Gib dem Drachen Zucker
Verfasst: Freitag 24. Mai 2013, 12:47
Vorbereitungen... sie waren wichtig... vorallem wenn man überleben wollte. Oft zogen sie sich über Jahre hinweg, manchmal wurde aus einer fixen, schon lange vergangenen Theorie der Vorläufer einer wilden Idee. Der Gedanke war so alt wie ihre erste Robe, die sie als Mitglied der Academia Arcana auszeichnete, die kleinen Sticheleien darüber waren bis heute nicht verebbt.
Wäre denn jemals einer von ihnen auf den Gedanken gekommen, daraus könnte eines Tages wirklich Ernst werden?
Vorsichtig fädelte sie die Finger durch die Gitterstäbe und rüttelte daran. Die Fallgitter gerieten leicht ins schwanken, klirrten gegeneinander, jedoch blieben sie unnachgiebig an Ort und Stelle. Niemals würden sie ausreichen ein Wesen dieses Ausmaßes zu bändigen, doch würden die neugierigen Blicke weggesperrt bleiben. Die Grabungen konnten beginnen....
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... gib dem Drachen Zucker
Die Brühe stank fürchterlich und die drei Halstücher, die sie sich über das Gesicht gewickelt hatte, schafften dabei auch keine Abhilfe, fraglich war nur ob das derzeitige Schwindelgefühl durch die entstehenden Dämpfe im Kochtopf, oder vielleicht doch vom Sauerstoffmangel herrührte. Die Hexenküche brodelte im wahrsten Sinne des Wortes, die unheilvoll blubbernde Flüssigkeit aus eingekochtem Wildkraut dickte unter stetigem Rühren gut ein und hüllte die Küche in eine dichte Nebelschwade, die sich zierte aus den offenen Fenstern kriechen zu wollen.
Der Kochlöffel kam zum Stillstand, der Griff wanderte zu einem kleinen Säckchen Zucker auf der Küchenablage... ein Löffel... zwei Löffel... drei Löffel... ein nachdenkliches Zögern setzte ein, dann wurde der kleine Löffel schwungvoll zur Seite geworfen, sprang zwei mal klirrend über die Steinablage und schlitterte in das Wasserbecken, wo er versank.
Jetzt nur nicht geizig werden...
Ein ordentlicher Schwall Zucker ergoss sich aus dem Säckchen in den Topf
Wir wollen ja, dass das Zeug auch wirkt...
Der Kochlöffel begann wieder klappernd seine Bahnen durch die Brühe zu ziehen
Und je schneller, desto besser... denn sonst könnte dies eine zu geringe Dosis bedeuten und dann... dann hatten sie den Wildkrautsalat und einen schlecht gelaunten und noch viel zu agilen Drachen auf Drogen.
Der Inhalt kochte sich zu einer klebrig, dicken Masse ein und langsam aber sicher breitete sich ein Gefühl der Schwerelosigkeit in ihr aus, das dazu verlockte abzudriften... es war Zeit die Küche lieber für eine Weile zu verlassen. Scheppernd wurde der Topf von der Kochstelle auf die Ablage gehieft und mit wackeligen Beinen die Flucht ergriffen. Etwas verwundert nahm sie noch zur Kenntnis, dass sie noch nie an einem so weichen Türrahmen abgeprallt war und schwebte in Richtung Esstisch... ja... schwebte... dieser Zustand war gerade sehr interessant, so musste sich fliegen anfühlen.
Die Flüssigkeit abgefüllt und versiegelt vor sich, der Höhenflug endlich vorbei und eine frische Tasse Kaffee zwischen den Händen. Man hätte meinen können, dies könnte nun ein durchaus zufriedenes Bild abgeben, jedoch starrte sie nur nachdenklich über den Tisch hinweg ins Nichts und ließ die Fingerspitzen der linken Hand über den Becher tribbeln. Nun kam natürlich der Teil, der neben einem explodierenden Labor, zu den Gefährlichsten Phasen eines Forschers zählte... die Testphase.
Wenn das Zeug gar nicht richtig zu wirken beginnt... oder nur schrecklich langsam anschlägt... gegessen setzte sich die Wirkung nicht so schnell frei wie nach einem tiefen Zug, aber dass sie den Drachen dazu bringen könnte sich das Zeug freiwillig in eine Pfeife zu stopfen war recht... unwahrscheinlich.
Wie hoch muss es also dosiert werden?
Wie schnell würde es wirken?
Wie wirkt es sich aus?
Und vor allem... wie teste ich das jetzt am besten?
Die Gedanken schweiften kurz zu dem kleinen schlafenden Welpen hinter ihr... nein, Sua bringt dich um... drifteten in den Wohnraum ab zu ihrer lauffaulen, leicht dicklichen Katze... mmhhh, nein, ich mag das fette kleine Ding, aber ich sollte ihr vielleicht nicht mehr so viel zu fressen geben... schwenkten in den Stall... nein, auch dafür bringt sie dich um...
wanderten zu den quietschenden Gartentoren, durch die sich jemand Eintritt verschaffte und blieben dort einen Moment hängen.
