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Ein Schreiben an seine Heiligkeit
Verfasst: Dienstag 19. März 2013, 11:16
von Gast
*Der Bote Bringt ein versiegeltes Schreiben ins Palast. Und läst übermitteln das es z.Hd. Alkas wäre.*
Des All-Einen Segen mit euch, eure Heiligkeit,
ich erbitte um eine Audienz bei euch, um offiziell für den vakanten Posten des Statthalters der heiligen Stadt zu bewerben.
Provost Lilien
Verfasst: Donnerstag 21. März 2013, 10:25
von Faolan Tianarch
*umgehend wird der Provost Lilien von einem persönlichen Diener seiner Heiligkeit aufgesucht um ihm mitzuteilen, das er in den Abendstunden im Palast sein wird.*
Verfasst: Donnerstag 21. März 2013, 10:27
von Gast
*Eine mündliche Nachricht wird sogleich zurück geschickt, dass sie erscheinen wird.*
Verfasst: Freitag 22. März 2013, 09:39
von Gast
Mit schnellen Schritten entfernte ich mich vom Palast. Meine Zähne malten wütend aufeinander und hinterließen einen bitteren Geschmack im Mund.
Ich hatte keine Kraft mehr zum kämpfen. Das tat ich hier viel zu lange.
Immer wieder wurde mir nicht zugehört. Oder sprach ich die Dinge falsch nur aus? Immer wieder wurde mir jedes Wort im Nachteil im Mund verdreht.
„Sprich offen deinen Gedanken aus, und ich lege dir einen Strick um den Hals.“
Ein Lob für die Arbeit, aber ein Schlag ins Gesicht hinterher.
Ich soll mein Kameraden beleidigen und herablassend behandeln. Die die ich steht´s zu schützen versuchte und ihnen ein Vorbild zu sein. Meine Zeit in die Garde steckte und dadurch mein eigenes Privates Leben verlor.
Diese Worte schlugen auf mich ein wie feste Fäuste. Die mir das Genick brachen.
„ Dann hat sich ja das Gespräch zur Statthalterin wohl somit erledigt“. Sagte ich nur bitter.
Es war eine Sache nicht qualifiziert genug zu sein. Eine andere durch Intrige manipuliert zu werden.
Ich schüttelte nur den Kopf und rannte in schnellen Schritt aus den Toren der Oberstadt.
Der Orden auf meiner Brust, der immer wieder dabei kurz aufsprang und wieder gegen das Leder polterte, erschien mir plötzlich lächerlich. Es zählten hier nicht die Taten oder die Arbeit, wenn man mit Herzblut dabei war. Hier zählte nur, wer wem ins Ohr flüsterte und manipulierte.
Ich entriss mit einem Ruck den Stolz auf meiner Brust und verbarg es im Inneren meiner Tasche.
Tränen brannten in meinen Augen und vernebelten mir die Sicht.
Wie naiv war ich. Um zu glauben, dass ich den selben Weg bekommen würde wie die Anderen vor mir.
Nach all den Jahren ergriff ich die Gelegenheit um als Statthalterin mich zu bewerben.
Drei Statthalter hatte ich überlebt. Und ich war immer noch da.
Doch statt eine Prüfung abzulegen wie die Anderen Bewerber, wurde ich aus dem Spiel mit Lügen und Intrigen herauskatapultiert. Vermutlich noch von denen die selbst meine Dienste in Anspruch nahmen und mir mit süßlicher Stimme ins Ohr flüsterten, dass man ihnen vertrauen kann.
Mein Vertrauen war gebrochen, in das was ich tat und für was ich es tat..