Tiefschwarzer sternenklarer Himmel und eine leichte Brise. Kalt war es an dem Lagerfeuer nicht und der Wald um sie herum war still. Alles schlief.
Als Saphira merkte, wie sie ihn anstarrte und musterte, senkte sie ihren Blick langsam und lies ihn rein zufällig in Richtung Himmelszelt gleiten. Auch er hob seinen Blick kurz an, schaute dann aber wieder zu ihr.
Eine wunderschöne Nacht, nicht wahr? Ja. Ich liebe die Nacht. Da kann man einfach mal für sich sein, ohne von jemandem beobachtet oder gar beratschlagt zu werden. Tun und lassen was man will. Wieder schlich ein Lächeln auf ihre Züge. Mann kann immer tun und lassen, was man will. Entgegnete er ihr wieder mit seinem verschmitzen Lächeln und fing sich darauf ein Schmunzeln der Blonden ein. Stimmt. Wenn man kein Land vertritt schon. Das ist ein enormer Vorteil an dem Streunerleben, findest du nicht auch? Für einen kurzen Moment grinste er leicht auf, dann beugte er sich wieder langsam ein Stück zu ihr rüber. Der Blick blieb dabei auf sie gerichtet, doch außer ihm in die Augen zu sehen, tat sie nichts, also küsste er sie erst etwas vorsichtiger und dann leidenschaftlich. In Saphira spannte sich alles an, doch sie leistete keine Gegenwehr. Eher das Gegenteil. Für einen Moment war es der Schock und vermutlich auch ein Reflex des Menschens, so zu reagieren, doch als sie sich dessen bewusst wurde, was sie da gerade tat, stockte sie und wandte den Kopf von ihm ab.
Verwundert schaute er sie an.
Alles in Ordnung?, kam es leise, doch keine Antwort. Hastig richtete Saphira sich auf und ging zu ihrem Schlafplatz. Was ist los, Saphira? Tharon verstand immer noch nicht recht und erhob sich auch, um ihr zu folgen. Schließlich antwortete sie doch, aber eher aus der Not heraus, um ihn von sich fern zu halten. Das geht nicht! Sagte sie knapp, ohne ihn dabei anzuschauen und nahm dabei ihre Tasche auf. Dann drehte sie sich um. Er stand trotz der ihrer Meinung nach deutlichen Zeichen nur einen Schritt von ihr entfernt und schaute sie mit leicht zusammengeschobenen Augenbrauen an. Sie blickte ihm nur kurz in die Augen und meinte dann um einiges schroffer: Du hättest fragen sollen! Mit diesen Worten verließ sie das Lager und ließ ihn dort alleine stehen. Noch einmal drehte sie den Kopf, um zu sehen, ob er auch auf seinem Platz blieb und als dies auch der Fall zu sein schien, ging sie weiter. Auf dem Weg schossen ihr sämtliche Gedanken durch den Kopf. Angst, dass sie diese Erinnerung nicht mehr los lassen würde und Trauer, dass der eigentlich so schöne Abend so abrupt und ohne eine Verabschiedung oder Bedankung endete. Mit strammen Schritt ging sie Richtung Adoran. Zumindest meinte sie, dass es der richtige Weg war. Zwei mal musste sie feststellen, dass sie den falschen Weg gegangen war und fluchte leise rum. Nur noch ihren Instinkten folgend und nicht einen Gedanken mehr an die Orientierung verschwendend fand sie schlussendlich bei Morgendämmerung wieder nach Adoran. Erleichtert auf der einen Seite aber erschöpft und emotional am Boden auf der anderen Seite lies sie nur die Tasche auf dem Weg zum Bett auf den Boden fallen und schmiss sich dann auch gleich in dieses rein, ohne nur Stiefel oder sonst irgendwas auszuziehen. Sie zog in einer fast schon eingeprobten Bewegung die Decke bis ins Gesicht und kauerte sich zusammen. Es dauerte auch nicht lange, da war sie eingeschlafen. Eine kurze und stressige Nacht folgte...

