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[RP] Eine Nachricht an Tyr'riaxan

Verfasst: Donnerstag 28. März 2013, 21:27
von Anastasia Swynedd
Ein Junge, keine zehn Jahre alt, wird vor der Höhle der Letharen warten und sich vor Regen und Schnee Schutz suchend unter einen der größeren Bäume stellen. Er hält eine Nachricht in der Hand, die mit einem schwarzen Band verschlossen ist und ein Glas mit weißen, lebendigen Würmern in der Anderen. Sollte der Lethar irgendwann die Höhle verlassen, oder betreten wollen, macht der Junge einen sicheren Schritt auf Ihn zu. Verschmitzt lächelnd streckt er Ihm die beiden Sachen entgegen und meint: "Hier. Hab' auch nich' probiert. Sieht mir zu eklig aus. Aber lustig zu beobachten sind 'se ja schon, die Maden.", er schielt einen Moment in das Glas, dann meint er weiter: "Die Nachricht is' von der Ahad. Wenn Ihr noch antworten wollt oder so, wart' ich hier noch 'n bisschen?".

Das Schreiben selber ist schlicht gehalten, und offenbart nur wenige Zeilen, die allerdings wohl mit Bedacht geschrieben wurden - die Buchstaben sind akkurat.


Die Zeiten ändern sich und mit den Zeiten auch die Umstände. Manche Dinge werden sich aber nie verändern. Du kannst Dich darauf verlassen.

*Hier wurden nun Ihm bekannte, letharische Runen nachgezeichnet - wohl eine Abschrift des von Ihm einst versendeten Zettels.*

In Erinnerung. Sie sind ganz frisch aus dem feuchten Erdreich außerhalb der Stadt.

Anastasia

Verfasst: Donnerstag 28. März 2013, 22:44
von Tyr´riaxan
Er sah den Jungen, wie er auf ihn zukam, als der Lethrixor langsam die Höhlen hinaufstapfte. Die malachitfarbenen Augen musste im ersten Moment recht verdutzt wirken, die Lippen und der größere Teil des maltretierten Gesichtes verborgen hinter dem dunklen Leder der Maske.
Als die Worte des Jungen verklungen sind, rauschte sogleich die gepanzerte Faust in Richtung des Glases, woraufhin dieses in den Händen des Jungen zersplitterte und die Maden durch die Gegend flogen.
Der Junge überrascht über die derartige Reaktion, verängstigt von der dunklen Gestalt und noch mehr verunsichert von den eindringlichen, missmutigen Blicken, unter denen der Letharf sich langsam zu dem Kind hinab beugte.


Ich bin kein verdammtes Vieh, das man mit Fressen beschwichtigen oder betören kann.

Mit kleinen, zitternden Fingern Übergab der Junge den Brief, die Zeilen wurden vom dem Letharfen überflogen, aber die Miene lockerte sich nicht auf.

Scher' dich weg, ich will davon nichts hören. Es wurde genug gesagt, geschrieben, getan - die Zeit ist um, mich nerven diese Spielereien.

Er drücke ihm den Brief wieder in die Hand, wandte sich um zum gehen und der Letharf verschwand mit den schweren Schritten irgendwo in der Nacht.

Verfasst: Freitag 29. März 2013, 11:06
von Anastasia Swynedd
Schlieren von Tränen zogen sich durch das dreckige Gesicht des Burschen, als er vollkommen verstört vor der Ahad stand. Er konnte Ihr kaum berichten, wurden seine Worte doch immer wieder von einem leisen Schluchzen unterbrochen. Sie hingegen betrachtete Ihn ungerührt, lediglich mit einem Hauch Irritation in den Augen. Was war nun wieder vorgefallen, dass er das Gespräch derart unbeachtet ließ? Seine Meinung wieder einmal komplett änderte?

Anstatt den Jungen zu trösten, drückte sie Ihm lediglich eine größere Münze in die Hand und bedanke sich murmelnd bei seinen Mühen. Eine rasche Wendung und die Blonde war auch schon wieder in Ihrem Haus verschwunden.

Spielereien? Welche Spielereien? Ausnahmsweise ließ sie Ihrem Spieltrieb hier keinen freien Lauf. Doch waren die Erinnerung wohl lediglich noch in Ihrem Kopf verankert. Es war Zeit sich um andere Dinge Gedanken zu machen, sich von derlei zu verabschieden. Erschöpft sackte sie in den Sessel vor dem Kamin. Die Krankheit machte Ihr zu schaffen, oder war es doch die genannte Reaktion des Letharen, die sie für diesen Moment aus der Bahn warf?