Hm... ob sich das Zeug wohl im Kaffee bemerkbar machte?
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Nachdenklich drehte sie die Phiole zwischen den Fingern, wirbelte die dünne Staubschicht auf, die sich über die Zeit darauf abgelegt hatte. Zum Einsatz war sie nie gekommen, dennoch war sie ein kleines Stück lebender Erinnerung in der sich nicht nur das Licht schillernd brach. Worte und Gedanken wurden zu neuem Leben erweckt, brachten die Nervösität zurück, die Tereus regelmäßig bei ihr auslöste, wenn er ihr in den Rücken starrte.
Der Klang seiner Stimme kroch wieder in ihr Unterbewusstsein zurück, Ratschläge und Warnungen, die vielen kleinen Sticheleien... und der letzte Rat an ihrem Küchentisch, kurz bevor er für immer aus dieser Welt verschwand.... und sein gesamtes Wissen mit ins Grab nahm.
"Idiot..." das gemurmelte Wort schaffte es beinahe nicht einmal an ihr eigens Ohr, dann ließ sie, leise vor sich hin grummelnd, den Hals der Phiole gegen ihre Unterlippe klopfen.
Sie brauchte das richtige Mengenverhältnis aufgerechnet zur Größe und.... wie immun konnte ein Drache auf so etwas reagieren?
Lieber zu viel als zu wenig...
... aber wenn er aufhört zu atmen...
Das Grummeln wurde lauter, missmutig lehnte sie sich in den Stuhl zurück und ließ den Fuß gegen das Tischbein klopfen.... bis sie durch ein Geräusch im Untergeschoss aufgeschreckt wurde. Ein leises Klicken ertönte als die Tür ins Schloss gezogen wurde, dann hoben sich ihre Mundwinkel dezent an.
Ungefähres Gewicht... das damals eingekochte Verhältnis zum Zucker... Dosis errechnet sich auf... 3 Löffel...
Die Aufmerksamkeit senkte sich ruckartig auf den Becher vor ihr, in dem der frisch aufgebrühte Kaffee noch vor sich hindampfte, eilig schraubte sie den Deckel des Fläschchens auf. Dumpf erklangen die ersten Schritte unter ihr, die dickliche Flüssigkeit glitt zäh und fädenziehend auf den großen Löffel, wurde klirrend verrührt. Aus dem Untergeschoss wurde ihr Name gerufen, eilig packte sie die Phiole wieder weg und zog den Becher vom Tisch. Der Löffel landete klirrend auf der Steinplatte, verspritzte die dunkle Flüssigkeit.
" Warte, ich komme runter!"
... lass ihn das blos nicht auf der Treppe trinken....
... mal sehen wie lange es wirkt...
... mal sehen wie schnell ich laufen kann, wenn es das nicht tut...
Wäre denn jemals einer von ihnen auf den Gedanken gekommen, daraus könnte eines Tages wirklich Ernst werden?
Vorsichtig fädelte sie die Finger durch die Gitterstäbe und rüttelte daran. Die Fallgitter gerieten leicht ins schwanken, klirrten gegeneinander, jedoch blieben sie unnachgiebig an Ort und Stelle. Niemals würden sie ausreichen ein Wesen dieses Ausmaßes zu bändigen, doch würden die neugierigen Blicke weggesperrt bleiben. Die Grabungen konnten beginnen....
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... gib dem Drachen Zucker
Die Brühe stank fürchterlich und die drei Halstücher, die sie sich über das Gesicht gewickelt hatte, schafften dabei auch keine Abhilfe, fraglich war nur ob das derzeitige Schwindelgefühl durch die entstehenden Dämpfe im Kochtopf, oder vielleicht doch vom Sauerstoffmangel herrührte. Die Hexenküche brodelte im wahrsten Sinne des Wortes, die unheilvoll blubbernde Flüssigkeit aus eingekochtem Wildkraut dickte unter stetigem Rühren gut ein und hüllte die Küche in eine dichte Nebelschwade, die sich zierte aus den offenen Fenstern kriechen zu wollen.
Der Kochlöffel kam zum Stillstand, der Griff wanderte zu einem kleinen Säckchen Zucker auf der Küchenablage... ein Löffel... zwei Löffel... drei Löffel... ein nachdenkliches Zögern setzte ein, dann wurde der kleine Löffel schwungvoll zur Seite geworfen, sprang zwei mal klirrend über die Steinablage und schlitterte in das Wasserbecken, wo er versank.
Jetzt nur nicht geizig werden...
Ein ordentlicher Schwall Zucker ergoss sich aus dem Säckchen in den Topf
Wir wollen ja, dass das Zeug auch wirkt...
Der Kochlöffel begann wieder klappernd seine Bahnen durch die Brühe zu ziehen
Und je schneller, desto besser... denn sonst könnte dies eine zu geringe Dosis bedeuten und dann... dann hatten sie den Wildkrautsalat und einen schlecht gelaunten und noch viel zu agilen Drachen auf Drogen.