Eine Wende

Verfasst: Sonntag 27. Oktober 2013, 04:07
von Saphira Nojah
Lange hatte Saphira sich selbst und ihr Umfeld beobachtet. Tage waren vergangen, in denen sie ihre Grenzen und die Grenzen anderer getestet und gereizt hatte. Sie hatte nach langer Zeit wieder mal das Eisgrab besucht und hatte sich bei einem Dienst vom Regiment, so wie einer kleinen Feierlichkeit der Mitmenschen blicken lassen. Sie hatte getestet, wie weit sie sich auf das Thema Liebe einlassen konnte und hatte ihre Idee von einem Tierauffangbecken in die Tat umgesetzt. Innerlich spürte sie, dass sich etwas anbahnte. Sie ahnte auch, dass es nichts Schlimmes war, doch wie so oft war das Ungewisse schlimmer, als jedes bekannte Problem. So musste sie noch abwarten. Und je mehr sie unternahm, desto schneller würde sie vermutlich kommen, die Wende. So vergingen weitere Tage mit Arbeit. Ungewohnter Arbeit. Minen! Es war schon lustig, wenn sie bedachte, das sie als Kriegerin in der Mine stand, statt ihre Kampfkünste weiter auszubessern, doch sie wollte Samuel unbedingt helfen. Nur so hatte sie das Gefühl, ihm genug zurückzugeben von dem, was er ihr gab. Tag ein, Tag aus ging sie in die Mine und schaufelte. Kohle, Kohle, Kohle. 20 Karren hatte er gesagt. Das war purer Wahnsinn, aber leider war das Leben nun mal Wahnsinn und so zählte sie schon am ersten Tag nicht mehr nach, wie weit sie gekommen war.

Ohne Fleiß kein Preis und ohne Schmerz keine Abhärtung

Verfasst: Samstag 23. November 2013, 19:35
von Saphira Nojah
Geschafft vom Training ging Saphira nach Hause. Dort angekommen lies sie den Rucksack am Fußende ihres Bettes auf den Boden fallen und ging dann runter in den Keller. Bevor sie das Wasser des Bades betrat, entledigte sie sich ihrer Kleidung. Sanft umspielten die seichten Wellen ihren Körper, als sie sich hinein begab und so entspantne sie sich schnell.Für einen Moment lies sie die ganzen Gedanken und Pläne hinter sich und tauchte in eine Welt ohne Verantwortung und Pflichten. Eine Welt, die es nur in ihrer Phantasie gab und die auch schwer vorstellbar war, denn der Mensch suchte immer nach einer Aufgabe, nach einem Sinn.
So wurde die gerade aufgebaute Welt schnell wieder von entstehenden Gedanken unterbrochen und schließlich wieder verworfen. Ein leises Seufzen entglitt der Kriegerin. Vor keinem halben Studenlauf hatte sie Janarey noch stolz erzählt, was sie alles vor hatte und nun war sie sich selber wieder nicht sicher, ob sie das alles wirklich wollte und wenn, ob sie es überhautp schaffen könnte. Sie regte sich ja jetzt schon auf, wenn ein schärferer Ton vom Vorgesetzten kam. Was würde sie also fühlen, wenn plötzlich einer der Ritter so mit ihr reden würde? Sie würden es nicht anders tun. Auch, wenn sie anders waren in gewisser Weise. Und sie waren Saphiras Vorbilder. Würde es ihren Wunsch zerstören, wenn sie merken würde -nicht nur wissen würde-, wie hart das Leben eines Knappen war? WÜrde sie sich überhaupt trauen so viel Verantwortung zu übernehmen? Man konnte immerhin sehr viel falsch machen. Und dann musste man es nicht nur auslöffeln, sondern auch noch dafür gerade stehen. Und wie lange würde es wohl noch dauern, bis sie überhaupt Meisterin des allgemeinen Kampfes war? Dann hätte sie noch immer nicht die übrigen 4 Kampfstile gemeistert. Und bis dahin wäre andere bestimmt schon wieder viel erfahrener... Es erschrak sie selbst, als sie merkte, wie viele negative Gedanken sie hatte. War es doch stets sie gewesen, die den Anderen immer Predikten gehalten hatte, dass man an seinen Träumen hängen und für sie kämpfen muss. Kaum hatte sie den Gefanken zu Ende gedacht, kam ihr auch schon der Nächste.
Alt werden? Wollte sie das wirklich? Oder wollte sie auch jung und ehrenhaft in einer Schlacht sterben? Alt konnte sie das nicht. Aber in wenigen Jahren konnte sie auch kaum etwas erreichen, worauf man zurückgreifen könnte. Es war ein Hin und Her. Wie zu alten Zeiten, als sie nach Adoran gekommen war. Manchmal fragte sie sich so wie jetzt, ob es für sie nicht besser gewesen wäre, bei ihrer Familie zu bleiben, doch sie fand nie eine klare Antwort dafür, denn es gab natürlich auch Momente, die sie nicht bereute und die sie nur durch Adoran und ihr neues Leben erlebt hatte. Rückgängig könnte man es eh nicht mehr machen. Geschehen war geschehen, aber was demnächst geschehen würde, das lag in ihrer Entscheidung. Stellte sich nur die Frage:
"Was tun?" ...

