Gedanken....
Verfasst: Montag 4. März 2013, 13:37
Die Hände liegen auf der aus Sandstein erbauten Brüstung, die Finger tippen in langsamen rhythmischen Bewegungen auf und ab. Der Blick der wiederwillig in allen Richtungen, grün - Brauch gesprenkelten Augen richten sich auf die fast endlose Weite der Wüste. Am Rand, auch wenn er dieser nicht war, erstreckte sich das dunkle Meer der Sterne nur die leichte Silhouette des Mondes war zu sehen es war Neumond. Eine angenehme Brise weht in ihr Gesicht, die Augen schließend lässt sie jene gewähren, sie spürend, fühlend. Jedes einzelne Sandkorn versuchend zu spüren....und als die Brise nachlässt hält sie jene für noch einige Momente geschlossen....den Gedanken ihren Lauf lassend.
Wer konnte schon verstehen was in ihr vorging? Wer konnte verstehen was ich dachte, liebte, um was ich trauerte, was ich hasste und was ich nicht verlieren wollte? Wer konnte verstehen welche Art von Mensch wirklich in mir steckte. Täglich versuche ich soweit es geht alles zu tun um Talib zu helfen, der Familie zu helfen, auch wenn mir das redlich nicht immer leicht fällt. Ich bin sechzehn Sommer und keine Hausherrin, bin ich doch so froh wenn Rija endlich da ist. Rija ist ein so tolle Frau, sie kann soviel und weiß soviel, da meine Schwester und meine Mutter nicht da sind würde ich mir so sehr wünschen jemandem noch im Haus zu haben der die Zeit mit mir nutzt um mir zu zeigen was ich als Nathifa verbessern kann. Ich möchte so gerne perfekt sein, perfekt für ihn.
Langsam öffnen sich die Augen, sie blicken über das Sternenmeer und ihr huscht ein sanftes Lächeln über die Lippen, kurz darauf huschen die Augen schon suchend nach etwas über das Himmelsbild "Sternbilder...." haucht sie leise.
Nacht ist’s, die Erde träumet;
In ernstem Schweigen ziehn
Hoch über ihr am Himmel
Sternbilder hin.
Nacht ist’s; - vor aller Seelen
In tiefster Einsamkeit
Ziehn stille Sternbilder
Aus alter Zeit.
Seine Bersteinfarbenen Augen, da entgleitet mir ein seufzen wenn ich Abends in meinem Bett liege und an ihn denke. Es fühlt sich an wie von tausend Schmetterlingen getragen, die Haut kribbelt als würden Milliarden einzelner Regentropfen sanft auf diese nieder gehen. Wenn er mich anblickt wird mir warm und kalt, beides gleichzeitig. Ich versuche immer dann noch perfekter zu sein, aber ich werde nur noch schusseliger. So war es von Anfang an, als ich ihn das erste mal sah fiel er mir schon auf mit seiner angenehmen stimme, sein ruhiges Wesen. Das hat er und ich mochte es an ihm es machte mich zwar gleichzeitig nervöser am Anfang doch danach beruhigte es mich. Es ließ mich 'ich' sein, nicht die perfekte zu hundert Prozent funktionierende Nathifa, sondern Aaminah. Ich freute mich schon von Anfang an wenn ich Zeit mit ihm verbringen konnte und die letzten Wochen wurde dies immer mehr. Lange Abende an denen wir auf der Terrasse saßen und redeten....wir konnten uns Stunden Unterhalten ohne das uns auch nur langweilig wurde. Meist übermannte uns der Schlaf und wir huschten zügig ins Bett und jedesmal, egal welchen Tag ich nahm, egal welche Nacht....ich fühlte mich wohl und geborgen bei ihm. Ich fühlte wie ich aufblühte, wie ich lachen konnte und wie sehr ich mich jedesmal freute einfach nur bei ihm zu sein.
Langsam wendete sie sich auf dem Absatz, die Hände lösten sich von der Brüstung und sie schritt Richtung Treppe. Eine Stufe nach der anderen hinab schreitend verhedderten sich ihre Gedankengänge wieder.
Talib war nun schon einige Tage weg, ich kann nur hoffen das es ihm gut geht, hoffen das er gesund wieder kommt. Auch wenn er nicht immer einfach ist so hat doch jeder seine Fehler, ein jeder im Haus ist ein Individuum und wenn viele Individuen aufeinander treffen kann es eben ab und an einmal aus den Fugen geraten. Umso wichtiger ist doch das Blut stärker ist als Freundschaft alleine, man weiß man vergibt sich, man hilft einander und man ist füreinander da. Ich würde immer wieder alles tun um diesem Blut gerecht zu werden. Mir war klar das Talib als er die ehrenvolle Aufgabe des Oberhauptes an sich nahm jene Hürden meistern würde. Er war geboren um zu führen....doch man sah ihm an das die Zeit und die Mühe auch seine Spuren hinterließen. Er weiß was er an uns allen hat, er weiß das wir ihm alle bei Seite stehen und ihn in Guten als auch in Schlechten Zeiten keinesfalls im Stich lassen würden.
