Spaete Erkenntnis.
Verfasst: Sonntag 24. März 2013, 07:17
Menekur,
das war das Ziel von Naischa, Pergus und Cedric - Kleidung und Fruechte die Objekte der Begierde.
Ruuko war etwas zoegerlich in der Zusage mitzukommen, klar war sie neugierig, hatte sie von dem Ort doch bereits einiges gehoert - allerdings hasste sie auch der verweilen in grossen Staedten.
Am Ende jedoch musste sie Ja sagen, Cedric hatte ihr immerhin extra einen Hut gemacht - sie haette nicht gedacht das er jemals etwas fuer sie machen wuerde, nicht nach der ersten Begegnung.
Die Schiffahrt war soweit ruhig und angenehm und auch nachdem Naischa sie wieder so wundervoll am Hof mit Essen
verpflegt hatte das sie sich kurzzeitig fuehlte als wuerde sie platzen wurde ihr von dem leichten Wellengang nicht schlecht.
Und dann waren sie auch schon da, der warme Wind streichte ueber ihre Haut als sie an Deck gingen und was sie sah - war Sand...Sand, Sand Sand, ja sogar die Haeuser schienen aus Sand zu bestehen und nach den ersten Metern an Land und dem ersten Sand in ihren Sandalen war sie sich sicher - so schoen die Pflanzen und Gebaeude auch waren aber sie wuerde sich hier nie wohl genug fuehlen um zu leben.
Die Suche nach ihrem Ziel beinhaltete eine Wanderung durch die komplette Stadt.
Ruuko hatte kein Problem damit so verhalf ihr der lange Weg doch zu einer Menge impressionen dieser so fremd wirkenden Stadt, nur auf die
Begegnung mit den ekligen Skorpione haette sie verzichten koennen.
Offenbar ganz im Sueden der Stadt gelegen befand sind ihr Ziel, Ruuko klopfte fest an die Tuer und trat sogleich eilig ein paar Schritte zurueck. Die Tuer oeffnete sich und eine junge Frau oeffnete diese und bat sie hinein - Schuhe ausgezogen und den Sand abklopfend traten die 4 ins Haus, drinnen sass noch eine Dame und Ruuko fragte sich warum sie so sehr vermummt waren aber fragte nicht laut. Wenn Gaeste schon Huete tragen muessen wollte sie nicht erst hinterfragen was die Einheimischen wohl machen muessen.
Sie wurden gebeten an einem grossen Tisch platz zu nehmen, ein Tisch der sie von der groesse an den in ihrem alten Haus erinnerte, nicht die schoenste Erinnerung aber hoeflich wie sie war - oder besser versuchte zu sein - bemuehte sie sich nichts anmerken zu lassen. Es wurde Tee serviert und nach einigen momenten kam ein Herr zu ihrer Runde - nun hatte Ruuko ein Problem.
Sie mochte groessere Menschenansammlungen ja noch nie, und auch wenn 3 der Leute ihre Freunde waren fuehlte sie sich sichtlich unbehaglich so gut sie auch versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Ihren Blick hielt sie stehts gesenkt auf den Tisch vor sich haltend, wenn sie etwas gefragt wurde waren ihre Antworten meist gedaempft und zoegerlich.
An diesem Abend kam ihr eine traurige Erkenntnis:
All die Jahre in ihrer selbstauferlegten Isolation, seit Kindheitstagen, in der sie niemandem ausser Brennan an ihrer Seite zuliess oder akzeptierte... . All die Jahre in denen sie Fremden mit Feindseeligkeit oder ihren Faeusten begegnete und sogar, wenn sie jemanden anderes in ihr Leben liess, ihren Freunden... . Sie dachte immer sie wuerde Fremden gegenueber so reagieren da sie nicht als weich oder angreifbar gelten wollte. Aber nachdem sie ja sogar Freunden so begegnete musste diese Gewalt die in ihr war und sich so oft aeusserte ein Versuch sein Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ein schrei nach Hilfe damit andere, und auch sie erkennte das sie eines nicht ist: - ein nichts, auch fuer den Preis das sie versicht sich als etwas negatives darzustellen so ist es doch mehr als - nichts. Ein Verhalten sich und anderen zu zeigen das sie lebte.
