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von Rosen die Welken.....

Verfasst: Sonntag 17. Februar 2013, 13:55
von Rohnja Salvador
So wie jede Blume verwelkt, jeder Baum seine Blätter verliert zeichnet jedes Wesen der Welt irgendwann das Zeitlich. Der Tod holt uns alle ein, irgendwann, irgendwo und meist dann wenn man selbst nicht glaubt das es soweit ist. Nach jeder Ebbe kommt eine Flut, nach jedem Hoch ein Tief. Irgendwo stirbt ein Mensch und nicht allzu weit von dieser Stelle entfernt ist das Geschrei eines Neugeborenen Kindes zu vernehmen. Ein ewiger Kreislauf welcher nie zu enden scheint.


Wenn Du das Leben aushalten willst, richte Dich auf den Tod ein.


Denk immer daran, die Angst ist nicht Real sie ist das Produkt deiner eigenen Gedanken doch versteh mich nicht Falsch die Gefahr ist sehr wohl Real. Doch die Angst ist und bleibt lediglich eine Entscheidung.

Habt ihr Euch jemals gefragt wie das Leben endet? Wie in den letzten Sekunden das Leben an einem vorbei zieht, wie ein Bilderbuch öffenend, dir Erkenntnis zeigend. Wissen welches du verdrängt hast oder dir gar verborgen blieb öffnet sich dir und legt dir alle Antworten wie ein offenes Buch dar. Alles in allem ist es, als würde dir jemand eine Last von den Schultern nehmen, dich frei machen von allem, dir sagen das deine Qualen in dem doch so vekorksten Leben, ein Ende haben.

Mein Weg jedoch endet nicht in dem Licht welches sich einem entgegen strecken soll um dich mit wärme zu umgarnen, dich zu umschmiegen und wie auf Flügeln hinauf zu tragen. Nein meines endet bei Krathor, endlose Qualen wurden mir vorher gesagt......wer weis ob es stimmt oder nicht, bisher wandle ich noch umher in den schwarzen Hallen.....

Kennen sie das auch, diesen Augenblick dann und wann, wenn sich das ganze Leben plötzlich vor einem erstreckt wie ein Weg, der sich gabelt, und obwohl man sich bereits für einen entschieden hat, schielt man die ganze Zeit zu dem anderen rüber, weil man sicher ist, einen Fehler gemacht zu haben?

Eigentlich war mein Tod so nicht geplant, ganz Kampflos, einfach ohne das es einen Gewissen Grund hatte. Ein so Sensationsloser Tod war doch recht langweilig.....aber andererseits war es vielleicht auch gut einfach von der Bildfläche zu verschwinden ohne große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Soviele Gedanken welche durch meinen Kopf rasen, Worte die ich noch sagen wollte, taten welche ich noch vollbringen wollte.....doch all das bleibt unausgesprochen.

Ich spüre wie das Wasser sich in meine Lungen drückt, der Drang zu Atmen wird immer heftiger..ich könnte hochschwimmen, es versuchen aber ich würde die Wasseroberfläche nicht erreichen können das Wasser ist zugefroren und ich einfach zu betrunken. Das eisige Wasser ließ meinen Körper anfühlen als würden tausend Nadelstiche diesen durchfahren. Es fühlte sich an als würde die Haut sich zusammenziehen und viel zu klein für den Körper werden. Ich riss meinen Mund und meine Augen auf, ein Lautloser Schrei welcher sich von meiner Lunge nach draußen presste, die Hände klopfen wild auf das Eis ein......immer schwächer wird das klopfen.....bis es verebbt und nur noch einige Zucken den Körper durchfahren. Ein Rauschen dringt durch meine Ohren, das Pochen des Herzes welches immer schwächer wird, abermals zucken meine Gliedmaßen ich kann es spüren. Alles verschwimmt vor meinen Augen, ich falle...falle immer tiefer, bis jeder Rythmus mein Herz verlässt und Stille einkehrt.

In einem Universum voller Zweideutigkeit begegnet einem eine derartige Gewißheit nur einmal dann nie wieder, egal wieviele Leben man hat.

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Verfasst: Sonntag 17. Februar 2013, 14:32
von Svetlana Ethered
Das Schicksal führt einen durch unwegsames Gelände.
Steine sind die kleinsten Hindernisse, manchmal halten einen andere Dinge gefangen, die man nicht mehr loswird.
Der Weg, der sie an diesem Morgen zum Hafen nach Fuachtero trieb, war eigentlich die Absicht, sich mit einer Jagd den Kopf frei zu schlagen.
Alles hinter sich lassen, die Konzentration, nur für den Moment, für den Kampf, für nichts Weiteres.
Keine Gedanken an irgendetwas anderes.
Der Weg kann jedoch anders enden, als man ihn begonnen hat, obwohl man keine Abzweigung genommen hat.
Dieser Weg führte die Piratin über den verschneiten Steeg.
Sie wusste, Rohnja war irgendwo hier, am Abend zuvor hatten sie gemeinsam gesoffen, und ihre Wege hatten sich nur für einige Stunden des Schlafes getrennt.

