Lan'zyla - Treue und Hass
Verfasst: Dienstag 4. Dezember 2012, 14:22
Klein und niedlich.
Die Worte kamen immer wieder in ihr hoch. Die Axt traf den Baum und schlug ein gewaltiges Loch in Rinde und Stamm. Immer wieder waren sie in ihr hoch gekommen. Jedes mal begleitet von einer Welle des Zorns.
Klein und niedlich.
Seinen Kopf sah sie plötzlich im Stamm und die Axt raste wieder dem Stamm entgegen und traf ihn, dort, wo sie eben noch sein Gesicht gesehen hatte. Nach all der Arbeit und den Mühen, die sie aufgenommen hatte. War das alles, was die anderen in ihr sahen? Eine kleine, niedliche Lethra, die mit Holzklötzchen spielte? Höhlentierchen, so hatte er sie auch genannt. Ein Wutschrei kam über ihre Lippen.
Klein und niedlich.
Respektierst du mich denn überhaupt nicht? Bin ich wirklich nicht mehr, als der Dreck unter deinen Stiefeln?
Bohrende Zweifel hatte er geweckt in ihrem Herz und daraus war ein Hass erwachsen, der ihr neue Kraft gab, sie vor ran trieb. Vater würde stolz auf sie sein, dass war es was zählte und nicht die Meinung von irgend einem Lethrixor, der nicht mal in der Lage war die schwere Armbrust, die sie extra für ihn gemacht hatte zu führen. Ein wütendes Lächeln umspielte ihre Lippen. Was war das nur, dass er in ihr weckte? Zorn, Hass und Zweifel, aber auch dieses andere Gefühl, dass ihr so unbekannt und fremd war. Eine merkwürdiges Gefühl, dass sie in seiner Gegenwart hatte. Hin und hergerissen dazwischen ihn anzufallen und mit bloßen Händen und Zähnen tot zu beißen, ihn zu zerfetzen und diesem anderen Wunsch, dass er sich neben sie legen mögen würde und im Arm zu halten. Schwäche, das war es, was er in ihr suchte, nur um den Finger in ihre Wunden zu legen und sich an ihren Schmerzen zu erfreuen. Oder war er es am Ende, der ihr ihre Würde wieder geben konnte?
Mit Hass dachte sie an ihren Vater. Für ihn war sie nichts als ein nützlicher Gegenstand gewesen. Um einen seiner Kampfgefährten für eine siegreiche Schlacht zu ehren hatte er sie diesem für sie so unbekannten Letharf, als Geschenk gegeben. Der hatte sie benutzt, gefoltert und gequält und sie dann einfach liegen gelassen, mit seinem Sohn in ihrem Bauch. Zwei Jahre lang hatte sie sein Kind in sich getragen und ihn nicht wieder gesehen. Zu erst war sie nur wütend und traurig gewesen, doch mit der Zeit hatten sich ihre Gefühle geändert. Das Wesen, was in ihr heranwuchs wurde ein Teil von ihr, sie stellte sich vor, was aus ihm werden würde. Ein starker Lethrixor? Ein Lethyr? Die Sehnsucht nach dem Vater war in dieser Zeit immer größer geworden, doch er kam nicht. Erst als das Kind seinen Weg aus ihrem Leib fand, unter Qualen und Schmerzen, da war er wieder da. Doch nicht um sie zu sich zu nehmen und seine Rune in ihr Gesicht zu brennen, nein, er nahm ihr ihren Sohn weg, ohne auch nur einen Blick auf sie zu werfen. Danach hatte ihr Vater sie aus seiner Höhle geworfen, kaum laufen hatte sie können, so stark waren noch die Schmerzen von der Geburt gewesen. Ein Beil und ein Messer hatte er ihr gegeben, sonst nichts.
Vorbei, alles vorbei. Sie musste den Hass und die Demütigung nutzen um daraus Stärke zu gewinnen. Dies war ihr gelungen. Sie war gereift und hatte gelernt, so vieles gelernt.
Was würde nur aus ihr werden, was hatte er mit ihr vor? Musste sie sich von ihm fern halten, oder seine Nähe suchen?
Nach ihrer letzten Begegnung war sie erst einmal aus seiner Höhle geflohen. Die Nächte hatte sie oben im Garten verbracht. Dieser Ort gefiel ihr, war sie doch dort oben die Herrin und die Tiersklaven und Bäume ihre Diener, die gehorchen mussten.
Bestimmt war er wütend und zornig auf sie, dass sie weggelaufen war. Aber warum? Weil er sie vermisste oder weil sie nun sein Besitz war?
Bis zur Erschöpfung drosch sie auf die Bäume ein, lies all den Hass und die Wut aus sich heraus. Bis sie nicht mehr konnte und zusammen brach. Eine Schneise der Verwüstung hatte sie durch den Wald geschlagen, brauchbares Holz, hatte sie dabei nicht gesammelt. Doch das war auch egal, es hatte ihr ein Stück wieder Kontrolle über sich und ihren Körper gegeben. Sie war etwas besonderes, sie war etwas wert und wenn er sie wollte, dann sollte er kommen und sie sich verdienen. Kampflos würde sie sich ihm nicht ergeben. Sie sah auf ihre Hände übersät voller Blasen und Blessuren von ihrem Gewaltakt.
