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Ein eiliges Schriftstück an Ghadir

Verfasst: Sonntag 16. Dezember 2012, 20:55
von Malaika Leyla Ifrey
Nach der Reise aufs Festland setzte sie ein Schreiben auf, welches sie zum Palast bringen ließ.

Salam Aleikum, ehrenswerter Ghadir aus dem Hause der Omar,

ich hoffe, dass Ihr Euch in einem guten Gesundheitszustand befindet und auch Euer Gemütszustand einem wohlgesonnenen Zustand entspricht.

Dennoch möchte ich Euch über einen etwas unglücklichen Umstand informieren:

Ich komme gerade zurück von einem Ausflug nach Adoran auf die Festlichkeiten dort. Gemeinsam mit Rasin wollte ich die Bekanntgabe meines Brautpreises und die dadurch ausgesprochene Verlobung unsererseits ein wenig feiern und genießen - einen solchen Anlass sollte man nicht auslassen um zu feiern.

Wir befanden uns hinterhalb der Stadtmauern auf dem Festplatz, als Rasin von Lilian van Valerian aufgehalten wurde, da er ob der Witterungsverhältnisse seine Maske trug. Immerhin wäre es nicht förderlich, wenn er irgendwelche Krankheiten mit nach Menek'Ur schleppt. Lilian van Valerian bestand jedoch darauf, Rasin erklärte ihr daraufhin, er würde die Maske abnehmen, um sein Gesicht zu zeigen, im Anschluss allerdings würde er diese wegen der Kälte wieder tragen. Dies schien ihr meiner Auffassung nach jedoch nicht zu reichen, bestand sie nämlich darauf, dass Rasin die Maske dauerhaft ablegen sollte. Ich fragte werte Dame dann erstmal nach ihrem Namen, woraufhin sie sagte, sie würde ihren Namen erst preisgeben, sobald ich meinen nennen würde. Natürlich nannte ich meinen Namen, immerhin haben wir ja nichts zu verbergen. Ich wartete im Anschluss vergeblich auf ihren Namen und ich glaubte schon gar, einem hinterlistigen Spiel zum Opfer gefallen zu sein. Ich bat sie also nochmal darum, mir ihren Namen zu sagen, woraufhin sie meinte, sie würde diesen erst nennen, sobald Rasin seinen Namen nannte. Da habe ich mich - und auch sie - gefragt, wie lange sie dieses Spielchen noch spielen möchte. Rasin nannte seinen Namen selbstverständlich ebenfalls, woraufhin sich van Valerian auch dazu herablassen konnte, ihren Namen zu nennen.

Der Tonfall van Valerians verschärfte sich und sie deutete ebenfalls an, ihm sei es nicht gestattet, die Rüstung zu tragen. Ich wies sie daraufhin, dass es vom Hause Omar gewünscht sei, dass eine Natifah des Reiches beschützt wird. Daraufhin meinte sie recht rasch, sie hätte ja nicht direkt gesagt, er solle die Rüstung ablegen. Eine Einigung fand nicht statt, wir wurden des Landes verwiesen und von Rekruten zum Schiff gebracht. Auf dem Weg dorthin durften wir uns vom Regiment zunehmend beleidigen lassen. Rasin wurde von einem Gardisten - Vaughain, glaube ich, war sein Name - gesagt, er solle lieber seinen Verstand einsetzen als sein Gemächt. Auch wurde uns angeboten, wir könnten doch gleich an den nächsten Laternenpfahl pinkeln.

Tulena Radenbruck, eine Freundin unseres Landes, gesellte sich ebenfalls zu uns. Aber auch sie konnte nicht viel erreichen. Dennoch kann sie, im Zweifel, als Zeugin befragt werden. Sie bat auch an, Rasin einen Schal zu bringen, welchen er jedoch letztendlich dank der Unfreundlichkeit des Regiments abgelehnt hat. Wir zogen es vor, diese Ländereien zu verlassen.

Nachdem ich mir die Mühe gemacht habe und mir die Gesetze zu Gemüte geführt habe, bin ich auf folgenden Absatz gestoßen:
§4.2 Das Verbergen des Gesichtes ist vollständig untersagt, bei Gründen wie Witterung oder ähnlichem hat sich der Betreffende jederzeit auf Aufforderung zu erkennen zu geben.
Ich erkenne daraus nur, dass er sich hätte auf Aufforderung zu erkennen geben zu müssen, was er dann ja auch angeboten hat. Witterungsbedingt scheint eine Verhüllung der Mund- und Nasenpartie nicht unbedingt gegen die Gesetze zu verstoßen. Zumal er, hätte er die Rüstung ablegen müssen, gegen das hießige Gesetz bezüglich dem Schutze einer Menekanerin auf dem Festland verstoßen hätte.

Solltet Ihr, ehrwürdiger Ghadir, weiteres darüber wissen wollen, so komme ich gerne im Palast vorbei - vielleicht auch für die versprochene Tasse Tee und eine Führung durch den Palastgarten, die noch aussteht.

Möge Eluive dem Hause Omar stets ausreichend Wasser und Schatten spenden sowie ihre Hand schützend über den Kalifen und Euch halten.

Malaika Leyla Yazir

Verfasst: Montag 17. Dezember 2012, 01:04
von Ghadir Tazim
Mit tief gerunzelter Stirn werden die Zeilen gelesen, ehe er ungewohnt krakelig ein Schreiben aufsetzt. Das Gesamtbild des Schriebs deutet auf seinen Gemütszustand hin.

Salam Alaikum Malaika,

ich erwarte dich und Rasin am morgigen Tage. So du Khalida zu Gesicht bekommst, bring auch sie mit.

Ghadir Tazim Omar

(OOC: Spontan via ICQ abstimmen bitte)

Verfasst: Montag 17. Dezember 2012, 12:08
von Malaika Leyla Ifrey
Das Schriftstück und eine Abschrift ihres Schriftstückes legt sie auf den Küchentisch in Rasins Haus. Dazu heftet sie noch ein kleines Zettelchen.

Ich weiß nicht, ob ich dich heute Abend zu Ghadir begleiten kann, Hayati. Ich liege derzeit noch verschnupft im Bett. Lass es mich wissen, wann du Ghadir aufsuchen wirst. Vielleicht geht es mir bis dahin besser.

In Liebe, deine Malaika