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Artec Corvas Ein Leben für Reich und Kirche
Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 13:21
von Artec Corvas
I
Der Schlachtenlärm war um ihn herum.
Orken, Akorither, Diener des Totengottes. Artec wusste kaum noch gegen wen sie in den Kampf zogen.
Jarred, Caleb,zwei seiner besten Freunde waren an seiner Seite geritten und hatten sich schon in den Kampf gestürzt, noch bevor der Befehl dazu gekommen war.
Artec hatte noch einen kurzen Blick zu seinem Ritter geworfen der nur mit den Augen gerollt hatte, und war seinen Freunden gefolgt.
Doch im Gegensatz zu Ihnen, war er nicht sehr weit gekommen.
Sein Pferd trat mitten im Voranstürmen in ein Loch, stolperte und überschlug sich und begrub den jungen Knappen unter sich.
Nicht einen Hieb hatte Artec führen können.
Als er wieder erwachte zog man ihn gerade vorsichtig unter dem Pferd hervor.
Um ihn herum war der Kampfeslärm verstummt.
Sie hatten gesiegt, doch zu welchem Preis?
Über die Hälfte der eigenen Mannen waren tot oder verletzt.
Unter den Toten seine Freunde, sein Mentor der fast wie ein Vater für ihn gewesen war und der starb als er versuchte ihm zu helfen.
Artec fühlte sich Mitschuld an dieser Miesere, Mitschuld das er nicht hatte kämpfen können, seine Verletzungen, der Bruch seines Beines durch den Fall mit dem Pferd denn durch einen Gegner gekommen war.
Er sollte nicht so ungestüm sein.
Hatte Sir Gerron ihm immer wieder gepredigt, und nun hatte genau dieses Ungeduld dazu geführt das unter vielen Anderen seine Freunde und sein Ritter tot waren.
Für einige Zeit versank Artec in Selbstmitleid und es dauerte bis er sich einigermaßen wieder fing.
Doch der junge unbeschwerte Mann der er einst war, den gab es nicht mehr.
Seine Selbstüberschätzung was den Schwertkampf anging hatte einen gehörigen Dämpfer bekommen, und Artec war sich nicht sicher ob er je wieder Kämpfen wollte.
Da kam der Befehl des Kronrates.
Adoran war sein Ziel.
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Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 13:38
von Artec Corvas
II
Wie immer schlief er nur wenig und wachte noch vor dem Morgengrauen auf.
Im Haus war es noch still und so nahm er seinen Mantel seine Stiefel und schlich hinaus.
Draußen erst zog er sich gänzlich an und machte sich auf den Weg außerhalb nach Adoran.
Die frische Luft, die Kälte taten ihm gut und machten seinen Kopf frei in dem noch immer Gedanken an seinen letzten Traum umherschwirrten.
Vor dem Tor zog er den Mantel aus, gab diesen einem der Wachen und begann zu laufen.
Den schmalen Pfad am Meer, durch den Wald entlang.
Hinauf zum Kloster, wo er sich eine Kurze Pause gönnte, um dann weiter zu laufen.
Berchgard, die Kutsche bis hinauf zu den Toren Adorans wo ihn ein etwas grinsender Gardist seinen Mantel zurückgab.
Man kannte ihn inzwischen. Jeden Morgen lief er diese Stecke seit er hier in Adoran weilte.
Was ihm jetzt noch fehlte war irgendwo schwimmen zu können, oder ein großes Bad.
So aber musste wohl ein Kübel Wasser gereichen.
Seid gut einer Woche war er nun hier.
Hatte sich bei der Gräfin vorgestellt und natürlich bei Sir von Tannhoeh, der seine Ausbildung abschließen sollte.
Er wusste nicht wie viel die Beiden überhaupt über den Tod seines Ritters wussten.
Aber war dies nicht eigentlich egal?
War dies hier nicht die Chance einen Strich unter seiner Vergangenheit zu ziehen und Neu an zu fangen?
Er wollte es jedenfalls versuchen.
Verfasst: Donnerstag 28. März 2013, 18:27
von Artec Corvas
Der Tag verlief für ihn wie im Traum, von dem er teilweise glaubte er würde jeden Moment daraus heraus auf zu wachen.
Sir Gerron... oder Sir von Krondorf eher, war für ihn immer wie ein Freund gewesen. Mehr denn sein aus zu bildender Ritter und von daher erlebte und er lernte er hier teilweise mehr als noch Monde zuvor in Alumena.
Doch Adelige? Adelige hatte er dort nicht einmal von Hinten sehen können.
Ritter, ja, aber ansonsten hatte er wenig Möglichkeiten das erlernte an zu wenden.
