Wenn man etwas verliert was man liebt...
Verfasst: Sonntag 17. Februar 2013, 10:10
Die Nacht nach dem Markt war unruhig für sie, obwohl sie tot müde war und ihre Füße schmerzten konnte sie nicht schlafen.
Unruhig warf sie sich von einer Seite zur anderen, das Bett kam ihr so groß und leer vor ohne ihn. Seit Tagen war er nicht mehr im Haus und lies sie und die Familie alleine.
Immer öfter war sie dadurch in der Position Entscheidungen für die Familie treffen zu müssen. Das war ihr zwar nichts neues, das hatte sie damals bei Fareed auch tun müssen, aber dennoch wäre es ihr lieber gewesen, wenn er da gewesen wäre.
Unruhig drehte sie sich vom Rücken auf den Bauch und vergrub ihr Gesicht im Kissen. Der Tag an dem sie ihm sagte, dass sie ein Kind erwarteten war kein freudiger Tag gewesen und immer wieder schossen ihr seine Worte durch den Kopf. Ihm war nur wichtig gewesen, dass er nicht zu kurz kommen würde. Er hatte sich kein Stück darüber gefreut, dass sie ein Kind erwarteten. Es war mehr der Punkt gewesen, dass er nicht verlieren wollte, was sie teilten und zwar das Bett.
Es war ein Stich in ihr Herz gewesen, der so tief saß, dass sie nicht anders konnte als innerlich zu schreien und zu weinen. Und doch sagte sie ihm, dass sie ihn nie zurück weisen würde wenn es ihn übermannte, dass sie immer in seinem Bett sein würde und für ihn bereit, auch wenn es ihr innerlich anders zumute war. Denn sie liebte ihn und sie wollte ihn nicht verlieren, nach dem steinigen Weg den sie zusammen gegangen waren.
Die Worte die er eins zu ihr sagte, die Worte als er um sie warb, sie waren scheinbar vergessen und nichts mehr wert. Damals sagte er ihr, wie sehr er sich darauf freute mit ihr ein Kind zu bekommen, wie sehr er sich darauf freute, kleine trappelnde Kinderfüße zu erleben, dass es eine schöne Schwangerschaft für sie werden würde und er sie auf Händen tragen würde durch diese schwere Zeit und sie nicht alleine lassen würde wie Fareed es damals tat.
Und nun war es anders, er freute sich nicht über ein Kind und das lies er sie spüren. Alleine seine Abwesenheit zeigte ihm, dass er nicht bei ihr sein wollte und die Worte von Khalida schlugen ihr um die Ohren „ er war so abwesend in Bajard“, ja er war abwesend gewesen aber sicher nicht wegen ihr wie Khalida vermutete, dort war mehr dahinter.
Sie drehte sich erneut vom Bauch auf den Rücken und legte ihre Finger um ihren Bauch herum und streichelte in kreisenden Bewegungen darüber.
Die Frucht in ihr war noch klein, kaum sichtbar und vor allem nicht spürbar, aber sie wusste das sie da war, dass sie wachsen würde und sich in ein paar Monaten wölben würde soweit, bis sie ihre Füße nicht mehr sehen konnte, bis ihr jeder Schritt schwer fallen würde. Aber sie würde auch diesmal jenen Gang gehen. Sie hatte schon einmal ein Geschenk Eluives alleine ausgetragen. Damals war niemand für sie da gewesen, die Masari hatten sie verstoßen so wie Fareed es getan hatte als er Verschwand. Würden es die Bashir ein weiteres Mal tun, wenn ihr Oberhaupt es von ihnen verlangen würde?
Sie war sich dessen nicht sicher, aber selbst wenn sie es tun würden, würde Eluive ihr die Kraft geben es durchzustehen. Selbst wenn sie alleine wieder den Tritten und dem klopfenden Herzen in ihrem Inneren lauschen würde, dann würde sie es tun mit einem lächeln auf dem Gesicht und mit der Freude über das Leben in ihrem Herzen.
Und irgendwie war sie sicher nicht alleine, damals ging sie hoch schwanger zu ihren Eltern, den letzten Zufluchtsort im Wüstenreich für sie und dieses mal würde sich wieder eine Zuflucht auftun, wenn das schlimmste in ihren Vorstellungen eintreffen würde. Und selbst Khalida würde ihr sicherlich nicht die Hand wegschlagen wenn sie kommen würde. Sie würde sie selbst lieben wie eine Freundin, wenn sich alle von ihr abwenden würden, da war sie sich von Herzen sicher.
