Das Ende einer Füchsin?
Verfasst: Samstag 2. März 2013, 04:27
Ihr Herz raste und das Atmen fiel ihr zunehmend schwer.
Angst. Das erste Mal seit langer Zeit fühlte sie Angst.
Was war in diesen wenigen Augenblicken geschehen?
Wo war das Leben hin, das sie bis vor wenigen Momenten noch für selbstverständlich gehalten hatte?
Das Ziehen in ihrer Brust erinnerte sie daran, dass das, was soeben geschehen war, nichts anderes als nackte Realität war.
Verzerrt drangen die Bilder in ihren Kopf. Carlos, Svetlana, Azyr, Enrico... die wutverzerrten Gesichter, das Misstrauen, die Skepsis. Sie - eine Verräterin der Insel? Die Insel war ihre Heimat gewesen, so oft Rasven auch versucht hatte sie zu überreden, ihr und den Piraten den Rücken zu kehren. Azyr war eine Ausnahme. Ihn hätte sie ohne zu zögern an jedes Messer geliefert - doch selbst da hatte sie sich zurück gehalten, einzig aus Respekt vor Jaron und der Bruderschaft. Rasven hätte ihn auf ihr Wort hin mit tausend Pfeilen gespickt...
"Eines Tages knall'n sie Dich ab wie 'n dreckigen Labar!"
Wie oft hatte sie seine Prophezeiungen und Ratschläge in den Wind geschossen, wie oft hatte sie ihm versichert, dass die Insel Familie war, und ihn dafür viel zu oft vernachlässigt?
Hatte sie in den Jahren bei Belinne denn nichts gelernt?
In dem Moment, da sie ihren Dolch an Sebastianos Hals brachte und den Lauf seiner Pistole an ihrem Brustkorb spürte wusste sie, dass sie auf ganzer Linie versagt hatte. Sie hatte den falschen Menschen vertraut.
Eine Füchsin gehört nicht auf eine Insel. Sie hätte in den Wald gehört.
Dort, wo ein Luchs auf sie gewartet hätte...
[img]http://i2.photobucket.com/albums/y45/VitaniTheReal/14179730-dead-woman-lying-on-the-floor-focus-on-the-hand_zps51a3ed21.jpg[/img]
Der erste Schuss durchbohrte ihren Brustkorb, der zweite ihren Kopf.
Sebastiano. Bartolome.
Vorallem Sebastiano...
"Bonsoir, Cherie."
Das Blut sickerte in den hölzernen Dielenboden, verklebte die fuchsfarbenen Strähnen. Die Piraten verließen die Wohnung.
Zurück blieb die Füchsin - und auf La Cabeza ging die Zeit weiter.
Bald würde es sein, als hätte es sie nie gegeben.
Angst. Das erste Mal seit langer Zeit fühlte sie Angst.
Was war in diesen wenigen Augenblicken geschehen?
Wo war das Leben hin, das sie bis vor wenigen Momenten noch für selbstverständlich gehalten hatte?
Das Ziehen in ihrer Brust erinnerte sie daran, dass das, was soeben geschehen war, nichts anderes als nackte Realität war.
Verzerrt drangen die Bilder in ihren Kopf. Carlos, Svetlana, Azyr, Enrico... die wutverzerrten Gesichter, das Misstrauen, die Skepsis. Sie - eine Verräterin der Insel? Die Insel war ihre Heimat gewesen, so oft Rasven auch versucht hatte sie zu überreden, ihr und den Piraten den Rücken zu kehren. Azyr war eine Ausnahme. Ihn hätte sie ohne zu zögern an jedes Messer geliefert - doch selbst da hatte sie sich zurück gehalten, einzig aus Respekt vor Jaron und der Bruderschaft. Rasven hätte ihn auf ihr Wort hin mit tausend Pfeilen gespickt...
"Eines Tages knall'n sie Dich ab wie 'n dreckigen Labar!"
Wie oft hatte sie seine Prophezeiungen und Ratschläge in den Wind geschossen, wie oft hatte sie ihm versichert, dass die Insel Familie war, und ihn dafür viel zu oft vernachlässigt?
Hatte sie in den Jahren bei Belinne denn nichts gelernt?
In dem Moment, da sie ihren Dolch an Sebastianos Hals brachte und den Lauf seiner Pistole an ihrem Brustkorb spürte wusste sie, dass sie auf ganzer Linie versagt hatte. Sie hatte den falschen Menschen vertraut.
Eine Füchsin gehört nicht auf eine Insel. Sie hätte in den Wald gehört.
Dort, wo ein Luchs auf sie gewartet hätte...
[img]http://i2.photobucket.com/albums/y45/VitaniTheReal/14179730-dead-woman-lying-on-the-floor-focus-on-the-hand_zps51a3ed21.jpg[/img]
Der erste Schuss durchbohrte ihren Brustkorb, der zweite ihren Kopf.
Sebastiano. Bartolome.
Vorallem Sebastiano...
"Bonsoir, Cherie."
Das Blut sickerte in den hölzernen Dielenboden, verklebte die fuchsfarbenen Strähnen. Die Piraten verließen die Wohnung.
Zurück blieb die Füchsin - und auf La Cabeza ging die Zeit weiter.
Bald würde es sein, als hätte es sie nie gegeben.