29.Rabenmond 256-Lager in Varuna

Verfasst: Dienstag 3. Dezember 2013, 19:56
von Saphira Nojah
...Plötzlich schoss der Knochenkopf mit aufgerissenem Maul auf sie zu und sie wich zurück in den Pulk Untoter...

Keuchend schaute Saphira sich um. Schweißnass war ihr Gesicht und ihre Arme, die sie auf dem Bett stützten zitterten. Doch sie war nicht in Varuna, sondern zu Hause. Erleichtert über diese Tatsache beruhigte sich ihr Atem wieder. Ein Blick nach rechts verriet ihr, das Samuel scheibar nichts mitbekommen hatte. Langsam lies sie sich wieder nach hinten sinken, doch ihre Augen wollten nicht zu gehen. Sie war hell wach, wie es schien und an Schlaf war nicht zu denken, also kletterte sie vorsichtig aus dem Bett. Bedacht darauf, Samuel nicht zu wecken. Kurz suchte sie sich ein paar wahllose Klamotten aus dem Kleiderschrank und ging ins Bad hinunter, doch auch hier konnte sie nicht entspannen, was dazu führte, dass sie sich nur kurz wusch und dann auch direkt anzog. Gefürhstückt wurde nicht und so war sie schon wenige Minuten später draußen. Der Himmel war noch gräulich und die letzten Sterne schafften es kaum durch die Wolkendecke. Langsamen Schrittes ging sie zum Laden rüber und setzte sich dort an die Theke. Lange saß sie da gedankenverloren und starrte das Holz vor ihren Augen an. In ihrem Kopf sah sie immer wieder die Bilder des vergangenen Kampfes:

Wie der riesige Drache nach dem Aufflimmern der Runen am Boden aufgetaucht war und bedrohlich gebrüllt hatte. Der Oberstleutnant hatte den Befehl zum Einkreisen gegeben, doch das war bei der Masse, die der Gegner aufbrachte nahezu unmöglich gewesen. Immer wieder hatte das Ungeheuer die mehr oder weniger tapferen Regimentler umgerissen und konnte so dem Kreis entfliehen. Und als wäre das nicht genug gewesen, waren noch jede Menge niedere Untote da gewesen. Es hatte einer kleinen Schlacht geglichen und vermutlich hätte nicht mehr viel gefehlt, bis Saphira die Nerven verloren hätte. Na, gut.. Eigentlich hatte sie das, aber sie hatte sich irgendwie immer noch unter Kontrolle gehabt. Oder war es reiner Überlebensinstinkt gewesen, weiter zu kämpfen? Was um sie herum mit den Anderen geschehen war, hatte sie nicht mitbekommen. Nur im Nachhinein, als der Drache schon längst besiegt und das Gespräch mit dem merkwürdigen Geist schon lange begonnen hatte, hatte sie registriert, dass alles in Ordnung und niemand wirklich ernsthaft verletzt worden war. Fakt jedoch war ganz eindeutig, dass Saphira an diesem Abend die größte Angst ihres Lebens verspürt hatte und einfach nur noch froh gewesen war, als alles vorbei zu sein schien...