Klein und niedlich... Ich reiß dir die Eingeweide raus und mach mir eine kleine niedliche Halskette daraus....
Die Worte kamen immer wieder in ihr hoch. Die Axt traf den Baum und schlug ein gewaltiges Loch in Rinde und Stamm. Immer wieder waren sie in ihr hoch gekommen. Jedes mal begleitet von einer Welle des Zorns.
Klein und niedlich.
Seinen Kopf sah sie plötzlich im Stamm und die Axt raste wieder dem Stamm entgegen und traf ihn, dort, wo sie eben noch sein Gesicht gesehen hatte. Nach all der Arbeit und den Mühen, die sie aufgenommen hatte. War das alles, was die anderen in ihr sahen? Eine kleine, niedliche Lethra, die mit Holzklötzchen spielte? Höhlentierchen, so hatte er sie auch genannt. Ein Wutschrei kam über ihre Lippen.
Klein und niedlich.
Respektierst du mich denn überhaupt nicht? Bin ich wirklich nicht mehr, als der Dreck unter deinen Stiefeln?
Bohrende Zweifel hatte er geweckt in ihrem Herz und daraus war ein Hass erwachsen, der ihr neue Kraft gab, sie vor ran trieb. Vater würde stolz auf sie sein, dass war es was zählte und nicht die Meinung von irgend einem Lethrixor, der nicht mal in der Lage war die schwere Armbrust, die sie extra für ihn gemacht hatte zu führen. Ein wütendes Lächeln umspielte ihre Lippen. Was war das nur, dass er in ihr weckte? Zorn, Hass und Zweifel, aber auch dieses andere Gefühl, dass ihr so unbekannt und fremd war. Eine merkwürdiges Gefühl, dass sie in seiner Gegenwart hatte. Hin und hergerissen dazwischen ihn anzufallen und mit bloßen Händen und Zähnen tot zu beißen, ihn zu zerfetzen und diesem anderen Wunsch, dass er sich neben sie legen mögen würde und im Arm zu halten. Schwäche, das war es, was er in ihr suchte, nur um den Finger in ihre Wunden zu legen und sich an ihren Schmerzen zu erfreuen. Oder war er es am Ende, der ihr ihre Würde wieder geben konnte?
Mit Hass dachte sie an ihren Vater. Für ihn war sie nichts als ein nützlicher Gegenstand gewesen. Um einen seiner Kampfgefährten für eine siegreiche Schlacht zu ehren hatte er sie diesem für sie so unbekannten Letharf, als Geschenk gegeben. Der hatte sie benutzt, gefoltert und gequält und sie dann einfach liegen gelassen, mit seinem Sohn in ihrem Bauch. Zwei Jahre lang hatte sie sein Kind in sich getragen und ihn nicht wieder gesehen. Zu erst war sie nur wütend und traurig gewesen, doch mit der Zeit hatten sich ihre Gefühle geändert. Das Wesen, was in ihr heranwuchs wurde ein Teil von ihr, sie stellte sich vor, was aus ihm werden würde. Ein starker Lethrixor? Ein Lethyr? Die Sehnsucht nach dem Vater war in dieser Zeit immer größer geworden, doch er kam nicht. Erst als das Kind seinen Weg aus ihrem Leib fand, unter Qualen und Schmerzen, da war er wieder da. Doch nicht um sie zu sich zu nehmen und seine Rune in ihr Gesicht zu brennen, nein, er nahm ihr ihren Sohn weg, ohne auch nur einen Blick auf sie zu werfen. Danach hatte ihr Vater sie aus seiner Höhle geworfen, kaum laufen hatte sie können, so stark waren noch die Schmerzen von der Geburt gewesen. Ein Beil und ein Messer hatte er ihr gegeben, sonst nichts.
Vorbei, alles vorbei. Sie musste den Hass und die Demütigung nutzen um daraus Stärke zu gewinnen. Dies war ihr gelungen. Sie war gereift und hatte gelernt, so vieles gelernt.
Was würde nur aus ihr werden, was hatte er mit ihr vor? Musste sie sich von ihm fern halten, oder seine Nähe suchen?
Nach ihrer letzten Begegnung war sie erst einmal aus seiner Höhle geflohen. Die Nächte hatte sie oben im Garten verbracht. Dieser Ort gefiel ihr, war sie doch dort oben die Herrin und die Tiersklaven und Bäume ihre Diener, die gehorchen mussten.
Bestimmt war er wütend und zornig auf sie, dass sie weggelaufen war. Aber warum? Weil er sie vermisste oder weil sie nun sein Besitz war?
Bis zur Erschöpfung drosch sie auf die Bäume ein, lies all den Hass und die Wut aus sich heraus. Bis sie nicht mehr konnte und zusammen brach. Eine Schneise der Verwüstung hatte sie durch den Wald geschlagen, brauchbares Holz, hatte sie dabei nicht gesammelt. Doch das war auch egal, es hatte ihr ein Stück wieder Kontrolle über sich und ihren Körper gegeben. Sie war etwas besonderes, sie war etwas wert und wenn er sie wollte, dann sollte er kommen und sie sich verdienen. Kampflos würde sie sich ihm nicht ergeben. Sie sah auf ihre Hände übersät voller Blasen und Blessuren von ihrem Gewaltakt.
Klein und niedlich... Ich reiß dir die Eingeweide raus und mach mir eine kleine niedliche Halskette daraus....