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Lhyams Geschichtenabend
Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 21:16
von Lhyam Riordan
Als der Winter langsam Einzug hält in Berchgard, finden sich an den langen Abenden auch wieder mehr Gäste ein im goldenen Lamm. Der Schankraum riecht nach frisch gezapftem dunklen Trollbier nach Drachenart, gebratener Hirschlende in dicker Soße und gut abgelagertem Pfeifentabak. Im Kamin lodert ein großes Feuer, das den Raum in eine wohlige Wärme badet, während sich auf den Fensterbänken der erste Schnee häuft.
Als eine Gestalt auf die Bühne klettert. Der hauseigene Barde Lhyam möchte eine seiner Geschichten erzählen, völlig unverfälscht gibt er seinem Publikum die Ereignisse wieder, die er genau so erlebt hat.
Dramatis Personae:
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Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 21:20
von Lhyam Riordan
Als nur noch die Stammgäste im Schankraum sitzen, scheucht Amary ihren leibeigenen Geschichtenerzähler auf die Bühne und während die anderen Gäste sich über die Reste seines Abendessens hermachen, erzählt er eine spannende Begebenheit, die ihm erst kürzlich widerfahren ist.
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Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 21:22
von Lhyam Riordan
"Wir fuhren zum Wegekreuz, um in den Katakomben nach Leder zu jagen, das wir den Flügelmännern dort meist abziehen und gingen am Waldesrand entlang, nichts böses ahnend", beginnt er seine Geschichte.
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Verfasst: Sonntag 28. Oktober 2012, 21:27
von Lhyam Riordan
Ihr werdet nicht glauben, wen wir da trafen. Mitten auf dem Weg. Den Meister Thancred und seine wehrhafte Amazone Shyra. Sie hatten gerade ein paar Wegelagerer zur Strecke gebracht, die ja dort hausen, wie wir alle wissen. Thancred hatte den kleineren, einen gedrungenen Burschen, kaum ein Mann zu nennen, mit seinem Hammer gekonnt niedergestreckt und in seinen Taschen eine feine Vorlage für neuen Schmuck gefunden, während Shyra noch seinen Kumpanen vom Pferd zerrte. Das war vielleicht ein unheimlicher Kerl. Doch hätte sie nicht laut "Nichts da, hiergeblieben, du Lump!" gerufen, wer weiß, vielleicht hätten wir sie gar nicht getroffen. So gab es ein heiteres Treffen und wir tauschten fröhlich den neuesten Klatsch aus.
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 09:48
von Lhyam Riordan
Nicht weit davon entfernt lauerte schon die nächste Gruppe entschlossener Halunken. Ein wenig wunderte es mich ja schon, warum der kleine Bandit mit den haarigen Füßen und sein finsterer Scherge sich nicht dieser Bande verwegener Schurken angeschlossen hatte, doch es war ein viel zu schöner Tag um sich mit solcherlei Gedanken zu behängen und so jagten wir sie einfach in die Flucht.
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 09:51
von Lhyam Riordan
*Kurz wird der Geschichtenerzähler unterbrochen und hält in seiner Erzählung inne, als die Tür zum Schankraum geöffnet wird und ein allen bekanntes Gesicht sich hinein stiehlt. Amelie, wie immer zu spät, möchte sich die Geschichte auch nicht entgehen lassen und schleicht sich leise an den Tisch*
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 09:55
von Lhyam Riordan
Nicht lange und wir kamen zum Ziel unserer heroischen Queste, dem Grab der finsteren Hexe Arkenia. Bereits im Freien wehte uns der Gestank der Verderbnis entgegen und sofort machten die Gefährten sich zum Kampf bereit.
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 09:59
von Lhyam Riordan
Kaum in der Gruft angelangt, wurden wir sogleich von einigen Untoten empfangen. Üble Kreaturen, schon zu Lebzeiten finstere Gesellen waren sie nun von der bösen Hexe durch Magie zu Kreaturen der reinen Finsternis gemacht worden. Ein klares Zeichen dafür, das die Hexe nicht so tot war, wie das Grab dem Wanderer glauben lassen will. Da Maire und Thancred sich noch um irgendeinen Schatz zankten und die Gefahr noch gar nicht erkannt hatten, sah ich nur einen Ausweg aus der schlimmen Notlage. Ich mußte Shyra beistehen und ihr mit einigen ausgewählten Worten Inspiration schenken, um ihren Heldenmut zu stärken.
