Ankunft
Verfasst: Dienstag 4. Dezember 2012, 15:18
Die Gestalt stand vor den Toren Rahals. Filziges, langes Haar, mehr gelblich-braun als das ursprüngliche, reine Weiß, umwehte das hart dreinblickende Gesicht des Mannes, welcher mit einem kaum merklichen Lächeln auf den Lippen, sein hellblaues Auge auf das Tor gerichtet hatte. Ein ungepflegter Bart, welcher lange nicht mehr die scharfe Klinge eines Barbiers zu spüren bekam, bedeckt den Großteil des Antlitzes. Auch jener schien einmal weiß wie Schnee zu sein, nun jedoch glich seine Farbe denen der Haare. Die einfache Kleidung war voller Dreck, an einigen Stellen ausgeblichen, an anderen aufgerissen. Über seiner Schulter trug er einen ebenso ausgeblichenen alten Sack, in welchem sich Bruchstücke der Vergangenheit befanden, Erinnerungen an eine bessere Zeit.
Das Blut spritzte ihm entgegen, wieder und wieder. Der junge Mann, welcher vor ihm auf dem Boden lag und vor wenigen Momenten noch so leichtsinnig mit seinen Worten umging, bereute seinen Fehltritt, ersticktes Gurgeln erklang aus seiner mit Blut gefüllten Kehle. Die hellblauen Augen des Mannes mit dem weißen Haar strahlten einen fürchterlichen Zorn aus, selbst als das Opfer reglos vor ihm auf dem Boden lag, fuhr das Schwert noch einige Male in den toten Körper hinein.
Die schmutzige Hand fährt langsam mit dem Zeigefinger über die Narbe auf der linken Gesichtshälfte, welche sich von der Stirn bis hinunter zur Wange zieht. Ausdruckslos starrt das blinde Auge darin in die Leere, der Gesichtsausdruck des Mannes verhärtet sich. Er war in den Jahren der ihm auferzwungenen Schande nicht untätig gewesen. Sein Körper war gestählt, auch vermochte er es immer noch, seine Waffe zu führen. Auch zerbrach er nicht am Exil, sein Kopf war stets auf die arrogante und stolze Art und Weise erhoben, wie sie typisch für ihn war. Aber seinen Hass konnte er nie in die Bahnen bringen, welche sein Vater für ihn vorgesehen hatte.
Vor dieser Zeit waren sie unzertrennlich. Bruder und Schwester. Ein inniger Bund gemeinsamen Respektes und Treue, doch der Vater hatte sie ihm genommen. Elian dachte täglich an seine Schwester, wie es ihr ergeht und ob sie weiterhin ihre Stärke und Wildheit besaß. Als er eines Tages die Worte "Ahad" vernahm, wusste er, dass bald die Zeit gekommen ist, zurückzukehren. Zurück unter die Menschen, zurück ins Leben. Er musste mit ihr sprechen, musste sehen, wie Alatar sie auserwählt hat. Langsamen, aber bestimmten Schrittes, setzte er sich in Bewegung Richtung Rahals.. Irgendwo dort war sie nun. Ob sie sich an ihn erinnern würde? Wüsste sie, dass er noch lebt?
"Dort musst du irgendwo sein... Anastasia Swynedd!"
Das Blut spritzte ihm entgegen, wieder und wieder. Der junge Mann, welcher vor ihm auf dem Boden lag und vor wenigen Momenten noch so leichtsinnig mit seinen Worten umging, bereute seinen Fehltritt, ersticktes Gurgeln erklang aus seiner mit Blut gefüllten Kehle. Die hellblauen Augen des Mannes mit dem weißen Haar strahlten einen fürchterlichen Zorn aus, selbst als das Opfer reglos vor ihm auf dem Boden lag, fuhr das Schwert noch einige Male in den toten Körper hinein.
Die schmutzige Hand fährt langsam mit dem Zeigefinger über die Narbe auf der linken Gesichtshälfte, welche sich von der Stirn bis hinunter zur Wange zieht. Ausdruckslos starrt das blinde Auge darin in die Leere, der Gesichtsausdruck des Mannes verhärtet sich. Er war in den Jahren der ihm auferzwungenen Schande nicht untätig gewesen. Sein Körper war gestählt, auch vermochte er es immer noch, seine Waffe zu führen. Auch zerbrach er nicht am Exil, sein Kopf war stets auf die arrogante und stolze Art und Weise erhoben, wie sie typisch für ihn war. Aber seinen Hass konnte er nie in die Bahnen bringen, welche sein Vater für ihn vorgesehen hatte.
Vor dieser Zeit waren sie unzertrennlich. Bruder und Schwester. Ein inniger Bund gemeinsamen Respektes und Treue, doch der Vater hatte sie ihm genommen. Elian dachte täglich an seine Schwester, wie es ihr ergeht und ob sie weiterhin ihre Stärke und Wildheit besaß. Als er eines Tages die Worte "Ahad" vernahm, wusste er, dass bald die Zeit gekommen ist, zurückzukehren. Zurück unter die Menschen, zurück ins Leben. Er musste mit ihr sprechen, musste sehen, wie Alatar sie auserwählt hat. Langsamen, aber bestimmten Schrittes, setzte er sich in Bewegung Richtung Rahals.. Irgendwo dort war sie nun. Ob sie sich an ihn erinnern würde? Wüsste sie, dass er noch lebt?
"Dort musst du irgendwo sein... Anastasia Swynedd!"