Und vielleicht auch die kleine Juma, auch wenn sie sie schon lange nicht mehr gesehen hatte würde ihren Bauch streicheln und dem neuen Leben Hallo sagen, wie sie es damals bei Fareeda getan hatte… oder nicht?
Unsicherheit machte sich in ihr breit ob diese Gedanken wirklich wahr waren oder ob es nur ein Trugbild ihres Verstandes war um nicht in dem ewigen See der Verzweiflung zu fallen. Das Bild tat sich vor ihr auf wie sie alleine auf dem Boden ihres Schlafzimmers lag, das Gesicht voller Schweißperlen und der Boden der Nass um sie herum war. Würde sie das Kind im schlimmsten Falle alleine bekommen können? War sie stark genug um eine Geburt zu ertragen, ohne das jemand bei ihr war?
Ja sie würde es sein, schallte sie sich selbst mit ihrer inneren Stimme, denn sie war nie alleine Eluive war bei ihr in jedem Atemzug.
Diesen Gedanken festhalten umgriff sie ihren Bauch stärker und drehte sich auf die Seite und ein leises Lied in ihren Gedanken, ein Gebet gesungen an die Mutter wehte sie langsam in den Schlaf und schob die Gedanken beiseite die sie quälten, schob das Bild von Radeeh in den armen einer Anderen weit weg, denn sie liebte ihn von den tiefen ihres Herzens.
[img]http://th06.deviantart.net/fs70/200H/f/2011/102/8/8/sleeping_beauty_by_sonofdavinci-d3dvcdr.jpg[/img]
Ein gleißender Schmerz schoss durch ihren Körper hindurch und lies sie aufschrecken. Ein spitzer schriller Schrei schob sich dabei durch ihre Lippen hinaus in den leeren Schlafraum. Der erneute Schmerz lies sie sich krümmen und winden. War dies ein Traum? Nein es war kein Traum, der Schmerz war echt und lies ihren Körper brennen, förmlich verbrennen.
Schwer gekrümmt und mit Tränen die ihr aus den Augen schossen zog sie sich aus dem Bett und griff nach dem Morgenmantel den sie Zitternd über ihren Körper zog. Ein erneuter Schmerzstoß lies sie dabei inne halten und leise wimmern.
Sie brauchte Hilfe, eines der Mittel aus dem anderen Keller, etwas gegen diese Schmerzen die sie unfokusierbar machten. Ihre nackten Füße schoben sich über den Boden bis hin zur Treppe. Ihre Finger verkrallten sich dabei in die Fugen der steinernden Mauer. Wieso hatte sie solche Schmerzen, was peinigte sie.
Und auf dem Weg jede einzelne Treppenstufe mit zwei Füßen nehmen müssen manifestierte sich der Schmerz genau in ihrer Körpermitte.
Er manifestierte sich genau dort wo er nicht sein sollte.
Ihre Gedanken rasten gepeinigt von dem Schmerz der sie immer wieder leise stöhnen oder gar laut schreien lassen durch ihren Kopf. War es das Kind?
Nein bei Eluive es dürfte nicht das Kind sein.
Waren es die Schmerzen die ihr schon andere Frauen beschrieben hatten wenn sie am nächsten Tag gerufen wurde als Heilerin. Waren es diese Schmerzen, die nun sie peinigten?
Nein das dürfte nicht sein, sie dürfte die Frucht nicht verlieren nicht das Geschenk Eluives und der Person die sie liebte.
Ihre Gedanken verflogen erneut als sie beinahe durch die Tür fiel erneut durchgeschüttelt von diesen krampfhaften Schmerzen. In ihren Ohren rauschte ihr eigenes Blut, spülte jedes der Worte weg die sie formulieren wollte, der Pulsschlag hämmerte in ihrem Kopf auf und nieder, beraubten sie der klaren Sinne und so stolperte sie von der Tür hinüber zur Theke der Küchenzeile, hielt sich dort fest mit den Kräften die ihr noch gegeben waren.