Als die Kriegerin aus dem Fenster sah, hatte sich der Himmel bereits in ein buntes Muster aus sämtlichen Farben verwandelt. Rosa und Lila durchzogen das Blaugrau der Morgendämmerung. Über ihr knarrte die Küchentür leise und sogleich erhob sie sich wieder. Auf leisen Sohlen ging sie zurück nach Hause. Samuel hatte das Bett immer noch nicht verlassen und so nahm sie sich ihre Ausrüstung und machte sich auf zum Tunierplatz. Es folgten Stunden des Übens. Laufen, Springen, Kämpfen, Liegestützen, Kniebäugen, Klettern... Die Kälte, die an diesem Morgen herrschte, störte die Blondine nicht, denn sie nahm nur noch wahr, wie ihre Muskeln sich aufwärmten und mit der Zeit begannen zu zittern. Ihr Atem ging immer schneller und verflog in der eisigen Luft des Morgens. Erst, als sie kurz davor stand, zusammenzubrechen und es vermutlich nicht ein mal mehr nach Hause schaffen würde, brach sie das Training ab und gönnte sich nach dem Heimweg ein Frühstück. Zufrieden über die Erkenntnis, dass die schlechten Gedanken verschwunden waren, begann sie wieder zu lächeln und gleich nach dem Frühstück machte sie sich daran, aufzuräumen. Samuel hatte in ihrer Abwesenheit irgendwann das Haus wieder verlassen gehabt und so konnte sie jetzt auch ungestört arbeiten, ohne Gefahr laufen zu müssen, ihn zu wecken. Fröhlich summte sie eine Melodie vor sich her und genoss den freien Kopf...

Angriiifff!!!

Verfasst: Sonntag 2. Februar 2014, 14:14
von Saphira Nojah
Noch bevor sie sich drauf einrichten konnte zuckten Blitze vom Himmel herab und das gegnerische Heer lief auf den Kampfschrei einer Frau los. Ohne drüber nachzudenken drückte Saphira ihre Knie weitesgehend in die Flanken ihrer Stute und ritt den Anderen entgegen. Um sie herum taten es Janarey und der Rest des Regiments ihr gleich. Kaum hatte der Kampf wirklich angefangen, da traf die blonde Kriegerin jedoch schon ein wuchtiger Hieb und riss sie von ihrem Pferd. Irgendwie schaffte sie es, sich wieder aufzurichten und weiter zu machen. Orientierungssinn hatte sie in dem Moment nicht. Sie wusste nur, dass sie nichts goldenes angreifen sollte. Ihre Stute lief weg auf einen Letharen zu und so folgte Saphira ihr, doch die Blauhaut war viel zu schnell in seiner leichten Rüstung und so gab sie die Verfolgung irgendwann auf. Kaum hatte sie sich herumgedreht, stand auch schon ein Krieger vor ihr. Ein kurzer Zweikampf entstand und endete mit dem Fall des Mannes. Betäubt von dem Adrenalin, was durch sie schoss lief Saphira weiter, um einer ihrer Kameradinnen zu helfen, die ebenso in einen Zweikampf verwickelt war. Auch dieser Gegner fiel scheppernd zu Boden und fast hatte sich eine Sicherheit in Saphira aufgebaut, da nahm sie die ganzen ruhenden Körper am Boden wahr und wurde unaufmerksam. Ein Blitz riss sie wieder in die Gegenwart, doch der zweite folgte zu schnell und so ging auch sie zu Boden. Als sie nach kurzer Zeit wieder ihr Bewusstsein erlangte, hörte sie nur noch den Ruf des Oberst: "Sammeln am Turm!"
Den Schmerz, der ihren Körper durchzog noch immer nicht bemerkend rannte sie los und stellte sich bei den Anderen hin. Der Gegner war zu stark. Schon kurz nachdem alles geschehen war, verließen die Blauhäute und ihre Kameraden aus Rahal das Land wieder. Nach und nach fanden sich alle Leute der Lichten Seite wieder am Turm ein und der Anblick war erscherckend für Saphira. Friedrich von Myrtol hielt sich an seinem Ross fest, am Boden lagen jede Menge Pferde und jeder schien seinen eigenen Gedanken und Gefühlen nachzugehen. Das letzte, was sie noch gehört hatten, war: "Wir gehen nach Hause!" Langsam begann Saphira nun auc zu registrieren, was sich eben abgespielt hatte und ihre einzige Reaktion war das Verbannen von Gedanken und Gefühlen. Stur nach vorne blickend folgte sie Janarey und ihrem Hengst nach Hause. Das Ablegen der Rüstung erwies sich mit einem zerquetschten Arm als äußerst kompliziert und ohne die Hilfe von ihrer Freundin wäre sie wohl nie wieder aus dem Metall herausgekommen. Immer noch sprach Saphira nur das Nötigste und konnte einfach nicht mehr lächeln. Nicht einmal mehr aufgesetzt. Zu Hause setzte sie sich dann einfach nur noch vor den Kamin und starrte in die Flammen.
Es folgte eine Diskussion über die Notwendigkeit von Kriegen, die jedoch zu nichts führte, als lediglich dem Frustabbau von Janarey und ihr. Ein Kakao im Anschluss lockerte alles wieder und brachte die Beiden auf die richtigen Gedanken:
"Und was willst du jetzt machen?" "Trotzdem weiter machen. Es bringt ja nichts, wenn ich aufhöre. Davon werden die auch nicht friedlicher." "Genau das wollte ich hören." "Ha-Roo!" Ein Lächeln schlich sich auf die Züge der Blondine, als sie den Kakao an Stelle ihres Schwertes in die Höhe riss. Ja, Jana hatte Recht. Sie musste sich schleunigst daran gewöhnen und das würde sie auch...

