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Ein Schreiben erreicht Suraya

Verfasst: Donnerstag 8. August 2013, 13:01
von Kadir Bashir
Salam Fi.. Suraya,

ich hatte jene Zeilen oft angefangen, in den letzten Wochen, doch nie beendet und sie stets wieder verworfen und entsorgt. Ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt nicht ob ich sie dieses mal zu ende bringen werde und dich die Zeilen wirklich erreichen und doch versuche ich es erneut.

Mein Herz ist schwer von all den Ereignissen der letzten Wochen und Monaten. Jene Last werde ich mein Leben lang mit mir herum tragen, ist es mein Preis oder meine Strafe mit all dem umzugehen. Ein jeder von uns muss seine Bürde hierzu tragen. Es wäre vermessen zu sagen das meine besonders groß ist und doch scheint es so zu sein.

Als Oberhaupt unserer Familie gibt es Entscheidungen die nicht immer schön sind. Ich wünschte ich müsste nur über gute Dinge, Hochzeiten, Feste und dergleichen entscheiden aber leider gehören auch die Unschönen Dinge zu dieser Aufgabe dazu. Vielleicht ging ich zu blauäugig an jene Verantwortung heran, vielleicht war ich zu jung zu unerfahren.

Die Tatsache alleine, dass ich die Entscheidung laut ausgesprochen habe reicht um als alleiniger Sündenbock hierfür gerade stehen zu müssen. Allen anderen scheinst du verziehen zu haben. Ich verurteile dich deswegen nicht, es wäre vermessen, es ist dein gutes Recht zu vergeben wem du willst.

Ich weiß das ich viele Fehler gemacht habe, Fehler bevor dieses Ereignis die Familie überschattet hat. Ich habe nie behauptet das ich frei von ihnen sei oder perfekt und unfehlbar. Sharifs Worte gaben mir zu denken... Ich bin immer davon ausgegangen das du wusstest das ich immer für dich da bin. Das du mit allem was dich belastet zu mir kommen kannst. In den Wochen vor dem Ausschluss wurde das überschattet. Du hast dich zurück gezogen. Du hast dir eigene Vertraute gesucht, ich zählte nicht mehr darunter. Ich war enttäuscht und verletzt. Mir fiel es schwer dich zu verstehen. Ich kam nicht mehr an dich heran und konnte dich so als Fadrim nicht davor schützen, diese Dummheit zu begehen.

Geboren als sture Bashir bereust du deine Tat nicht. Als ich dich im Haus danach fragte hoffte ich und betete zu Eluive, dass deine Antwort eine andere sein würde als jene die du laut ausgesprochen hattest.

Die Zeit heilt Wunden und es ist schön das deine so schnell zu heilen scheinen. Du gehörst nun zu der Familie von der du selbst sagst, dass sie dir mehr Familie waren wie deine eigene. Yazir... auch damit werde ich leben müssen. Damit gibt es wohl nur noch das Blut das uns verbindet und immer verbinden wird. So leid es mir tut, davon kann ich dich leider nicht erlösen.

Was ich habe sind Antworten... Nein ich hasse dich nicht, ich habe dich nie gehasst, im Gegenteil. Selbst heute hasse ich dich nicht...
Ich habe stets alles alleine mit mir ausgemacht, wahrscheinlich fiel es dir deswegen so schwer mich einzuschätzen, mir zu vertrauen, dich anzuvertrauen aber auch das hat sich geändert.

Man lernt eben nie aus...

Wasser und Schatten

Kadir

Verfasst: Samstag 10. August 2013, 14:13
von Suraya Ayana Yazir
*der Brief wird dankend vom Boten entgegen genommen, aufmerksam studiert und danach flux in der Tasche verstaut wo er nunmehr seit einigen Tagen sicher aufbewahrt verharrt*

Verfasst: Sonntag 11. August 2013, 15:21
von Suraya Ayana Yazir
*würde man den Schritt vors Haus wagen wird man einen kleinen Aschehaufen vorfinden, hier und da sind auf weniger verbranntem Pergament noch einige Letter zu erkennen*