Oh Eluive steh mir bei…
Waren die Gedanken die sie trotz der Schmerzen immer wieder hinüber brachte und auch laut aussprechen konnte. Und doch sah sie das Blut nicht was sich bereits von den letzten Treppenstufen bis hinüber ihr zur zogen. Das Blut was ihr die Beine hinab lief und sich teils mit ihrem Morgenmantel verband und ihn in einem glühenden Rot färbte.
Das erneute Krümmen ihres Körpers brachte sie dazu die Knie einknicken zu lassen. Große Schweißtropfen standen auf ihrer Stirn als sie langsam hinab rutschte auf den Boden. Ihr Körper brannte gepeinigt aus Schmerz und dem Fieber was in ihr aufkeimte.
Und so sackte ihr Kopf gegen die steinerne Aufbaut der Küche und ihre Gedanken kreisten ein letztes Mal in Bewusstsein herum.
Eluive, heilige Mutter des Lebens, sei bei mir, lass mich nicht alleine in jenen Stunden. Du nimmst mir was du mir gabst und ich will nicht an deiner Entscheidung zweifeln doch so lass mich nicht allein heilige Mutter ich bitte dich sei an meiner Seite sei in meinem Geist und lass mich fühlen das Leben, den Atem der Wüste und die Geräusche des Windes darin. Das Knacken des Sandes der Dünen und die Laute der Tiere. Oh heilige Mutter Eluive sei bei deiner Dienerin… lass mich bitte neda allein.
So waren die letzten wimmernden Worte die das Haus der Bashir im leisen Flüsterton beherrschten bevor ihr Bewusstsein ganz abdriftet und der Stille Beobachter mag vielleicht gesehen haben wie ein kurzer goldener Schein des Segens über sie huschte und ihr die Schmerzen nahm. Und so lag sie da, in ihrem eigenen Blut, das Zeichen dessen, dass Eluive ihr genommen hatte was sie in der Nacht noch wollte trotz aller Strapazen die vielleicht auf sie warten würden. Das Fieber kochte in ihrem Körper und hielt ihren Geist in dem traumlosen Schlaf gefangen und sie war allein nur ein zarter Windhauch streicheltet über sie, vielleicht der Atem Eluives vielleicht aber auch nur der Wind der durch das Küchenfenster wehte.
Unruhig warf sie sich von einer Seite zur anderen, das Bett kam ihr so groß und leer vor ohne ihn. Seit Tagen war er nicht mehr im Haus und lies sie und die Familie alleine.
Immer öfter war sie dadurch in der Position Entscheidungen für die Familie treffen zu müssen. Das war ihr zwar nichts neues, das hatte sie damals bei Fareed auch tun müssen, aber dennoch wäre es ihr lieber gewesen, wenn er da gewesen wäre.
Unruhig drehte sie sich vom Rücken auf den Bauch und vergrub ihr Gesicht im Kissen. Der Tag an dem sie ihm sagte, dass sie ein Kind erwarteten war kein freudiger Tag gewesen und immer wieder schossen ihr seine Worte durch den Kopf. Ihm war nur wichtig gewesen, dass er nicht zu kurz kommen würde. Er hatte sich kein Stück darüber gefreut, dass sie ein Kind erwarteten. Es war mehr der Punkt gewesen, dass er nicht verlieren wollte, was sie teilten und zwar das Bett.
Es war ein Stich in ihr Herz gewesen, der so tief saß, dass sie nicht anders konnte als innerlich zu schreien und zu weinen. Und doch sagte sie ihm, dass sie ihn nie zurück weisen würde wenn es ihn übermannte, dass sie immer in seinem Bett sein würde und für ihn bereit, auch wenn es ihr innerlich anders zumute war. Denn sie liebte ihn und sie wollte ihn nicht verlieren, nach dem steinigen Weg den sie zusammen gegangen waren.
Die Worte die er eins zu ihr sagte, die Worte als er um sie warb, sie waren scheinbar vergessen und nichts mehr wert. Damals sagte er ihr, wie sehr er sich darauf freute mit ihr ein Kind zu bekommen, wie sehr er sich darauf freute, kleine trappelnde Kinderfüße zu erleben, dass es eine schöne Schwangerschaft für sie werden würde und er sie auf Händen tragen würde durch diese schwere Zeit und sie nicht alleine lassen würde wie Fareed es damals tat.
