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Die Fabel vom alten Hahn und der Biene

Verfasst: Samstag 11. Mai 2013, 19:29
von Graulist Eisenjam
Es kämpft ein alter Hahn / mit einer jungen Biene
Beide fuhren sie / die gleiche Taktikschiene:
In der Defensive / waren sie zu stark
Keiner traf den andern / wirklich bis ins Mark
Die Biene schwirrt im Kreis / der Hahn rief sich zwei Hennen
Doch konnten sie gemeinsam / die Biene nicht errennen
Und auch die Biene konnte / den Hahn nicht tödlich stechen
ohne an den Schnäbeln / der Tiere zu zerbrechen.
So dauerte der Kampf / wohl gefühlte Stunden
und zog sich über viele / immer gleiche Runden
Schließlich war der Hahn / dieses Treibens satt
Doch war er nicht zufrieden / mit einem bloßen Patt
Er wollt' den Kampf gewinnen / er wollt' des Siegs Trophäen
Laut begann er darauf / die Biene anzukrähen:
Ich hab zwar auch zwei Flügel / doch ich benutz' sie nicht!
Das selbe mach ich dir / zu einer frommen Pflicht!
Ich wähle nicht zu fliegen / obwohl ich es nicht muß
Denn meine scharfen Sporen / nützen nur zu Fuß
Deshalb sollst auch du / auf dem Boden krabbeln
Damit ich komfortabel / kann den Sieg ergrabbeln
Doch die Biene wollte / nicht gefressen werden
Sie weigert sich zu kriechen / hilflos auf der Erden
So trennten sich die Feinde / beide halb als Sieger
Keiner sah im andern / einen würd'gen Krieger
Drum merket liebe Leute / dieser Fabel Schluss:
Der Kampf mit manchen Tieren / muss enden im Verdruss.