Jenseits des Tages
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 10:24
Wein- und Bierreste und all die Tage, in denen ihnen niemand Beachtung geschenkt hatte banden Staub und Schmutz unter dem Schanktisch zu einer klebrigen Masse. Sie lag zwischen den leeren Flaschen und als spät nachts jemand an den Tresen klopfte, erwachte sie aus einem traumlosen Schlaf. Es war Nym, der sich zu ihr beugte und sein vertrautes Lächeln ließ sie ahnen warum er gekommen war. "Es wird Zeit nach Hause zu gehen." Das war es wirklich. Drei Tage waren vergangen seit ihr der Degen die Geschichte von seinem Tod erzählt hatte. Drei Tage, in denen sie nichts getan hatte als im Oger zu sitzen oder zu schlafen oder beides zugleich. Es gab nichts für sie zu tun außer zu warten und in ihrem ohnmächtigen Sinnieren ertappte sie sich beim dem Gedanken, dass ihr Warten womöglich nicht vergeblich sein könnte.
Der Mond hatte seinen Zenit längst überschritten und die nahezu menschenleere Siedlung in ein fahles Licht getaucht. Gerade als die Umrisse seiner Gestalt mit dem Dunkel der Nacht jenseits der Tür verschwammen, war sie hinter dem Tresen hervorgekrochen. Sie beeilte sich, lief durch den Gastgarten und rief seinen Namen als sie ihn um die Ecke des nächstgelegenen Hauses biegen sah. Er war fort in dem Moment, in dem sie ihn zu erreichen hoffte und sie stand barfuß vor den Trümmern ihres Hauses.
Sie kehrte zurück in die Kneipe, kroch an ihren Schlafplatz und sah auf den Zettel, den sie an die Innenseite des Tresens genagelt hatte. Sie hatte ihn so angebracht, dass er am Morgen das Erste und abends das Letzte war, das sie sah. Auf ihm waren all die mehr oder weniger vertrauten Gesichter der Leute, die sie mehr oder weniger oft zu Gesicht bekam skizziert. In jener Nacht malte sie das Zeichen für 'nicht real' neben das Bild von Nym. Sie brauchte nicht mehr zu warten, er war tot und stand nun selbst stumm in irgendeiner der vielen bewohnten Ecken.
[img]http://imageshack.us/a/img441/9325/thering.png[/img]
Der Mond hatte seinen Zenit längst überschritten und die nahezu menschenleere Siedlung in ein fahles Licht getaucht. Gerade als die Umrisse seiner Gestalt mit dem Dunkel der Nacht jenseits der Tür verschwammen, war sie hinter dem Tresen hervorgekrochen. Sie beeilte sich, lief durch den Gastgarten und rief seinen Namen als sie ihn um die Ecke des nächstgelegenen Hauses biegen sah. Er war fort in dem Moment, in dem sie ihn zu erreichen hoffte und sie stand barfuß vor den Trümmern ihres Hauses.
Sie kehrte zurück in die Kneipe, kroch an ihren Schlafplatz und sah auf den Zettel, den sie an die Innenseite des Tresens genagelt hatte. Sie hatte ihn so angebracht, dass er am Morgen das Erste und abends das Letzte war, das sie sah. Auf ihm waren all die mehr oder weniger vertrauten Gesichter der Leute, die sie mehr oder weniger oft zu Gesicht bekam skizziert. In jener Nacht malte sie das Zeichen für 'nicht real' neben das Bild von Nym. Sie brauchte nicht mehr zu warten, er war tot und stand nun selbst stumm in irgendeiner der vielen bewohnten Ecken.
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