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Angriff auf Düstersee oder so
Verfasst: Sonntag 20. Januar 2013, 23:15
von Torjan Eichental
Nein, heute schlief er nicht in seinem Lehnstuhl, wie sonst immer, sonder auf seinem Strohsack, sich zuvor noch die tiefen Kratzer versorgend, die ihm dieses verdammte Panthervieh zugefügt hatte.
Diese Schlacht war ...
tief seufzte er ...
Was hatten sie bewirkt?
Eine verbrannte Brücke und ein paar glosende Ruinen, mehr nicht.
Jene, die das rahaler Gebiet verlassen konnten, durften sich glücklich schätzen. Nach einem Jahreslauf abermals ein Ansturm gegen die Rahaler, gegen Düstersee ... und dann so etwas ...
Wie weit wäre noch der Tag bevor, bis sie jene besiegen würden?
Wie weit?
Mondläufe?
Jahresläufe?
Das was heute passiert war, stieß dem hageren Heiler sauer auf. Keiner von ihnen war über den wahren Plan der Obrigkeit informiert. Die kleinen Bürgerlichen und die Rekruten wurden als Pantherfutter verheitzt, wurden ihnen vorgeschmissen, um auf dem Schlachtfeld zu verrecken.
Torjan verstand das alles nicht mehr. Mehr und mehr entfernte sich sein Herz von dem früher so geliebten lichten Reich.
Verfasst: Montag 21. Januar 2013, 21:33
von Ilias
Der Gardist der in einer zivilen Rüstung und ebenso unwissend am Feldzug gegen Düstersee sich beteiligte , da er es dennoch als Pflicht empfand lag die ganze nacht nackt in einem kleinen Käfig in Rahal , voller dreck und Fäkalien auf einem Nassen versiffen Boden. Keine Sekunde konnte er die Augen schließen und wirklich schlafen , die meiste zeit saß er in der ecke und hatte die augen geschlossen um wenigstens diese etwas zu schonen.
Schon traten ihm die 4 Gestalten gegenüber und versuchten ihn zu demütigen mit ihren Worten und Taten , sie rasierten ihn komplett färbten seine haare die sie ihm noch ließen in einem rot-ton und prügelten ihn stundenlang, immerwieder bis zur Bewusstlosigkeit.
Doch davon ließ sich dieser nicht einschüchtern , immer wieder erhob er sich und versuchte sich ihnen entgegen zu stellen , er bewarf sie mit Fäkalien griff sie an so er die Gelegenheit dazu bekam und tat alles mögliche um kein angenehmer Gefangener zu sein.
Mal wurde er von 3 Leuten gleichzeigt ohnmächtig geschlagen mal von Tristan als Gargoyle oder von lauter schleimen und Fäkalienhaufen angegriffen , welche die Liedwirker mit ihren Eingriffen belebten.
Sogar der Nasenbruch durch den Tritt von Maya schreckte Ilias nicht ab und so wehrte er sich bis zum letzen Augenblick gegen die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten der Pantherdiener.
Doch schien das alles wohl auch irgendwo in etwas positivem zu Enden , immerhin ließen sie ihn nach etwa 24 Stunden der Gefangenschaft wieder laufen , war er so unangenehm zu ertragen das sogar die Grausamsten der Grausamen ihn nicht mehr ertragen konnten? Ilias freute es insgeheim wieder bekannte Gesichter zu sehn , auch wenn man ihn kloppte wie ein stück Fleisch welches man mit einem Fleischhammer bearbeitet. Er war froh wieder die strengen Augen der Frau Oberstleutnant sehn zu dürfen und unter seinen Kameraden zu sein , auch wenn er ausssah wie ein stück Scheiße.
So geleitete ihn der Gardist zum Glaubenshaus und er konnte sich zumindest etwas waschen , von dort aus begab sich der geschwächte und schwer angeschlagene Gardist ins Badehaus und nahm ein schönes Bad ehe er wieder ins Glaubenshaus ging und sich hinlegte , er musste schlafen , er war müde , sehr müde.
Verfasst: Dienstag 22. Januar 2013, 09:53
von Gast
Sein Vater hatte ihm immer eingebleut... habe Respekt vor Höheren, den Alten und deinen Feinden... war dies der Grund gewesen, warum er den wirren Alten nicht mehr zugesetzt hatte?
Er erhielt den Auftrag den Alten und die Ritterin Niowe zur Grenze zu geleiten, damit sie sich nicht noch einmal im Reiche verlaufen würden. Etwas hatte diese Rückführung ihm eingebracht, er hatte einen Namen erhalten... Eichental.
Die Ritterin war unvorsichtig gewesen, auch etwas worauf er spekuliert hatte auf diesem Marsch. Er nutzte die Zeit mit ihnen zu reden, der Alte eher mürrisch, die Ritterin wählte eher einen höflichen Umgangston, wohl auch um Distanziertheit auszudrücken oder weis Alatar was. Wenigstens war sie nicht so wie Mariella... sie tanzte nicht herum und wich aus, diese Frau hatte gekämpft, wenn auch verloren... damit hatte sie ohne es zu wissen seinen Respekt erworben.