Oft ist man so in seinen Gedankengängen gefangen welche immer wieder fortan die gleiche sensible Drehung machen und nur selten einmal eine andere Abzweigung nehmen. Sollte man nicht ab und an frei sein? Frei sein von sich selbst, sich lösen können um auch andere Sichtweisen besser verstehen zu können? Vielleicht ist dies jedoch auch etwas was man im späteren Alter einfach nichtmehr so einfach kann....vielleicht ist man viel zu oft, viel zu eingeschränkt. Vielleicht nimmt man sich vieles viel zu schnell zu Herzen ohne darüber nachzudenken das jene gewählten Worte des folglich anderen...vielleicht garnicht diese Wirkung wollten. Vielleicht dachte jener einfach anders, anders als man selbst und vielleicht...nein mit Sicherheit ist es so das man viel zu oft Falsch denkt. Sollten wir nicht einfach alle etwas mehr aufeinander zu gehen, verzeihen können? So kurz ist das Leben und wir Menschen sollten lernen nicht für den Tag darauf oder für die Vergangenheit zu leben, sondern viel mehr für den Tag, die Stunde und den Moment.
So wandelt sie, im ewig gleichen Kreise
Die Zeit nach ihrer alten Weise,
Auf ihrem Wege taub und blind,
Das unbefangne Menschenkind
Erwartet stets vom nächsten Augenblick
Ein unverhofftes seltsam neues Glück.
Die Sonne geht und kehret wieder,
Kommt Mond und sinkt die Nacht hernieder,
Die Stunden die Wochen abwärts leiten,
Die Wochen bringen die Jahreszeiten.
Von aussen nichts sich je erneut,
In Dir trägst du die wechselnde Zeit,
In Dir nur Glück und Begebenheit.
Sich auf den Fersen drehend blickt sie wieder gen Himmel hinauf, abermals schließen sich, mit einem weichen niederschlagen der Lider, die Augen und ein tiefer Atemzug folgt.
-Zwischenszene-
Die Hände berühren einander, die Luft im Raum ist voller Spannung. Schüchtern und doch voller Leidenschaft die Blicke der beiden, tief, innig...zärtlich. Langsam nähern sich beide, Stück für Stück, vorsichtig als hätten beide Angst einander zu zerbrechen. Dann berühren sich die Lippen, sie treffen sich...liegen sanft aufeinander. Immernoch ist der Raum voller Elektrischer Ladung welche einem die Haare zu Berge stehen lässt. Jede Berührung der beiden ist voller Zärtlichkeit und Sanftmut, man kann das Gefühl welches die beiden füreinander haben, fühlen...man kann es spüren wenn man die Augenschließt kann man sich vorstellen wie die Herzen der beiden alleinig durch das nervöse Schlagen kurz davor sind den Brustkorb in abertausende Stücke zu sprengen.
Der erste Kuß
Ein Tropfen Zeit,
gestohlen aus der Ewigkeit,
ein Augenblick,
gelebtes Glück,
zu schnell vergangen...
und doch
...für alle Zeit in uns gefangen
All die Gefühle die sich die letzten Wochen in mir aufgestaut hatten, all das Glück des verliebtseins, all die Angst ihn zu verlieren...ihn nicht haben zu können wurde in jenem Moment durch die pure Anziehung unser beider Seelen erwidert und gleichsam zu einem Gefühl zusammengefasst welches unbeschreiblich ist. ich sehnte mich danach ihn wieder zu berühren, seine Hand zu streichen, in seine Augen zu blicken....seine Lippen zu berühren. Alleine nur seine Stimme zu hören und bei ihm zu sein ließ mein Herz Sprünge machen und durchströmte meinen Körper mit Wärme. Es gab gerade nichts im Ansatz was ich mir mehr wünschte, nach was ich mich mehr sehnte und nichts was mein Herz mehr berührte. Es war kein einfaches verliebt sein, nein es war als würde man füreinander geschaffen sein, als würde er das passende Gegenstück sein.