Der Umgang mit dem Adel die Etikette, er hatte von einigen Sachen gehört, aber wirklich leben, das hatte er erst hier in Adoran kennen zu lernen.
Angefangen von der Gräfin zu Meerswacht, bei dem es ihm irgendwie immer die Sprache verschlug, so sehr strahlte sie für ihn Schönheit aber auch ein gewisses Maß an Unnahbarkeit aus.
Eine Mischung die einem Jeden der ihr gegenüberstand klar machte WER sie war.
Und wenn man bedachte das sie sich das was sie war alles erarbeitet hatte, konnte man sich vorstellen das sie wirklich dafür stand was sie ausstrahlte.
Von den Edlen die er kennenlernten durfte war die Hochedle von Winterfels die ihm am besten gefiel. Doch hatte er das Glück gehabt sie anders kennen zu lernen
Genauso wie sie Einblick auf sein Leben gefunden hatte.
Aber bei der Überlegung ob er irgendwann eine Frau aus dem Adle würde heiraten wollen …
Nein. Der Gedanke an eine Stickende vor dem Kamin wartende Frau, schreckte ihn eher ab.
Eigentlich wollte er gar nicht, aber wie das Leben so spielte.
So wäre ihm eine lieber die gleichsam Gefährtin und Vertraute war.
Aber hatten diese Gedanken nicht noch lange Zeit?
Er schüttelt den Kopf und seine Gedanken glitten zurück zu der Krönung.
Wie oft hatte er davon geträumt einfach mal einen Blick auf einen der Herzöge zu werfen, oder dem Prinzen, vielleicht irgendwann auch mal dem Kronprinzen, aber was er hier erleben durfte, war weit ab von dem was er sich hatte zu träumen wagen.
Jeden einzelnen Adeligen des Kronrates.
Natürlich nahmen sie keine Notiz von ihm, aber sie gingen eine Handbreite entfernt an ihm vorbei.
Dann Prinz Isidor und schlussendlich den Prinzregenten.
Und spätestens als er dann zur Krönung eine neue Uniform bekam und einen Sitzplatz in der zweiten Reihe der Kirche, war er sich nicht mehr sicher ob dies nicht alles doch einem seiner Träume entsprang.
Selbst zur anschließenden Feier war er geladen.
Sein Herz pochte wild in seiner Brust, wenn er daran dachte wie sehr hier sein Wunsch in Erfüllung ging.
Nur dem König in irgendeiner weise Positiv auf zufallen, das wagte er sich nicht mehr zu wünschen. Es war gut so wie es war.
So stolz er auch war dem Fest bei zu wohnen, wurde ihm der Trouble bald zuviel.
Er hatte seid seinem … Unfall ein Problem damit in Mitten einer Gruppe von vielen Menschen zu stehen, die er nicht kannte.
Sicher, selbst die Kronratsmitglieder waren mitten drin, aber ihm war dies alles ein wenig viel.
Es würde noch andre Tage geben und irgendwann würde es weitaus ruhiger zugehen.
Er konnte sich wieder auf seine Ausbildung konzentrieren und darauf Naniel weiter zu schützen.
Sir Thelor hatte ihm schon gesagt was er tun könnte, aber er wollte auf jedenfall noch seinen Sir darin einweihen.
Als er die junge Frau jedoch zu einem Heiler begleitete erfuhr er dort mehr als ihm lieb war.
Dieser Nym war mehr als nur Mensch, er war ein Dämon in Menschengestalt, und nur mühsam hatte Artec seine eigene Wut bezähmen können.
Doch er hielt die Fassade nur solange aufrecht bis er Naniel heim gebracht hatte.
Dann machte er sich auf nach Bajard.
Seine Wut brauchte Luft, und so zog er sich eine Rüstung an.
Helm mit herabgelassenem Visier, Plattenhandschuhe und dann wartete er am Haus von dem er wusste das der junge Mann dort war.
Als Nym nun aus dem Haus trat, verließ Artec den Platz von wo aus er gewartet hatte, trat vor und rief ihn beim Namen.
Als Nym sich jedoch umdrehte, holte Artec aus und schlug ihm mit geballter Kraft seine Faust, geschützt mit dem Plattenhandschuh ins Gesicht.
Oh ja. Artec war sich nur zu sicher das der Mann diese Geste mehr als verstand und auch genau wusste worum es ging.
Nym schlug zu Boden, und es war Artec Glück das die Leute sich zuerst um jenen kümmerten und nicht daran dachten ihn zu stellen.
So verließ der junge Knappe in Ruhe Bajard, um sich auf den Weg heim zu begeben und dann, als wäre nichts geschehen seinen Dienst wieder auf zu nehmen.