So verlief die Wanderung durch schmale gewundene Pfade ohne besonders Erwähnenswertes ab, es blieb Zeit für Gespräche. Doch ob das was er ihnen mit auf den Weg gab auf fruchtbaren Boden fallen würde, er bezweifelte es. Doch eines wusste er... nichts würde nach heute Nacht mehr so sein wie es war.
Verfasst: Dienstag 22. Januar 2013, 11:06
von Tristan Wulfram
"Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller.
Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien." - Heraklit
Der Krieg...
Oder war es überhaupt ein Krieg?
Tristan wusste nicht genau ob es ein reines Himmelfahrskommando war, welches nach Düstersee geschickt worden ist.
Schon als sie vor den Toren standen, waren sie zum Untergang prädestiniert.
Eine Truppe die nur ihr Glaube zusammenhielt konnte nur schwer gegen die Elite des rahalischen Reiches bestehen.
Schon der Blick in die Reihen des Feinden zeigte seine materielle Unterlegenheit, obgleich zumindest eine aus den Reihen herausstach.
Fräulein Weilnau...
Doch ehe Tristan überhaupt noch ein Wort ergreifen konnte brach der Kampf auch schon los und unkontrolliert brachen die Adoraner in die Reihen der Rahaler. Der Funke der Kampfeslust entzündete eine Flamme im Geiste des Magiers, welche sein Blut zum kochen brachte und den Krieger der er einst war wiedererweckte.
Vorfreudig stürmte er in die Schlacht und zerschändete das Lied in einer unbeschreiblichen Ekstase, gesättigt nur durch das Blut seiner Beute.
Feuerelementare fielen in die Reihen und es schien als würde sich die Hölle selbst am Himmel auftun und seine Feinde mit Blitzen strafen.
Wie gewöhnlich war der Sieg rasch errungen und der Feind bezwungen, die Beute lag am Boden und zuckte nicht einmal mehr. Eine beklemmende Ruhe kehrte ein, auch wenn der süße Geschmack des Sieges den Gaumen benetzte und den Geist erfreute...
Der Wahn des Kampfes war wag und die Bessinung und Ruhe kehrte wieder in den Magister ein. Vor ihm, eine kleine Truppe von verwundeten, kaum kampffähig und angeführt von Lilian.
Wiedermal war sie es, die bereit war für die ihren zu Bluten.
Doch diesmal nicht.
Als Aliyahna Tristan das Schicksal von Lilian in die Hände legte, lies er seine Beute heimlich ziehen.
Das war es nicht wert. Sie hätte vielleicht einen größeren Nutzen für ihn, als er momentan noch ahnen konnte.
Zumal achtete er sie auf einer gewissenen Ebene für ihren Mut.
Amor fati?
Stattdessen nahmen sie Ilias mit, welcher es ohnehin verdient hat...
Diesmal traf es den Richtigen und es war vorbei mit dem Schlächter von Bajard. Alles was blieb war Genugtung, ein Krieger dem es erging wie einem geprügelten Hund und eine eingesaute Kerkerzelle.
Und Lilian?
Das wiederrum wird eine andere Geschichte...
Verfasst: Dienstag 22. Januar 2013, 15:22
von Gast
Die Beine umarmend an den Körper gezogen, saß sie in der Dunkelheit.
Das einzige Geräusch hier draußen, war dass des beruhigenden Wassers. Die Augen geschlossen, lauschte sie nun schon eine geraume Weile, wie die Wellen immer wieder gegen die Felsen schlugen.
Das Kinn auf den Knien abgelegt, verfolgte sie ein weiteres Mal, den wieder kehrenden Rhythmus der heute so ruhigen See. Bisher hatte sie selbst dennoch keine Ruhe gefunden, fraglich ob sie das überhaupt tun würde, vielleicht irgendwann…
Die Vorbereitungen waren schwierig gewesen, bis zuletzt war nicht sicher, ob alles was man hoffte auch eintreffen würde. Aber eines war von vornherein klar gewesen: Das Wichtigste war den richtigen Zeitpunkt nicht aus den Augen zu verlieren.
Schon am Tag selbst war sie äußerst unruhig gewesen.
Es gab kaum Eingeweihte. Jeder, der den Plan kannte, war in gewisser Weise auch eine Gefahr. Etwas, dass man nicht kalkulieren konnte. Eine weitere Unbekannte, die man nicht gebrauchen konnte.
Am Tag selbst, war sie von einer furchtbaren Unruhe ausgefüllt.
Der Versuch sich mit einem Wachgang abzulenken, scheiterte kläglich. Fast schien es, als hätte sich Jemand einen üblen Scherz erlaubt, die den Sand sehr viel langsamer rieseln ließ, als an anderen Tagen. Quälendes Warten.