Es war ihr nun so deutlich vor Augen...damals bei solchen Essen als Kind und heranwachsende sass sie stumm bei Banketten ihres Vaters- ein Wohlhabender Kaufmann und Inhaber einer Handelsflotte - fuer Kunden und Freunde im Adel aus dem Grund das sie schlicht keinen Interesse hatte mit all diesen Leuten zu sprechen, zumindest dachte sie bis vor kurzem noch das sie nie Lust dazu hatte doch in Wirklichkeit war der Grund ein anderer. Jetzt wo sie hier am Tisch sass und teilhaben wollte an dem miteinander, da konnte sie nicht. Die Angst etwas falsch zu machen spielte gewiss auch eine Rolle aber am Ende ueberwiegte ein ganz anderer Grund - sie konnte nichts sagen. Sie wusste nicht was. Sie hatte nichts zu erzaehlen noch eine Vorstellung davon was die anderen von ihr hoeren moegen koennten.
Ihre Bildung war ohne Frage sehr ausgepraegt, schliesslich hatte ihr Vater eine Menge Gold hineingesteckt, sie las viel und lernte eine Menge...aber Menschen? Was machte man mit ihnen ausser sie anzupoebeln und zu verpruegeln? Wie redete man vernuenftig mit ihnen ohne sich schwach, unwichtig und verletzlich zu fuehlen? Und vor allem wie redete man mit ihnen ohne sie zu verletzen?
Wo Legenden und Mythen so unglaublich fuer andere Klangen, so unglaublich war der Gedanke fuer sie ein Teil der Gesellschaft zu sein, ein normales Leben zu fuehren. Bei Naischa auf dem Hof oder im Umgang mit Luninara versuchte sie einfach so zu sein wie zu Brennan, aber war das richtig? Sie wusste darauf keine Antwort. Mehr und mehr uebermannte sie die Angst etwas falsch zu machen, ihre Freunde und ihre neuen Bekannten zu veraergern - so erhob sie sich und verliess eiligst das Haus, die Stadt und spaeter in Bajard das Boot und machte sich auf sich wieder zurueckzuziehen, in ihre eigene Hoelle der Einsamkeit, immerhin eines war ihr jetzt klar:
Sie konnte verpruegeln wen sie wollte, aber sie wuerde immer Angst vor anderen Menschen haben und sich unterlegen fuehlen - dies wuerde wohl nie vergehen.
das war das Ziel von Naischa, Pergus und Cedric - Kleidung und Fruechte die Objekte der Begierde.
Ruuko war etwas zoegerlich in der Zusage mitzukommen, klar war sie neugierig, hatte sie von dem Ort doch bereits einiges gehoert - allerdings hasste sie auch der verweilen in grossen Staedten.
Am Ende jedoch musste sie Ja sagen, Cedric hatte ihr immerhin extra einen Hut gemacht - sie haette nicht gedacht das er jemals etwas fuer sie machen wuerde, nicht nach der ersten Begegnung.
Die Schiffahrt war soweit ruhig und angenehm und auch nachdem Naischa sie wieder so wundervoll am Hof mit Essen
verpflegt hatte das sie sich kurzzeitig fuehlte als wuerde sie platzen wurde ihr von dem leichten Wellengang nicht schlecht.
Und dann waren sie auch schon da, der warme Wind streichte ueber ihre Haut als sie an Deck gingen und was sie sah - war Sand...Sand, Sand Sand, ja sogar die Haeuser schienen aus Sand zu bestehen und nach den ersten Metern an Land und dem ersten Sand in ihren Sandalen war sie sich sicher - so schoen die Pflanzen und Gebaeude auch waren aber sie wuerde sich hier nie wohl genug fuehlen um zu leben.
Die Suche nach ihrem Ziel beinhaltete eine Wanderung durch die komplette Stadt.
Ruuko hatte kein Problem damit so verhalf ihr der lange Weg doch zu einer Menge impressionen dieser so fremd wirkenden Stadt, nur auf die
Begegnung mit den ekligen Skorpione haette sie verzichten koennen.
Offenbar ganz im Sueden der Stadt gelegen befand sind ihr Ziel, Ruuko klopfte fest an die Tuer und trat sogleich eilig ein paar Schritte zurueck. Die Tuer oeffnete sich und eine junge Frau oeffnete diese und bat sie hinein - Schuhe ausgezogen und den Sand abklopfend traten die 4 ins Haus, drinnen sass noch eine Dame und Ruuko fragte sich warum sie so sehr vermummt waren aber fragte nicht laut. Wenn Gaeste schon Huete tragen muessen wollte sie nicht erst hinterfragen was die Einheimischen wohl machen muessen.
