Briefe an die Heimat
Verfasst: Sonntag 21. Oktober 2012, 15:17
21. Goldblatt des Jahres 255
Adoran, Requisite
Burg Gravenmoor, Grafschaft zu Finkenhain
z.H. den Hochedlen Adelia u. Erwin von Gravenmoor
Der Lichtbringerin Segen mit Euch und Ehre dem Reich, verehrter Vater, verehrte Mutter,
für die Verzögerung meines Schriebs, welches ich Euch ja eigentlich bereits wenige Tage nach meiner Ankunft versprach, bitte ich um Verzeihung. Entgegen jeder Erwartung hinderten mich diverse Zwischenfälle beharrlich daran, meine Zusage einzuhalten. So kann ich Euch berichten, dass ich zwar erfolgreich beim Konzil des Phönix vorstellig geworden bin, jedoch unter gänzlich anderen Umständen als erhofft.
Ich weiß, dass die folgende Geschichte vielmehr dem Reich der Märchen zu entspringen scheint, doch ich versichere bei meinem Leben, dass es sich hierbei um nichts anderes als die reine Wahrheit handelt.
Es waren nicht einmal drei volle Tage vergangen, die ich in der Stadt Adoran Fuß gefasst hatte, als unweit der Stadttore aus heiterem Himmel nichts anderes als ein Phönix herabstieg und mich meiner - ich weiß es nicht anders zu benennen - Gabenblüte beraubte. Jene sollte ich, so habe ich es verstanden, als er zu mir sprach, erst dann wiedererhalten, wenn ich ihm innerhalb von zwei Wochenläufen die so genannten "Tautropfen der Weisheit" brächte. Nun lasst diese Zeilen erst einmal auf Euch wirken.
Um mich nicht in unnötigen Einzelheiten zu verlieren werde ich den Rest der bisherigen Geschehnisse kurz fassen. Neben der meinen wurden auch die Gabenblüten dreier anderer Personen geraubt und fanden sich wenig später, jede für sich in einen goldenen, glühenden Käfig gesperrt, direkt vor den Pforten des Konzils wieder. Dort erklärte man sich bereit, uns bei unserer Aufgabe zu helfen - namentlich gehörten dazu die Edle Praeceptor Lilian van Valerian, Freiherr Elias Corvus von Yota sowie die Magister Demoar Llhastobhar und Richard Lohengrinn. Leider konnte niemand von ihnen mehr als vage Vermutungen darüber anstellen, was diese Ereignisse zu bedeuten haben. In der Bibliothek des Konzils fanden wir einen uralten Einband, der uns fortan auf unserem Weg begleitet und Aufgaben für uns parat hält. Eine davon - das Ersticken des 'menekanischen Sandlöwen' - gelang uns erst am gestrigen Abend, doch wir scheiterten bei der Bewerkstelligung der zweiten Aufgabe - der Beseitigung einer Hydra, von der der Edelmann Nathanael von Schwarzburg, ebenfalls einer der Beraubten, schwer verletzt wurde.
Ihr seht, es mangelt mir in Lichtenthal weder an Unterhaltung noch an Pflichten, und ich hoffe, dass Ihr mir die Nachlässigkeit meiner Briefführung unter diesen besonderen Umständen nachseht. Sobald es die Zeit zulässt, werde ich Euch über hoffentlich erfreuliche Nachrichten in Kenntniss setzen.
So lange verbleibe ich hochachtungsvoll und in Hoffnung, Euch und seine Erlaucht nicht verärgert zu haben,
Eure Tochter

Edeldame zu Finkenhain
[img]http://i2.photobucket.com/albums/y45/VitaniTheReal/imitat_wachs_siegel_rot_aufkleber-p217948337320009601envb3_400Kopie.png[/img]
Adoran, Requisite
Burg Gravenmoor, Grafschaft zu Finkenhain
z.H. den Hochedlen Adelia u. Erwin von Gravenmoor
Der Lichtbringerin Segen mit Euch und Ehre dem Reich, verehrter Vater, verehrte Mutter,
für die Verzögerung meines Schriebs, welches ich Euch ja eigentlich bereits wenige Tage nach meiner Ankunft versprach, bitte ich um Verzeihung. Entgegen jeder Erwartung hinderten mich diverse Zwischenfälle beharrlich daran, meine Zusage einzuhalten. So kann ich Euch berichten, dass ich zwar erfolgreich beim Konzil des Phönix vorstellig geworden bin, jedoch unter gänzlich anderen Umständen als erhofft.
Ich weiß, dass die folgende Geschichte vielmehr dem Reich der Märchen zu entspringen scheint, doch ich versichere bei meinem Leben, dass es sich hierbei um nichts anderes als die reine Wahrheit handelt.
Es waren nicht einmal drei volle Tage vergangen, die ich in der Stadt Adoran Fuß gefasst hatte, als unweit der Stadttore aus heiterem Himmel nichts anderes als ein Phönix herabstieg und mich meiner - ich weiß es nicht anders zu benennen - Gabenblüte beraubte. Jene sollte ich, so habe ich es verstanden, als er zu mir sprach, erst dann wiedererhalten, wenn ich ihm innerhalb von zwei Wochenläufen die so genannten "Tautropfen der Weisheit" brächte. Nun lasst diese Zeilen erst einmal auf Euch wirken.
Um mich nicht in unnötigen Einzelheiten zu verlieren werde ich den Rest der bisherigen Geschehnisse kurz fassen. Neben der meinen wurden auch die Gabenblüten dreier anderer Personen geraubt und fanden sich wenig später, jede für sich in einen goldenen, glühenden Käfig gesperrt, direkt vor den Pforten des Konzils wieder. Dort erklärte man sich bereit, uns bei unserer Aufgabe zu helfen - namentlich gehörten dazu die Edle Praeceptor Lilian van Valerian, Freiherr Elias Corvus von Yota sowie die Magister Demoar Llhastobhar und Richard Lohengrinn. Leider konnte niemand von ihnen mehr als vage Vermutungen darüber anstellen, was diese Ereignisse zu bedeuten haben. In der Bibliothek des Konzils fanden wir einen uralten Einband, der uns fortan auf unserem Weg begleitet und Aufgaben für uns parat hält. Eine davon - das Ersticken des 'menekanischen Sandlöwen' - gelang uns erst am gestrigen Abend, doch wir scheiterten bei der Bewerkstelligung der zweiten Aufgabe - der Beseitigung einer Hydra, von der der Edelmann Nathanael von Schwarzburg, ebenfalls einer der Beraubten, schwer verletzt wurde.
Ihr seht, es mangelt mir in Lichtenthal weder an Unterhaltung noch an Pflichten, und ich hoffe, dass Ihr mir die Nachlässigkeit meiner Briefführung unter diesen besonderen Umständen nachseht. Sobald es die Zeit zulässt, werde ich Euch über hoffentlich erfreuliche Nachrichten in Kenntniss setzen.
So lange verbleibe ich hochachtungsvoll und in Hoffnung, Euch und seine Erlaucht nicht verärgert zu haben,
Eure Tochter
Edeldame zu Finkenhain
[img]http://i2.photobucket.com/albums/y45/VitaniTheReal/imitat_wachs_siegel_rot_aufkleber-p217948337320009601envb3_400Kopie.png[/img]