Knochenarbeit...
Verfasst: Donnerstag 14. März 2013, 20:10
Die spiegelnde Wasseroberfläche kräuselte sich und verzerrte das so fremde Bild das sich ihm darin zeigte. In einer flüssigen Bewegung wand der junge Mann sich von der gefrorenen Pfütze ab.
Die angenehme Wärme des Raums schlug ihm entgegen als er die Hafenschenke betrat und die dunklen Augen einen Augenblick lang über die leeren Tische schweifen ließ.
Es war erstaunlich wie oft die verschlungenen Pfade der Schicksaals ihn nun schon hier her geführt hatten. Auch dieser Gedanke wurde mit einem flüchtigen Blinzeln vertrieben denn sie war bereits da.
Die blauhaarige Frau wirkte ungewohnt paranoid, und das Verhandlungsgespräch verlief nach allgemeinen Maßstäben denkbar schlecht. Misstrauisch hinterfragte sie jedes dargelegte Angebot suchte Stolperfallen oder versteckten Verrat es war eine Tortur. Dabei war das was seinen Lippen entsprang der Wahrheit gar nicht so fremd.
Einer seiner Brüder brauchte etwas und zu seinem erstaunen sollte sich diese Kleinigkeit unter dem Haus dieser blauhaarigen Frau befinden. Knochen, doch nicht die Knochen eines einfachen Mannes nein es waren die verschütteten Gebeine eines alten, hohen Bruders, Varoth.
Er hatte bereits Tage damit verbracht die Grundrisse abzugleichen und sich ältere Baupläne aus der Stadtbibliothek anzusehen es waren von ihrem Keller aus nur wenige Meter bis in den verschütteten Bereich in dem sie ihren Bruder vermuteten eine Arbeit von vielleicht einem halben Tag. Doch eine offizielle Grabungserlaubnis bei der Stadt einzuholen würde den Rahmen der verfügbaren Zeit deutlich sprengen, der Gedanke wurde ebenso rasch verworfen wie er aufgekommen war.
Was blieb war ein unkonventioneller Durchbruch von Keller zu Keller, die Besitzerin würde ihren Preis haben den haben sie immer hin alle… oder nicht?
Oder nicht…, schnitt es ihm durch den Geist als die Worte seiner Gegenüber ihn aus den Gedanken rissen.
„Ich werde keinen Trupp fremder Leute in mein Haus lassen ich weis ja nicht mal wer die sind nachher will mich einer davon umbringen!“
Gold schien sie nicht zu interessieren, sie ging über jedes Angebot kommentarlos hinweg. Mit einem tiefen Atemzug richtete er sich schließlich auf und rollte die aufgefalteten Pläne wieder zusammen. Seine Geduld war am Ende und ein grelles licht begleitet von einem statischen Knistern beendete auch die Verhandlungen.
Die Arbeiten waren bereits im vollen Gange als sich der zierliche Körper der nun, an das Gatter ihres eigenen Kerkers gefesselten, blauhaarigen Frau wieder regte. Fünf Männer arbeiteten bereits daran das Gemäuer abzutragen und einen kleinen Tunnel zu graben. Das wohl Auffallenste an ihnen war die Tatsache, dass die gesamten Körper von Kopf bis Fuß in schwarzes Leinen gehüllt waren. Selbst ihre Gesichter wurden von einem schweren schwarzen Tuch verhüllt. Sie arbeiteten mit einem schier unermüdlichen Eifer Hieb um hieb gruben sie den kleinen Tunnel voran hinein in das verschüttete Stück Gemäuer in welchem sich die gesuchten Knochen verbargen. Natürlich war dort noch dieser schwache bittersüße Geruch der an ihnen haftet.
Sie war recht still, ungewöhnlich still sogar die wenigen Worte die Gewechselt wurden waren inhaltlose Floskeln, man musste die Zeit totschlagen und ihm selbst sollte es recht sein. Seine Arbeiter voranzutreiben kostete ihn mehr als genug Kraft und so musste er sich nicht noch mit ihr befassen.
Die Arbeiten verliefen gut die stetigen Schläge gegen das Gestein hallte in dem kleinen Keller wieder, beinahe schon penetrant dröhnten die Schläge nach ohne je an Kraft oder Intensität zu verlieren. Die gesuchten Gebeine wurden unter den verschütteten Resten eines vergessenen Kellers gefunden und geborgen und, obwohl es eigentlich unnötig war wurde das Loch wieder aufgeschüttet Stein um Stein wurde die wand wieder hergestellt. Eine ganze Weile suchte er nach einem Grund, vielleicht seine Art zu zeigen, dass dies nichts mit ihr zu tun hatte.
Sie war lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort.
Sie war ein ganz eigener Schlag von Mensch er konnte es in ihren Augen sehen, in ihren Worten hören das Leben nahm ihr mehr als das es ihr gab und doch, er konnte es so klar sehen dieser Wille zu leben, der Wille allen Widrigkeiten zum trotz das eigene Leben nicht sinnlos zu vergeuden. So eine Mauer konnte ein Geheimnis für eine sehr lange zeit hinter sich begraben, ebenso wie einen Menschen. Sie verstand dies, sie verstand überraschend viel.
Als er hatte weshalb er hier war, verließ er sie Die Arbeiter stiegen die Stufen aus dem Keller empor verloren sich in den weiten Schatten des sterbenden Tages, alles was von ihnen blieb war Stille und eine frisch gemörtelte Wand, gleich einer Mahnung an die junge Frau.
