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Rafdarn - Stationen eines Weges
Verfasst: Freitag 26. April 2013, 00:34
von Rafdarn
Wie viel musste er erleiden?
Wieder in dieses Land gekommen, ohne auch nur irgend etwas.
Handel waren gescheitert, dann doch wieder nicht, und doch hatte er viel dabei verloren, wohl auch wegen seiner Gutmütigkeit.
Mit Hoffnung hatte er sich einer Gemeinschaft angeschlossen.
Doch das, was er sich wünschte ward nicht erfüllt.
"Geduld, Geduld", versuchte er sich selbst zu sagen, doch sein Herz schlug ungeduldiger den je.
Jene, denen er sich angeschlossen hatte, wussten nichts von seinen Niederschlägen. Stets hüllte er sich in einen Mantel der Freundlichkeit und Höflichkeit. Er, der einstige Kämmerer am Hofe eines hohen Herrn.
"Geduld, Geduld Rafdarn!"
"Geduld."
Verfasst: Sonntag 28. April 2013, 23:20
von Rafdarn
Markttag war angesagt. Obwohl in einfacher Gewandung sah er sich selbst als Wache über dieses Ereignis.
Alle kamen in Frieden. Er hatte keinen Grund einzuschreien.
Erleichtert atmete er auf, als er sich in einer bepolsterten Ecke des Hauses niedersinken ließ.
Alles war gut ...
Sein Herz schlug ruhig nach diesem aufregenden Tag.
Alles war ...
gut.
Verfasst: Sonntag 5. Mai 2013, 05:13
von Rafdarn
Nach und nach in all diesen Tagen lebte er sich ein in diese Gesellschaft. Er tat sein bestes um jene zu unterstützen.
Alleine eine große Truhe zu haben ließ sein Herz höher schlagen.
Sein Blick ruhte auf dieser Truhe.
Handwerkliche Kunst.
Würde jener wirklich wissen, der jene Truhe schuf, was er damit bewirkte?
Eine einfache Truhe, dennoch bedeutete sie ein Stück Heim für ihn.
Eine Truhe zu haben in dieser Welt war ein gutes Gefühl für ihn.
Ruhig legte er sich zur Ruh, nicht in einem Bett, nicht in einem Fell, doch in der Gewissheit - - - eine Truhe zu haben.
Verfasst: Montag 13. Mai 2013, 00:55
von Rafdarn
Todmüde fiel er an jenem Tag in sein Bett ... ja ein Bett, dass er sich nach all dem Trubel noch selbst zimmerte und in seine kleine Kammer stellte.
Zum ersten Mal hatte er sich gefühlt wie früher, als er noch seinem hohen Herrn diente. Ein Essen ausrichten, eine hohe Gesellschaft empfangen. Alles sollte bereit sein, an nichts sollte es mangeln.
Die Tafel war zu klein ob der zu erwartenden Gästeschar. Es galt, sich etwas einfallen zu lassen. Kein Schreiner war zur Hand, also improvisierte er, zimmerte Platten und Tischbeine, um das Übel zu vertuschen.
Es war alles bereit als die Gäste kamen. Keiner bemerkte das Manko, welches Verdania zuletzt noch kaschierte. Auch Malena half tatkräftig bei all den Vorbereitungen mit, servierte galant die Getränke und förderte zu später Stund noch die Konversation.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und einen warmherzigen Gedanken an Stella entschlummerte er in seinem neuen Bett und dem noch groben Bettzeug. Stella ... ein wunderbares Kind, welches dem Abend noch versüßte.