Und nun war es anders, er freute sich nicht über ein Kind und das lies er sie spüren. Alleine seine Abwesenheit zeigte ihm, dass er nicht bei ihr sein wollte und die Worte von Khalida schlugen ihr um die Ohren „ er war so abwesend in Bajard“, ja er war abwesend gewesen aber sicher nicht wegen ihr wie Khalida vermutete, dort war mehr dahinter.
Sie drehte sich erneut vom Bauch auf den Rücken und legte ihre Finger um ihren Bauch herum und streichelte in kreisenden Bewegungen darüber.
Die Frucht in ihr war noch klein, kaum sichtbar und vor allem nicht spürbar, aber sie wusste das sie da war, dass sie wachsen würde und sich in ein paar Monaten wölben würde soweit, bis sie ihre Füße nicht mehr sehen konnte, bis ihr jeder Schritt schwer fallen würde. Aber sie würde auch diesmal jenen Gang gehen. Sie hatte schon einmal ein Geschenk Eluives alleine ausgetragen. Damals war niemand für sie da gewesen, die Masari hatten sie verstoßen so wie Fareed es getan hatte als er Verschwand. Würden es die Bashir ein weiteres Mal tun, wenn ihr Oberhaupt es von ihnen verlangen würde?
Sie war sich dessen nicht sicher, aber selbst wenn sie es tun würden, würde Eluive ihr die Kraft geben es durchzustehen. Selbst wenn sie alleine wieder den Tritten und dem klopfenden Herzen in ihrem Inneren lauschen würde, dann würde sie es tun mit einem lächeln auf dem Gesicht und mit der Freude über das Leben in ihrem Herzen.
Und irgendwie war sie sicher nicht alleine, damals ging sie hoch schwanger zu ihren Eltern, den letzten Zufluchtsort im Wüstenreich für sie und dieses mal würde sich wieder eine Zuflucht auftun, wenn das schlimmste in ihren Vorstellungen eintreffen würde. Und selbst Khalida würde ihr sicherlich nicht die Hand wegschlagen wenn sie kommen würde. Sie würde sie selbst lieben wie eine Freundin, wenn sich alle von ihr abwenden würden, da war sie sich von Herzen sicher.
Und vielleicht auch die kleine Juma, auch wenn sie sie schon lange nicht mehr gesehen hatte würde ihren Bauch streicheln und dem neuen Leben Hallo sagen, wie sie es damals bei Fareeda getan hatte… oder nicht?
Unsicherheit machte sich in ihr breit ob diese Gedanken wirklich wahr waren oder ob es nur ein Trugbild ihres Verstandes war um nicht in dem ewigen See der Verzweiflung zu fallen. Das Bild tat sich vor ihr auf wie sie alleine auf dem Boden ihres Schlafzimmers lag, das Gesicht voller Schweißperlen und der Boden der Nass um sie herum war. Würde sie das Kind im schlimmsten Falle alleine bekommen können? War sie stark genug um eine Geburt zu ertragen, ohne das jemand bei ihr war?
Ja sie würde es sein, schallte sie sich selbst mit ihrer inneren Stimme, denn sie war nie alleine Eluive war bei ihr in jedem Atemzug.
Diesen Gedanken festhalten umgriff sie ihren Bauch stärker und drehte sich auf die Seite und ein leises Lied in ihren Gedanken, ein Gebet gesungen an die Mutter wehte sie langsam in den Schlaf und schob die Gedanken beiseite die sie quälten, schob das Bild von Radeeh in den armen einer Anderen weit weg, denn sie liebte ihn von den tiefen ihres Herzens.
[img]http://th06.deviantart.net/fs70/200H/f/2011/102/8/8/sleeping_beauty_by_sonofdavinci-d3dvcdr.jpg[/img]
Ein gleißender Schmerz schoss durch ihren Körper hindurch und lies sie aufschrecken. Ein spitzer schriller Schrei schob sich dabei durch ihre Lippen hinaus in den leeren Schlafraum. Der erneute Schmerz lies sie sich krümmen und winden. War dies ein Traum? Nein es war kein Traum, der Schmerz war echt und lies ihren Körper brennen, förmlich verbrennen.