Der Inhalt kochte sich zu einer klebrig, dicken Masse ein und langsam aber sicher breitete sich ein Gefühl der Schwerelosigkeit in ihr aus, das dazu verlockte abzudriften... es war Zeit die Küche lieber für eine Weile zu verlassen. Scheppernd wurde der Topf von der Kochstelle auf die Ablage gehieft und mit wackeligen Beinen die Flucht ergriffen. Etwas verwundert nahm sie noch zur Kenntnis, dass sie noch nie an einem so weichen Türrahmen abgeprallt war und schwebte in Richtung Esstisch... ja... schwebte... dieser Zustand war gerade sehr interessant, so musste sich fliegen anfühlen.
Die Flüssigkeit abgefüllt und versiegelt vor sich, der Höhenflug endlich vorbei und eine frische Tasse Kaffee zwischen den Händen. Man hätte meinen können, dies könnte nun ein durchaus zufriedenes Bild abgeben, jedoch starrte sie nur nachdenklich über den Tisch hinweg ins Nichts und ließ die Fingerspitzen der linken Hand über den Becher tribbeln. Nun kam natürlich der Teil, der neben einem explodierenden Labor, zu den Gefährlichsten Phasen eines Forschers zählte... die Testphase.
Wenn das Zeug gar nicht richtig zu wirken beginnt... oder nur schrecklich langsam anschlägt... gegessen setzte sich die Wirkung nicht so schnell frei wie nach einem tiefen Zug, aber dass sie den Drachen dazu bringen könnte sich das Zeug freiwillig in eine Pfeife zu stopfen war recht... unwahrscheinlich.
Wie hoch muss es also dosiert werden?
Wie schnell würde es wirken?
Wie wirkt es sich aus?
Und vor allem... wie teste ich das jetzt am besten?
Die Gedanken schweiften kurz zu dem kleinen schlafenden Welpen hinter ihr... nein, Sua bringt dich um... drifteten in den Wohnraum ab zu ihrer lauffaulen, leicht dicklichen Katze... mmhhh, nein, ich mag das fette kleine Ding, aber ich sollte ihr vielleicht nicht mehr so viel zu fressen geben... schwenkten in den Stall... nein, auch dafür bringt sie dich um...
wanderten zu den quietschenden Gartentoren, durch die sich jemand Eintritt verschaffte und blieben dort einen Moment hängen.
Hm... ob sich das Zeug wohl im Kaffee bemerkbar machte?
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Nachdenklich drehte sie die Phiole zwischen den Fingern, wirbelte die dünne Staubschicht auf, die sich über die Zeit darauf abgelegt hatte. Zum Einsatz war sie nie gekommen, dennoch war sie ein kleines Stück lebender Erinnerung in der sich nicht nur das Licht schillernd brach. Worte und Gedanken wurden zu neuem Leben erweckt, brachten die Nervösität zurück, die Tereus regelmäßig bei ihr auslöste, wenn er ihr in den Rücken starrte.
Der Klang seiner Stimme kroch wieder in ihr Unterbewusstsein zurück, Ratschläge und Warnungen, die vielen kleinen Sticheleien... und der letzte Rat an ihrem Küchentisch, kurz bevor er für immer aus dieser Welt verschwand.... und sein gesamtes Wissen mit ins Grab nahm.
"Idiot..." das gemurmelte Wort schaffte es beinahe nicht einmal an ihr eigens Ohr, dann ließ sie, leise vor sich hin grummelnd, den Hals der Phiole gegen ihre Unterlippe klopfen.
Sie brauchte das richtige Mengenverhältnis aufgerechnet zur Größe und.... wie immun konnte ein Drache auf so etwas reagieren?
Lieber zu viel als zu wenig...
... aber wenn er aufhört zu atmen...
Das Grummeln wurde lauter, missmutig lehnte sie sich in den Stuhl zurück und ließ den Fuß gegen das Tischbein klopfen.... bis sie durch ein Geräusch im Untergeschoss aufgeschreckt wurde. Ein leises Klicken ertönte als die Tür ins Schloss gezogen wurde, dann hoben sich ihre Mundwinkel dezent an.
Ungefähres Gewicht... das damals eingekochte Verhältnis zum Zucker... Dosis errechnet sich auf... 3 Löffel...
Die Aufmerksamkeit senkte sich ruckartig auf den Becher vor ihr, in dem der frisch aufgebrühte Kaffee noch vor sich hindampfte, eilig schraubte sie den Deckel des Fläschchens auf. Dumpf erklangen die ersten Schritte unter ihr, die dickliche Flüssigkeit glitt zäh und fädenziehend auf den großen Löffel, wurde klirrend verrührt. Aus dem Untergeschoss wurde ihr Name gerufen, eilig packte sie die Phiole wieder weg und zog den Becher vom Tisch. Der Löffel landete klirrend auf der Steinplatte, verspritzte die dunkle Flüssigkeit.
" Warte, ich komme runter!"
... lass ihn das blos nicht auf der Treppe trinken....
... mal sehen wie lange es wirkt...
... mal sehen wie schnell ich laufen kann, wenn es das nicht tut...