Sie wurden gebeten an einem grossen Tisch platz zu nehmen, ein Tisch der sie von der groesse an den in ihrem alten Haus erinnerte, nicht die schoenste Erinnerung aber hoeflich wie sie war - oder besser versuchte zu sein - bemuehte sie sich nichts anmerken zu lassen. Es wurde Tee serviert und nach einigen momenten kam ein Herr zu ihrer Runde - nun hatte Ruuko ein Problem.
Sie mochte groessere Menschenansammlungen ja noch nie, und auch wenn 3 der Leute ihre Freunde waren fuehlte sie sich sichtlich unbehaglich so gut sie auch versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Ihren Blick hielt sie stehts gesenkt auf den Tisch vor sich haltend, wenn sie etwas gefragt wurde waren ihre Antworten meist gedaempft und zoegerlich.
An diesem Abend kam ihr eine traurige Erkenntnis:
All die Jahre in ihrer selbstauferlegten Isolation, seit Kindheitstagen, in der sie niemandem ausser Brennan an ihrer Seite zuliess oder akzeptierte... . All die Jahre in denen sie Fremden mit Feindseeligkeit oder ihren Faeusten begegnete und sogar, wenn sie jemanden anderes in ihr Leben liess, ihren Freunden... . Sie dachte immer sie wuerde Fremden gegenueber so reagieren da sie nicht als weich oder angreifbar gelten wollte. Aber nachdem sie ja sogar Freunden so begegnete musste diese Gewalt die in ihr war und sich so oft aeusserte ein Versuch sein Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ein schrei nach Hilfe damit andere, und auch sie erkennte das sie eines nicht ist: - ein nichts, auch fuer den Preis das sie versicht sich als etwas negatives darzustellen so ist es doch mehr als - nichts. Ein Verhalten sich und anderen zu zeigen das sie lebte.
Es war ihr nun so deutlich vor Augen...damals bei solchen Essen als Kind und heranwachsende sass sie stumm bei Banketten ihres Vaters- ein Wohlhabender Kaufmann und Inhaber einer Handelsflotte - fuer Kunden und Freunde im Adel aus dem Grund das sie schlicht keinen Interesse hatte mit all diesen Leuten zu sprechen, zumindest dachte sie bis vor kurzem noch das sie nie Lust dazu hatte doch in Wirklichkeit war der Grund ein anderer. Jetzt wo sie hier am Tisch sass und teilhaben wollte an dem miteinander, da konnte sie nicht. Die Angst etwas falsch zu machen spielte gewiss auch eine Rolle aber am Ende ueberwiegte ein ganz anderer Grund - sie konnte nichts sagen. Sie wusste nicht was. Sie hatte nichts zu erzaehlen noch eine Vorstellung davon was die anderen von ihr hoeren moegen koennten.
Ihre Bildung war ohne Frage sehr ausgepraegt, schliesslich hatte ihr Vater eine Menge Gold hineingesteckt, sie las viel und lernte eine Menge...aber Menschen? Was machte man mit ihnen ausser sie anzupoebeln und zu verpruegeln? Wie redete man vernuenftig mit ihnen ohne sich schwach, unwichtig und verletzlich zu fuehlen? Und vor allem wie redete man mit ihnen ohne sie zu verletzen?
Wo Legenden und Mythen so unglaublich fuer andere Klangen, so unglaublich war der Gedanke fuer sie ein Teil der Gesellschaft zu sein, ein normales Leben zu fuehren. Bei Naischa auf dem Hof oder im Umgang mit Luninara versuchte sie einfach so zu sein wie zu Brennan, aber war das richtig? Sie wusste darauf keine Antwort. Mehr und mehr uebermannte sie die Angst etwas falsch zu machen, ihre Freunde und ihre neuen Bekannten zu veraergern - so erhob sie sich und verliess eiligst das Haus, die Stadt und spaeter in Bajard das Boot und machte sich auf sich wieder zurueckzuziehen, in ihre eigene Hoelle der Einsamkeit, immerhin eines war ihr jetzt klar:
Sie konnte verpruegeln wen sie wollte, aber sie wuerde immer Angst vor anderen Menschen haben und sich unterlegen fuehlen - dies wuerde wohl nie vergehen.