Die Wimpern heben sich empor, die Augen blicken ein letztes mal in Richtung Himmel ehe sie sich zu dem Zimmer wendet. Langsamen und ruhigen Schrittes führen die Füße sie zu ihrem Bett...der Blick verträumt mit einem seichten Lächeln welches die fein gezeichneten Lippen umspielt. Sich ins Bett legend schweift das Augenpaar zu Soraya, sanft streicht sie ihr mit den Fingern einige Strähnen aus dem Gesicht und gibt ihr, wie jede Nacht, einen hauchenden Kuss auf die Stirn. Auch sie legt sich langsam nieder und leise kaum hörbar gleiten die Worte flüsternd über die Lippen.
"Gute Nacht mein Glück der Seele"
Wer konnte schon verstehen was in ihr vorging? Wer konnte verstehen was ich dachte, liebte, um was ich trauerte, was ich hasste und was ich nicht verlieren wollte? Wer konnte verstehen welche Art von Mensch wirklich in mir steckte. Täglich versuche ich soweit es geht alles zu tun um Talib zu helfen, der Familie zu helfen, auch wenn mir das redlich nicht immer leicht fällt. Ich bin sechzehn Sommer und keine Hausherrin, bin ich doch so froh wenn Rija endlich da ist. Rija ist ein so tolle Frau, sie kann soviel und weiß soviel, da meine Schwester und meine Mutter nicht da sind würde ich mir so sehr wünschen jemandem noch im Haus zu haben der die Zeit mit mir nutzt um mir zu zeigen was ich als Nathifa verbessern kann. Ich möchte so gerne perfekt sein, perfekt für ihn.
Langsam öffnen sich die Augen, sie blicken über das Sternenmeer und ihr huscht ein sanftes Lächeln über die Lippen, kurz darauf huschen die Augen schon suchend nach etwas über das Himmelsbild "Sternbilder...." haucht sie leise.
Nacht ist’s, die Erde träumet;
In ernstem Schweigen ziehn
Hoch über ihr am Himmel
Sternbilder hin.
Nacht ist’s; - vor aller Seelen
In tiefster Einsamkeit
Ziehn stille Sternbilder
Aus alter Zeit.
Seine Bersteinfarbenen Augen, da entgleitet mir ein seufzen wenn ich Abends in meinem Bett liege und an ihn denke. Es fühlt sich an wie von tausend Schmetterlingen getragen, die Haut kribbelt als würden Milliarden einzelner Regentropfen sanft auf diese nieder gehen. Wenn er mich anblickt wird mir warm und kalt, beides gleichzeitig. Ich versuche immer dann noch perfekter zu sein, aber ich werde nur noch schusseliger. So war es von Anfang an, als ich ihn das erste mal sah fiel er mir schon auf mit seiner angenehmen stimme, sein ruhiges Wesen. Das hat er und ich mochte es an ihm es machte mich zwar gleichzeitig nervöser am Anfang doch danach beruhigte es mich. Es ließ mich 'ich' sein, nicht die perfekte zu hundert Prozent funktionierende Nathifa, sondern Aaminah. Ich freute mich schon von Anfang an wenn ich Zeit mit ihm verbringen konnte und die letzten Wochen wurde dies immer mehr. Lange Abende an denen wir auf der Terrasse saßen und redeten....wir konnten uns Stunden Unterhalten ohne das uns auch nur langweilig wurde. Meist übermannte uns der Schlaf und wir huschten zügig ins Bett und jedesmal, egal welchen Tag ich nahm, egal welche Nacht....ich fühlte mich wohl und geborgen bei ihm. Ich fühlte wie ich aufblühte, wie ich lachen konnte und wie sehr ich mich jedesmal freute einfach nur bei ihm zu sein.
Langsam wendete sie sich auf dem Absatz, die Hände lösten sich von der Brüstung und sie schritt Richtung Treppe. Eine Stufe nach der anderen hinab schreitend verhedderten sich ihre Gedankengänge wieder.
Talib war nun schon einige Tage weg, ich kann nur hoffen das es ihm gut geht, hoffen das er gesund wieder kommt. Auch wenn er nicht immer einfach ist so hat doch jeder seine Fehler, ein jeder im Haus ist ein Individuum und wenn viele Individuen aufeinander treffen kann es eben ab und an einmal aus den Fugen geraten. Umso wichtiger ist doch das Blut stärker ist als Freundschaft alleine, man weiß man vergibt sich, man hilft einander und man ist füreinander da. Ich würde immer wieder alles tun um diesem Blut gerecht zu werden. Mir war klar das Talib als er die ehrenvolle Aufgabe des Oberhauptes an sich nahm jene Hürden meistern würde. Er war geboren um zu führen....doch man sah ihm an das die Zeit und die Mühe auch seine Spuren hinterließen. Er weiß was er an uns allen hat, er weiß das wir ihm alle bei Seite stehen und ihn in Guten als auch in Schlechten Zeiten keinesfalls im Stich lassen würden.