Organisation, Organisation...

Verfasst: Montag 19. Mai 2014, 13:00
von Gast
Verflucht nochmal, konzentrier' dich, Saphira! fluchte die junge Kriegerin wie so oft rum und ging dabei die Treppen des neuen Hauses herunter. Die Hochzeit mit Samuel stand kurz bevor und es gab noch vieles zu erledigen. Naja.. Eigentlich nicht mehr wirklich viel, aber so kam es ihr dennoch vor. Die Einladungen mussten geschrieben werden, aber erst, wenn das Gespräch mit der Diakonin gewesen war. Dann mussten noch die Veranstaltungsorganisatoren über die endgültigen Planungen in Kenntnis gesetzt werden und der Platz vorbereitet werden. Das Essen musste noch gemacht werden, was aber erst ging, wenn man wusste, wie viele in etwa kommen werden. Die Ringe waren auch immer noch nicht fertig. Waren sie überhaupt schon in Auftrag gegeben? So viele Gedanken schossen ihr durch den Kopf das sie irgendwann, als sie schon lange unten im Wohnbereich angekommen war, sich erneut in Bewegung setzte, um zu ihrer Truhe zu kommen. Dort holte sie ihre Rüstung heraus und begann sich mit routinierten, aber doch etwas eingerosteten Handgriffen zu rüsten. Dann geh' ich eben jetzt jagen..
grummelte sie und machte sich auf den Weg Richtung Höhlen. Es dauerte keine 3 Stundenläufe, da war sie bereits wieder draußen, hatte aber immerhin ein bisschen Leder für die fleißigen Schneiderinnen des Kessels besorgt. Zufrieden ging Saphira also zum Gelände des Kessels und räumte die Lagen ein. Mittlerweile war es stockduster geworden und man konnte die Hand kaum vor Augen sehen, wenn nicht gerade eine Laterne in der Nähe war. Scheppernd machte sich Saphira wieder auf den Weg nach Hause. Nachdem der Tag so warm gewesen war, war die Nacht nun umso kälter. In der wenig wärmenden Rüstung konnte man nicht sagen, dass es kuschelig war. Ich wusste es. Ich hätte mich doch noch vorher umziehen sollen.. Ach, verflucht. Ich hab' eh keine Klamotten hier in Adoran. nuschelte die wandernde Blechbüxe aus Diamant vor sich her. Es war auch immer das Selbe mit ihr. Unorganisiertes Verhalten und dann einen Anfall bekommen, wenn es auffällt. Normal müsste man meinen, sie lerne aus ihren Fehlern, aber was das anging war sie wohl lernresistent. Wow. Diese Feststellung erschreckte sie nun selber. Lernresistent, hm..
