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Dazen Wolfseiche besucht in tiefer Nacht ein Täubchen

Verfasst: Freitag 17. Mai 2013, 00:37
von Alin
Welches sich auf seinem Fensterbrett breit macht und diverse Male gegen die Scheibe pickt. An seinem Fuß ein versiegeltes Pergament.
  • [s]Seinen Segen Dazen,
    die Nächte hier sind recht kurz, nicht etwa, weil ich nicht viel schlafen darf, eher weil ich nicht schlafen kann, du...
    [/s]
Der Anfang wurde durchgestrichen und erneut wurde auf dem selben Pergament angesetzt.
  • [s]Seinen Segen Dazen,
    ich weiß gar nicht was ich Dir schreiben soll, allerdings hege ich das Bedürfnis, zumindest ein paar Worte auf Papier zu bringen. Ich wollte...[/s]
Und wieder wurden die Sätze durchgestrichen und erneut angesetzt.
  • [s]Seinen Segen Dazen,
    die Tage sind lang und heiß und es vergeht eigentlich kein Moment, in dem ich mich nicht mit Gedanken quäle. Es ist wahrlich eine Strafe, gut gewählt und doch auch in anderer Hinsicht. Es tut...
    [/s]
Ein weiteres Mal wurden die Worte durchgestrichen und wieder wurde neu angesetzt.
  • Seinen Segen Dazen,
    mir geht es gut und ich bin noch an einem Stück...


    A.

Verfasst: Freitag 17. Mai 2013, 17:28
von Dazen Wolfseiche
Warum machte er sich nochmal die Mühe das durchgekritzelte Zeug zu entziffern? Zeitverschwendung. Nach zwei Versuchen gab er es auf und las nur die restliche Notiz, die wenigstens zu entziffern war, danach landete das Pergamentstückchen irgendwo zwischen anderen Pergamenten, vielleicht auch zwischen den Seiten irgend eines Buches.

Beides wurde durchs Haus getragen, der Schnipsel fiel heraus und landete auf dem Weg von Treppe zum Ausgang auf dem Boden, halb im Eingangsbereich, ein kleines Fitzelchen weit zum Sitzbereich in der Küche hin.

Die Tür ging auf, ein kleiner Windstoß fegte den Schnipsel weiter in die Küche rein, die Tür ging zu. Lautstark, begleitet von irgendwelchen unschönen Verwünschungen, die irgendwelche hirnlosen Weiber betrafen, die nicht wussten, was sie wollten und damit seine Zeit raubten. Kurz darauf wurde es wieder still in dem kleinen Viertel der Siedlung.

Verfasst: Freitag 17. Mai 2013, 18:05
von Thanaya
Leise klickte das Schloss als der Schlüssel hineingesteckt und umgedreht wurde. Vorsichtig lugte sie zuerst hinein, sah sich um, dann wurde die Tür ganz aufgestossen und ihre schmale Gestalt trat ein. Die Haare hingen ihr wieder verfilzt, in langen Zotteln über den Rücken und wurden nur hier und da von einigen kleinen Holzperlen noch zusammengehalten.
"Florolle!" Rief sie als der Hund schon, durch das Geräusch an der Tür die Treppe hinuntergewetzt kam und sich freute das jemand gekommen war.
Thanaya wuschelte ihm durch das Fell. "Na komm gibt jetzt erstmal lecker Futter." Mit dem Hund stapfte sie zur Küche, nahm den leeren Napf im Vorbeigehen mit und stellte ihn in der Küche wieder auf den Boden. Dabei fiel ihr der kleine Zettel auf und rasch griff sie danach um zu gucken was das für einer war.
"Oh nein soviele Buchstaben..." Murmelte sie, begann aber trotzdem den nicht durchgestrichenen Rest zu versuchen zu lesen. Nach einer ganzen Weile und einigen Unterbrechungen, in denen sie dem Hund was zu Essen in den Napf tat, gelang es ihr schliesslich und sie hockte sich neben ihn.
"Guck mal Flohrolle der is von der Alin. Sie schreibt das es ihr gut gehen tut. Aber da steht noch mehr so durchgestrichen.." Und auch das versuchte sie zu lesen, bis sie irgendwann das Buch von Florentine herauskramte, dass, dafür das es noch gänzlich unbeschrieben war, reichlich mitgenommen wirkte. Mit einem alten Kohlestift machte sie sich daran das Zeug zu entziffern.. und auf eine leere Seite zu schreiben... heraus kam nicht viel.. mehr Kauderwelsch aber vielleicht hatte sie die durchgestrichenen Zeilen erahnbarer gemacht. Die beschriebene Seite und das Pergament legte sie auf den Tisch.

Verfasst: Freitag 17. Mai 2013, 20:27
von Dazen Wolfseiche
Stunden später kehrte er heim und schob den Köter mit dem Bein beiseite. Wieso eigntlich Köter? Irritiert glotzte er nach unten.

"Wieso ist der Hund hier!"

Einerlei, er ging weiter, hungrig, um sich was zu essen zu suchen und warf dabei einen beiläufigen Blick auf den Zettel und das Buch auf dem Tisch. Bewaffnet mit einem Fleischbrot trat er an die beiden Sachen heran und runzelte die Stirn, biss in sein Brot, während er lass und nuschelte vor sich hin: "Daff merk if mir. Fehr nützlif."

Nicht viel später runzelte die Stirn und das Brot war fast schon verputzt, als er die Entzifferung entziffert hatte, verdrehte nur die Augen und ging nach oben, Flohrolle seinen Platz mit einem Fingerzeig zuweisend, als der ihm wieder an den Hacken hing wie nichts Gutes.

"Wenn du glaubst, du hast eine Antwort verdient, dann wirst du deinen Mangel an Wissen bald erkennen", grollte er vor sich hin und verschwand in sein Zimmer.

Verfasst: Sonntag 19. Mai 2013, 03:50
von Dazen Wolfseiche
Tatsächlich kommt das Federvieh endlich zurück geflogen und lässt sich gurrend auf einem schattigen Plätzchen an dem kleinen Teich des Hauses nieder, um ein paar Schlückckehn zu trinken. Am Fuß ein kleiner Zettel, den man irgendwie mit einem Band verschlossen und befestigt hat. Auf der äußeren Seite findet sich in kleinen Buchstaben der Name "Alin" angebracht.

Aufgerollt findet man folgende Zeilen:

Ich hoffe, es geht dir nach wie vor gut, und es wird weiterhin Wort gehalten. Der Ärger, den du vermutlich deshalb hast, ist sicherlich mitunter meine Schuld. Ich hätte ihr den Mund verbieten müssen. Strafe erhalten, Strafe gegeben. Es fehlt jemand zum Reden.

Eine Unterschrift fehlt.

Verfasst: Sonntag 19. Mai 2013, 03:57
von Alin
Gerade als sie am frühen Morgen die Eier aus dem Stall holte und wieder ins Haus wandern wollte, fällt ihr das Gegurre auf und langsamen Schrittes ging sie zur Taube hin und fummelte ihr das Zettelchen vom Fuß. Im Schneidersitz ließ sie sich dann auf dem Boden fallen und entrollte das kleine Pergament. Schlagartig wurde der Stein in ihrer Brust wieder zu einem Herz, wobei ihr Blick dann in den Himmel wanderte und sie der aufgehenden Sonne entgegen lächelte.

"Bald..."