Als der Zeitpunkt gekommen war, brauchte es nur einen längeren Blick, um zu wissen, dass sie nicht alleine war mit den stillen Bedenken. Sie hatte sich sehr erhofft, dass sie gar nicht erst in die Verlegenheit käme, sich diese Frage stellen zu müssen…
Eine Handvoll… Etwas mehr..
Abbruch?
War es dafür nicht schon zu spät?
Immer wieder war der Blick der bernsteinbraunen Augen über die Reihen gehuscht. Dabei wog ein Gewicht in ihrer Tasche unendlich schwer.
Eine kleine Spur, die hinterlassen worden war, erinnerte sie daran, dass ein Teil schon nicht mehr hier stand.
Was würde geschehen wenn sie sich nun dagegen entschieden?
Gab es ein zurück?
Eine zweite Möglichkeit?
Was würde aus denen werden, für die es jetzt schon kein Zurück mehr gab?
Wann würden sie als nächstes mit den Folgen konfrontiert?
Direkt auf ihrem Boden..
In einem Wochenlauf?
Morgen schon.. ?
Auch wenn sie sich bemüht hatte, es sich nicht anzumerken lassen, waren ihr viel zu laut gedachte Kommentare am Rande ganz gewiss nicht entgangen. Mit tiefen Atemzügen hatte sie sich bemüht die Ruhe nicht zu verlieren. Der Erfolg war mäßig.
Die Anspannung war förmlich greifbar, als sie aufbrachen, die Entscheidung war gefallen, es war nicht mehr zurück zu nehmen. Blieb zu hoffen, dass der Zeitpunkt.. das ungute Gefühl verblieb, die Last wurde mit der Näherung an das gewünschte Ziel schwerer.
Kurz nach dem erwecken der ersten lodernden Flammen hatte das Warten ein Ende.
Im darauf ausbrechenden Durcheinander verschwamm schnell der letzte Überblick über Freund und Feind. Sie hatte den Rückzugbefehl noch vernommen, irgendwo in der Ferne..
Für einen Augenblick unerreichbar.
Sie bemühte sich noch eine geraume Weile, die aufgekommene Dunkelheit hinweg zu blinzeln, der Kopf dröhnte und eine unendliche Müdigkeit hatte sie erfasst.
Der Überblick wollte sich so schnell nicht wieder einstellen, erst langsam drang zu ihr durch, das sie nicht alleine war.. Viel zu viele standen noch ganz in ihrer Nähe, fraglich was mit dem Rest geschehen war. Die Rauchschwaden aus der Ferne, warfen weitere Fragen auf.
Die schweigende Unterhaltung mit ihrem dunklen Gegenüber trug nicht gerade zu einem klaren Kopf bei, ganz im Gegenteil verstärkte es noch dieses unangenehme Gefühl in Watte gepackt zu sein, wobei der begleitende Schmerz einen nicht vergessen ließ, dass es keinesfalls eine Einladung für einen ruhigen Schlaf war.
Vielleicht war zumindest ein Teil des Planes geglückt..
Dennoch war der Preis viel höher, als er hätte sein dürfen. Irgendwo hier.. war sie. Den Überblick längst verloren, hofft sie dennoch dass das Angebot dazu beitragen würde, zumindest die zu retten, die für das Versagen keinerlei Schuld trugen.
Als sie ihm folgte, war sie sich immer noch nicht sicher, ob sie tatsächlich die Letzte war, die noch hier stand. Mit dem was kam, hatte sie nicht gerechnet, es hatte einen äußerst bitteren Beigeschmack. Wie häufig konnte man Jemanden wohl das Leben schulden? Dreimal? Viermal? Sie hatte nicht vor gehabt ein zweites Mal in diese Verlegenheit zu kommen.
Auch wenn er ihn jetzt noch nicht forderte, war sie sich sicher, dass es sie irgendwann einholen würde.
Eine Forderung blieb niemals ewiglich offen stehen.
Für den Augenblick jedoch, wollte sie nicht weiter darüber nachdenken.
Erst am Ende des zweiten Tageslaufes fand auch der Letzte den Weg nach Hause zurück.
Ihre Tasche schien innerhalb von wenigen Stundenläufen um ein beharrliches Gewicht erleichtert worden zu sein, aber die Last war dennoch nicht verloren, statt dessen hatte sie das Gefühl, dass sich das Gewicht einfach verlagert hatte.
Alles was ihr beim Lauschen der Wellen Gesellschaft leistete war das wenige Licht, der Sterne, ebenso wie der sich im Wasser spiegelnde Mond. Dabei war sie sich fast sicher, mehr als einen äußerst Vorwurfsvollen Blick zu verspüren und die Frage nach einem dünnen Band, dass Durchschnitten wurde..
Und so saß sie vielleicht noch den Rest der Nacht, an dem Ort, der allerhöchstens dafür sorgte, das die Stimme des Gewissens nicht verstummen würde.
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
~Konrad Adenauer