Immer weniger konzentrierte sie sich auf den Weg vor sich, doch war es ja einfach: Einen Schritt vor den Anderen! Oder doch nicht? RUMS Erst verspürte sie nur einen dumpfen Schlag am Fuß, doch noch bevor sie reagieren konnte merkte sie auch schon den dicken Ast an ihrer Stirn. Temora sei Dank, hatte sie der Blondine noch gerade so viel Körperbeherrschung geschenkt, nicht nach hinten zu taumeln und wie ein fallender Baum gen Boden zu sinken. Benommen vom Schlag griff sie erst mit der rechten Hand instinktiv in Richtung des Baumes, um sich festzuhalten, unterbrach dieses Vorhaben jedoch recht schnell wieder, als in ihr die Wut aufkeimte. Unweigerlich trat sie mit dem Fuß nochmal gegen den Baum und vermutlich war die stabile Rüstung der einzige Grund dafür, dass sie nicht direkt eine Returkutsche bekam.
Temora noch eins! entfuhr es der Regimentlerin eine Spur zu laut und reflexartig blickte sie sich um, um sicher zu gehen, dass sie niemand gehört hatte. Die rechte Hand hatte nun ihren Weg zur Stirn gefunden und kühlte durch das kalte Metall die Beule. Als Saphira niemanden erkennen konnte umging sie den Baum, bewusst einen Schrit vor den Anderen setzend und fand so wieder auf den Weg zurück.
Der letzte Rest des Weges wurde dann aufmerksam und ohne weitere Unfälle beschritten. Zu Hause angekommen blickte sie sich zu allererst mal im Raum um, konnte aber keinen entdecken. Samuel war wohl immer noch oder schon wieder arbeiten. Folglich rüstete sie sich sofort ab und schlüpfte in ihr Nachthemd. Dann ging sie hinunter ins Bad und betrachtete erst einmal ihre Stirn. Naja.. blau war jetzt nich unbedingt so passend bei grün oder rot-gold, aber was wollte man da machen!? Noch etwas genervt, aber im Groben und Ganzen zu erschöpft um sich noch aufzuregen kämmte sie einfach den Pony ins Gesicht und ging wieder hoch. Am Kamin lies sie sich in einem der Sessel nieder und nahm Blatt und Feder, so wie einen Kakao zur Hand. Einen Schluck aus der Tasse nehmend legte sie alles auf dem kleinen Beistelltisch zurecht und stellte dann fest, dass sie eigentlich gar keine Lust auf Kakao hatte. Schwer seufzend erhob sie sich also und ging Richtung Küche. Dort schenkte sie sich schließlich etwas vom Met ein, den ihr die eine Thyrin damals geschenkt hatte. Nun zufriedener ging sie erneut zum Sessel und machte es sich gemütlich...

Die zweite Wende

Verfasst: Samstag 14. Juni 2014, 23:06
von Gast
"Ich glaube, dass es uns beiden gut tut, dass wir uns getrennt haben.."
...
"Du musst diesen Selbstzweifel aus deinem Leben tilgen"
...
"Und hier im Kessel.. versuchen wir einfach miteinander zu arbeiten und vorallem den Anderen mit unserer Art nicht zur Last zu fallen."
...
"Für mich ist das auch nicht leicht, Saphira.."
...
"Und vielleicht.. können wir dann irgendwann wider miteinander lachen.."