Oft ist man so in seinen Gedankengängen gefangen welche immer wieder fortan die gleiche sensible Drehung machen und nur selten einmal eine andere Abzweigung nehmen. Sollte man nicht ab und an frei sein? Frei sein von sich selbst, sich lösen können um auch andere Sichtweisen besser verstehen zu können? Vielleicht ist dies jedoch auch etwas was man im späteren Alter einfach nichtmehr so einfach kann....vielleicht ist man viel zu oft, viel zu eingeschränkt. Vielleicht nimmt man sich vieles viel zu schnell zu Herzen ohne darüber nachzudenken das jene gewählten Worte des folglich anderen...vielleicht garnicht diese Wirkung wollten. Vielleicht dachte jener einfach anders, anders als man selbst und vielleicht...nein mit Sicherheit ist es so das man viel zu oft Falsch denkt. Sollten wir nicht einfach alle etwas mehr aufeinander zu gehen, verzeihen können? So kurz ist das Leben und wir Menschen sollten lernen nicht für den Tag darauf oder für die Vergangenheit zu leben, sondern viel mehr für den Tag, die Stunde und den Moment.
So wandelt sie, im ewig gleichen Kreise
Die Zeit nach ihrer alten Weise,
Auf ihrem Wege taub und blind,
Das unbefangne Menschenkind
Erwartet stets vom nächsten Augenblick
Ein unverhofftes seltsam neues Glück.
Die Sonne geht und kehret wieder,
Kommt Mond und sinkt die Nacht hernieder,
Die Stunden die Wochen abwärts leiten,
Die Wochen bringen die Jahreszeiten.
Von aussen nichts sich je erneut,
In Dir trägst du die wechselnde Zeit,
In Dir nur Glück und Begebenheit.
Sich auf den Fersen drehend blickt sie wieder gen Himmel hinauf, abermals schließen sich, mit einem weichen niederschlagen der Lider, die Augen und ein tiefer Atemzug folgt.
-Zwischenszene-
Die Hände berühren einander, die Luft im Raum ist voller Spannung. Schüchtern und doch voller Leidenschaft die Blicke der beiden, tief, innig...zärtlich. Langsam nähern sich beide, Stück für Stück, vorsichtig als hätten beide Angst einander zu zerbrechen. Dann berühren sich die Lippen, sie treffen sich...liegen sanft aufeinander. Immernoch ist der Raum voller Elektrischer Ladung welche einem die Haare zu Berge stehen lässt. Jede Berührung der beiden ist voller Zärtlichkeit und Sanftmut, man kann das Gefühl welches die beiden füreinander haben, fühlen...man kann es spüren wenn man die Augenschließt kann man sich vorstellen wie die Herzen der beiden alleinig durch das nervöse Schlagen kurz davor sind den Brustkorb in abertausende Stücke zu sprengen.
Der erste Kuß
Ein Tropfen Zeit,
gestohlen aus der Ewigkeit,
ein Augenblick,
gelebtes Glück,
zu schnell vergangen...
und doch
...für alle Zeit in uns gefangen
All die Gefühle die sich die letzten Wochen in mir aufgestaut hatten, all das Glück des verliebtseins, all die Angst ihn zu verlieren...ihn nicht haben zu können wurde in jenem Moment durch die pure Anziehung unser beider Seelen erwidert und gleichsam zu einem Gefühl zusammengefasst welches unbeschreiblich ist. ich sehnte mich danach ihn wieder zu berühren, seine Hand zu streichen, in seine Augen zu blicken....seine Lippen zu berühren. Alleine nur seine Stimme zu hören und bei ihm zu sein ließ mein Herz Sprünge machen und durchströmte meinen Körper mit Wärme. Es gab gerade nichts im Ansatz was ich mir mehr wünschte, nach was ich mich mehr sehnte und nichts was mein Herz mehr berührte. Es war kein einfaches verliebt sein, nein es war als würde man füreinander geschaffen sein, als würde er das passende Gegenstück sein.
Die Wimpern heben sich empor, die Augen blicken ein letztes mal in Richtung Himmel ehe sie sich zu dem Zimmer wendet. Langsamen und ruhigen Schrittes führen die Füße sie zu ihrem Bett...der Blick verträumt mit einem seichten Lächeln welches die fein gezeichneten Lippen umspielt. Sich ins Bett legend schweift das Augenpaar zu Soraya, sanft streicht sie ihr mit den Fingern einige Strähnen aus dem Gesicht und gibt ihr, wie jede Nacht, einen hauchenden Kuss auf die Stirn. Auch sie legt sich langsam nieder und leise kaum hörbar gleiten die Worte flüsternd über die Lippen.
"Gute Nacht mein Glück der Seele"