Schwer gekrümmt und mit Tränen die ihr aus den Augen schossen zog sie sich aus dem Bett und griff nach dem Morgenmantel den sie Zitternd über ihren Körper zog. Ein erneuter Schmerzstoß lies sie dabei inne halten und leise wimmern.
Sie brauchte Hilfe, eines der Mittel aus dem anderen Keller, etwas gegen diese Schmerzen die sie unfokusierbar machten. Ihre nackten Füße schoben sich über den Boden bis hin zur Treppe. Ihre Finger verkrallten sich dabei in die Fugen der steinernden Mauer. Wieso hatte sie solche Schmerzen, was peinigte sie.
Und auf dem Weg jede einzelne Treppenstufe mit zwei Füßen nehmen müssen manifestierte sich der Schmerz genau in ihrer Körpermitte.
Er manifestierte sich genau dort wo er nicht sein sollte.
Ihre Gedanken rasten gepeinigt von dem Schmerz der sie immer wieder leise stöhnen oder gar laut schreien lassen durch ihren Kopf. War es das Kind?
Nein bei Eluive es dürfte nicht das Kind sein.
Waren es die Schmerzen die ihr schon andere Frauen beschrieben hatten wenn sie am nächsten Tag gerufen wurde als Heilerin. Waren es diese Schmerzen, die nun sie peinigten?
Nein das dürfte nicht sein, sie dürfte die Frucht nicht verlieren nicht das Geschenk Eluives und der Person die sie liebte.
Ihre Gedanken verflogen erneut als sie beinahe durch die Tür fiel erneut durchgeschüttelt von diesen krampfhaften Schmerzen. In ihren Ohren rauschte ihr eigenes Blut, spülte jedes der Worte weg die sie formulieren wollte, der Pulsschlag hämmerte in ihrem Kopf auf und nieder, beraubten sie der klaren Sinne und so stolperte sie von der Tür hinüber zur Theke der Küchenzeile, hielt sich dort fest mit den Kräften die ihr noch gegeben waren.
Oh Eluive steh mir bei…
Waren die Gedanken die sie trotz der Schmerzen immer wieder hinüber brachte und auch laut aussprechen konnte. Und doch sah sie das Blut nicht was sich bereits von den letzten Treppenstufen bis hinüber ihr zur zogen. Das Blut was ihr die Beine hinab lief und sich teils mit ihrem Morgenmantel verband und ihn in einem glühenden Rot färbte.
Das erneute Krümmen ihres Körpers brachte sie dazu die Knie einknicken zu lassen. Große Schweißtropfen standen auf ihrer Stirn als sie langsam hinab rutschte auf den Boden. Ihr Körper brannte gepeinigt aus Schmerz und dem Fieber was in ihr aufkeimte.
Und so sackte ihr Kopf gegen die steinerne Aufbaut der Küche und ihre Gedanken kreisten ein letztes Mal in Bewusstsein herum.
Eluive, heilige Mutter des Lebens, sei bei mir, lass mich nicht alleine in jenen Stunden. Du nimmst mir was du mir gabst und ich will nicht an deiner Entscheidung zweifeln doch so lass mich nicht allein heilige Mutter ich bitte dich sei an meiner Seite sei in meinem Geist und lass mich fühlen das Leben, den Atem der Wüste und die Geräusche des Windes darin. Das Knacken des Sandes der Dünen und die Laute der Tiere. Oh heilige Mutter Eluive sei bei deiner Dienerin… lass mich bitte neda allein.
So waren die letzten wimmernden Worte die das Haus der Bashir im leisen Flüsterton beherrschten bevor ihr Bewusstsein ganz abdriftet und der Stille Beobachter mag vielleicht gesehen haben wie ein kurzer goldener Schein des Segens über sie huschte und ihr die Schmerzen nahm. Und so lag sie da, in ihrem eigenen Blut, das Zeichen dessen, dass Eluive ihr genommen hatte was sie in der Nacht noch wollte trotz aller Strapazen die vielleicht auf sie warten würden. Das Fieber kochte in ihrem Körper und hielt ihren Geist in dem traumlosen Schlaf gefangen und sie war allein nur ein zarter Windhauch streicheltet über sie, vielleicht der Atem Eluives vielleicht aber auch nur der Wind der durch das Küchenfenster wehte.