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 10:03
von Lhyam Riordan
Die Erfahrene Kriegerin warf sich sofort auf die niederträchtigen Gegner und ihr Kampfschrei riß auch Maire und Thancred aus ihrem kleinen Zwist. Keine drei Herzschläge später lag das untote Geschmeiß niedergeschmettert am Boden und das Blatt hatte sich unzweifelhaft zu unseren Gunsten gewendet. Wiedereinmal waren es die Worte eines erfahrenen Barden gewesen, das Zünglein an der Waage, die den Sieg brachten.
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Verfasst: Samstag 3. November 2012, 10:09
von Lhyam Riordan
Na schön, anzumerken wäre vielleicht, das die Inspiration in Shyra länger hielt, als ich beabsichtigt hatte, aber wem kann man es schon übel nehmen, wenn man sich in der Hitze des Gefechtes von seinen Gefühlen leiten lässt. Unter der dicken Panzerung bleibt sie eben doch eine Frau.
Thancred hatte in der Zwischenzeit einen geheimen Mechanismus entdeckt, der eine Türe öffnete. Was für dunkle Geheimnisse würden uns dort erwarten? Müssten wir am Ende sogar gegen die Hexe selbst antreten und die Macht eines Barden gegen die Magie einer uralten Hexe werfen? Den kalten Stahl einer Kriegerin gegen die Schergen einer Ausgeburt des Bösen? Ließe die Fingsternis in diesen Katakomben sich mit Pfeil und Hammer niederringen?
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Verfasst: Montag 26. November 2012, 12:18
von Lhyam Riordan
Die düsteren Gänge waren gespickt mit den hinterhältigsten Fallen, daher konnte ich Shyra kaum einen Vorwurf machen, als sie die eine oder andere davon auslöste. Im Halbdunkel war es meist unmöglich, die teuflisch ausgefeilten Auslöser zu entdecken.
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Verfasst: Montag 26. November 2012, 12:26
von Lhyam Riordan
Nachdem sie jedoch keine einzige Falle ausliess, begann es allmählich die Heilkünste der Gruppe zu strapazieren. Und so waren alle froh, als wir ein großes Tor erreichten, das offensichtlich zu einer Art Höhle führte, oder einem teilweise eingestürzten, alten Saal.
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Verfasst: Montag 26. November 2012, 12:36
von Lhyam Riordan
Also ich verstand die Aufregung ja nicht, die da auf einmal unter meinen Gefolgsleuten ausbrach. Sicher, ein paar Spinnen, vielleicht so groß wie Hunde, das war schon ekelig. Doch sich gleich in Panik hinter die Felsen zu werfen und wimmernd am Boden zu verstecken? Also blieb es an mir, die achtbeinigen Ungeheuer mit meiner feinen Rapierklinge niederzuringen. Wobei sich nur wieder zeigt, wenn der Schwertarm und der Bogen versagen, ist doch immer noch Verlass auf den Barden, der mit ...
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Verfasst: Montag 26. November 2012, 12:39
von Lhyam Riordan
Neee! *wirft da plötzlich Maire aus dem Publikum ein und wedelt mit ihrem kleinen Fäustchen in der Luft* Lhyam! Du mußt das richtig erzählen, so war das gar nicht! *Der Barde seufzt nur und setzt daraufhin erneut an*
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Verfasst: Montag 26. November 2012, 12:43
von Lhyam Riordan
Na schön, um den Frieden zu wahren, will ich meine Geschichte hier leicht korrigieren. Wurden nicht in der Vergangenheit selbst der Ausgang von ganzen Schlachten geändert, nur um der Allgemeinheit ihren Willen zu lassen? *Rasch fährt er fort, als nun auch Shyra droht, ihn von der Bühne zu zerren*
Gut, ich will zugeben, es bedurfte einer gemeinsamen Anstrengung, die Mutter der Spinnen zu bezwingen, die tatsächlich auch ein wenig größer war, als ein Hund. Vielleicht eher wie ein Ochse *Auf neuerliches drohen seiner Liebsten fügt er schnell hinzu* ... oder ein Haus!
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