Der Junge Mann ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen den blick in den sich verdunkelnden Himmel gerichtet verblasste seine gestalt zwischen den Häusern des Hafenviertels.
Die angenehme Wärme des Raums schlug ihm entgegen als er die Hafenschenke betrat und die dunklen Augen einen Augenblick lang über die leeren Tische schweifen ließ.
Es war erstaunlich wie oft die verschlungenen Pfade der Schicksaals ihn nun schon hier her geführt hatten. Auch dieser Gedanke wurde mit einem flüchtigen Blinzeln vertrieben denn sie war bereits da.
Die blauhaarige Frau wirkte ungewohnt paranoid, und das Verhandlungsgespräch verlief nach allgemeinen Maßstäben denkbar schlecht. Misstrauisch hinterfragte sie jedes dargelegte Angebot suchte Stolperfallen oder versteckten Verrat es war eine Tortur. Dabei war das was seinen Lippen entsprang der Wahrheit gar nicht so fremd.
Einer seiner Brüder brauchte etwas und zu seinem erstaunen sollte sich diese Kleinigkeit unter dem Haus dieser blauhaarigen Frau befinden. Knochen, doch nicht die Knochen eines einfachen Mannes nein es waren die verschütteten Gebeine eines alten, hohen Bruders, Varoth.
Er hatte bereits Tage damit verbracht die Grundrisse abzugleichen und sich ältere Baupläne aus der Stadtbibliothek anzusehen es waren von ihrem Keller aus nur wenige Meter bis in den verschütteten Bereich in dem sie ihren Bruder vermuteten eine Arbeit von vielleicht einem halben Tag. Doch eine offizielle Grabungserlaubnis bei der Stadt einzuholen würde den Rahmen der verfügbaren Zeit deutlich sprengen, der Gedanke wurde ebenso rasch verworfen wie er aufgekommen war.
Was blieb war ein unkonventioneller Durchbruch von Keller zu Keller, die Besitzerin würde ihren Preis haben den haben sie immer hin alle… oder nicht?
Oder nicht…, schnitt es ihm durch den Geist als die Worte seiner Gegenüber ihn aus den Gedanken rissen.
„Ich werde keinen Trupp fremder Leute in mein Haus lassen ich weis ja nicht mal wer die sind nachher will mich einer davon umbringen!“
Gold schien sie nicht zu interessieren, sie ging über jedes Angebot kommentarlos hinweg. Mit einem tiefen Atemzug richtete er sich schließlich auf und rollte die aufgefalteten Pläne wieder zusammen. Seine Geduld war am Ende und ein grelles licht begleitet von einem statischen Knistern beendete auch die Verhandlungen.
Die Arbeiten waren bereits im vollen Gange als sich der zierliche Körper der nun, an das Gatter ihres eigenen Kerkers gefesselten, blauhaarigen Frau wieder regte. Fünf Männer arbeiteten bereits daran das Gemäuer abzutragen und einen kleinen Tunnel zu graben. Das wohl Auffallenste an ihnen war die Tatsache, dass die gesamten Körper von Kopf bis Fuß in schwarzes Leinen gehüllt waren. Selbst ihre Gesichter wurden von einem schweren schwarzen Tuch verhüllt. Sie arbeiteten mit einem schier unermüdlichen Eifer Hieb um hieb gruben sie den kleinen Tunnel voran hinein in das verschüttete Stück Gemäuer in welchem sich die gesuchten Knochen verbargen. Natürlich war dort noch dieser schwache bittersüße Geruch der an ihnen haftet.
Sie war recht still, ungewöhnlich still sogar die wenigen Worte die Gewechselt wurden waren inhaltlose Floskeln, man musste die Zeit totschlagen und ihm selbst sollte es recht sein. Seine Arbeiter voranzutreiben kostete ihn mehr als genug Kraft und so musste er sich nicht noch mit ihr befassen.
Die Arbeiten verliefen gut die stetigen Schläge gegen das Gestein hallte in dem kleinen Keller wieder, beinahe schon penetrant dröhnten die Schläge nach ohne je an Kraft oder Intensität zu verlieren. Die gesuchten Gebeine wurden unter den verschütteten Resten eines vergessenen Kellers gefunden und geborgen und, obwohl es eigentlich unnötig war wurde das Loch wieder aufgeschüttet Stein um Stein wurde die wand wieder hergestellt. Eine ganze Weile suchte er nach einem Grund, vielleicht seine Art zu zeigen, dass dies nichts mit ihr zu tun hatte.
Sie war lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort.
Sie war ein ganz eigener Schlag von Mensch er konnte es in ihren Augen sehen, in ihren Worten hören das Leben nahm ihr mehr als das es ihr gab und doch, er konnte es so klar sehen dieser Wille zu leben, der Wille allen Widrigkeiten zum trotz das eigene Leben nicht sinnlos zu vergeuden. So eine Mauer konnte ein Geheimnis für eine sehr lange zeit hinter sich begraben, ebenso wie einen Menschen. Sie verstand dies, sie verstand überraschend viel.
Als er hatte weshalb er hier war, verließ er sie Die Arbeiter stiegen die Stufen aus dem Keller empor verloren sich in den weiten Schatten des sterbenden Tages, alles was von ihnen blieb war Stille und eine frisch gemörtelte Wand, gleich einer Mahnung an die junge Frau.
Der Junge Mann ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen den blick in den sich verdunkelnden Himmel gerichtet verblasste seine gestalt zwischen den Häusern des Hafenviertels.