All diese Worte hallten noch lange im Kopf der Kriegerin nach, doch wiedererwartend tat es nicht weh. Es gab keine Krämpfe, keine Gelüste nach Schreien oder Treten. Lediglich sanft und lautlos liefen ihr ein paar warme Tränen über die Wangen und es fühlte sich eher wie ein Streicheln an. Eine wohltuende Berührung durch die Hand von etwas Unbekanntem. Ein unweigerliches, aber sachtes Lächeln glitt über Saphiras Lippen und vertrieb jegliche Zweifel, die noch tief in ihr gewohnt hatten. Samuel hatte Recht. Und auch alle anderen hatten Recht gehabt, als sie sagten, dass es die richtige Entscheidung gewesen wäre. Jetzt hang nur noch alles an ihr und der Zeit. Ein paar grundlegende Änderungen mussten vorgenommen werden, dann würde es bestimmt von alleine kommen. Nun war sie sich sicher. Nicht so sicher, wie die letzten Male, wo es dann doch wieder gescheitert war, sondern so wirklich absolut sicher. Sie _wusste_ es. Sie wusste, dass dies ein neuer Abschnitt ihres Lebens war und das ihr nun der Weg zum Ziel frei gemacht wurde. Frei durch ihre eigene Hand und nicht durch die Anderer.
Das sie instinktiv nach Junkersteyn gegangen war, fiel ihr erst auf, als sie vor der Tür des Hauses stand. Sogleich schritt sie hindurch und räumte die letzten Sachen zusammen. Alles, was nicht mehr gebraucht wurde, lies sie zurück und ging mit den paar Sachen auch nur ein paar Meter weiter. Es war rein symbolisch, das Haus zu wechseln. Rein aus Prinzip, um etwas Neues und doch vertrautes zu haben. Innerhalb weniger Stunden war das Gröbste eingerichtet und es musste nur noch eine Verwendung für die Nordostseite des Hauses gefunden werden, aber das käme auch noch. Wie wäre es mit einer Trophäensammlung und einer Ausstellung alter Erinnerungsstücke? Ja, das klang gut. Fabs müsste nur ein paar Schaukästen und Ablagen anfertigen. Und von Kaly bräuchte sie noch ein paar Kissen und vielleicht Vorhänge. Der Kamin müsste noch in der Ecke gebaut werden und schon würde alles fertig sein. Nachdenklich blickte sie durch den Raum und nickte schließlich feste. Ach, ja. Ein neues Bett brauchte sie noch, aber das war ja wohl das geringste Übel. Zufrieden holte sie noch die Tiere aus dem Stall ab und brachte sie im Garten unter, dann ging sie auch schon schlafen. Wohl das erste Mal nach fast zwei Wochen, wo sie durchschlief und gut träumte. Absolut erholsam und so wie es sein musste...

Verfasst: Montag 16. Juni 2014, 23:50
von Gast
Ja, ja.. Wie das so ist bei Frauen. Kaum war die Einrichtungsorganisatorin gekommen, sprudelten die Ideen nur so durch den Raum und dann wurden da noch eine Rosenranke hingefummelt, da ein Vorhang gezogen und da die kompletten Möbel umgerückt. Es blieben quasi der Kamin und der Garten unverändert. Aber naja. Immerhin sah es schön aus. Das war doch wohl die Hauptsache. Oder hatte Saphira da nicht noch etwas für einen kurzen, aber gefährlichen Moment vergessen? Die Bezahlung! Wie Schuppen fiel es ihr von den Augen. Schnell überlegte sie, wie viele Kronen sie noch besaß, dann betete sie. Betete, dass es nicht zu teuer werden würde.
Irgendwann hatte sie die Endsumme genannt bekommen, bezahlt und ein schlechtes Gewissen gehabt, aber es war für etwas gutes ausgelegt worden. Sie hatte jetzt ein tolles Bad und ein schick geschmücktes Schlafzimmer. Das redete sie sich diese Nacht die ganze Zeit ein und nahm sich vor, morgen direkt mal wieder Gold zu besorgen. Gaaanz viel Gold um genau zu sein. Schließlich war das Haus noch nicht zu Ende eingerichtet und würde damit auch noch dutzende Kronen schlucken.