Das mit den Bienen und Blumen...
Verfasst: Montag 3. Juni 2013, 19:41
Der blonde Korporal ritt versonnen die staubige Straße durch die nördlichen Lehen ab. Wochenlang hatte er sich Gedanken gemacht. Gedanken darüber, ob die offenen Grenzen des Herzogtums überhaupt zu verteidigen sind. Offene, kaum zu überblickende Graslandschaften im Süden und diese undurchschaubaren Wälder im Norden. Das Hirn zermartert hatte er sich, Alpträume hatten ihn geplagt! Einzig auf den Sumpf, so dachte er häufig, könnte man sich verlassen, wenn es um eine natürliche Grenze für die Feinde des Reiches Alumenas ging. Seltsamer-, aber auch glücklicherweise hatte sich die Befürchtung, Massen von Pantherdienern und ihren verblendeten Hilfstruppen könnten unvermittelt, ganz ohne Vorwarnung, in die grenznahen Lehen einfallen, bisher nicht bewahrheitet. Keine Überfälle, kein Terror, nicht einmal der ernstgemeinte Versuch eines Geplänkels. Es wäre zwar übertrieben zu behaupten, dass Fjalon darüber enttäuscht war, aber er hatte in jedem Fall ein Stück seines Respekts vor der einst so schlagkräftigen, gepanzerten Faust Rahals verloren.
Sie wissen um diese Schwächen, aber sie nutzen sie nicht. Sind sie selbst etwa schwach geworden?
Dass es eine Vorhut des Lichtenthaler Regiments fast ohne Widerstand bis an die Tore Rahals geschafft hatte und mit irgendeinem Rekruten zu verhandeln hatte, war eine Sache. Aber der armselige Haufen, der sich ein Stück vor Adoran, nur mit ehrlosen Praktiken – Nämlich Geiselnahmen, einer der schändlichsten Taten in Fjalons Augen – bis dorthin vorgearbeitet hatte, war die Krönung dieses ‚Eindrucks‘. Der Eindruck, dass es mit Rahal schlecht stehen musste. Vielleicht, dass es ein Ende nahm mit der Herrschaft im Westen. Wo keine Struktur herrscht, ist Anarchie und Ehrlosigkeit der nächste logische Schritt auf dem Weg zum Niedergang.
Erst am äußersten Grenzstein von Dunkelmoor hielt er an. Sein Ross schnaubte beleidigt, es wollte weiter. Stillstand... Nicht nur für sein Pferd eine Qual. Ganz ohne Rekruten, ohne Kameraden, blickte er in seliger Einsamkeit eine lange Zeit den Pfad ins Niemandsland entlang. Und im belebenden Sonnenschein des aufkeimenden Sommers passierte...
...Wie so oft in letzter Zeit - Nichts.
Abgesehen vom regen Treiben der Bienen an den Blumen.
Sie wissen um diese Schwächen, aber sie nutzen sie nicht. Sind sie selbst etwa schwach geworden?
Dass es eine Vorhut des Lichtenthaler Regiments fast ohne Widerstand bis an die Tore Rahals geschafft hatte und mit irgendeinem Rekruten zu verhandeln hatte, war eine Sache. Aber der armselige Haufen, der sich ein Stück vor Adoran, nur mit ehrlosen Praktiken – Nämlich Geiselnahmen, einer der schändlichsten Taten in Fjalons Augen – bis dorthin vorgearbeitet hatte, war die Krönung dieses ‚Eindrucks‘. Der Eindruck, dass es mit Rahal schlecht stehen musste. Vielleicht, dass es ein Ende nahm mit der Herrschaft im Westen. Wo keine Struktur herrscht, ist Anarchie und Ehrlosigkeit der nächste logische Schritt auf dem Weg zum Niedergang.
Erst am äußersten Grenzstein von Dunkelmoor hielt er an. Sein Ross schnaubte beleidigt, es wollte weiter. Stillstand... Nicht nur für sein Pferd eine Qual. Ganz ohne Rekruten, ohne Kameraden, blickte er in seliger Einsamkeit eine lange Zeit den Pfad ins Niemandsland entlang. Und im belebenden Sonnenschein des aufkeimenden Sommers passierte...
...Wie so oft in letzter Zeit - Nichts.
Abgesehen vom regen Treiben der Bienen an den Blumen.