Ihr Blick war noch verklärt, und doch nahm sie aus den Augenwinkeln das schwarze umhertreibende Etwas wahr.
Ein kurzer Blick dorthin.
Eine Leiche. Nichts ungewöhnliches, sie hatte schon öfter Leichen in Hafenbecken gefunden.
Der Blick wurde jedoch ein wenig verengt, als eine Welle die Leiche umdrehte.
Die Schwarzen Haare, die schwarzen Kleider.
Lana brauchte eine ganze Weile, bis sie erkannte, welches Gesicht sich hinter dem Teppich aus schwimmenden Haaren verbarg.
Einige Momente des Erstarrens ließen sie unbeweglich da stehen.
„Scheisse“, der einzige Ausdruck, der von ihren Lippen kam, bis sie sich von Waffen und Mantel befreite und sich selbst ins Wasser sprang.
Die Kälte trieb die Luft aus den Lungen, es war ein Schock für den Körper. Jedoch lies sich die Piratin nicht davon abhalten, ihre Freundin aus dem Wasser zu fischen.
Es dauerte, es kostete mehr Kraft als man sich vorstellen mag, eine unbewegliche, nasse Leiche aus eisigem Wasser zu fischen…
Jeder Versuch, Rohnja noch ins Leben zurück zu holen, scheiterte.
Panik, Wut, Verzweiflung.
„Du darfst mich nicht alleine lassen“, knurrte sie die Leiche an.
Doch natürlich, es brachte nichts.

Das Leben geht seltsame Wege.

Die Endlichkeit des Lebens wird einem erst wirklich bewusst, wenn ein Lebensfunke verglüht.
Die Kerze des Lebens brennt unermüdlich. Bis zum Ende.
Jedes Neugeborene Licht ist endlich, irgendwann erstickt die Flamme, und alles um einen herum wird dunkel.
Das Einzige, das bleibt, ist die Erinnerung.
Der Versuch, nicht zu vergessen, wie der Mensch gewesen war, sich nur an die guten Momente zu erinnern.
Rohnja’s Lebenslicht war erloschen, und das einzige was Lana blieb, war, sie zurück nach Hause zu bringen.
Nach Hause…
Dorthin, wo sich alle verabschieden konnten, wo sie so geliebt wurde, wie sie war.

Alleine….
Niemand konnte das Gefühl der Einsamkeit nehmen, keiner konnte die Leere füllen.


Man geht Risiken ein, jeden Tag.
Jeden Tag aufs Neue, riskiert man seinen Hals, seine Gesundheit, für Gold, seinen Spaß, Macht und Reichtum.
Wie oft Wertschätzen wir die Menschen, die uns treu zur Seite stehen?
Wie oft tun wir etwas Uneigennütziges für jemanden der uns Nahe steht?
Wissen die anderen, wie man sie sieht?
Sie hatte sich für Rohnja ein anderes Ende ausgemalt.
Hocherhobenen Hauptes, die Nase in den Wind reckend, so wie sie immer gewesen war.
Stolz und unbeirrbar.

Sie waren mehr gewesen, als nur zwei Frauen auf einem Schiff.
Freunde.
Wirkliche Freunde, füreinander da.
Und so wollte sie Rohnja in Erinnerung behalten.


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Rosa Negra

Verfasst: Montag 18. Februar 2013, 17:51
von Alessio Moranys
Er war nie der Mann großer Gefühle. Meistens trieb ihn die emotionslose Wolfsmiene, wie bei einem stillen Raubtier, an. Kaum ein Mensch kannte den Kern dieser steingleichen Fassade. Kaum einer. Rohnja kannte ihn besser. Auch, wenn sie sich unter Umständen kennengelernt hatten, die den bulligen Piraten zwangen, ihrem Leben ein Ende zu setzen - gepackt hatte er sie, gegen die Wand gedrückt, ihr mit der Pistole gedroht "das Hirn aus ihrem Kopf zu pusten" -, hatte er die junge Piratin, wider Willen, ins Herz geschlossen. Viele Gemeinsamkeiten verbanden die beiden ruhelosen Seelen. In Rohnjas Augen sah er teilweise einen Spiegel seiner Selbst; er wusste, dass er ihr alles anvertrauen konnte, und sie eine der wenigen Personen auf seiner gottlosen Heimatinsel war, die ihn verstanden, und jegliches Wort, dass seinem Herzen entstammt, für sich behalten würden.

Lange stand Alessio an der Badebucht La Cabezas, und starrte gedankenverloren in die Ferne. Seine Rastamähne wallte im Wind. Und in der erdrückenden Stille konnte er das fröhliche Lachen der jungen Piratin regelrecht vernehmen. Eine schwarze Rose hatte er auf dem Wasser treiben lassen, aufs offene Meer hinaus. Er fühlte Erleichterung, als er niemanden um sich herum sah, die Augen schloss und den Kopf neigte. Erleichterung, dass lediglich Rohnja - wo auch immer sie nun weilte - die Träne sehen würde, die ihm über die vernarbte Wange lief.

"Leb' wohl, meine Rosa Negra."

Verfasst: Montag 18. Februar 2013, 21:03
von Rohnja Salvador
Die Seele ist wie ein Wind,
der über das Meer weht,
wie das rauschen,
der das Meer zum Leben erwachen lässt,
wie die Regenluft,
die wachsam macht.

Desgleichen ströme der Mensch
Wohlwollen aus auf alle,
die da Sehnsucht tragen.

Ein Wind sei er,
der den Elenden hilft,
ein Tropfen,
der die Verlassenen tröstet.

Er sei wie die Regenluft,
die die Ermatteten aufrichtet
und sie mit Liebe erfüllt
wie Hungernde.


Leise wandelnd das seichte Licht,
verloren in den Astralen weiten,
nicht wissend wohin der Weg,
nicht wissend wohin es führt.

Leise brodelt es,
es wankt hin und her,
erbebt in seiner Form,
wechselt diese, wie ein Schleier.
Sich immer wieder bewegend,
mit dem imaginären Wind wehend.

Ein Sog, stark, pulsierend,
es zieht es weg,
hinfort in die Weiten.
Plötzlich ist Stille,
dunkel ist es, ruhig und leise,
nur sehr schwach vernimmt man,
von weitem weg das Schlagen,
das Schlagen eines Herzens.